Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie

Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie

Sozialmedizin fokussiert auf die gesellschaftlichen Bedingungen und Konsequenzen von Krankheit und Gesundheit. Dabei untersucht sie den gesellschaftlichen und politischen Einfluss auf Krankheit und Gesundheit. Die Epidemiologie ist die Wissenschaft der Krankheitsursachen. Sie bietet das methodische und methodologische Rüstzeug Einflussfaktoren auf Krankheit und Gesundheit zu erfassen, mit dem Ziel die Gesundheit ganzer Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Damit sind Sozialmedizin und Epidemiologie zentrale theoretische und methodische Grundlagenfächer in der medizinisch-wissenschaftlichen Ausbildung der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Dabei legen wir in der medizinischen Lehre Wert auf die fundierte Vermittlung empirisch-wissenschaftlicher Forschungsmethoden, die Ausbildung zur kritischen Bewertung von vorhandenem Wissen und die Entwicklung eines Verständnisses für die gesellschaftliche und institutionelle Bedingtheit von Krankheit und Gesundheit.

Das Ziel aller Lehr- und Forschungsaktivitäten am Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie ist es, zu einer sehr guten und personenzentrierten Gesundheitsforschung und -versorgung beizutragen. Daraus ergeben sich folgende Forschungsschwerpunkte des Instituts:

  • systematische Erfassung von Patienten- und Betroffenenerfahrungen im Gesundheitswesen
  • konsequente Verbindung von qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden
  • Weiterentwicklung von methodischen Ansätzen der Integration unterschiedlicher Datenformate
  • Entwicklung von Mixed-Methods Studiendesigns für die Versorgungsforschung

Das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie ist Mitglied in DIPEx Germany und dem Dachverband DIPEx International. Ziel des internationalen Forschungsnetzwerks ist es, Erfahrungen von Menschen mit Krankheit und Gesundheit systematisch und vergleichend zu erforschen. Die erhobenen Erfahrungen werden sowohl für die Forschung und als Informationsquelle für andere Betroffene, Wissenschaftler*innen und Betreuende genutzt. Die Krankheits- und Gesundheitserfahrungen werden wissenschaftlich aufbereitet nach Themen und Personen über die Webseite krankheitserfahrungen.de der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Darüberhinaus ist das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie Partnerin des Forschungsnetzwerks NaviCare der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Ziel des Netzwerks ist es eine Forschungsstruktur in der Region Berlin und Brandenburg zur Etablierung patientenorientierte Versorgungsforschung aufzubauen. In diesem Rahmen führt Prof. Dr. Christine Holmberg, gemeinsam mit PD Dr. Nina Rieckmann und Prof. Dr. Jacqueline Müller-Nordhorn ein monatliches Colloquium für Versorgungsforschung durch. Dieses ist vor allem für Doktoranden geeignet, die im Bereich der patientenzentrierten Versorgungsforschung arbeiten, geeignet.

Weitere wichtige Forschungspartner sind das National Cancer Institute, USA (nci.gov). Hier vor allem die Abteilung für Krebsprävention sowie die klinische Forschungsorganisation NRG Oncology.

Aktuelles
Stellenangebote
Wir suchen laufend interessierte wissenschaftliche und studentische Mitarbeiter*innen, die uns im Forschungsbereich unterstützen. Senden Sie uns gerne Ihre Initiativbewerbung zu.
 
Derzeit sind wir auf der Suche nach motivierten und qualifizierten Menschen, die uns auf folgenden Positionen Unterstützung bieten können (für die genaue Ausschreibung auf die jeweilige Zeile klicken):
 
Veröffentlichungen
  • Thier, A., Holmberg, C. (2020)The Patients’ View: Age-related Macular Degeneration and its Effects - A Meta-synthesis. Disability and Rehabilitation. (im Druck)

  • Gödde, K., Fügemann, H., Müller-Nordhorn, J., Grimberg, M., Goerling, U., Siegerink, B., Rieckmann, N., Holmberg, C. (2020) Strukturierte Erfassung von Unterstützungsangeboten für Lungenkrebs- und Schlaganfallbetroffene in Berlin; Gesundheitswesen (im Druck)

  • Schultze, M., Müller-Nordhorn, J., Holmberg, C. (2020) Discussing the effects of prostate cancer beyond biographical disruption and new normalcy: the experiences of men with prostate cancer in Germany. Sociology of Health & Illness. (im Druck)

Leitung
Leitung:
Prof. Dr. phil. Christine Holmberg, MA, MPH
Telefon: 03381 41 1281
 
Kurzvita Christine Holmberg
Prof. Dr. Christine Holmberg leitet das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Neben der Erforschung von Barrieren optimaler Versorgung aus Patientensicht ist Frau Prof. Holmberg vor allem in der Lehre und Nachwuchsförderung engagiert. Sie verfügt über jahrelange Expertise in patientenorientierter Forschung und verknüpft dabei konsequent qualitative und quantitative Methoden.
Prof. Holmberg ist Mitglied bei DIPEx interantional und DIPEx Germany (www.krankheitserfahrungen.de) , ein Projekt was darauf abzielt Evidenz-basierte Krankheits-Erfahrungen öffentlich zugänglich zu machen. Sie ist Mitglied im Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. , wo sie aktiv in der AG Qualitative Methoden mitwirkt und sich in der Weiterbildung (Spring School) einbringt. In Brandenburg will Frau Prof. Holmberg die Entwicklung von Kooperationen für patientenorientierte Forschung weiterführen und auf den Bereich der ländlichen Versorgung ausweiten, um den aktuellen Missstand entgegenzuwirken.
Assistentin:
Melanie Kahle-Stephan
E-Mail: melanie.kahle@mhb-fontane.de
Telefon: 03381 41 1280
 
Forschungsassistenz:
Tim Holetzek, MA
E-Mail: tim.holetzek@mhb-fontane.de
Telefon: 03381 41 1282
 
Mitarbeiter*innen
Andreas Bergholz, MA
E-Mail: andreas.bergholz@mhb-fontane.de
Telefon: 03381 41-1288
 
Dr. Sylvia Euler
Telefon: 03381 41 1287
 
Hella Fügemann, MA, MPH
Telefon: 03381 41-1295
 
Dr. med. Philipp Jaehn, MSc
E-Mail: philipp.jaehn@mhb-fontane.de
Telefon: 03381 41-1283
 
Franziska König, MA, MSc
Telefon: 03381 41-1286
 
Dr. Sibille Merz
Telefon: 03381 41-1284
 
Dr. Joshua Paul
Telefon: 03381 41- 1293
 
Dipl.-Ing. (FH) Anne Thier, MSc, MPH
Telefon: 03381 41-1285
 
Luisa Wagenschwanz
Telefon: 03381 41-1294
 
Nähere Informationen zu unseren Mitarbeitenden erhalten Sie hier.
Studentische Mitarbeiter*innen
Hi-Sun Bae
 
Leonie Berz
 
Lea Minow
 
Sophie Müller
 
Lisa Suchner
 
Telefon (gilt für alle studentischen MitarbeiterInnen): 03381 41-1296
Forschungsprojekte
Versorgungsforschung
AMD-Care

AMD-Care: Altersbedingte Makuladegeneration und ihre Folgen aus Sicht von Betroffenen und Versorgern

Die Zahl der älteren Menschen mit Sehbeeinträchtigungen steigt im Zuge des demographischen Wandels kontinuierlich. Dies ist vor allem auf die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zurückzuführen. Die tägliche Hausarbeit, das Autofahren oder das Lesen von Büchern ist bei fortgeschrittener Erkrankung ohne menschliche oder technische Hilfe nicht mehr möglich. Für diese Problematik gibt es für Betroffene sowohl hilfsmittelbezogene als auch psychosoziale Beratungsangebote, um ihre Selbstständigkeit solange wie möglich zu erhalten. Allerdings scheint der Zugang zu diesen Beratungsangeboten gerade für ältere Menschen erschwert zu sein.
Das Projekt AMD-Care will bestehende Hindernisse zur Nutzung hilfsmittelbezogener und psychosozialer Beratungsangebote erheben und analysieren. Dafür wird zum einen der Wissensstand von Augenoptikern und Augenärzten zu hilfsmittelbezogenen und psychosozialen Beratungsangeboten erfasst und zum anderen die lebensweltliche Sichtweise älterer Menschen mit AMD untersucht.
AMD-Care wird aus den Forschungsergebnissen Strategien entwickeln, die die Verbreitung und das Wissen über hilfsmittelbezogene und psychosoziale Beratungsangebote über Augenärzte, Augenoptiker, aber auch Allgemeinmediziner und anderer im Gesundheitswesen Tätiger verbessern.
 
Förderer: Friebe-Stiftung
CoronaCare

CoronaCare - Auswirkungen der politischen und sozialen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie auf die „soziale Gesundheit“

Die gesundheitspolitischen Maßnahmen in der derzeitigen Pandemiesituation halten dazu an, durch das Einhalten von Abstand, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Verbot größerer Menschenansammlungen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Solche Maßnahmen verändern soziale Beziehungen grundlegend und stellen potentiell eine Gefahr für die „soziale Gesundheit“ dar. Soziale Gesundheit ist eine zentrale Komponente von Gesundheit, die durch alltägliche soziale Kontakte in Gemeinschaften, sozialen Netzwerken und Familien als Ressource aufrechterhalten und nutzbar gemacht wird (Kleinman, 2013). Sie macht die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammensein auf unsere körperliche Gesundheit und unser psychisches Wohlbefinden deutlich. Die Studie CoronaCare untersucht daher die Auswirkungen der politischen und gesellschaftlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie auf die soziale Gesundheit in Deutschland. Ziel ist es, Strategien und Empfehlungen für Gemeinschaften und Individuen zur Erhaltung der sozialen Gesundheit abzuleiten und zur Verfügung zu stellen.

Laufzeit: 2020-21

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationspartner: Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.mhb-fontane.de/coronacare-de.html

DIPEx

DIPEx

Obwohl in der Bewältigung von Krankheiten die Erfahrungen anderer Betroffener von zentraler Bedeutung sind, wissen wir bisher nur wenig darüber, wie wissenschaftlich erhobene und zur Verfügung gestellte individuelle Erzählungen über Krankheit genutzt werden. Ziel von DIPEx Onkologie war die Bereitstellung ebensolcher Krankheitserfahrungen von KrebspatientInnen anhand von Prostata-, Brust-, und Darmkrebs auf krankheitserfahrungen.de und die Evaluation des Angebots bezüglich einer Stärkung der Patientenkompetenz (Giessler et al. 2017). Darüberhinaus wurden und werden die Interviewdaten wissenschaftlich weiter ausgewertet, z. B. im Hinblick auf Informationsbedarf bei Krebs (Blödt et al. 2018).
 

Förderer:

  • Bundesministerium für Gesundheit (Nationaler Krebsplan)
  • Krebsallianz

Kooperationspartner:

  • DIPEx Germany
  • Uni Freiburg
  • Joachim Weis (Uni Freiburg, Klinik für Tumorbiologie)
  • Juergen M. Giesler (Uni Freiburg, Institut für Medizinische Biometrie und Statistik)
  • Psychoonkologie (Comprehensive Cancer Center, Charité)
  • Interdisziplinäres Brustzentrum (Charité)
  • Interdisziplinäres Prostatazentrum (IPZ) der Charité
  • Stiftung Männergesundheit

Ausgewählte Publikationen:

  • Blödt S, Kaiser M, Adam Y et al: Understanding the role of health information in patients’ experiences: secondary analysis of qualitative narrative interviews with people diagnosed with cancer in Germany. BMJ Open
  • Giesler JM, Keller B, Repke T, Leonhart R, Weis J, Muckelbauer R, Rieckmann N, Müller-Nordhorn J, Lucius-Hoene G, Holmberg C: Effect of a Website That Presents Patients’ Experiences on Self-Efficacy and Patient Competence of Colorectal Cancer Patients: Web-Based Randomized Controlled Trial. JMIR
  • Lucius-Hoene G, Holmberg C, Meyer T (Hrsg): Illness Narratives in Practice: Potentials and Challenges of Using Narratives in Health-related Contexts. 2018. Oxford, United Kingdom: Oxford University Press.
Entscheidungsfindung bei Patientinnen mit Brustkrebsrisiko

Entscheidungsfindung bei Patienten mit Brustkrebsrisiko

In den USA sind Tamoxifen und Raloxifen, zwei selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs), zur Reduzierung des Brustkrebsrisikos zugelassen, da beide SERMs nachweislich das Risiko von invasivem Brustkrebs um 50% senken. Primäres Ziel der Studie war die Beschreibung des Einflusses von sozialen, umweltbezogenen und psychologischen Faktoren (Sozialität von Medikamenteneinnahme, Lebensumstände, Kenntnis über Prävention, klinische Situation) auf die Entscheidung von brustkrebsgefährdeten Frauen, Mittel zur Chemoprävention einzunehmen (Holmberg et al. 2017). Weitere Ziele sind es, die Implikationen und Einflüsse auf die Entscheidungsfindung von mit Brustkrebsrisiko diagnostizierten Frauen zu untersuchen, eine Studie zu entwickeln zur Bestimmung von Einflussfaktoren auf den Entscheidungsfindungsprozess von Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko, die Chemoprävention erwägen, und zu untersuchen, welche Faktoren Frauen daran hindern, chemische Mittel zur Prävention von Brustkrebs einzunehmen (z.B. Blakeslee et al 2017; Gunn et al 2017).
 
Förderer:
  • National Cancer Institute
Kooperationspartner:
  • MD Anderson Cancer Center (Division of Cancer Medicine: Dr. Therese Bevers)
  • Boston University Medical Center (Center of Excellence in Women’s Health: Tracy Battaglia)
  • University of Utah (Department of Population Health Sciences: Angela Fagerlin)
Ausgewählte Publikationen:
  • Holmberg C et al, NRG Oncology/National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project Decision-Making Project-1 Results: Decision Making in Breast Cancer Risk Reduction.2017, Journal for Cancer Prevention
  • Blakeslee S et al, Deciding on breast cancer risk reduction: The role of counselling in individual decision-making – A qualitative study. PEC-Journal
NAVICARE

NAVICARE - Das Netzwerk zur Stärkung patientenorientierter Versorgungsforschung

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist hoch spezialisiert, aber auch stark fragmentiert. Dies stellt insbesondere für Patienten mit chronischen Erkrankungen und Multimorbidität eine Herausforderung dar. Innovative Versorgungsmodelle könnten dazu beitragen, bestehende Barrieren und daraus resultierende Versorgungslücken zu verringern. Ein möglicher Ansatz ist der Einsatz von sogenannten „Patienten-Navigatoren“, wie es sie z.B. in den USA gibt. Navigatoren sind speziell geschulte Personen, die Patienten auch über die Grenzen der üblichen Versorgungsstrukturen hinaus begleiten und so die „Navigation“ in einem fragmentierten Versorgungssystem erleichtern.
Das Netzwerk von NAVICARE vereint inhaltliche und methodische Kompetenzen verschiedenster Projektpartner und umfasst auch Stakeholder und Patientenvertreter. Neben Forschung und Netzwerkarbeit soll die Ausbildung in der Versorgungsforschung gestärkt und Nachwuchswissenschaftler gefördert werden. Das Projekt wird an der Charité-Universitätsmedizin Berlin durchgeführt. Prof. Holmberg war Mitantragstellerin.
 
Laufzeit: 2017–2020
 
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Wissenschaftsforschung
AdvanceGender

AdvanceGender

 
Das Ziel des Verbundprojekts AdvanceGender ist die Entwicklung einer „Tool box“ mit Methoden für geschlechtersensible Forschung, die die Gestaltung der Forschungsprozesse populationsbasierter Studien anleiten kann: Geschlechtersensible Forschung soll so ermöglicht werden und als Grundlage für eine empirisch-fundierte Gesundheitsberichterstattung dienen. Hierfür nimmt das Projekt AdvanceGender die Bereiche Studienteilnahme und Rekrutierung, Datenanalyse und Gesundheitsberichterstattung in den Fokus.
Das Teilprojekt AdvanceRecruitment widmet sich der Analyse von Rekrutierung und Studienteilnahme in populationsbasierten Studien. Das Projekt fragt, wie gender-spezifische Unterschiede in der Teilnahme an populationbasierten Gesundheitsstudien erklärt werden können und ob und wie andere Kategorien wie Einkommen und Schulbildung damit in Zusammenhang stehen.
 
Förderer:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Kooperationspartner:
  • Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen
  • Fachbereich Gesundheitsberichterstattung am Robert Koch-Institut
Risikoscores

Risikoscores

Das Projekt untersuchte Wissenstransferprozesse in epidemiologischer Wissensgenerierung und in der Zirkulation epidemiologischer Ergebnisse in Form von Risikoschätzern, sogenannten Risiko-Scores (Kalender/Holmberg im Druck).
Das Ziel der Studie ist, Wissenstransferprozesse bei epidemiologischer Wissensgenerierung am Beispiel einer Kohortenstudie zu verstehen. Zurzeit wird eine Informationsplattform entwickelt, die epidemiologische Wissensgenerierung und -verbreitung darstellt.
Das Projekt nutzt ein Ensemble aus Methodenelementen aus sozialwissenschaftlicher Wissenschafts- und Technikforschung und Technografie (leitfadengestützte Interviews, teilnehmende Beobachtungen und Dokumentenanalysen). Die Erstellung der Webseite wird in Kooperation mit Kuratorinnen, Graphikern und Webdesignerin, IT und Dramaturgen entwickelt.
 
Förderer:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kooperationspartner:
  • Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt (Prof. Dr. Susanne Bauer, jetzt: Universität Oslo, Centre for Technology, Innovation and Culture)

Ausgewählte Publikationen:
  • Kalender U, Holmberg C (2018): Zukünftiges Datendoppel. Digitale Körpervermessung in Kohortenstudien. In Heyen NB, Dickel S, Brüninghaus A (Hrsg.), Personal Health Science. Persönliches Gesundheitswissen zwischen Selbstsorge und Bürgerforschung, Wiesbaden: Springer VS 2018, S. 91-106.
Publikationen

Auswahl (für eine vollständige Publikationsliste hier klicken)

2020

  • Jedro, Charline; Holmberg, Christine; Tille, Florian; Widmann, Jonas; Schneider, Alice; Stumm, Judith; Döpfmer, Susanne; Kuhlmey, Adelheid; Schnitzer, Susanne (2020) The acceptability of task-shifting from doctors to allied health professionals—results from a representative telephone survey of members of the National Association of Statutory Health Insurance Physicians, Deutsches Ärzteblattl Int 2020; 117: 583-90 doi: 10.3238/arztebl.2020.0583
  • Stritter, Wiebke; Rutert, Britta; Eggert, Angelika; Längler, Alfred; Holmberg, Christine; Seifert, Georg (2020) Evaluation of an Integrative Care Program in Pediatric Oncology. doi: 10.1177/1534735420928393
  • Jaehn, P., Mena, E., Merz, S., Hoffmann, R., Gößwald, A., Rommel, A., Holmberg, C. on behalf of the ADVANCE GENDER study group (2020) Non-response in a national health survey in Germany: an intersectionality-informed multilevel analysis of individual heterogeneity and discriminatory accuracy; PLoS ONE; 15(8): e0237349. doi:10.1371/journal.pone.0237349

  • Jaehn, P., Rehling, J., Klawunn, R., Merz, S., Holmberg, C. on behalf of the ADVANCE GENDER study group (2020) Practice of reporting social characteristics when describing representativeness of epidemiological cohort studies – A rationale for an intersectional perspective; SSM Population Health; 11: 100617, doi:10.1016/j.ssmph.2020.100617
  • Jedro, C., Tille F., Stumm, J., Holmberg, C., Kuhlmey, A., Schnitzer, S. (2020) Delegation ärztlicher Leistungen an Medizinische Fachangestellte – Akzeptanz und Beurteilung durch die Bevölkerung. Deutsches Ärzteblatt int.; (im Druck)

  • Diekmann, A., Heuser, C., Schellenberger, B., Bohmeier, B.; Holmberg, C.; Ansmann, L. Ernstmann, N. (2020). Patient participation in multidisciplinary tumor conferences: Providers' perceptions of patients' need satisfaction and emotional experiences. Psycho-Oncology. doi: 10.1002/pon.5413. (im Druck)

  • Domanska, O. M., Bollweg, T. M., Loer A.-K., Holmberg, C., Schenk L.; Jordan, S. (2020). Development and psychometric properties of a questionnaire assessing self-reported generic health literacy in adolescence. J. Environ. Res. Public Health, 17(8):2860, doi: 10.3390/ijerph17082860

  • Thier, A., Holmberg, C. (2020). The Patients’ View: Age-related Macular Degeneration and its Effects - A Meta-synthesis. Disability and Rehabilitation. doi: 10.1080/09638288.2020.1775901 (im Druck)

  • Gödde, K., Fügemann, H., Müller-Nordhorn, J., Grimberg, M., Goerling, U., Siegerink, B., Rieckmann, N., Holmberg, C. (2020) Strukturierte Erfassung von Unterstützungsangeboten für Lungenkrebs- und Schlaganfallbetroffene in Berlin; Gesundheitswesen (im Druck)

  • Schultze, M., Müller-Nordhorn, J., Holmberg, C. (2020) Discussing the effects of prostate cancer beyond biographical disruption and new normalcy: the experiences of men with prostate cancer in Germany. Sociology of Health & Illness 42(6): 1359-1378. doi:10.1111/1467-9566.13113
  • Breuning, M., Schäfer-Fauth, L., Lucius-Hoene, G., Holmberg, C. (2020). Connecting one’s own illness story to the illness experiences of others on a website - An evaluation study using the think aloud method. Patient Education and Counseling 103(1), 199-207. doi:10.1016/j.pec.2019.08.014.

  • Jaehn, P., Bobrova, N., Saburova, L., Kudryavtsev, A.V., Malyutina, S., Cook, S. (2020). The relation of gender role attitudes with depression and generalised anxiety disorder in two Russian cities. Journal of Affective Disorders 264, 348-357. doi:10.1016/j.jad.2020.01.027.

  • Holmberg, Christine (Hg.) (2020): Krankheitsnarrative in der Versorgungsforschung. In Netzwerk qualitativer Gesundheitsforschung (Hrsg.). Perspektiven qualitativer Gesundheitsforschung. Weinheim: Beltz Juventa Verlag.

 

2019

  • Akçay, M., Drees, S., Geffert, K., Havemann, M., Hommes, F., Jaehn, P., Krisam, M., Mohsenpour, A., Sell, K., Stratil, J., von Philipsborn, P. (2019). Öffentliche Gesundheit in Deutschland. Eine Perspektive des Nachwuchses. Das Gesundheitswesen (efirst). doi: 10.1055/a-0795-3477.

  • Gunn, C.M., Bokhour, B.G., Parker, V.A., Battaglia, T.A., Parker, P.A., Fagerlin, A., McCaskill-Stevens, W., Bandos, H., Blakeslee, S.B.; Holmberg, C. (2019). Understanding Decision-Making about Breast Cancer Prevention in Action: The Intersection of Perceived Risk, Perceived Control, and Social Context: NRG Oncology/NSABP DMP-1. Medical decision making: an international journal of the Society for Medical Decision Making, 39(3), 217-227. doi: 10.1177/0272989X19827258.

  • Gunn, C., Bokhour, B., Parker, V. A., Blakeslee, S., Bandos, H., & Holmberg, C. (2019). Exploring Explanatory Models of Risk in Breast Cancer Risk Counseling Discussions: NSABP DMP-1. Cancer Nursing, 42(1). doi: 10.1097/NCC.0000000000000517.

  • Jaehn, P., Kaucher, S., Pikalova, L.V., Mazeina, S., Kajüter, H., Becher, H., Valkov, M., Winkler, V. (2019). A cross-national perspective of migration and cancer: incidence of five major cancer types among resettlers from the former Soviet Union in Germany and ethnic Germans in Russia. BMC Cancer, 19, 869. doi: 10.1186/s12885-019-6058-6.

  • Kalender, U.Holmberg, C. (2019). Courtesy work: Care practices for quality assurance in a cohort study. Social Studies of Science, 49(4), 583-604. doi: 10.1177/0306312719863139.

  • Mena E., Bolte G., ADVANCE GENDER Study Group (2019). Intersectionality-based quantitative health research and sex/gender sensitivity: a scoping review. Int J Equity Health, 18(1):199, doi: 10.1186/s12939-019-1098-8.

  • Pöge, K., Rommel, A., Mena, E., Holmberg, C., Saß, A., Bolte, G. (2019). AdvanceGender – Verbundprojekt für eine geschlechtersensible und intersektionale Forschung und Gesundheitsberichterstattung. Bundesgesundheitsblatt, doi:10.1007/s00103-018-2855-3.
  • Samimi, G., Heckman-Stoddard, B.M., Holmberg, C., Tennant, B., Sheppard, B.B., Coa, K.I., Kay, S.S., Ford, L.G., Szabo, E., Minasian, L.M. (2019). Cancer Prevention in Primary Care: Perception of Importance, Recognition of Risk Factors and Prescribing Behaviors. Am J Med. 2019 pii: S0002-9343(19)31095-2, doi: 10.1016/j.amjmed.2019.11.017.

  • Stöckigt, B., Besch, F., Jeserich, F., Holmberg, C., Witt, C.M., Teut, M. (2019). Die Heiler-Klienten-Beziehung. In M. Teut, M. Dinges und R. Jütte (Herausg.) Religiöse Heiler im medizinischen Pluralismus in Deutschland (pp.73-86) Stuttgart: Franz Steiner Verlag.

  • Tebest, R., Bergholz, A., Stock, S. (2019). Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen des deutschen Gesundheitssystems. In Haring R. (Ed.): Gesundheitswissenschaften. Springer, S. 547-559.

  • Teut, M., Besch, F., Jeserich, F., Holmberg, C., Witt, C.M., Stöckigt, B. (2019). Spirituelle Heilbehandlungen. Wirkkonzepte und subjective Therapieerfahrungen. In M. Teut, M. Dinges und R. Jütte (Herausg.) Religiöse Heiler im medizinischen Pluralismus in Deutschland (pp.53-72) Stuttgart: Franz Steiner Verlag.

 

2018

  • Blödt, S., Kaiser, M., Adam, Y., Adami, S., Schultze, M., Müller-Nordhorn, J., & Holmberg, C. (2018). Understanding the role of health information in patients’ experiences: secondary analysis of qualitative narrative interviews with people diagnosed with cancer in Germany. BMJ Open, 8, e019576. doi: 10.1136/bmjopen-2017-019576.

  • Cho, A.B.*, Jaehn, P.*, Holleczek, B., Becher, H., Winkler, V. (2018). Stage of cancer diagnoses among migrants from the former Soviet Union in comparison to the German population – are diagnoses among migrants delayed? BMC Public Health, 18(1),148. doi: 10.1186/s12889-018-5046-0 (* equal contribution).

  • Domanska, O. M., Firnges, C., Bollweg, T. M., Sørensen, K., Holmberg, C., Jordan, S. (2018). Do adolescents understand the items of the European Health Literacy Survey Questionnaire (HLS-EU-Q47) – German version? Findings from cognitive interviews of the project “Measurement of Health Literacy Among Adolescents” (MOHLAA) in Germany. Archives of Public Health, 76:46. doi:10.1186/s13690-018-0276-2.

  • Gabrysch, S., Jaehn, P. (2018). Commentary: Germany must invest in its global health academic workforce. The Lancet, 391(10121), 656-657. doi: 10.1016/s0140-6736(18)30247-2.

  • Hansen, S.L., Holetzek, T., Heyder, C., Wiesemann, C. (2018). Stakeholder-Beteiligung in der klinischen Forschung: eine ethische Analyse. Ethik in der Medizin, 30(4), 289-305. doi: 10.1007/s00481-018-0487-7.

  • Holmberg, C. (2018). What’s in a name? Anecdotes, Experience, and the Meaning of Stories. In in Lucius-Hoene, G., et al (Eds), Illness Narratives in Practice: Potentials and Challenges of Using Narratives in Health-related Contexts. Oxford, United Kingdom: Oxford University Press.

  • Holmberg, C., Muckelbauer, R., Sarganas, G., Braun, V., Heintze, C., Dini, L., Müller-Nordhorn, J. (2018). Primärprävention in der Allgemeinarztpraxis: Eine Befragung. Gesundheitswesen, 80(5), 465-470. doi: 10.1055/s-0042-113601.

  • Kendel, F., Otto, I., Engler, J., Schrader, M., & Holmberg, C. (2018). Leben mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom – Entscheidungsfindung und Krankheitsverarbeitung. Psychotherapie – Psychosomatik – Medizinische Psyhologie (EFirst). doi: 10.1055/s-0043-122880.

  • Lucius-Hoene, G.Holmberg, C., Meyer, T., (Eds.) (2018). Illness Narratives in Practice: Potentials and Challenges of Using Narratives in Health-related Contexts. Oxford, United Kingdom: Oxford University Press.

  • Merz, S., Bruni, T., Gadebusch Bondio, M. (2018). Diagnose-Apps: wenig Evidenz, Deutsches Ärzteblatt, 115 (12): A-522/B-454/C454.

  • Merz, S., Williams, R. (2018). ‘We all have a responsibility to each other’: valuing racialised bodies in the neoliberal bioeconomy. New Political Economy, 23(5), 560-573.

  • Starker, A., Buttmann-Schweiger, N., Krause, L., Barnes, B., Kraywinkel, K., Holmberg, C. (2018). Krebsfrüherkennungsuntersuchungen in Deutschland: Angebot und Inanspruchnahme. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 61, 1491-1499. doi: 10.1007/s00103-018-2842-8.

  • Stritter, W., Rutert B., Längler, A., Eggert, A., Holmberg, C., Seifert, G. (2018). Integrative Care for Children with Cancer Project Design for the Development of an Integrative Care Programme for Use in Paediatric Oncology. Complement Ther Med. 41, 247-251. doi: 10.1016/j.ctim.2018.10.005.

 

2017

  • Blakeslee, S.B., McCaskill-Stevens, W., Parker, P.A., Gunn, C.M., Bandos, H., Bevers, T. B., Battaglia, T. A., Fagerlin, A., Müller-Nordhorn, J., & Holmberg, C. (2017). Deciding on breast cancer risk reduction: The role of counseling in individual decision-making – A qualitative study. Patient Education and Counseling, 100(11), 2346-2354. doi: 10.1016/j.pec.2017.06.033.

  • Breuning, M., Lucius-Hoene, G., Burbaum, C., Himmel, W., Bengel, J. (2017). Subjektive Krankheitserfahrungen und Patientenorientierung. Das Website-Projekt DIPEx Germany. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, 60(4), 453-461.

  • Brandner, S., Stritter, W., Müller-Nordhorn, J., Fotopoulou, C., Sehouli, J., & Holmberg, C. (2017). Taking Responsibility: Ovarian Cancer Patients’ Perspectives on Delayed Healthcare Seeking. Anthropology in Action, 24(3), 41-48. doi: 10.3167/aia.2017.240107.

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