Institut für Anatomie

Institut für Anatomie

Anatomie ist die Lehre vom Aufbau des gesunden menschlichen Körpers. Sie umfasst die mit dem bloßen Auge sichtbaren Strukturen (makroskopische Anatomie) und die nur mit Hilfsmitteln sichtbaren, mikroskopisch kleinen Strukturen (Histologie, Zytologie) sowie die zeitliche Veränderung dieser Strukturen in der Entwicklung des Organismus (Embryologie). Die Anatomie beschreibt nicht nur Strukturen rein deskriptiv, sondern betrachtet sie in ihrem funktionellen Zusammenhang und in Hinblick auf ihre Bedeutung für die klinische Medizin (klinische Anatomie).

Eingebettet in das Curriculum des Brandenburger Modellstudiengangs Medizin vermittelt das Institut in der Lehre in Seminaren, Praktika und weiteren Lehrangeboten die anatomische Basis für eine ärztliche Tätigkeit und ist Ansprechpartner für alle morphologischen Fragen und Lernziele, die im Rahmen des problem-orientierten und klinisch ausgerichteten Studiums entstehen. Außerdem ist Prof. Winkelmann einer der Dozenten in der regelmäßig stattfindenden Fortbildung „Präparieren für Anatomen“ der Anatomischen Gesellschaft

Forschungsschwerpunkte von Prof. Winkelmann sind der historische und heutige Umgang mit „Human Remains“, die Ethik der Verwendung menschlicher Körper in anatomischer Lehre und Forschung, die Geschichte der Anatomie sowie Fragen der Ausbildungsforschung. Prof. Winkelmann ist Vorsitzender des Federative International Committee for Ethics and Medical Humanities der internationalen Anatomenvereinigung IFAA. Dr. Jüttemann beschäftigt sich mit medizinhistorischen Themen mit einem Schwerpunkt auf Brandenburgischer Medizingeschichte - siehe die informationen zur AG Geschichte der Medizin und Psychologie weiter unten auf dieser Seite.

Team und Kontakt

Team:
Prof. Dr. med. Andreas Winkelmann - andreas.winkelmann@mhb-fontane.de (Neuruppin) - Tel. 03391 3914510
Giulio De Matteis, Arzt - giulio.dematteis@mhb-fontane.de (Neuruppin) - Tel. 03391 3914512
Dr. med. vet. Galyna Pryymachuk - galyna.pryymachuk@mhb-fontane.de (Brandenburg an der Havel)
Magdalena Ruppert B.A. - magdalena.ruppert@mhb-fontane.de (Neuruppin) - Tel. 03391 3914512
PD Dr. rer. medic. Andreas Jüttemann - andreas.juettemann@mhb-fontane.de (Neuruppin) - Tel- 03391 3914513
PD Dr. rer. nat. Nina Wittenmayer - Gastwissenschaftlerin - Tel. 040 36122643205

Anschrift (Neuruppin):
Institut für Anatomie
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Haus PA
Fehrbelliner Str. 38
D-16816 Neuruppin
Telefax: 03391 3914515
 
Anfahrt:
Die Anatomie befindet sich im Haus PA, dem Gebäude der Pathologie der Ruppiner Kliniken, direkt neben der alten Kapelle. Der Eingang ist auf der Rückseite des Gebäudes.
 
Zeichnung: Giulio De Matteis
 
Informationen zur Körperspende

Informationen zur Körperspende

In unserem Institut wird den Medizinstudierenden der Aufbau des menschlichen Körpers auch an den Körpern von Verstorbenen vermittelt, wie es in der Anatomie eine lange Tradition hat. Dafür sind wir auf Menschen angewiesen, die zu Lebzeiten bestimmen, dass ihr Körper nach dem Tode der Anatomie zur Verfügung steht. Diese selbstlose Unterstützung von Lehre und Forschung nennt man "Körperspende". Im Gegensatz zur Organspende reicht es nicht aus, dafür eine Erklärung bei sich zu tragen, sondern es ist ein individueller Vertrag mit einem anatomischen Institut erforderlich – eine "letztwillige Verfügung", die zu Lebzeiten abgeschlossen wird.

Da die MHB eine kleine Hochschule ist, hat sie im Moment kein eigenes Körperspendeprogramm, sondern arbeitet mit der Anatomie der Charité in Berlin zusammen. Falls Sie in Brandenburg wohnen und bereit sind, Körperspenderin oder Körperspender zu werden, bitten wir Sie daher, sich an das Körperspendeprogramm der Charité zu wenden und dort einen Vertrag abzuschließen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite für Körperspende der Charité oder unter folgender Telefonnummer: 030 450-528171.

Bitte geben Sie dort an, dass Sie sich für eine Körperspende für die MHB interessieren. Bitte beachten Sie aber, dass Sie damit einverstanden sein sollten, dass Ihre Körperspende je nach Bedarf auch für Lehre, Forschung und Fortbildung an der Charité verwendet werden kann.

Auch die Mitarbeiter des Instituts für Anatomie der MHB stehen Ihnen für Fragen zum Thema Körperspende gern zur Verfügung: Tel. 03391 3914510.

Wir sind den Körperspenderinnen und Körperspendern sehr dankbar, dass sie mit ihrer Spende eine gute ärztliche Ausbildung ermöglichen, und beteiligen uns auch an den Gedenkfeiern für Körperspender, die die Charité regelmäßig organisiert.

 

Links

Die Verwendung einer Körperspende in Lehre und Forschung wird in Brandenburg durch §§14-16 des Brandenburgischen Bestattungsgesetzes geregelt.

Wir folgen auch den Empfehlungen der Internationalen Anatomen-Vereinigung IFAA zum Umgang mit der Körperspende: Recommendations of good practice for the donation and study of human bodies and tissues for anatomical examination (nur englisch).

 

Gedenkstein, Gesteck, Studierende auf dem Friedhof Baumschulenweg

Studierende des 5. Semesters haben im Juli 2022 auf dem Friedhof Baumschulenweg in Berlin am Gedenkstein für die Körperspender der Charité einen Kranz niedergelegt und der Verstorbenen gedacht. Sie haben damit ihre große Dankbarkeit gegenüber den Körperspenderinnen und Körperspendern ausgedrückt.

Lebenslauf A. Winkelmann

Studium

  • 1984–1991 Humanmedizin, Münster und Freiburg
  • 1992 Dr. med., Universität Münster
  • 1998–1999 Medical Anthropology (Medizinethnologie), London
  • 1999 M.Sc. Degree, Brunel University, London

Klinische Tätigkeiten

  • 1992–1993 Arzt im Praktikum, Innere Medizin, Bretten
  • 1994 Vertretungen in Allgemeinpraxis und Kurklinik
  • 1997–1998 House Officer, Innere Medizin, Royal Victoria Infirmary, Newcastle upon Tyne, England
  • 1998 Resident Medical Officer, Orthopädische Chirurgie, Crowborough, England

Anatomische Tätigkeiten

  • 1993–1994 Institut für Anatomie, Universität des Saarlands, Homburg/Saar
  • 1995–1997 Institut für Anatomie, Universität Basel
  • 1999–2001 Institut für Anatomie, Freie Universität Berlin
  • 2001–2015 Anatomie der Charité, Berlin
  • 2004 Facharzt für Anatomie
  • 2013 Habilitation für das Fach Anatomie
  • 2015 Berufung an die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane auf die Professur für Anatomie
  • 2018 Weiterbildungsbefugnis Facharzt für Anatomie (2 Jahre)
  • 2019 Ko-option an die Fakultät für Gesundheitswissenschaften, gemeinsame Fakultät der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus - Senftenberg, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Universität Potsdam

Mitgliedschaften

Publikationen A. Winkelmann

Aktuell

  • Winkelmann A., Freiberger I., Anatomist Hermann Stieve used Nazi victims for his research on the menstrual cycle, but did he also fabricate facts? Archives of Gynecology and Obstetrics 2022.
  • Winkelmann A*, Stoecker H*, Fründt S*, Förster L*: Interdisziplinäre Provenienzforschung zu menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten - eine methodische Arbeitshilfe (ICOM Deutschland, Beiträge zur Museologie, Band 11). ebook 2022, doi.org/10.11588/arthistoricum.893
  • Winkelmann A: Traces of Nazi victims in Hermann Stieve’s histological collection. Annals of Anatomy 237 (2021): 151720 (Epub ahead of print).
  • Fründt S, Schiffels S, Winkelmann A.: 'Analysemöglichkeiten an menschlichen Überresten und ihr Erkenntnisgewinn für die Forschung.' in: Deutscher Museumsbund e.V. (ed.), Umgang mit menschlichen Überresten in Museen und Sammlungen (Leitfaden). 2021. S. 83-97.
  • Hier kann ein Vortrag von A. Winkelmann zur Geschichte der Berliner anatomischen Sammlung und zur Ethik des menschlichen Präparats vom Februar 2022 nachgehört werden.

Wichtigste Publikationen

 

Weitere neuere Publikationen

 

Publikationen zur Geschichte

 

Publikationen zur Ethik

 

  • Winkelmann A: Consent and consensus — Ethical perspectives on obtaining bodies for anatomical dissection. Clinical Anatomy 29 (1): 70-77, 2016.
  • Winkelmann A, Heinze AK, Hendrix S: Acknowledging tissue donation: human cadaveric specimens in musculoskeletal research. Clinical Anatomy 29 (1): 65-69, 2016.
  • Winkelmann A: "Consent and Consensus" – Internationale Richtlinien zum anatomischen Körperspendewesen und Vorschläge zu ihrer möglichen Weiterentwicklung. In: Duttge G, Viebahn C (Hg.): Würde und Selbstbestimmung über den Tod hinaus. Göttingen: Universitätsverlag 2017, S. 117-128

 

Publikationen zur Lehre

 

  • Winkelmann A: Should we teach Abernethy and Zuckerkandl? Clinical Anatomy 25: 241-245, 2012.
  • Winkelmann A, Hendrix S, Kiessling C: What do students actually do during a dissection course? First steps towards understanding a complex learning experience. Academic Medicine 82: 989-995, 2007.
  • Winkelmann A: Dissection as a teaching method in medical school: a review of the evidence. Medical Education 41:15-22, 2007.
  • Winkelmann A: Die menschliche Leiche in der heutigen Anatomie. In: Graumann S, Grüber K: Grenzen des Lebens. Münster: Lit Verlag 2007, S. 61-74.

 

Lehrbücher / Lehrbuchbeiträge

  • Winkelmann A: Brusteingeweide (Kapitel 13) & Beckeneingeweide und äußere Geschlechtsorgane (Kapitel 15). In: Kirsch J, May CA, Lorke D, Winkelmann, A, Schwab W, Herrmann G, Funk R: Taschenlehrbuch Anatomie, 2. Auflage. Stuttgart: Thieme 2017, S. 216-253 & 313-356.
  • Maier H, Winkelmann A: Präparierkurs. Präparieranweisungen und Theorie. 5. Aufl., Berlin: Lehmanns Media 2009.
Forschungsschwerpunkt „Human Remains in kolonialen Sammlungen“

 

Forschungsschwerpunkt A. Winkelmann: „Human Remains in kolonialen Sammlungen“

In der Kolonialzeit, insbesondere von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, bestand bei vielen deutschen Institutionen ein Sammelinteresse für Schädel und Skelette aus aller Welt. Anthropologen betrieben vergleichende Forschung, um menschliche „Rassen“ zu beschreiben und voneinander abzugrenzen (Erläuterungen zu diesem historischen Begriff hier), und brauchten dafür möglichst viel „Material“, das sie beschreiben und vor allem vermessen wollten. Es bestand zum Teil eine regelrechte „Sammelwut“, die sich häufig über ethische Bedenken und über lokale Regeln zum Umgang mit sterblichen Überresten hinwegsetzte. Durchdrungen von der Vorstellung, der „höheren Sache der Wissenschaft“ zu dienen, wurden so viele Sammler z. B. zu bedenkenlosen Grabräubern. Die Forschung an diesen Sammlungen wurde dabei oft auf später verschoben, auf eine Zeit, wenn man quasi „vollständige“ Sammlungen von allen Völkern der Welt zu besitzen hoffte. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg wurde solche Forschung aber obsolet, und die Sammlungen selbst gerieten teilweise in Vergessenheit. Erst in den letzten 20 Jahren wächst in Europa das Bewusstsein dafür, dass diese Sammlungen „sensibel“ sind, und es gibt seither zunehmende Forderungen, human remains an die Ursprungsgesellschaften zurückzugeben.

Solche Rückgaben erfordern Provenienzforschung, die die Herkunft und den Ursprungskontext vorhandener human remains aufdeckt und bei Rückgaben sicherstellt, dass sterbliche Überreste an die richtigen Adressaten übergeben werden. Es besteht aber auch ein genereller Forschungsbedarf zu den Umständen und Hintergründen dieses Sammelns. Solche Forschung sollte auch dazu beitragen, die Erinnerung an die deutsche Kolonialzeit nicht von dem Bild der "guten alten Kaiserzeit" beherrschen zu lassen.

Meine Forschungen in diesem Bereich stellen z. T. eine Fortsetzung der Arbeit des Charité Human Remains-Projekts dar, das ich (gemeinsam mit Prof. Schnalke) 2010-2013 geleitet habe. Im Rahmen dieses Projekts wurden sterbliche Überreste aus anthropologischen Sammlungen an Namibia (2011, 2014), Australien (2013, 2014) und Paraguay (2012) zurückgegeben.

Publikationen im Zusammenhang mit diesem Projekt (bis 2014) finden sich auf der noch bestehenden Projektseite der Charité.

Weitere Publikationen sind seither gefolgt und werden noch folgen:

Aktuell laufende Projekte

  • Restoring Dignity
    Seit 2019 bin ich Teil dieses vom Australian Research Council geförderten Projekts, dessen Ziel ist, Informationen über in der Welt verstreute australische Ancestral Remains und deren Repatriation in einer Datenbank zu sammeln, die vor allem für Vertreter/innen der Aborigines zur Verfügung steht, aber in Teilen auch für die Öffentlichkeit: https://returnreconcilerenew.info
  • German-Australian Repatriation Research Network -
    Dieses Forschungsnetzwerk wurde kürzlich mit einem Workshop in Canberra mit deutschen und australischen Teilnehmer/innen initiiert (26.2.-3.3.2017, gefördert durch die DFG, Az. WI 3697/2-1).

Workshop in Canberra

  • Provenienzforschung an human remains aus Neuseeland in der S-Sammlung (ehemals Museum für Völkerkunde Berlin) und der Sammlung der Berliner Anatomie, die inzwischen im April 2019 von der Charité an die Maori und Moriori zurückgegeben wurden (gemeinsam mit Sarah Fründt M.A., Freiburg, und Amber Aranui, Neuseeland).
  • Historische Provenienzforschung zu einer australischen Mumie aus Queensland, die von Hermann Klaatsch 1905 nach Deutschland geschickt und die kürzlich von der BGAEU an Nachfahren des Verstorbenen zurückgegeben wurde.
Research Focus „Human Remains in colonial collections“

Research Focus A. Winkelmann: "Human Remains in colonial collections"

During the colonial period, particularly from the mid-19th century to World War I, many German institutions were interested in collecting skulls and skeletons from all over the world. Anthropologists did comparative research to investigate and define human "races", and for this, they intended to describe and measure as much human "material" as possible. They were sometimes taken by a kind of "collecting furor" and often ignored ethical concerns and local customs related to mortal remains. By nourishing the idea that they were serving "higher purposes of science", many collectors became, e.g., grave robbers without hesitation. Research into these collections was then often put aside for later, for a time when skeletal collections of all peoples of the world would near "completeness". However, by the end of World War II, at the latest, such "racial" research became obsolete, and some of the collections even fell into oblivion. Only over the last 20 years in Europe, people become increasingly aware that these collections are "sensitive", and more and more requests have been made to return human remains to the communities of origin.

Such restitutions require provenance research to elucidate the provenance and original context of given human remains and to ensure that mortal remains, if restituted, are returned to the right people or communities. In addition, research should also explore the context and background of historical collecting activities. Such research should help to show that the times of the German empire were not just "the good old times" and to contribute to a more accurate view of German colonialism.

My research in this area in part continues from the work of the Charité Human Remains-Project, that I headed, together with Prof. Schnalke, from 2010 to 2013. In the context of this project, human remains from Berlin anthropological collections were returned to Namibia (2011, 2014), Australia (2013, 2014) and Paraguay (2012).

Publications from this project can still be found on the website of the former project. More has been published since and will still be published:

  • Stoecker H: Human Remains als historische Quellen zur namibisch-deutschen Geschichte: Ergebnisse und Erfahrungen aus einem interdisziplinären Forschungsprojekt. In: Geert Castryck, Silke Strickrodt, Katja Werthmann (Hg.): Sources and methods for African history and culture: Essays in honour of Adam Jones, Leipzig: Universitäts-Verlag 2016, S. 469-491.
  • Winkelmann A, Teßmann B: Identification and return of a skull from Tasmania in the Berlin anatomical collection. Anthropologischer Anzeiger - Journal of Biological and Clinical Anthropology 2018, 75(1): 39-47.
  • In a recently published book by Gerhard Ziegenfuß on a skull from Namibia, I have written a short contribution about "the problems of provenance research" (in German, p. 116-120).
  • Stoecker H, Winkelmann A: Skulls and skeletons from Namibia in Berlin - Results of the Charité Human Remains Project. Human Remains & Violence 4(2): 5-26, 2018. (Open Access)

 

Current projects

  • Restoring Dignity
    Since 2019, I am part or this project funded by the Australian Research Council. Its goal is to provide information about Australian Ancestral remains, taken to all parts of the world, and their repatriation, gathered in a database that is primarily available to representatives of Aborigines, but also in part to the public: https://returnreconcilerenew.info
  • German-Australian Repatriation Research Network -
    This network has been initiated at a workshop in Canberra with German and Australian participants in March 2017 (funded by DFG, Az. WI 3697/2-1).

Workshop in Canberra

  • Provenance research on human remains from New Zealand in the S collection (former Museum of Ethnology, Berlin) and the anatomical collection of Berlin University. In the meantime, they have been restituted to the Maori and Moriori by Charité in April 2019 (research in cooperation with Sarah Fründt M.A., Freiburg, and Amber Aranui, New Zealand).
  • Historical provenance research on an Australian mummy from Queensland, which was sent to Germany by Hermann Klaatsch in 1905 and was returned from BGAEU to descendants of the deceased in 2017.
Eigennamen in der Anatomie

Anatomische Eponyme / Anatomical Eponyms

Diese Tabelle der Eigennamen in der anatomischen Terminologie enthält zur Zeit 617 Einträge und 406 Personen. Von den Strukturen sind 405 in der Terminologia Anatomica (Makroskopie), 134 in der Terminologia Histologica und 47 in beiden Verzeichnissen gelistet. Es überwiegt also eindeutig die Makroskopie.

Der am häufigsten genannte Ort ist Paris, gefolgt von London und, deutlich seltener, Berlin und Wien.

Die früheste Person der Liste ist der israelische König David, gefolgt von Galen (130-200 n.Chr.). Die erste Person der Neuzeit ist Leonardo da Vinci (1452-1519). Die neuesten der hier auftauchenden Personen sind Ainsley Iggo (1924-2012), Michael Birbeck (1925-2005), und Ewald Weibel (*1929). Die am häufigsten vertretene Zeit von Benennungen ist die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Unter den Personen, die anatomischen Strukturen ihren Namen gegeben haben, tauchen nur zwei Frauen auf: Raissa Nitabuch (Nitabuch-Fibrinoid) und Emma Louisa Call (Call-Exner-Körperchen). Da die Call-Exner-Körperchen häufiger pathologisch als physiologisch auftauchen, kann das Nitabuch-Fibrinoid als einzige nach einer Frau benannte (normale) anatomische Struktur bezeichnet werden. Dies bedeutet auch, dass alle makroskopischen Strukturen der Liste nach Männern benannt sind - mit Ausnahme einer "virtuellen" Person, der Göttin Iris.
Ausgerechnet über Raissa Nitabuch ist recht wenig bekannt: sie wurde 1859 in Russland geboren, studierte in Zürich Medizin und promovierte in Bern bei Langhans.

Siehe auch: A. Winkelmann: Von Achilles bis Zuckerkandl - Eigennamen in der medizinischen Fachsprache. 2. Aufl. Bern: Huber 2009; und A. Winkelmann: Should we teach Abernethy and Zuckerkandl? Clin Anat 25: 241-245, 2012. In dieser Arbeit wurde die Häufigkeit der Eigennamen in der medizinischen Fachliteratur untersucht. Die "Gewinner" waren die Langerhans-Inseln, der Golgi-Komplex und die Fallopian tubes (Eileiter).

Häufigste Eigennamen

 

Name English Deutsch Latin/Latein Synonym Person Years/
Jahre
Profession/
Beruf
Place/Ort
Zuckerkandl Zuckerkandl's tubercle       Emil Zuckerkandl 1849–1910 Anatomist Graz, Wien
Abernethy Abernethy's fascia   Pars iliaca (fasciae iliopsoatis) Iliac fascia John Abernethy 1764–1831 Surgeon and anatomist London
Achilles Achilles tendon Achillessehne Tendo calcaneus   Achilles     Ancient Greece
Adam Adam's apple Adamsapfel Prominentia laryngei Pomum adami Adam     Paradise
Adamkiewicz Artery of Adamkiewicz Adamkiewicz-Arterie Arteria radicularis anterior   Albert Adamkiewicz 1850–1921 Pathologist Krakow
Addison Addison's plane Addison-Ebene Planum transpyloricum   Christopher Addison 1869–1951 Anatomist London
Albarran Albarran's gland   Lobus medius prostatae   Joaquim Albarran 1860–1912 Urologist Paris, Madrid
Alcock Alcock's canal Alcockscher Kanal Canalis pudendalis   Benjamin Alcock 1801–? Anatomist Dublin, Cork
Alderman Alderman's nerve   Ramus auricularis nervi vagi not really an "eponym": named after an administrative position, not a person        
Ammon Ammon's horn Ammonshorn Hippocampus proprius   Ammon     Ancient Egypt
Andersch ganglion of Andersch   Ganglion inferius nervi glossopharyngei   Carl Samuel Andersch 1732–1777 Anatomist Göttingen
Andersch nerve of Andersch   Nervus tympanicus   Carl Samuel Andersch 1732–1777 Anatomist Göttingen
Arantius (Aranzio) bodies of Arantius   Noduli valvularum semilunarium   Giulio Cesare Arantius (Aranzio) 1530–1589 Surgeon Bologna
Arantius (Aranzio) venous ligament of Arantius Ligamentum Arantii Ligamentum venosum   Giulio Cesare Arantius (Aranzio) 1530–1589 Surgeon Bologna
Arantius (Aranzio)   Cavum Arantii Cavum septi pellucidi   Giulio Cesare Arantius (Aranzio) 1530–1589 Surgeon Bologna
Arantius (Aranzio) venous canal of Arantius Ductus (venosus) Arantii Ductus venosus   Giulio Cesare Arantius (Aranzio) 1530–1589 Surgeon Bologna
Archambault Archambault's loop     Temporal loop of optic radiation ?      
Arnold Arnold's ganglion   Ganglion oticum   Friedrich Arnold 1803–1890 Anatomist Heidelberg
Arnold Arnold's nerve   Nervus occipitalis major   Friedrich Arnold 1803–1890 Anatomist Heidelberg
Arnold Arnold's nerve   Ramus auricularis nervi vagi   Friedrich Arnold 1803–1890 Anatomist Heidelberg
Arnold Arnold's nerve   Ramus meningeus recurrens nervi ophthalmici, Ramus tentorius, Ramus tentorius Ramus tentorius Friedrich Arnold 1803–1890 Anatomist Heidelberg
Arnold tract of Arnold   Tractus frontopontinus (capsulae internae)   Friedrich Arnold 1803–1890 Anatomist Heidelberg
Aschoff-Tawara Aschoff-Tawara node Aschoff-Tawara-Knoten Nodus atrioventricularis AV-Knoten Ludwig Aschoff 1866–1942 Pathologist Freiburg/Breisgau
Atlas Atlas Atlas Atlas   Atlas     Ancient Greece
Auerbach Auerbach's plexus Auerbach-Plexus Plexus myentericus   Leopold Auerbach 1828–1897 Neuropathologist, anatomist Breslau
Bachmann Bachmann's bundle Bachmann-Bündel Fasciculus interatrialis Interatrial band ?      
Baillarger Baillarger's external band Äußerer Baillarger-Streifen Stria laminae granularis internae   Jules François Gabriel Baillarger 1806–1890 Neurologist Paris
Baillarger Baillarger's internal band Innerer Baillarger-Streifen Stria laminae pyramidalis internae [V]   Jules François Gabriel Baillarger 1806–1890 Neurologist Paris
Ball Ball's valves   Valvulae anales   Charles Bent Ball 1851–1916 Surgeon Dublin
Barr Barr bodies Barr-Körperchen Chromatinum sexuale Sex chromatine Murray Llewellyn Barr 1908–1995 Anatomist London (Ontario)
Bartholin Bartholin's gland Bartholin-Drüse Glandula vestibularis major   Caspar Bartholin 1655–1738 Physicist and anatomist København
Bartholin Bartholin's duct   Ductus sublingualis major   Caspar Bartholin 1655–1738 Physicist and anatomist København
Batson Batson's plexus   Plexus venosus vertebralis internus epidurale Venengeflechte ?      
Baudelocque Buadelocque's diameter Baudelocque-Durchmesser Conjugata externa   Jean-Louis Baudelocque 1745–1810 Gynaecologist Paris
Bauhin Bauhin's valve Bauhinsche Klappe Ostium ileale Valva ileocaecalis Caspar Bauhin 1560–1624 Botanist and anatomist Basel
Bechterew nucleus of Bechterew Bechterew-Kern Nucleus vestibularis superior   Wladimir Michailowitsch Bechterew 1857–1927 Psychiatrist Kasan, St. Petersburg
Bechterew Bechterew's bundle   Tractus spinoolivaris   Wladimir Michailowitsch Bechterew 1857–1927 Psychiatrist Kasan, St. Petersburg
Bell Bell's nerve   Nervus thoracicus longus   Charles Bell 1774–1842 Surgeon and anatomist London, Edinburgh
Bellini Bellini duct   Ductus colligens Collecting duct, Sammelrohr Lorenzo Bellini 1643–1704 Mathematician and anatomist Pisa
Bellini Bellini's ligament (?) Bellini-Band Ligamentum iliofemorale   Lorenzo Bellini 1643–1704 Mathematician and anatomist Pisa
Bergmann Bergmann glia Bergmann-Glia Astrocytus radians cerebelli Bergmann-Gliazellen, Bergmann-Stützzellen, Golgi-Epithelzellen Gottlieb Heinrich Bergmann 1781–1861 Psychiatrist and anatomist Hildesheim
Bergmann Bergmann fibre Bergmann-Fasern Processus radians astrocyti radialis cerebelli   Gottlieb Heinrich Bergmann 1781–1861 Psychiatrist and anatomist Hildesheim
Bergmann   Bergmann-Stria Stria medullaris ventriculi quarti   Gottlieb Heinrich Bergmann 1781–1861 Psychiatrist and anatomist Hildesheim
Berry Berry's ligament   Ligamentum suspensorium glandulae thyroideae   James Berry 1860–1946 Surgeon London
Bertin Bertin's columns Bertini-Säulen Columnae renales   Exupère Joseph Bertin 1712–1781 Anatomist Paris
Bertin Bertin's bone   Concha sphenoidalis   Exupère Joseph Bertin 1712–1781 Anatomist Paris
Bertin Bertin's ligament   Ligamentum iliofemorale   Exupère Joseph Bertin 1712–1781 Anatomist Paris
Bertin   Bertini-Knöchelchen     Exupère Joseph Bertin 1712–1781 Anatomist Paris
Betz Betz cell Betzsche Riesenzellen Neuron pyramidale giganteum (isocorticis)   Wladimir Alexandrowitsch Betz 1834–1894 Anatomist Kiew
Bichat Bichat's fat pad Bichat-Fettpfropf Corpus adiposum buccae   Marie François Xavier Bichat 1771–1802 Physician and pathologist Paris
Bigelow Bigelow's ligament   Ligamentum iliofemorale   Henry Jacob Bigelow 1818–1890 Surgeon Harvard
Biondi Biondi body Biondi-Körper     Adolfo Biondi 1846–1901 Pathologist Napoli
Birbeck Birbeck granule Birbeck-Granula Vesicula lageniformis striata (dendrocyti) Tennis racket vesicle; Flask shaped vesicle (of skin dendritic cell) Michael Stanley Clive Birbeck 1925–2005 Electron microscopist London
Blandin Blandin gland   Glandulae linguales anteriores Nuhn-Blandin gland, Glandulae linguales apicales Philippe Frédéric Blandin 1798–1849 Surgeon and anatomist Paris
Blumenbach clivus of Blumenbach Blumenbachsche Neigung Clivus   Johann Friedrich Blumenbach 1752–1840 Anthropologist Göttingen
Bochdalek Bochdalek's triangle Bochdaleksches Dreieck Trigonum lumbocostale Bochdalek's gap Vincent Alexander Bochdalek 1835–1868 Anatomist Praha
Bochdalek Bochdalek's basket Bochdaleksches Blumenkörbchen   cornucopia (Lockard 1977) Vincent Alexander Bochdalek 1801–1883 Anatomist Praha
Boettcher Boettcher's cell   Epitheliozytus glandularis externus basalis Basal external glandular cell Arthur Boettcher 1831–1889 Anatomist Dorpat
Boettcher     siehe Charcot   Arthur Boettcher 1831–1889 Anatomist Dorpat
Bogros space of Bogros   Spatium retroinguinale   Annet Jean Bogros 1786–1823 (25?) Anatomist Paris
Botallo Botallo's foramen   Foramen ovale cordis   Leonardo Botallo 1530–1600 Anatomist Pavia, Paris
Botallo Botallo's node   Nodulus ligamenti arteriosi   Leonardo Botallo 1530–1600 Anatomist Pavia, Paris
Botallo Botallo's ligament (duct) Ductus Botalli Lig. arteriosum (Ductus arteriosus)   Leonardo Botallo 1530–um 1600 Anatomist Pavia, Paris
Botallo Botallo's duct Ligamentum Botalli Ductus arteriosus   Leonardo Botallo 1530–um 1600 Anatomist Pavia, Paris
Bourgery Bourgery's ligament   Ligamentum popliteum obliquum   Marc Jean Bourgery 1797–1849 Surgeon and anatomist Paris
Bowman Bowman's membrane Bowman-Membran Lamina limitans anterior corneae   William Bowman 1816–1892 Ophthalmic surgeon and anatomist London
Bowman Bowman capsule Bowman-Kapsel Capsula glomerularis   William Bowman 1816–1892 Ophthalmic surgeon and anatomist London
Bowman Bowman's glands Bowman-Drüsen Glandulae olfactoriae   William Bowman 1816–1892 Ophthalmic surgeon and anatomist London
Boyd Boyd's veins Boyd-Venen     Alexander Michael Boyd 1905–1973 Vascular surgeon Manchester
Boyden Four-part sphincter of Boyden   Mm. sphincter ductus choledochi et pancreatici   Edward Allen Boyden 1886–1977 Anatomist Alabama, Minnesota
Boyer Boyer's bursa   Bursa retrohyoidea   Alexis Boyer 1757–1833 Surgeon and anatomist Paris
Breschet Breschet's veins Breschet-Venen Venae diploicae   G. Breschet 1784–1845 Anatomist Paris
Broca Broca's diagonal band Broca-Band Stria diagonalis   Pierre Paul Broca 1824–1880 Surgeon and anthropologist Paris
Broca Broca's cap   Gyrus triangularis   Pierre Paul Broca 1824–1880 Surgeon and anthropologist Paris
Brödel bloodless line of Brödel Brödel-Linie     Max Brödel 1870–1941 Physician Baltimore
Brodie Brodie's bursa   Bursa musculi semimembranosi   Benjamin Collins Brodie 1783–1862 Surgeon London
Brodmann Brodmann's area Brodmann-Area     Korbinian Brodmann 1868–1918 Psychiatrist and anatomist Jena, Berlin, Tübingen, München
Bruch Bruch's membrane Bruchsche Membran Lamina basalis choroideae Grenzmembran Karl Wilhelm Ludwig Bruch 1819–1884 Anatomist Basel, Gießen
Brücke Brücke's muscle Brücke-Muskel Fibrae meridionales musculi ciliaris   Ernst Wilhelm Ritter von Brücke 1819–1892 Physiologist Königsberg, Wien
Brunner Brunner's glands Brunner-Drüsen Glandulae duodenales   Johann Konrad Brunner 1653–1727 Anatomist Heidelberg, Strasbourg
Buck Buck's fascia   Fascia penis   Gurdon Buck 1807–1877 Surgeon New York
Buck Buck's fascia   Fascia perinei Fascia investiens perinei superficialis Gurdon Buck 1807–1877 Surgeon New York
Bühler   Bühler-Anastomose     Anton Bühler 1869–1959 Physician Würzburg, Zürich
Burdach Burdach's tract Burdach-Strang Fasciculus cuneatus   Karl Friedrich Burdach 1776–1847 Physiologist and anatomist Königsberg
Burdach Burdach's nucleus Burdach-Kern Nucleus cuneatus   Karl Friedrich Burdach 1776–1847 Physiologist and anatomist Königsberg
Burns Burn's ligament   Margo falciformis hiatus sapheni   Allan Burns 1781–1813 Anatomist Glasgow
Burns Burn's space   Fossa suprasternalis   Allan Burns 1781–1813 Anatomist Glasgow
Burow Burow's veins   Venae paraumbilicales   Karl August von Burow 1809–1874 Military surgeon Königsberg
Cajal Cajal cell Cajal-Zelle Cellula enterica interstitialis stimulans Enteric interstitial cell; enteric pacemaker cell Santiago Ramon y Cajal Cajal 1852–1934 Anatomist Madrid
Cajal Cajal body   Corpusculum convolutum Coiled body Santiago Ramon y Cajal Cajal 1852–1934 Anatomist Madrid
Cajal   Cajal-Zelle     Santiago Ramon y Cajal Cajal 1852–1934 Anatomist Madrid
Cajal Cajal's interstitial nucleus Cajal-Kern Nucleus interstitialis (tegmenti)   Santiago Ramon y Cajal Cajal 1852–1934 Anatomist Madrid
Cajal-Retzius   Cajal-Retzius-Zelle   Cajal-Zelle Santiago Ramon y Cajal Cajal 1852–1934 Anatomist Madrid
Call-Exner Call-Exner body Call-Exner-Körperchen Corpusculum intercellulare (granulosae)   Emma Louisa Call 1847–1937 Physician Boston
Calleja olfactory islets of Calleja   Insulae olfactoriae Calleja island Camilo Calleja y Sanchez Calleja 1836–1913 Anatomist Madrid
Calot Calot's triangle   Trigonum cystohepaticum (peritonei)   Jean François Calot 1861–1941 Surgeon France
Camper Camper's fascia Camper-Faszie Fasciae investientes intermediae (fasciae investientis abdominis)   Peter Camper 1722–1789 Anatomist Amsterdam, Groningen
Camper Camper's chiasma       Peter Camper 1722–1789 Anatomist Amsterdam, Groningen
Carabelli Carabelli formation   Tuberculum anomale (dentis)   George, Edler von Lunkaszprie Carabelli 1787–1842 Dental surgeon Wien
Casserio Casserio's ligament   Ligamentum mallei anterius   Giulio Casserio 1556 (45?, 61?)–1616 (15?) Anatomist Padova
Casserio Casserio's muscle   M. coracobrachialis   Giulio Casserio 1557 (45?, 61?)–1617 (15?) Anatomist Padova
Casserio Casserio's nerve   Nervus musculocutaneus   Giulio Casserio 1558 (45?, 61?)–1618 (15?) Anatomist Padova
Charcot-Boettcher Charcot-Boettcher crystalloid Charcot-Boettcher-Kristalle Crystalloideum cytoplasmicum (sustentocyti)   Jean-Martin Charcot 1825–1893 Neurologist Paris
Charcot Artery of Charcot   A. centralis anterolateralis, A. lenticulostriata Artery of internal hemorrhage Jean-Martin Charcot 1825–1893 Neurologist Paris
Chassaignac Chassaignac's tubercle   Tuberculum caroticum [vertebrae VI]   Charles Marie Edouard Chassaignac 1805–1879 Surgeon Paris
Chievitz organ of Chievitz Chievitz-Organ Organum juxtaorale (buccae)   Johan Henrik Chievitz 1850–1901 Anatomist København
Chopart Chopart's ligament Chopart-Band Ligamentum bifurcatum   François Chopart 1743–1795 Surgeon Paris
Chopart Chopart's joint Chopart-Gelenk Articulatio tarsi transversa   François Chopart 1743–1795 Surgeon Paris
Clara Clara cell Clara-Zellen Exocrinocytus bronchiolaris   Max Clara 1899–1965 Anatomist Leipzig, München
Clarke     siehe Stilling   Jacob August Lockhart Clarke 1817–1880 Neurologist London
Claudius Claudius cell Claudius-Zelle Epitheliozytus cuboideus sustenans externus Cuboid external supporting cell Friedrich Matthias Claudius 1822–1869 Anatomist Kiel, Marburg
Cloquet Cloquet's canal   Canalis hyaloideus (corporis vitrei)   Jules Germain Cloquet 1790–1883 Surgeon Paris
Cloquet Cloquet's node (or gland) siehe Rosenmüller Nodus intermedius (nodorum inguinalia profundorum) [lt. RO allerdings Nd. prox. Rosenmüller] Cloquet's gland Jules Germain Cloquet 1790–1883 Surgeon Paris
Cockett Cockett's veins Cockett-Venen     Frank Bernard Cockett 1916– Surgeon London
Colles Colles' ligament   Lig. reflexum (ligamenti inguinalis)   Abraham Colles 1773–1843 Surgeon and anatomist Dublin
Colles Colles' fascia   Stratum membranosum (telae subcutaneae perinei)   Abraham Colles 1773–1843 Surgeon and anatomist Dublin
Colles Colles' fascia   Tela subcutanea penis   Abraham Colles 1773–1843 Surgeon and anatomist Dublin
Colles Colles' fascia   Tunica dartos   Abraham Colles 1773–1843 Surgeon and anatomist Dublin
Cooper Cooper's ligaments   Ligamenta suspensoria mammaria   Astley Paston Cooper 1768–1841 Surgeon London
Cooper Cooper's fascia   Fascia cremasterica   Astley Paston Cooper 1768–1841 Surgeon London
Cooper Cooper's ligament Cooper-Band Ligamentum pectineum (ligamenti inguinalis)   Astley Paston Cooper 1768–1841 Surgeon London
Corti organ of Corti Corti-Organ Organum spirale   Alfonso Marchese de Corti 1822–1876 Histologist Turin
Corti Ganglion of Corti   Ganglion spirale cochleae   Alfonso Marchese de Corti 1822–1876 Histologist Turin
Cowper Cowper's gland Cowpersche Drüse Glandula bulbourethralis   William Cowper 1666–1709 Surgeon and anatomist London
Cruveilhier Cruveilhier's nerve   Nervus vertebralis [sympathicus]   Jean Cruveilhier 1791–1874 Pathologist Paris
Cruveilhier Cruveilhier's plexus   Plexus cervicalis posterior   Jean Cruveilhier 1791–1874 Pathologist Paris
Cruveilhier Cruveilhier's plexus   Plexus vertebralis [visceralis]   Jean Cruveilhier 1791–1874 Pathologist Paris
Cruveilhier Cruveilhier's nerve   Ramus lingualis nervi facialis   Jean Cruveilhier 1791–1874 Pathologist Paris
Cushing Cushing's loop       Harvey Cushing 1869–1939 Neurosurgeon Harvard
Darkschewitsch nucleus of Darkschewitsch Darkschewitsch-Kern Nucleus commissurae posterioris   Liverij Osipowitsch Darkschewitsch 1858–1925 Neurologist Moscow
Darwin Darwin's tubercle Darwin-Höcker Tuberculum auriculare   Charles Robert Darwin 1809–1882 Natural Scientist London
David Lyra Davidis Davids Lyra Commisura fornicis Psalterium (Davidis) David 1000 BC–960 BC King Israel
Deiters Deiters cell Deiters-Zelle Epitheliocytus phalangeus externus   Otto Friedrich Karl Deiters 1834–1863 Anatomist Bonn
Deiters Deiters' nucleus Deiters-Kern Nucleus vestibularis dorsalis   Otto Friedrich Karl Deiters 1834–1863 Anatomist Bonn
Dejerine Tract of Dejerine   Tractus spinothalamicus anterior   Joseph Jules Dejerine 1849–1917 Neurologist Paris
Denonvillier Denonvillier's fascia Denonvillier-Faszie Fascia rectoprostatica Septum rectovesicale Charles-Pierre Denonvillier 1808–1872 Surgeon and anatomist Paris
Denonvillier Denonvillier's ligament   Ligamentum puboprostaticum   Charles-Pierre Denonvillier 1808–1872 Surgeon and anatomist Paris
Descemet Descemet's membrane Descemet-Membran Lamina limitans posterior corneae   Jean Descemet 1732–1810 Surgeon and anatomist Paris
Disse Space of Disse Disse-Raum Spatium perisinusoideum   Joseph Disse 1852–1912 Anatomist Tokio, Marburg
Dodd Dodd's veins Dodd-Venen     Harold Dodd 1899–1987 Surgeon London
Dorello   Dorello-Kanal     Primo D. Dorello 1872–1963 Anatomist Perugia
Douglas semicircular line of Douglas   Linea arcuata [vaginae musculi recti abdominis]   James Douglas 1675–1742 Anatomist London
Douglas Fold of Douglas Douglas-Falte Plica rectouterina   James Douglas 1675–1742 Anatomist London
Douglas Pouch of Douglas Douglas-Raum Excavatio rectouterina   James Douglas 1675–1742 Anatomist London
Drummond Marginal artery of Drummond   Arteria marginalis coli   Hamilton Drummond ?–? Surgeon Newcastle upon Tyne
Duverney Duverney's gland   Glandula vestibularis major   Joseph Guichard Duverney 1648–1730 Otologist and anatomist Paris
Ebner Ebner gland [von] Ebner-Drüsen Pars profunda glandulae lingualis posterior; Glandula gustatoria   Viktor Ritter von Rosenstein Ebner 1842–1925 Histologist Innsbruck, Wien
Ebner Ebner crescent [von] Ebner-Halbmonde     Viktor Ritter von Rosenstein Ebner 1842–1925 Histologist Innsbruck, Wien
Ebner Ebner's lines Ebner-Linien     Viktor Ritter von Rosenstein Ebner 1842–1925 Histologist Innsbruck, Wien
Edinger-Westphal Edinger-Westphal nucleus Edinger-Westphal-Kern Nuclei viscerales nuclei accessorii nervi oculomotorii ?   Ludwig Edinger 1855–1918 Neurologist Frankfurt/Main
Edinger Edinger's tract   Tractus spinothalamicus lateralis   Ludwig Edinger 1855–1918 Neurologist Frankfurt/Main
Ehrenritter Ehrenritter's ganglion   Ganglion superius nervi glossopharyngei   Johann Ehrenritter 1697–1790 Anatomist Wien
Eisner   Tractus vitrealis Eisneri Tractus vitrealis   G. Eisner ?–    
Eustachio Eustachian muscle   Musculus tensor tympani   Bartolomeo Eustachio 1520–1574 Anatomist Roma
Eustachio Eustachian amygdala   Tonsilla tubaria   Bartolomeo Eustachio 1520?–1574 Anatomist Roma
Eustachio Eustachian valve Eustachische Klappe Valvula venae cavae inferioris   Bartolomeo Eustachio 1520–1574 Anatomist Roma
Eustachio Eustachian tube Eustachische Röhre Tuba auditiva Tuba auditoria Bartolomeo Eustachio 1520–1574 Anatomist Roma
Exner Exner's band Exner-Streifen Stria laminae molecularis   S. Exner 1846–1926 Physiologist Wien
Fallopio Fallopian canal   Canalis nervi facialis   Gabriele Fallopio 1523–1563 (o.62) Botanist and anatomist Padova
Fallopio Fallopian ligament   Ligamentum inguinale   Gabriele Fallopio 1523–1563 (o.62) Botanist and anatomist Padova
Fallopio Fallopian tube   Tuba uterina   Gabriele Fallopio 1523–1563 (o.62) Botanist and anatomist Padova
Fañanás Fañanás cell Fañanás-Glia Astrocytus pennatus (cerebelli)   Jorge Ramón Fañanás 1886–? Anatomist Spain
Ferrein Ferrein's pyramids Ferrein-Fortsätze Radii medullares corticis renalis   Antoine Ferrein 1693–1769 Surgeon and anatomist Paris
Flack     siehe Keith   Martin Flack 1882–1934 Physiologist London
Flechsig Oval Bundle of Flechsig   Fasciculus septomarginalis funiculi posterioris [nicht RO,JD,AF, siehe 203]   Paul Emil Flechsig 1847–1929 Psychiatrist Leipzig
Flechsig Flechsig's tract   Tractus spinocerebellaris posterior   Paul Emil Flechsig 1847–1929 Psychiatrist Leipzig
Flood Flood's ligament   Ligamenta glenohumeralia   Valentine Flood 1800–1847 Surgeon and anatomist Ireland
Folius (Folli) Folian process Folli-Fortsatz Processus anterior mallei   Cecilio Folius (Folli) 1615–1645 Anatomist Venezia
Fontana Spaces of Fontana Fontana-Raum Spatia anguli iridocornealis   Abbada Felix Fontana 1720–1805 Philosopher and anatomist Pisa
Forel Decussation of Forel Forel-Haubenkreuzung Decussatio tegmentalis anterior   August Forel 1848–1932 Neurologist and anatomist Zürich
Forel Nuclei of Fields of Forel Forel-Kerne Nuclei campi perizonalis   August Forel 1848–1932 Neurologist and anatomist Zürich
Forel Fields of Forel Forel-Feld     August Forel 1848–1932 Neurologist and anatomist Zürich
Frankenhäuser   Frankenhäuser-Plexus/Ganglion Plexus uterovaginalis   Ferdinand Frankenhäuser 1832–1894 Gynaecologist Jena, Zürich
Führer Führer's artery   Ramus ascendens arteriae circumflexae ilium profundae   ?      
Fuse     siehe Kölliker   Gennosuke Fuse 1880–? Embryologist Japan
Galen(os) Vein of Galen Galen-Vene Vena magna cerebri   Claudius Galen(os) 130–200 Physician Greece, Rome
Gallaudet Gallaudet's fascia   Fascia investiens superficialis fasciae investientis abdominis   Bern Budd Gallaudet 1860-1934 Surgeon and anatomist New York
Gallaudet Gallaudet's fascia   Fascia perinei Fascia investiens perinei superficialis Bern Budd Gallaudet 1860-1934 Surgeon and anatomist New York
Ganser Ganser's commissure   Commissura supraoptica dorsalis   Sigbert Ganser 1853–1931 Psychiatrist Dresden
Gantzer Gantzer's muscle   Caput accessorius m. flexoris pollicis longi   Carolus F.L. Gantzer 1813   Brandenburg
Gartner Gartner's duct Gartner-Gang Ductus longitudinalis epoophori   Hermann Treschow Gartner 1785–1827 Anatomist København
Gasser Gasserian ganglion Gasser-Ganglion Ganglion trigeminale Ganglion semilunare Johann Lorenz Gasser 1723–1765 Anatomist Wien
Gennari Stria/Line of Gennari Gennari-Streifen Stria occipitalis Vicq d'Azur-Streifen Francesco Gennari 1752–1797 Anatomist Italy
Gerlach Gerlach's tonsil   Tonsilla tubaria   Joseph von Gerlach 1820–1896 Physiologist and anatomist Erlangen
Gerlach   Gerlach-Klappe     Joseph von Gerlach 1820–1896 Physiologist and anatomist Erlangen
Gerota Gerota's fascia/capsule Gerota-Faszie Fascia renalis Gerota's capsule Dumitru Gerota 1867–1939 Surgeon Bucuresti
Gianuzzi Gianuzzi crescent Gianuzzi-Halbmonde Semiluna serosa Seröser Halbmond; Serous crescent, demilune of Gianuzzi Giuseppe Oronzo Gianuzzi 1838–1876 Physiologist Siena
Gierke Respiratory bundle of Gierke   Tractus solitarius   Hans Paul Bernhard Gierke 1847–1886 Physiologist and anatomist Tokio, Breslau
Gimbernat Gimbernat's ligament   Ligamentum lacunare (ligamenti inguinalis)   Manuel Louise Antonio don. Gimbernat 1734–1816 Surgeon and anatomist Barcelona, Madrid
Giraldes Organ of Giraldes; Giraldes duct   Paradidymis Waldeyer-Organ Joaquim Albin Cardozo Cazado Giraldes 1808–1875 Surgeon Paris
Glaser Glaserian fissure Glaser-Spalte Fissura petrotympanica   Johann Heinrich Glaser 1629–1675 Botanist and anatomist Basel
Glisson Glisson's capsule Glisson-Kapsel Capsula fibrosa perivascularis   Francis Glisson 1596–1677 Anatomist Cambridge, UK
Glisson   Glisson-Dreieck     Francis Glisson 1596–1677 Anatomist Cambridge, UK
Golgi Golgi glia   Astrocytus epithelialis cerebelli   Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi Golgi complex; Golgi apparatus Golgi-Apparat Complexus golgiensis; Apparatus golgiensis   Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi Golgi-type II neuron Golgi-Typ II Neuron Neuron multipolare breviaxonicum   Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi Golgi-type I neuron Golgi-Typ I Neuron Neuron multipolare longiaxonicum   Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi Golgi cell Golgi-Zelle Neuron stellatum magnum (strati granularis)   Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi Golgi tendon organ Golgi-Sehnenorgan Organum sensorium tendinis   Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi Golgi epithelial cell   Astrocytus radians cerebelli Bergmann glia Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Golgi-Mazzoni   Golgi-Mazzoni-Körperchen     Camillo Golgi 1844–1926 Anatomist Pavia, Siena
Goll Goll's tract Goll-Strang Fasciculus gracilis   Friedrich Goll 1829–1903 Neurologist Zürich
Goll Goll's nucleus Goll-Kern Nucleus gracilis   Friedrich Goll 1829–1903 Neurologist Zürich
Gombault     siehe Phillippe   Albert Gombault 1844–1904 Neurologist and pathologist Paris
Goormaghtigh Goormaghtigh cells Goormaghtigh-Zellen Mesangiocytus extraglomerularis Extraglomerular mesangium cells, Lacis cells Norbert Goormaghtigh 1890–1960 Pathologist Gent
Gowers Gowers' tract Gowers-Bündel Tractus spinocerebellaris anterior   William Richard Gowers 1845–1915 Physician London
Graaf Graafian follicle, de Graaf follicle Graaf-Follikel Folliculi ovarici vesiculosi   Reinier de Graaf 1641–1673 Physician and anatomist Delft
Gratiolet Gratiolet's radiation Gratiolet-Sehstrahlung Radiatio optica   Louis Pierre Gratiolet 1815–1865 Zoologist and anatomist Paris
Gray Gray synapse   Synapsis symmetrica Type 1 synapse ?      
Grosser     siehe Hoyer   Otto Grosser 1873–1951 Anatomist Wien, Praha
Grünwald     siehe Ónodi   ?      
Grynfelt Grynfelt's triangle Grynfelt-Dreieck Trigonum lumbale superius   Joseph Casimir Grynfelt 1840–1913 Gynaecologist Montpellier
Gudden Gudden's commissure   Commissura supraoptica ventralis   Bernhard Aloys von Gudden 1824–1886 Psychiatrist Zürich, München
Gudden Gudden's tract [von] Gudden-Bündel Fasciculus mammillotegmentalis   Bernhard Aloys von Gudden 1824–1886 Psychiatrist Zürich, München
Gudden Gudden's nucleus   Nucleus tegmentalis posterior (pontis)   Bernhard Aloys von Gudden 1824–1886 Psychiatrist Zürich, München
Gudden Gudden's ganglion   Pars dorsalis nuclei commissurae posterioris   Bernhard Aloys von Gudden 1824–1886 Psychiatrist Zürich, München
Guerin Guerin's valve   Valvula fossae navicularis (urethrae)   Alphonse François Marie Guerin 1816–1895 Surgeon Paris
Guthrie Guthrie's muscle   Musculus transversus perinei profundus   George James Guthrie 1785–1856 Surgeon London
Guthrie Guthrie's muscle   Musculus sphincter urethrae externus   George James Guthrie 1785–1856 Surgeon London
Guyon Loge de Guyon Guyon-Loge Canalis ulnaris   Jean Casimir Félix Guyon 1831–1920 Urologist Paris
Haller Haller's ductulus aberrans   Ductulus aberrans inferior epididymidis   Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Haller Haller's artery Haller-Arterie Arteria pancreatica dorsalis   Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Haller Haller's layer   Lamina vasculosa choroideae   Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Haller Haller's arches Haller-Bögen Ligamenta arcuata laterale + mediale (partis lumbalis diaphragmatis)   Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Haller Hallers rete   Rete testis   Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Haller Haller's tripus Tripus Halleri Truncus coeliacus   Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Haller   Haller-Zelle   infraorbital ethmoidal cell Albrecht von Haller 1708–1777 Physiologist and anatomist Göttingen, Bern
Hamperl Hamperl cell   Cellula granularis endometrii (stromae endometrialis) Endometrial granular cell; Endometrial NK cell Herwig Hamperl 1899–1976 Pathologist Bonn
Hannover Hannover's canal   Spatia zonularia (lentis)   Adolph Hannover 1814–1894 Histologist København
Hartmann Hartmann's pouch   Corpus vesicae biliaris   Robert Hartmann 1831–1893 Anthropologist and anatomist Berlin
Harvey Harvey's ligament   Ligamentum arteriosum   William Harvey 1578–1657 Physician London
Hasner Hasner's valve Hasner-Falte Plica lacrimalis (ductus nasolarimalis) Hasner-Klappe Joseph Ritter von Artha Hasner 1819–1892 Ophthalmologist Praha
Hassall Hassall's corpuscles Hassall-Körperchen Corpusculum thymicum   Arthur Hill Hassall 1817–1894 Physician London, Isle of Wight
Havers Havers canal Havers-Kanäle Canalis osteoni; Canalis centralis Zentralkanäle Clopton Havers 1650–1702 Physician and anatomist London
Havers Haversian folds   Plicae synoviales   Clopton Havers 1650–1702 Physician and anatomist London
Heister Heister's valve Heister-Klappe Plica spiralis (ductus cystici vesicae biliaris)   Lorenz Heister 1683–1758 Surgeon and botanist Helmstedt
Held Held's bundle   Tractus tectospinalis   Hans Held 1866–1942 Anatomist Leipzig
Helweg Helweg's tract   Tractus spinoolivaris   Hans Kristian Saxtroph Helweg 1847–1901 Psychiatrist Denmark
Henle Henle's loop Henle-Schleife Ansa nephroni   Friedrich Gustav Jakob Henle 1809–1885 Anatomist Zürich, Heidelberg, Göttingen
Henle Henle layer Henle-Schicht Stratum externum vaginae radicularis   Friedrich Gustav Jakob Henle 1809–1885 Anatomist Zürich, Heidelberg, Göttingen
Henle Henle's ligament   Falx inguinalis   Friedrich Gustav Jakob Henle 1809–1885 Anatomist Zürich, Heidelberg, Göttingen
Henle Henle's spine   Spina suprameatica ossis temporalis   Friedrich Gustav Jakob Henle 1809–1885 Anatomist Zürich, Heidelberg, Göttingen
Henry Henry's knot   Chiasma plantare   Arnold Kirkpatrick Henry 1886–1962 Surgeon Dublin
Hensen Hensen cell Hensen-Zelle Epitheliocytus columnaris sustenans externus   Viktor Hensen 1835–1924 Embryologist and physiologist Kiel
Herbst Herbst bodies       E.F.G. Herbst 1803–1893 Anatomist Göttingen
Hering Hering's canal Hering-Kanälchen Canalis bilifer   Karl E.K. Hering 1834–1918 Physiologist Wien, Praha, Leipzig
Herophilus Torcular of Herophilus Torcular herophili Confluens sinuum   Herophilus 335 v.Chr.–280 v.Chr. Anatomist Alexandria
Herring Herring body Herring-Körper Corpusculum neurosecretorium (neurohypophysis)   Percy Herring 1872–1967 Physiologist Edinburgh
Heschl Heschl's transverse convolutions Heschlsche Querwindungen Gyri temporales transversi   Richard L. Heschl 1824–1881 Pathologist and anatomist Krakow, Graz
Hesselbach Hesselbach's fascia Hesselbach-Faszie Fascia cribrosa hiatus sapheni   Franz Kasper Hesselbach 1759–1816 Surgeon and anatomist Würzburg
Hesselbach Hesselbach's ligament Hesselbach-Band Ligamentum interfoveolare   Franz Kasper Hesselbach 1759–1816 Surgeon and anatomist Würzburg
Hesselbach Hesselbach's triangle Hesselbach-Dreieck Trigonum inguinale (peritonei)   Franz Kasper Hesselbach 1759–1816 Surgeon and anatomist Würzburg
Heubner Heubner's recurrent artery Heubner-Arterie Arteria striata medialis distalis (arteriae cerebri anterioris)   Otto Heubner 1843–1926 Paediatrician Berlin
Hey Hey's ligament   Margo falciformis hiatus sapheni   William Hey 1736–1819 Surgeon Leeds
Highmore Body of Highmore Highmore-Körper Mediastinum testis   Nathaniel Highmore 1613–1685 Physician Sherborne (Dorsetshire)
Highmore Antrum of Highmore Highmore-Höhle Sinus maxillaris   Nathaniel Highmore 1613–1685 Physician Sherborne (Dorsetshire)
Hilton Waterbed of Hilton   Cisterna pontocerebellaris   John Hilton 1804–1878 Surgeon and anatomist London
His Bundle of His His-Bündel Fasciculus atrioventricularis (complexus stimulantis cordis)   Wilhelm Junior His 1863–1934 Physician Berlin
His Angle of His His-Winkel Incisura cardialis   Wilhelm His 1831–1904 Anatomist Basel, Leipzig
Hoffa   Hoffa-Fettkörper Corpus adiposum infrapatellare   Albert Hoffa 1859–1907 Orthopaedist Berlin, Würzburg
Holzknecht   Holzknecht-Raum Spatium retrocardiale   Guido Holzknecht 1872–1931 Radiologist Wien
Horner Horner's muscle Horner-Muskel Pars profunda partis palpebralis musculi orbicularis obuli Pars lacrimalis William Edmonds Horner 1793–1853 Anatomist Philadelphia
Hortega Hortega cell Hortega-Zelle Microgliocytus   Pio [Del Rio-Hortega] Hortega 1882–1945 Histologist Madrid, Buenos Aires
Houston Houston's valve Houston-Falte Plica transversa recti [media]   John Houston 1802–1845 Surgeon Dublin
Howell-Jolly Howell-Jolly body Howell-Jolly-Körperchen Residuum chromatini (reticulocyti)   William Henry Howell 1860–19445 Physiologist Baltimore
Humphry Ligament of Humphry   Ligamentum meniscofemorale anterius   George Murray Humphry 1820–1896 Surgeon and anatomist London, Cambridge
Hunter Hunter's canal   Canalis adductorius   John Hunter 1728–1793 Surgeon London
Hunter Hunter's ligament   Ligamentum teres uteri   William Hunter 1718–1783 Anatomist London
Hunter     siehe Schreger   John Hunter 1728–1793 Surgeon London
Huschke Huschke's cartilage Huschke-Knorpel Cartilago vomeronasalis   Emil Huschke 1797–1858 Anatomist Jena
Huxley Huxley layer Huxley-Schicht Stratum internum vaginae radicularis   Thomas Henry Huxley 1825–1895 Surgeon London
Hymen     Hymen Jungfernhäutchen Hymen   God of matrimony Ancient Greece
Hyrtl   Hyrtl-Plexus Plexus thyroideus impar   Joseph Hyrtl 1811–1894 Anatomist Praha, Wien
Iggo     siehe Pinkus   Ainsley Iggo 1924–2012 Physiologist Otago, Edinburgh
Ingrassias Ingrassia's process   Ala minor ossis sphenoidalis   Giovanni Filipo Ingrassias 1510–1580 Physician and anatomist Napoli, Padova
Iris     Iris Regenbogenhaut Iris   Goddess of the rainbow Ancient Greece
Ito Ito cell Ito-Zelle Cellula perisinusoidalis; Cellula accumulans adipem Perisinusoidal cell; Fat storing cell; Hepatic stellate cell Toshio Ito 1904–1991 Anatomist Gumma (Japan)
Jackson Jackson's membrane/veil   Fascia precaecocolica Jackson's veil Jabez North Jackson 1868–1935 Surgeon and anatomist Kansas
Jacobson Jacobson's canaliculus Jacobson-Kanal Canaliculus tympanicus   Ludwig Levin Jacobson 1783–1843 Anatomist København
Jacobson Jacobson's cartilage   Cartilago vomeronasalis   Ludwig Levin Jacobson 1783–1843 Anatomist København
Jacobson Jacobson's plexus Jacobson-Plexus Plexus tympanicus   Ludwig Levin Jacobson 1783–1843 Anatomist København
Jacobson Jacobson's organ Jacobson-Organ Organum vomeronasale   Ludwig Levin Jacobson 1783–1843 Anatomist København
Jacobson Jacobson's nerve Jacobson-Nerv Nervus tympanicus   Ludwig Levin Jacobson 1783–1843 Anatomist København
Jacobson   Jacobson-Anastomose     Ludwig Levin Jacobson 1783–1843 Anatomist København
Jensen Jensen ring   Anulus terminalis (flagelli spermii)   ?      
Jolly     siehe Howell   Justin Marie Jolly 1870–1953    
Kaes-Bechterew Band of Kaes-Bechterew   Stria laminae pyramidalis externae Stripe of Kaes-Bechterew, Kaes-Bechterew layer Theodor Kaes 1852–1913 Neuropathologist Hamburg
Kager Kager's triangle Kager-Dreieck   pre-Achilles triangle H. Kager ?–    
Kager Kager's fat pad     pre-Achilles fat pad H. Kager ?–    
Keith-Flack Node of Keith-Flack   Nodus sinuatrialis Sinusknoten Arthur Keith-Flack 1866–1955 Anatomist London
Kerckring Kerckring's valves Kerckring-Falten Plicae circulares (intestini tenuis)   Theodor Kerckring 1640–1693 Anatomist Amsterdam, Hamburg
Key-Retzius Foramen of Key and Retzius Key-Retzius-Öffnung Apertura lateralis ventriculi quarti   Ernst Axel HenriK Key 1832–1901 Anatomist Stockholm
Kiesselbach Kiesselbach's area Locus Kiesselbachii   Kiesselbach-Ort Wilhelm Kiesselbach 1839–1902 Otorhinolaryngologist Erlangen
Klimoff     siehe Wallenberg   ?      
Kobelt Kobelt's tubules   Paroophoron   Georg Ludwig Kobelt 1804–1857 Anatomist Freiburg/Breisgau
Koch Koch's triangle Koch-Dreieck Trigonum nodi sinuatrialis   Walter Koch 1880–1962 Pathologist and cardiologist Berlin, Freiburg/Breisgau
Koch Koch's node   Nodus sinuatrialis Sinusknoten Walter Koch 1880–1962 Pathologist and cardiologist Berlin, Freiburg/Breisgau
Koganei Clump cell of Koganei   Cellula congregata (stromae iridis)   Yoshikiyo Koganei 1858–1944 Anatomist Japan
Kohlrausch Kohlrausch's fold Kohlrausch-Falte Plica transversa recti [media]   Otto Ludwig Bernhard Kohlrausch 1811–1854 Anatomist Hannover
Kölliker-Fuse Kölliker-Fuse nucleus Kölliker-Fuse-Kern Nucleus subparabrachialis tegmenti pontis   Rudolf Albert von Kölliker 1817–1905 Anatomist Zürich, Würzburg
Kolmer Kolmer cell Kolmer-Zelle Cellula epiplexalis (plexus choroidei) Kolmer-Agduhr cells Walter Kolmer 1879–1931 Physiologist Wien
Koyter (Coiter) Koyter's muscle   M. corrugator supercilii   Volcher Koyter (Coiter) 1534–1600 Surgeon and anatomist Nürnberg
Krause Glands of Krause Krause-Drüsen Glandulae lacrimales accessoriae   Wilhelm Johann Friedrich Krause 1833–1910 Anatomist Göttingen, Berlin
Krause   Krause-Körperchen   Krause-Endkolben Wilhelm Johann Friedrich Krause 1833–1910 Anatomist Göttingen, Berlin
Kulschitsky Kulschitsky cell   Neuroendocrinocytus respiratorius   Nikolai Konstantinovich Kulschitsky 1856–1925 Histologist Russia
Kupffer Kupffer cell [von] Kupffer-Sternzelle Macrophagocytus stellatus Stellate macrophage Karl Wilhelm von Kupffer 1829–1902 Anatomist Kiel, Königsberg, München
Labbé Labbé's vein Labbé-Vene Vena anastomotica inferior   Charles Labbé 1852–1889 Anatomist Paris
Laimer Laimer's area Laimer-Dreieck     Eduard Laimer 1857–1934 Anatomist Graz
Lalouette Lallouette's pyramid   Lobus pyramidalis glandulae thyroideae   Pierre Lalouette 1711–1792 Physician Paris
Lancisi Stria of Lancisi   Stria longitudinalis medialis indusii grisei Fornix superior Giovanni Maria Lancisi 1654–1720 Anatomist Sapienza
Langer Langer's lines Langer-Linien Lineae distractionis (cutis)   Karl Ritter von Edenberg Langer 1819–1887 Anatomist Budapest, Wien
Langerhans Islets of Langerhans Langerhans-Inseln Insulae pancreaticae   Paul Langerhans 1847 (o. 49)–1888 Pathologist Freiburg/Breisgau
Langerhans Cell of Langerhans Langerhans-Zelle Dendrocytus (epidermis) Dendritic cell of skin Paul Langerhans 1847 (o. 49)–1888 Pathologist Freiburg/Breisgau
Langhans   Langhans-Zelle     Theodor Langhans 1839–1915 Pathologist Bern
Langhans   Langhans-Fibrinoid     Theodor Langhans 1839–1915 Pathologist Bern
Lanterman     siehe Schmidt   A.J. Lanterman 1860–1920 Anatomist Cleveland
Lanz   Lanz-Punkt     Otto Lanz 1865–1935 Surgeon Bern, Amsterdam
Larrey   Larrey-Spalte Trigonum sternocostale   Jean Dominique de Larrey 1766–1842 Military surgeon France
Latarjet Latarjet's anterior nerve   Nervus curvaturae minoris anterior trunci vagalis anterioris   André Latarjet 1876 (74?)–1947 Anatomist Lyon
Latarjet Latarjet's posterior nerve   Nervus curvaturae minoris posterior trunci vagalis posterioris   André Latarjet 1876 (74?)–1947 Anatomist Lyon
Lecomte Lecomte's pronator of ulna   Musculus articularis cubiti   ?      
Leeuwenhoek Leeuwenhoek's canals       Antony van Leeuwenhoek 1632–1723 Amateur microscopist Netherlands
Leonardo da Vinci Leonardo's cord Leonardo-Muskelbalken Trabecula septomarginalis (ventriculi dextri) Moderator-Band Leonardo da Vinci 1452–1519 Genius Firenze, Milano
Lesshaft Lesshaft's space Lesshaft-Dreieck Trigonum lumbale superius   Pjotr Frantsowitsch Lesshaft 1836–1909 Anatomist St. Petersburg
Leydig Leydig cells Leydig-Zwischenzelle Endocrinocytus interstitialis (testis) Interstitial endocrine cell (of testis) Franz von Leydig 1821–1908 Histologist Würzburg, Tübingen, Bonn
Lieberkühn Crypts of Lieberkühn Lieberkühn-Krypten Glandulae intestinales Crypta intestinalis, intestinal crypt Johann Nathaniel Lieberkühn 1711–1756 Physician Berlin
Lieutaud Lieutaud's trigone Lieutaud-Dreieck Trigonum vesicae   Joseph Lieutaud 1703–1780 Physician and anatomist Paris
Lisfranc Lisfranc's joint Lisfranc-Gelenklinie Articulationes tarsometatarsales   Jacques L. de St.Martin Lisfranc 1790–1847 Surgeon Paris
Lisfranc Lisfranc's ligament   Ligamentum cuneometatarsalium interosseum [medialis]   Jacques L. de St.Martin Lisfranc 1790–1847 Surgeon Paris
Lisfranc Lisfranc's tubercle   Tuberculum musculi scaleni anterioris costae primae   Jacques L. de St.Martin Lisfranc 1790–1847 Surgeon Paris
Lissauer Lissauer's tract Lissauer-Randzone/bündel Tractus posterolateralis funiculi lateralis Spitzka's marginal tract, Waldeyer's tract Heinrich Lissauer 1861–1891 Neurologist Breslau
Lister Lister's tubercle Lister-Höcker Tuberculum dorsale radii   Joseph Lister 1827–1912 Surgeon London
Littré Glands of Littré Littré-Drüsen Glandulae urethrales urethrae masculinae   Alexis Littré 1658–1726 Surgeon and anatomist Paris
Lockwood Lockwood's ligament   Ligamentum suspensorium bulbi oculi   Charles Barrett Lockwood 1856–1914 Anatomist London
Louis Angle of Louis Angulus Ludovici Angulus sterni   Pierre Charles Alexandre Louis 1787–1872 Respiratory Physician Paris
Lower Lower's tubercle   Tuberculum intervenosum atrii dextri   Richard Lower 1631–1691 Anatomist London
Lubarsch Crystalloid of Lubarsch Lubarsch-Kristalloid Crystalloideum (spermatogonii A)   Otto Lubarsch 1860–1933 Pathologist Berlin
Ludovicus     siehe Louis   Ludovicus      
Lugaro Lugaro's intermediate cells Lugaro-Zelle Neuron fusiforme horizontale (corticis cerebelli) Fusiform horizontal cell Ernesto Lugaro 1870–1940 Psychiatrist Torino
Luschka Gland of Luschka   Glomus coccygeum Luschka's glomus Hubert Luschka 1820–1875 Anatomist Tübingen
Luschka Recurrent nerve of Luschka Luschka-Nerv Ramus meningeus nervi spinalis   Hubert Luschka 1820–1875 Anatomist Tübingen
Luschka Tonsil (or gland) of Luschka Luschka-Mandel Tonsilla pharyngealis Gland of Luschka Hubert Luschka 1820–1875 Anatomist Tübingen
Luschka Foramen of Luschka Luschka-Foramen Apertura lateralis ventriculi quarti Foramen luschkae Hubert Luschka 1820–1875 Anatomist Tübingen
Luschka Luschka's joint Luschka-Gelenk -   Hubert Luschka 1820–1875 Anatomist Tübingen
Luschka Arched testicular artery of Luschka       Hubert Luschka 1820–1875 Anatomist Tübingen
Luys Nucleus of Luys Corpus luysii Nucleus subthalamicus   Jules Bernard Luys 1828–1897 Neurologist Paris
Macewen Macewen's triangle   Foveola suprameatica processus zygomatici ossis temporalis   William Macewen 1848–1924 Surgeon Glasgow
Mackenrodt Mackenrodt's ligament Mackenrodt-Band Ligamentum cardinale uteri   Alwin Mackenrodt 1859–1925 Gynaecologist and pathologist Berlin
Magendie Foramen of Magendie Magendie-Foramen Apertura mediana ventriculi quarti Foramen magendii François Magendie 1783–1855 Physiologist Paris
Maier Sinus of Maier   Fornix sacci lacrimalis   Rudolf Maier 1824–1888 Pathologist and anatomist Freiburg/Breisgau
Maissiat Bandelette of Maissiat Maissiat-Bandelette Tractus iliotibialis   Jacques Henri Maissiat 1805–1878 Anatomist France
Malassez Malassez epithelial rest Malassez-Epithelzellen Fragmentum epitheliale (periodontii)   Louis Charles Malassez 1842–1909 Physiologist Paris
Mall Mall's lobule   Lobulus parietalis   Franklin Paine Mall 1862–1917 Embryologist USA
Mall Space of Mall   Spatium periportale (hepatis)   Franklin Paine Mall 1862–1917 Embryologist USA
Malpighi Malpighian corpuscle Malpighi-Körperchen Corpusculum renale   Marcello Malpighi 1628–1694 Anatomist Bologna
Malpighi Malpighian corpuscles Malpighi-Körperchen [Pulpa splenica]   Marcello Malpighi 1628–1694 Anatomist Bologna
Malpighi Malpighian capsule   Capsula splenis   Marcello Malpighi 1628–1694 Anatomist Bologna
Malpighi   Malpighi-Schicht     Marcello Malpighi 1628–1694 Anatomist Bologna
Marie Tract of Marie   Fasciculus sulcomarginalis funiculi anterioris   Pierre Marie 1853–1940 Neurologist Paris
Marshall Marshall's vein Marshall-Vene Vena obliqua atrii sinistri   John Marshall 1818–1891 Surgeon and anatomist London
Mauchart Mauchart's ligaments   Ligamenta alaria (articulationis atlantoaxialis medianae)   Burkhard David Mauchart 1696–1751 Surgeon and anatomist Tübingen
Mayo Mayo's vein   Vena prepylorica   William James Mayo 1861–1939 Surgeon Rochester (Minnesota)
Mazzoni     siehe Golgi   Vittorio Mazzoni 1880–1940 Physician Italia
McBurney McBurney's point McBurney-Punkt     Charles McBurney 1845–1913 Surgeon New York
Meckel Meckel's ganglion Meckel-Ganglion Ganglion pterygopalatinum   Johann Friedrich Meckel 1714–1774 Anatomist Berlin
Meckel Meckel's groove Meckel-Rinne Impressio trigeminalis ossis temporalis   Johann Friedrich Meckel 1714–1774 Anatomist Berlin
Meckel Meckel's diverticulum Meckel-Divertikel Diverticulum ilei   Johann Friedrich Meckel 1781–1833 Surgeon and anatomist Halle/Saale
Meckel Meckel's cave Cavum Meckeli Cavum trigeminale   Johann Friedrich Meckel 1714–1774 Anatomist Berlin
Meibom Meibomian glands Meibom-Drüsen Glandulae sebaceae tarsales   Heinrich Meibom 1638–1700 Physician Helmstedt
Meissner Meissner's plexus Meissner-Plexus Plexus submucosus internus   Georg Meissner 1829–1905 Anatomist Basel, Freiburg, Göttingen
Meissner Meissner corpuscle Meißner-Tastkörperchen Corpusculum ovoideum tactile corpuscule Georg Meissner 1829–1905 Anatomist Basel, Freiburg, Göttingen
Mercier Mercier's bar   Plica interureterica   Louis Auguste Mercier 1811–1882 Urologist Paris
Merkel Merkel cell / disc Merkel-Zellen Epitheliocytus tactilis Tactile epithelial cell Johann Friedrich Merkel 1845–1919 Anatomist Rostock, Königsberg, Göttingen
Meynert Meynert's commissure Meynert-Kommissur Commissura supraoptica dorsalis   Theodor Hermann Meynert 1833–1892 Psychiatrist Wien
Meynert Meynert's nucleus Nucleus basalis Meynert Nucleus basalis (substantiae basalis) Ganglion of Meynert Theodor Hermann Meynert 1833–1892 Psychiatrist Wien
Meynert Meynert's retroflex bundle Meynert-Bündel Tractus habenulointerpeduncularis (epithalami) Fasciculus retroflexus Theodor Hermann Meynert 1833–1892 Psychiatrist Wien
Meynert Meynert's decussation Meynert-Haubenkreuzung Decussatio tegmentalis posterior   Theodor Hermann Meynert 1833–1892 Psychiatrist Wien
Michel Michel's artery   Arteriae retroduodenales (arteriae gastroduodenalis)   Gaston Michel 1875–1933 Surgeon Nancy
Mohrenheim Mohrenheim's fossa Mohrenheim-Grube Fossa infraclavicularis Trigonum deltoideopectorale Joseph Jacob Freiherr Mohrenheim 1759 (49?)–1799 Surgeon Wien, St. Petersburg
Moll Moll's glands Moll-Drüsen Glandula sudorifera palpebralis Glandulae ciliares; Ciliary gland, palpebral sweat gland Jacob Antonius Moll 1832–1914 Ophthalmologist Den Haag
Monakow Monakow's tract Monakow-Bahn Tractus rubrospinalis   Constantin von Monakow 1853–1930 Neuroanatomist Zürich
Monakow Monakow's nucleus Monakow-Kern Nucleus cuneatus accessorius   Constantin von Monakow 1853–1930 Neuroanatomist Zürich
Monro Foramen of Monro Foramen Monroi Foramen interventriculare   Alexander [II] Monro 1733–1817 Anatomist Edinburgh
Montgomery Montgomery gland Montgomery-Drüse Glandula areolaris   William Fetherston Montgomery 1797–1859 Obstetrician Dublin
Montgomery Montgomery's tubercles   Tubercula areolae mammae   William Fetherston Montgomery 1797–1859 Obstetrician Dublin
Morand Morand's foramen   Foramen caecum linguae   Saveur François Morand 1697–1773 Surgeon Paris
Morgagni Hydatid of Morgagni Morgagni-Hydatide Appendices vesiculosae epoophori   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Cartilage of Morgagni   Cartilago cuneiformis   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Columns of Morgagni Morgagni-Säulen Columnae anales   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Foramen of Morgagni   Foramen caecum linguae   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Foramen of Morgagni   Foramina nervosa laminae spiralis osseae   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Lacunae of Morgagni   Lacunae urethrales   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Nodules of Morgagni   Noduli valvularum semilunarium   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Triangle of Morgagni   Trigonum sternocostale   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Hydatid of Morgagni Morgagni-Hydatide Appendix testis   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Ventricle of Morgagni Morgagni-Tasche Ventriculus laryngis   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morgagni Fossa of Morgagni   Fossa navicularis   Giovanni Battista Morgagni 1682–1771 Anatomist Padova
Morison Morison's pouch   Recessus hepatorenalis   James R. Morison 1853–1939 Surgeon England
Müller Müller's muscle Müller-Muskel Fibrae circulares musculi ciliaris   Heinrich Müller 1820–1864 Anatomist Würzburg
Müller Müller radial cell Müller-Stützzelle Gliocytus radialis radial glial cell Heinrich Müller 1820–1864 Anatomist Würzburg
Müller Müller's muscle Müller-Muskel Musculus orbitalis   Heinrich Müller 1820–1864 Anatomist Würzburg
Müller Müller's muscle Müller-Muskel Musculus tarsalis superior   Heinrich Müller 1820–1864 Anatomist Würzburg
Müller Müller's duct Müller-Gang Ductus paramesonephricus   Johannes Müller 1801–1858 Physiologist and anatomist Bonn, Berlin
Naboth Naboth cyst Naboth-Zyste Glandula cervicalis dilatata   Martin Naboth 1675–1721 Chemist and anatomist Leipzig
Nasmyth Nasmyth's membrane Nasmyth-Membran Cuticula dentis   Alexander Nasmyth 1789–1848 Dentist London
Neumann Neumann sheath Neumann-Scheide Dentinum peritubulare Dentinum peritubulare ?      
Nissl Nissl substance Nissl-Substanz, Nissl-Schollen Substantia chromatophilica   Franz Nissl 1860–1919 Neurologist Heidelberg, München
Nitabuch   Nitabuch-Fibrinoid     Raissa Nitabuch ?–? Physician Bern, Russia
Nuel Nuel space Nuel-Raum Cuniculus intermedius   J. Nuel 1847–1920 Physiologist Lüttich/Liège
Nuhn Gland of Nuhn   Glandulae linguales anteriores Blandin-Nuhn gland Anton Nuhn 1814–1889 Anatomist Heidelberg
Obersteiner     siehe Redlich   Heinrich Obersteiner 1847–1922 Neuroanatomist Wien
Oddi Sphincter of Oddi Sphincter Oddi Musculus sphincter ampullae (hepatopancreaticae)   Ruggero Oddi 1864–1913 Physiologist Genova
Odland Odland body Odland-Körperchen Granulum lamellosum (keratinocyti) Keratinosom GF Odland 1922–1997 Dermatologist Seattle
Ónodi-Grünwald   Ónodi-Grünwald-Zelle   Sphenoethmoidal cell ?      
Onufrowicz Onuf's nucleus Onuf-Kern Nucleus nervi pudendi (columnae intermediae medullae spinalis)   Wladislaus Onufrowicz 1836–1900 Anatomist Zürich, NewYork?
Oort   Oort-Anastomose Ramus communicans cochlearis (nervi vestibularis)   H. Oort   Anatomist Utrecht
Pacchioni Pacchionian granulations Pacchioni-Granulationen Granulationes arachnoideae   Antoine Pacchioni 1665–1726 Physician and anatomist Roma
Pacini     siehe Vater   Filippo Pacini 1812–1883 Physiologist and anatomist Pisa, Firenze
Palade   siehe Weibel     George Emil Palade 1912-2008 Cell Biologist New York
Paneth   Paneth-Körnerzelle Exocrinocytus cum granulis acidophilis   Joseph Paneth 1857–1890 Physiologist Breslau, Wien
Papez Papez circuit Papez-Kreis     James Wenceslas Papez 1883–1958 Anatomist New York
Parona Space of Parona   Pars profunda compartimenti antebrachii anterii   Francesco Parona 1861h.–1910 Surgeon Milano
Passavant Passavant's ridge / bar Passavant-Wulst [Crista palatopharyngea]   Phillip Gustav Passavant 1815–1869 Surgeon Frankfurt/Main
Pawlow Pawlow's nerve   Nervus cardiacus cervicalis inferior   Iwan Petrowitsch Pawlow 1849–1936 Physiologist Leningrad
Pecquet Cistern of Pecquet   Cisterna chyli   Jean Pecquet 1622–1674 Physician Montpellier, Paris
Perlia Perlia's nucleus Perlia-Kern Nucleus (caudalis) centralis (nuclei nervi oculomotorii) Spitzka nucleus Richard Perlia ?–? Ophthalmologist Krefeld
Petit Ligaments of Petit Petit-Band Ligamentum rectouterinum   Jean Louis Petit 1664–1750 Surgeon and anatomist Paris
Petit Triangle of Petit Petit-Dreieck Trigonum lumbale inferius Trigonum lumbale Jean Louis Petit 1664–1750 Surgeon and anatomist Paris
Petit Canal of Petit Petit-Kanal Spatia zonularia (lentis) Spaces of Petit François Pourfour du Petit 1664–1741 Ophthalmic surgeon and anatomist France
Peyer Peyer's patches Peyer-Plaques Noduli lymphoidei aggregati (intestini tenuis)   Johann Konrad Peyer 1653–1712 Physician Schaffhausen
Phillippe-Gombault Triangle of Phillippe-Gombault   Fasciculus interfascicularis Fasciculus semilunaris Claudien Phillippe 1866–1903 Pathologist Paris
Piccolomini fibers of Piccolomini   Stria medullares ventriculi quarti   Archangelo Piccolomini 1526–1605 Anatomist Italia
Pick Pick's bundle   Fibrae corticobulbares   Arnold Pick 1851–1924 Psychiatrist Praha
Pinkus-Iggo   Pinkus-Iggo-Tastscheibe     Felix Pinkus 1868–1947 Dermatologist Berlin
Pirogoff Pirogoff's aponeurosis Pirogoff-Aponeurose Musculus coracobrachialis [Aponeurose ?]   Nikolai Iwanowitsch Pirogoff 1810–1881 Surgeon and anatomist Moscow, St. Petersburg
Poupart Poupart's ligament   Ligamentum inguinale   François Poupart 1616–1708 Surgeon Reims, Paris
Purkinje Purkinje fibres Purkinje-Fasern Rami subendocardialis (fasciculi atrioventricularis) Reticulum conducens subendocardiacum Johannes Evangelista Purkinje 1787–1869 Physiologist Praha
Purkinje Purkinje cell layer Purkinje-Zellschicht Stratum purkinjense   Johannes Evangelista Purkinje 1787–1869 Physiologist Praha
Ranvier Ranvier's node Ranvier-Schnürring Nodus interruptionis myelini   Louis Antoine Ranvier 1835–1922 Physician and histologist Paris
Raschkow Raschkow plexus Raschkow-Plexus   Nerve plexus of dental pulpa ?   Physician Breslau
Rasmussen Bundle of Rasmussen Rasmussen-Bündel Tractus olivocochlearis   Andrew Theodore Rasmussen 1883-1955 Anatomist Minneapolis
Rathke Rathke's pouch Rathke-Tasche Saccus hypophysialis Folliculus partis intermediae Martin Heinrich Rathke 1793–1860 Anatomist Dorpat, Königsberg
Rau Rau's process Rau-Fortsatz Processus anterior mallei   Johannes Jakobus Rau 1658(68)–1719(21) Physician and anatomist Leiden
Redlich-Obersteiner   Redlich-Obersteiner-Zone   Entry area of dorsal root nerve fibre Emil Redlich 1866–1930 Psychiatrist Wien
Reichert Reichert cartilage Reichert-Knorpel Cartilago arcus pharyngei primi Second pharyngeal arch cartilage Karl Bogislaus Reichert 1811–1883 Anatomist Berlin
Reichert Reichert's membrane   Lamina limitans anterior corneae   Karl Bogislaus Reichert 1811–1883 Anatomist Berlin
Reil Island of Reil   Insula   Johann Christian Reil 1759–1813 Physician Halle/Saale, Berlin
Reinke Crystalloids of Reinke Reinke-Kristalle Crystalloideum (endocrinocyti interstitialis testis)   Friedrich Berthold Reinke 1862–1919 Anatomist Rostock
Reissner Reissner's membrane Reissner-Membran Paries vestibularis (ductus cochlearis), Membrana vestibularis   Ernst Reissner 1824–1878 Anatomist Dorpat, Breslau
Reissner Reissner's canal   Ductus cochlearis   Ernst Reissner 1824–1878 Anatomist Dorpat, Breslau
Reissner Reissner's fibre Reissner-Faden     Ernst Reissner 1824–1878 Anatomist Dorpat, Breslau
Remak Remak's plexus Remak-Plexus Plexus submucosus (plexus enterici)   Robert Remak 1815–1865 Pathologist Berlin
Remak Remak's fibres Remak-Faser     Robert Remak 1815–1865 Pathologist Berlin
Remak Remak's ganglion       Robert Remak 1815–1865 Pathologist Berlin
Renshaw Renshaw cell Renshaw-Zelle     Birdsey Renshaw 1911–1948 Neurophysiologist Portland (Oregon)
Retzius Retzius line Retzius-Linie Linea incrementalis enamela   Magnus Gustav Retzius 1842–1919 Anatomist Stockholm
Retzius Retzius' band   Ligamentum fundiforme penis   Anders Adolf Retzius 1796–1860 Anatomist Stockholm
Retzius Cave of Retzius Retzius-Raum Spatium retropubicum   Anders Adolf Retzius 1796–1860 Anatomist Stockholm
Retzius     siehe Cajal   Magnus Gustav Retzius 1842–1919 Anatomist Stockholm
Retzius     siehe Key   Magnus Gustav Retzius 1842–1919 Anatomist Stockholm
Rexed Rexed's laminae Rexed-Schema Laminae spinales   Bror Anders Rexed 1914–2002 Anatomist Uppsala
Rindfleisch Rindfleisch's fold Rindfleisch-Falte   Ascending aortic fold, crista aortae ascendentis Georg Eduard von Rindfleisch 1836–1908 Pathologist Zürich, Bonn, Würzburg
Riolan Muscle of Riolan   Fasciculus ciliaris partis palpebralis musculi orbicularis oculi   Jean Riolan 1580 (77?)–1657 Botanist and anatomist Paris
Riolan Muscle of Riolan   Musculus cremaster   Jean Riolan 1581 (77?)–1657 Botanist and anatomist Paris
Riolan Arcade of Riolan Riolan-Arkaden, Riolan-Anastomose Arteria marginalis coli Arcus marginalis coli Jean Riolan 1582 (77?)–1657 Botanist and anatomist Paris
Rivinus Ducts of Rivinus   Ductus sublinguales minores   Augustus Quirinus Rivinus 1652–1723 Physiologist and botanist Leipzig
Rivinus Rivinus' gland   Glandula sublingualis   Augustus Quirinus Rivinus 1652–1723 Physiologist and botanist Leipzig
Rivinus Rivinus' notch   Incisura tympanica ossis temporalis   Augustus Quirinus Rivinus 1652–1723 Physiologist and botanist Leipzig
Rivinus Rivinus' membrane   Membrana tympanica   Augustus Quirinus Rivinus 1652–1723 Physiologist and botanist Leipzig
Robert Ligament of Robert   Ligamentum meniscofemorale posterius   César Alphonse Robert 1801–1862 Surgeon Paris
Robin     siehe Virchow   Charles Phillippe Robin 1821–1885 Histologist Paris
Rohr   Rohr-Fibrinoid     Karl Rohr 1863–1920 Gynaecologist Bern
Rokitansky-Aschoff Rokitansky-Aschoff sinus Rokitansky-Aschoff-Krypten Crypta mucosae Cryptae tunicae mucosae Karl Rokitansky 1804–1878 Pathologist Wien
Rolando Fissure of Rolando Rolando-Furche/Spalte Sulcus centralis Sulcus of Rolando Luigi Rolando 1773–1831 Anatomist Torino
Roller Roller's nucleus   Nuclei perihypoglossales   Christian Friedrich Wilhelm Roller 1844–1884 Neurologist Straßburg
Rosenmüller Organ of Rosenmüller   Epoophoron   Johann Christian Rosenmüller 1771–1820 Surgeon and anatomist Leipzig
Rosenmüller Fossa of Rosenmüller Rosenmüller-Grube Recessus pharyngeus   Johann Christian Rosenmüller 1771–1820 Surgeon and anatomist Leipzig
Rosenmüller Gland of Rosenmüller Rosenmüller-Lymphknoten Nodus proximalis (nodorum inguinalia profundorum) Node of Rosenmüller Johann Christian Rosenmüller 1771–1820 Surgeon and anatomist Leipzig
Rosenthal Rosenthal's vein Rosenthal-Vene Vena basalis (cerebri)   Friedrich Christian Rosenthal 1780–1829 Physiologist and anatomist Greifswald
Rotter   Rotter-Lymphknoten Nodi lymphoidei interpectorales   ?      
Rouget Rouget cell Rouget-Zelle Pericytus (Vas capillare)   Charles Rouget 1824–1904 Anatomist Paris, Montpellier
Rouget Rouget's muscle   Fibrae radiales musculi ciliaris   Charles Rouget 1824–1904 Anatomist Paris, Montpellier
Rouvière   Rouvière-Lymphknoten     Henri Rouvière 1875–1952 Anatomist Paris
Ruffini Ruffini corpuscle Ruffini-Körperchen Corpusculum sensorium fusiforme Bulbous corpuscle Angelo Ruffini 1874–1929 Histologist Bologna
Russell Uncinate bundle of Russell   Fasciculus uncinatus cerebelli   William Russell 1852–1940 Physician Edinburgh
Ruysch Ruysch' veins   Venae vorticosae   Frederick Ruysch 1638–1731 Anatomist Amsterdam
Salter Salter's incremental lines   Linea incrementalis cementalis   Samuel James Augustus Salter 1825–1897 Dentist England
Santorini Santorini's duct Santorini-Gang Ductus pancreaticus accessorius   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Santorini Santorini's notch   Incisura cartilaginis meatus acustici   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Santorini Santorini's caruncle Santorini-Papille Papilla duodeni minor   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Santorini Santorini's muscle   Musculus procerus   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Santorini Santorini's muscle   Musculus risorius   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Santorini Santorini's cartilage Santorini-Knorpel Cartilago corniculata   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Santorini Santorini's muscle   Musculus incisurae terminalis auris externae   Giandomenico Santorini 1681–1737 Anatomist Venezia
Sappey Veins of Sappey   Venae paraumbilicales   Marie Philibert Constant Sappey 1810–1896 Anatomist Paris
Sattler Sattler's layer   Lamina vasculosa choroideae   Hubert Sattler 1844–1928 Ophthalmologist Gießen, Erlangen, Leipzig
Scarpa Scarpa's ganglion   Ganglion vestibulare   Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Scarpa Scarpa's orifice   Helicotrema   Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Scarpa Scarpa's nerve   Nervus nasopalatinus   Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Scarpa Scarpa's fascia Scarpa-Faszie Stratum membranosum telae subcutaneae abdominis   Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Scarpa Scarpa's triangle Scarpa-Dreieck Trigonum femorale   Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Scarpa Scarpa's canals       Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Scarpa Scarpa's fluid       Antonio Scarpa 1747–1832 Anatomist Pavia
Schabadasch Schabadasch plexus   Plexus nervosus submucosus externus   Arnold Leonowitsch Schabadasch 1898–1978 Neurohistologist Gorki, Moscow
Schaffer Schaffer axon Schaffer-Kollateralen Collaterales axonales (stratum moleculare)   Karoly Schaffer 1864–1939 Neurologist and anatomist Hungary
Schlemm Schlemm's canal Schlemm-Kanal Sinus venosus sclerae   Friedrich Schlemm 1795–1858 Anatomist Berlin
Schmidt-Lanterman Schmidt-Lanterman incisure Schmidt-Lanterman-Kerben Incisura myelini   Henry D. Schmidt 1823–1888 Anatomist New Orleans
Schneider Membrane of Schneider Schneider-Membran     Conrad Viktor Schneider 1610–1680 Physician Wittenberg
Schreger-Hunter   Schreger-Hunter-Streifen Stria transversa obscura Dark transverse striation Christian Heinrich Theodor Schreger 1768–1833 Physician Halle/Saale
Schultze Schultze's comma tract Schultze-Komma Fasciculus interfascicularis (funiculi posterioris) Fasciculus semilunaris Max Johann Sigismund Schultze 1825–1874 Anatomist Halle/Saale, Bonn
Schütz Fasciculus of Schütz Schütz-Bündel Fasciculus longitudinalis posterior Bundle of Schütz Hugo Schütz 1859–1923 Neurologist Leipzig
Schwalbe Schwalbe's nucleus Schwalbe-Kern Pars magnocellularis nuclei vestibularis inferioris   Gustav Albert Schwalbe 1844–1916 Anatomist Straßburg
Schwann Schwann cell Schwann-Zelle Neurolemmocytus   Theodor Schwann 1810–1882 Anatomist Leuven, Lüttich/Liège
Schweigger-Seidel Schweigger-Seidel sheath Schweigger-Seidel-Hülsen Vagina periarteriolaris macrophagocytica   Franz Schweigger-Seidel 1834–1871 Histologist Leipzig
Sertoli Sertoli cell Sertoli-Zelle Sustentocytus Nurse cell Enrico Sertoli 1842–1910 Physiologist Milano
Sharpey Sharpey fibres Sharpey-Fasern Fasciculus collageni perforans (periostei) Fibrae perforantes William Sharpey 1802–1880 Anatomist Edinburgh, London
Sharpey   Sharpey-Fasern   Fibrae cementoalveolares William Sharpey 1802–1880 Anatomist Edinburgh, London
Shrapnell Shrapnell's membrane Shrapnell-Membran Pars flaccida membranae tympanicae   Henry Jones Shrapnell 1761–1834 Military surgeon England
Sibson Sibson's fascia Sibson-Faszie Membrana suprapleuralis   Francis Sibson 1814–1876 Physician London
Sibson Sibson's muscle   Musculus scalenus minimus   Francis Sibson 1814–1876 Physician London
Skene Skene's tubules Skene-Gänge Ductus paraurethrales Schüller's duct Alexander Johnston Chalmers Skene 1838–1900 Gynaecologist New York
Skene Skene gland Skene-Drüse Glandula paraurethralis; Prostata feminina Guérin's gland Alexander Johnston Chalmers Skene 1838–1900 Gynaecologist New York
Soemmering Soemmering's substance   Substantia nigra   Samuel Thomas Soemmering 1755–1830 Physician and anatomist Mainz, Frankfurt/Main
Sommer   Sommer-Sektor   CA1 W. Sommer ?–    
Sorgius   Sorgius-Lymphknoten Nodi pectorales, Nodi anteriores (Nll. axillares)   ?      
Spence Tail of Spence   Processus axillaris glandulae mammariae   James Spence 1812–1882 Surgeon Edinburgh
Spiegel Spiegel's line Spieghel-Linie Linea semilunaris Linea spigelii Adriaan van den Spiegel 1578–1625 Anatomist Venezia, Padova
Spiegel Spiegelian lobe   Lobus caudatus hepatis   Adriaan van den Spiegel 1578–1625 Anatomist Venezia, Padova
Staderini Staderini's nucleus   Nucleus subhypoglossalis   Rutilio Staderini 1861–? Anatomist Siena
Stensen Stensen's foramen   Canales incisivi   Niels Stensen 1638–1686 Geologist, anatomist, bishop København, Pisa, Hannover
Stensen Stensen's canal   Canalis hyaloideus (corporis vitrei)   Niels Stensen 1638–1686 Geologist, anatomist, bishop København, Pisa, Hannover
Stensen Stensen's duct Stensen-Gang Ductus parotideus Ductus stenonis Niels Stensen 1638–1686 Geologist, anatomist, bishop København, Pisa, Hannover
Stilling Stilling's canal   Sutura incisiva processus palatini maxillae   Benedict Stilling 1810–1879 Surgeon Kassel, Wien
Stilling-Clarke Stilling-Clarke's column/nucleus Stilling-Clarke-Säule Nucleus thoracicus posterior Clarke's nucleus, Nucleus dorsalis Benedict Stilling 1810–1879 Surgeon Kassel, Wien
Stilling Stilling's fibers       Benedict Stilling 1810–1879 Surgeon Kassel, Wien
Stilling fleece of Stilling       Benedict Stilling 1810–1879 Surgeon Kassel, Wien
Stroud Stroud's pecten   Pecten analis   Bert Brenette Stroud ?–1918 Physiologist New York
Sylvius Aqueduct of Sylvius   Aquaeductus mesencephali Aquaeductus cerebri François de la Boë Sylvius 1614–1672 Physician Amsterdam, Leiden
Sylvius Sylvian artery   Arteria cerebri media   François de la Boë Sylvius 1614–1672 Physician Amsterdam, Leiden
Sylvius Sylvian fissure Sylvische Furche/Spalte Sulcus lateralis Sylvian sulcus François de la Boë Sylvius 1614–1672 Physician Amsterdam, Leiden
Tarin     Fossa interpeduncularis Fossa Tarini Pierre Tarin 1725?–1761 Anatomist Paris
Tawara     siehe Aschoff   K. Sunao Tawara 1873–1952 Pathologist Marburg, Fukuoka
Tenon Tenon's capsule Tenon-Kapsel Vagina bulbi   Jaques René Tenon 1724–1816 Military surgeon Paris
Testut Testut's artery   Arteria pancreatica inferior   Jean Léon Testut 1849–1925 Anatomist Lille, Lyon
Thebesius Thebesian valve Thebesische Klappe Valvula sinus coronarii   Adam Christian Thebesius 1686–1732 Pathologist and anatomist Leiden
Thebesius Thebesian veins Thebesische Venen Venae cardiacae minimae   Adam Christian Thebesius 1686–1732 Pathologist and anatomist Leiden
Tiedemann Tiedemann's gland   Glandula vestibularis major   Friedrich Tiedemann 1781–1861 Embryologist Landshut, Heidelberg
Todaro Todaro's tendon Todaro-Sehne Tendo valvulae veae cavae inferioris   Francesco Todaro 1839–1918 Physiologist Messina, Roma
Tomes Tomes fibre Tomes-Fasern Fibra dentinalis   John Tomes 1815–1895 Dental surgeon London
Tomes Tomes processus Tomes-Fortsatz Processus enameloblasti Ameloblast process John Tomes 1815–1895 Dental surgeon London
Tomes Tomes granular layer Tomes-Körnerschicht Stratum granulosum dentini   John Tomes 1815–1895 Dental surgeon London
Torin Torin's hole Torin-Öffnung Hiatus canalis nervi petrosis majoris ossis temporalis   ?      
Treitz Ligament/Muscle of Treitz Treitz-Muskel, Treitz-Band Musculus suspensorius duodeni; Lig. suspensorium duodeni   Wenzel Treitz 1819–1872 Pathologist Krakow, Praha
Treves Bloodless fold of Treves   Plica ileocaecalis   Frederick Treves 1853–1923 Surgeon London
Troisier (Troissier?)   Troisier-Lymphknoten   Virchow-Lymphknoten Charles Emile Troisier (Troissier?) 1844–1919 Physician Paris
Trolard Trolard's vein Trolard-Vene Vena anastomotica inferior venae mediae superficialis cerebri ??   Paulin Trolard 1842–1910 Anatomist Algier
Tsai Tegmental area of Tsai   Nucleus subbrachialis tegmenti mesencephali   Chiao Tsai 1897–1990 Physiologist London, Frankfurt/Main, Chengdu
Türck Column of Türck   Tractus corticospinalis anterior funiculi anterioris   Ludwig Türck 1810–1868 Neurologist Wien
Türck Bundle of Türck Türck-Bündel Fibrae temporopontinae (capsulae internae)   Ludwig Türck 1810–1868 Neurologist Wien
Tyrrel(l) Tyrrel's fascia   Fascia rectoprostatica   Frederick Tyrrel(l) 1793–1843 Surgeon and anatomist London
Valsalva Nodules of Valsalva Valsalva-Knötchen Noduli valvularum semilunarium   Antonio Maria Valsalva 1666–1723 Anatomist Bologna
Valsalva Sinus of Valsalva Sinus valsalvae Sinus aortae   Antonio Maria Valsalva 1666–1723 Anatomist Bologna
van Gehuchten Van Gehuchten cell van Gehuchten-Zelle   VG cell Arthur van Gehuchten 1861–1914 Anatomist Leuven
Varolius Pons of Varolius Varolio-Brücke Pons   Constantio Varolius 1543–1575 Anatomist Bologna, Roma
Vater-Pacini Pacini corpuscle Vater-Pacini-Körperchen Corpusculum lamellosum   Abraham Vater 1684–1751 Botanist and anatomist Wittenberg
Vater Ampulla of Vater   Ampulla hepatopancreatica   Abraham Vater 1684–1751 Botanist and anatomist Wittenberg
Vater Tubercle of Vater Vater-Papille Papilla duodeni major   Abraham Vater 1684–1751 Botanist and anatomist Wittenberg
Verga Ventricle of Verga     Ventriculus Vergae, Cavum psalterii Andrea Verga 1811–1895 Psychiatrist Milano
Verheyen Verheyen stars Verheyen-Venen Venae stellatae   Philip Verheyen 1648–1710 Anatomist Flanders
Vesalius Foramen of Vesalius   Foramen venosum alae majoris ossis sphenoidalis   Andreas Vesalius 1514–1564 Anatomist Padova
Vesalius Vesalius' ligament   Ligamentum inguinale   Andreas Vesalius 1514–1564 Anatomist Padova
Vesalius     Os vesalianum   Andreas Vesalius 1514–1564 Anatomist Padova
Vicq d'Azur Vicq d'Azur's stria Vicq d'Azur-Streifen Stria occipitalis Gennari-Streifen Felix Vicq d'Azur 1748–1794 Physician and anatomist Paris
Vicq d'Azur Vicq d'Azur's bundle Vicq d'Azur-Bündel Fasciculus mammillothalamicus   Felix Vicq d'Azur 1748–1794 Physician and anatomist Paris
Vicq d'Azur Vicq d'Azur's foramen   Foramen caecum medullae oblongatae   Felix Vicq d'Azur 1748–1794 Physician and anatomist Paris
Vidius (Guidi) Vidian artery   Arteria canalis pterygoidei   Vidus (Guido) Vidius (Guidi) 1500–1569 Anatomist Paris, Padova
Vidius (Guidi) Vidian canal   Canalis pterygoideus   Vidus (Guido) Vidius (Guidi) 1500–1569 Anatomist Paris, Padova
Vidius (Guidi) Vidian nerve   Nervus canalis pterygoidei   Vidus (Guido) Vidius (Guidi) 1500–1569 Anatomist Paris, Padova
Vidius (Guidi) Vidian veins   Vena canalis pterygoidei   Vidus (Guido) Vidius (Guidi) 1500–1569 Anatomist Paris, Padova
Vieussens Anulus of Vieussens   Ansa subclavia   Raymond de Vieussens 1641–1715 Anatomist Montpellier
Vieussens Anulus of Vieussens       Raymond de Vieussens 1641–1715 Anatomist Montpellier
Virchow   Virchow-Hassall-Körperchen siehe Hassall   Rudolf Virchow 1821–1902 Pathologist Berlin
Virchow-Robin   Virchow-Robin-Räume     Rudolf Virchow 1821–1902 Pathologist Berlin
Volkmann Volkmann canal Volkmann-Kanal Canalis transversus   Alfred Wilhelm Volkmann 1801–1877 Physiologist and anatomist Dorpat, Halle/Saale
von     siehe Name ohne "von" / see name without "von"          
Waldeyer Waldeyer's ring Waldeyer-Rachenring Anulus lymphoideus pharyngis   Heinrich Wilhelm Gottfried Waldeyer 1836–1921 Anatomist Berlin
Waldeyer Waldeyer's fascia   Fascia inferior diaphragmatis pelvis   Heinrich Wilhelm Gottfried Waldeyer 1836–1921 Anatomist Berlin
Waldeyer Waldeyer's organ   Paradidymis Organ of Giraldès Heinrich Wilhelm Gottfried Waldeyer 1836–1921 Anatomist Berlin
Weber Weber gland Weber-Drüsen Glandula radicis linguae; Pars superficialis (gl. lingualis post.)   ?      
Weibel-Palade Weibel-Palade body Weibel-Palade-Körperchen Corpus multitubulare (endotheliocyti)   Ewald R. Weibel 1929- Anatomist Bern
Wernekink Wernekink's decussation   Decussatio pedunculorum cerebellarium superiorum   Friedrich Christian Gregor Wernekink 1798–1835 Physician and philosopher Gießen
Wernicke field of Wernicke   Planum temporale   Karl Wernicke 1848–1905 Neurologist Berlin, Halle/Saale
Wernicke Wernicke's spech area Wernicke-Sprachzentrum     Karl Wernicke 1848–1905 Neurologist Berlin, Halle/Saale
Westphal     siehe Edinger   Karl Friedrich Otto Westphal 1833–1890 Neurologist Berlin
Wharton Wharton's duct   Ductus submandibularis   Thomas Wharton 1610 (14?, 16?)–1673 Physician London
Wharton Wharton's jelly Wharton-Sulze     Thomas Wharton 1610 (14?, 16?)–1673 Physician London
Whitnall Whitnall's tubercle   Tuberculum marginale ossis zygomatici   Samuel Ernest Whitnall 1876–1952 Anatomist Oxford, Montreal, Bristol
Wilkie Wilkie's artery   Arteria supraduodenalis (arteriae gastroduodenalis)??   David Percival Dalbreck Wilkie 1882–1938 Surgeon Edinburgh
Willis Circle of Willis Circulus arteriosus Willisii Circulus arteriosus cerebri   Thomas Willis 1621 o. 22–1675 Neuroanatomist Oxford, London
Willis Willis' nerve   Nervus accessorius [XI]   Thomas Willis 1621 o. 22–1675 Neuroanatomist Oxford, London
Winslow Foramen of Winslow Winslow-Foramen Foramen omentale Foramen epiploicum Jacob Benignus Winslow 1669–1760 Anatomist Paris
Winslow Winslow's ligament   Ligamentum popliteum obliquum   Jacob Benignus Winslow 1669–1760 Anatomist Paris
Winslow Winslow's pancreas   Processus uncinatus pancreatis   Jacob Benignus Winslow 1669–1760 Anatomist Paris
Wirsung Wirsung's duct Ductus wirsungianus Ductus pancreaticus   Johann Georg Wirsung 1600–1643 Anatomist Padova
Wolff Wolffian duct Wolff-Gang Ductus mesonephricus   Kaspar Friedrich Wolff 1733–1794 Physiologist and anatomist St. Petersburg
Wolfring Glands of Wolfring   Glandulae lacrimales accessoriae   Emilij Franzevic von Wolfring 1832–1905 o. 06 Ophthalmologist Warszawa
Wood Wood's muscle   Musculus abductor metatarsi quinti   John Wood 1827–1891 Surgeon London
Worm Wormian bone   Os suturale   Ole Worm 1588–1654 Philologist and anatomist København
Wrisberg Cartilage of Wrisberg Wrisberg-Knorpel Cartilago cuneiformis   Heinrich August Wrisberg 1739–1808 Gynaecologist and anatomist Göttingen
Wrisberg Ganglion of Wrisberg   Ganglia cardiaca   Heinrich August Wrisberg 1739–1808 Gynaecologist and anatomist Göttingen
Wrisberg Ligament of Wrisberg   Ligamentum meniscofemorale posterius   Heinrich August Wrisberg 1739–1808 Gynaecologist and anatomist Göttingen
Wrisberg Nerve of Wrisberg   Nervus cutaneus brachii medialis   Heinrich August Wrisberg 1739–1808 Gynaecologist and anatomist Göttingen
Wrisberg Nerve of Wrisberg   Nervus intermedius nervi facialis   Heinrich August Wrisberg 1739–1808 Gynaecologist and anatomist Göttingen
Zeis Glands of Zeis Zeis-Drüsen Glandulae sebaceae ciliaris palpebrae   Eduard Zeis 1807–1868 Surgeon Marburg, Dresden
Zinn Anulus of Zinn Zinn-Sehnenring Anulus tendineus communis [orbitae]   Johann Gottfried Zinn 1727–1759 Botanist and anatomist Göttingen
Zinn Zinn's artery   Arteria centralis retinae   Johann Gottfried Zinn 1727–1759 Botanist and anatomist Göttingen
Zinn Zinn's zonule Zinn-Zone Zonula ciliaris [lentis]   Johann Gottfried Zinn 1727–1759 Botanist and anatomist Göttingen
Zuckerkandl Bodies of Zuckerkandl   Glomus paraaorticum abdominale Glomera aortica Emil Zuckerkandl 1849–1910 Anatomist Graz, Wien
Zuckerkandl Fascia of Zuckerkandl Zuckerkandl-Faszie Fascia renalis   Emil Zuckerkandl 1849–1910 Anatomist Graz, Wien

 

 

Mit Herz, Hand und Hirn

Beinahe hätte ich diese Skizze, in einem Seminar kurz an das Flipchart geworfen, einfach entsorgt. Aber dann fiel mir auf, dass sie ja die Verbindung der drei Grundideen unseres Studiengangs darstellt: Mit Herz, Hand und Hirn soll an der MHB studiert werden - frei nach einem Motto des Schweizer Pädagogen Pestalozzi (auch wenn dieser genau genommen von Herz, Hand und Kopf sprach).

Skizze Headsche Zone Herz

Die dargestellte Verbindung ist allerdings keine pädagogische, sondern eine anatomische Verbindung, die in der praktischen Medizin eine große Rolle spielt: Nervenfasern aus dem Herzen und aus dem Arm laufen beide ins Rückenmark (das in der Skizze rechts oben - sehr schematisch - dargestellt ist). Dort sind sie zum Teil so verschaltet, dass sie ihre Impulse auf dieselbe Zelle übertragen. Diese Zelle meldet den Impuls dann ans Gehirn weiter (der Pfeil nach oben).

Normalerweise wird diese Nervenbahn genutzt, um dem Gehirn Schmerzen im Arm zu vermitteln. Diese Verbindung wird aber auch aktiv, wenn Sauerstoffmangel im Herzmuskel herrscht. Durch die dargestellte spezielle Verschaltung nimmt das Gehirn diese Störung zum Teil als Schmerz im Arm wahr. Man nennt das "übertragenen Schmerz" - dieses Phänomen erklärt, warum es bei einem Herzinfarkt häufig im linken Arm wehtut.

Diese Nervenverknüpfungen sind angeboren - die Verbindungen zwischen Hand, Herz und Hirn in Pestalozzis Sinne können hingegen in einem Studium an der MHB erworben werden (und tun nicht weh).

A. Winkelmann

Arbeitsgruppe Geschichte der Medizin und Psychologie

Die AG bearbeitet an der MHB historische Fragestellungen innerhalb der Lebenswissenschaften, insbesondere mit Bezug zu Brandenburg, und ist Ansprechpartnerin für lokal- und wissenschaftshistorische Forschung an der MHB. Die AG ist am Institut für Anatomie verortet, da es an der MHB keine eigene Professur für Medizin- oder Wissenschaftsgeschichte gibt und ein Forschungsschwerpunkt des Institutsleiters Andreas Winkelmann die medizinhistorische Forschung betrifft. Der Institutsmitarbeiter Andreas Jüttemann ist speziell für diesen Bereich Geschichte der Medizin und Psychologie zuständig.

Aktuelle Publikationen zur Medizingeschichte Brandenburgs

Aktuelle Publikationen von MHB-Mitgliedern zur Medizingeschichte Brandenburgs

  • Von Böger, A.; Hartmann, W.; Koch, S.; Mollitor, M.; Nixdorf, B.; Scholz, M. und Strohfeldt, G: (2021): Christian Mentzel (1622-1701). Leibarzt des Großen Kurfürsten, Botaniker und Sinologe. Berlin: Ammian.
  • Jüttemann A. (2021): Die Lupusheilstätte Müncheberg. J Dtsch Dermatol Ges. Jul;19(7):1124-1126. doi: 10.1111/ddg.14569_g. PMID: 34288463.
  • Jüttemann, A. (2021): Hohenlychen. Von der Lungenheilstätte zur Parkresidenz am Zenssee. Brandenburgisches Ärzteblatt; 4: 26-29.
  • Jüttemann, A. (2021): Atomenergie in Brandenburg: Das Kernkraftwerk Rheinsberg in medizinhistorischer Sicht. Brandenburgisches Ärzteblatt; 3: 32-35.
  • Jüttemann, A. (2020): Das Siechenheim Eilanghof bei Reppen (Rzepin). Brandenburgisches Ärzteblatt; 7-8: 43-46.
  • Jüttemann, A. (2020): 125 Jahre vor SARS-CoV-2 – Die Anfänge der Lungenkur im Flachland. Brandenburgisches Ärzteblatt; 6: 28-31.
Lebenslauf A. Jüttemann

Berufliche Stationen

  • 2016 - 2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Charité Berlin.
  • 2016 - 2017 und seit 2020: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Arbeitslehre und Berufliche Bildung, TU Berlin.
  • 2019: Visiting Fellow am Institute for Advanced Studies, Princeton (USA).
  • 2017: Lehrstuhlvertretung, Differentielle Psychologie, PFH Göttingen.
  • 2015: Erasmus-Dozentenmobilität, Historii I Filozofii Nauk Medycznych, Medizinische Hochschule Posen (PL).
  • 2013 - 2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Halle-Wittenberg.    
  • 2012 - 2015: Kursleiter im Promotionskolleg Charité Berlin (am Institut für Radiologie).
  • 2011 - 2012: Redakteur bei visitBerlin Tourismus und Marketing sowie Geschäftsführer eines Stadtführungsunternehmens.

Ausbildung

  • 2021: Habilitation (für Wissenschafts- und Technikgeschichte, TU Berlin)
  • 2017: M.Sc.
  • 2015 - 2017: Studium II: Urbanistik (Bauhaus-Uni Weimar)
  • 2013 - 2015: Dr. rer. medic. (Charité Berlin)
  • 2011: Diplom
  • 2004 - 2011: Studium I: Psychologie (FU Berlin und Bremen)

Mitgliedschaften und Funktionen

  • Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg
  • Deutsche Gesellschaft für Krankenhausgeschichte
  • Deutsch-Polnische Gesellschaft für Geschichte der Medizin
  • Berliner Gesellschaft für Geschichte der Medizin
  • Gesellschaft für die Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik
  • Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung
  • Förderverein Wilhelm-Wundt-Haus Großbothen (Vorstand)

Preise, Stipendien und Ehrungen

  • 2021: Wissenschaftspreis des Vereins für die Geschichte Berlins (1. Platz)
  • 2019: PostDoc-Stipendiat der Fritz-Thyssen-Stiftung
  • 2018: Nachwuchs-Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Krankenhausgeschichte (zusammen mit Studierenden an der Charité Berlin)
  • 2018: PostDoc-Stipendiat der Nachwuchskommission der Charité
  • 2016: PostDoc-Stipendiat der Klassik-Stiftung Weimar
  • 2012: Preis der Gesellschaft für medizinische Ausbildung (GMA) für studentische Lehre im Promotionskolleg an der Charité Berlin (gemeinsam mit anderen Tutor*innen des Kollegs)

Wissenschaftliches Profil

Unterrichts- und Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Ethik in Medizin und Psychologie, Wissenschafts-, Technik- und Stadtgeschichte, v.a. der Region Berlin-Brandenburg, Infrastrukturen (vor allem Krankenhausbau, Verkehrswesen, Erziehungswesen), Psychologie (Differentielle Psychologie, Kulturpsychologie) und Deutsch-polnische Geschichte.

Publikationen A. Jüttemann

Neueste Publikationen

  • Jüttemann, A. (2022): Das Klinikum Benjamin Franklin als Politikum. Die Verwirklichung einer (vermeintlich) US-amerikanischen Krankenhauskultur im Kontext der Studentenbewegung (1957–1974). Berlin: Vergangenheitsverlag.
  • Jüttemann, A. (2022): The West German educational reactor SUR-100 and its diplomatically intended export to Latin America. Journal of Energy History / Revue d’Histoire de l’Énergie [Online], n°7.
  • Jüttemann, A. (2021): Das preußische Lepraheim in Memel (Klaipeda), 1899-1944. Die Klapper; 29: 18-23.
  • Jüttemann, A. (2021): Klinikbehandlung nur nach Fährpassage: Priwall-Krankenhaus. Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt; 12: 24-26.
  • Jüttemann, A. (2021): How Louisiana Architecture Became a Political Issue in a German Hospital Project. Louisiana history; 62(3): 325-360.
  • Jüttemann, A. (2021): Denkmalschutz für die ehemalige Abhörstation auf dem Berliner Teufelsberg – und nun? Mitteilungsblatt der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg; 122(3): 106-111.
  • Jüttemann, A. (2021): Campus Virchow-Klinikum. Vom städtischen Rudolf-Virchow- Krankenhaus zum Universitätsklinikum der Charité. Hefte zur Geschichte der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Band 9. Berlin: be.bra Wissenschaft.
  • Jüttemann, A. (2021): Für Amerikaner in Paris. Das US-amerikanische Krankenhaus in Neuilly-sur-Seine. Das Krankenhaus; 8: 712-715.
  • Jüttemann, A. (2021): Zur Beziehungsgeschichte von Stettin und Berlin. Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte; 2: 22-31.
  • Jüttemann, A. (2021): Zur Geschichte der Höhensanatorien in „Deutsch-Ostafrika“. Flug u Reisemed; 28: 133–136.
  • Jüttemann, A. (2021): 150 Jahre Seehospize für skrofulöse und rachitische Kinder. Monatsschr Kinderheilkd., Mai (OnlineFirst).
  • Jüttemann, A. & Schlecht M. (Hrsg.) (2021): Kernkraftwerk Rheinsberg. Geschichte und Zukunft einer Technik. Berlin: Orte der Geschichte.
  • Jüttemann, A. (2021): Orte der Forschung und Industriekultur in Steglitz-Zehlendorf. Berlin: Orte der Geschichte.
  • Jüttemann A and Wirth M (2021): Live and Let Die: What We Learned From US Healthcare and What Seems to Be Valid in the COVID-19 Pandemic. Front. Med. 8:633222.
  • Jüttemann, A. (2021): Hohenlychen. Von der Lungenheilstätte zur Parkresidenz am Zenssee. Brandenburgisches Ärzteblatt; 4: 26-29.
  • Jüttemann, A. (2021): Atomenergie in Brandenburg: Das Kernkraftwerk Rheinsberg in medizinhistorischer Sicht. Brandenburgisches Ärzteblatt; 3: 32-35.
  • Jüttemann, A. (2021): 40 Jahre AIDS: Die Geschichte einer Krankheit. Aktuelle Dermatologie 2021; 47(01/02): 49 – 54. DOI: 10.1055/a-1320-3789.
  • Jüttemann, A. (2021): Eine kleine Medizingeschichte der Inseln Neumecklenburg und Neupommern in der Südsee 1884-1914. Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern; 31(2): 73-76.
  • Jüttemann, A. (2021): Auf dem Weg zum Schwangerschaftstest. Das Laboratorium der II. Gynäkologischen Universitätsklinik unter Selmar Aschheim und Bernhard Zondek. Berlin: be.bra Wissenschaft.
  • Jüttemann, A. (2021): Berlin (West) – eine unwirtliche Stadt? Stadtautobahnen und Großsiedlungen in der Kritik (1954–1982). Berlin: vbb.
  • Jüttemann, A. (2020): Dolores L.: Augustine Taking on Technocracy. Nuclear Power in Germany, 1945 to the Present (Rezension). Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 107 (4): 517-518.
  • Jüttemann, A. & Malo, P. (2020): Flughafen Tegel. Vom Rakentestgelände zum Innovationscampus. Berlin: Orte der Geschichte.
  • Jüttemann, A. (2020) Die Geschichte des Leprosariums auf der Seychellen-Insel Curieuse. Die Klapper; 28: 11-14.
  • Jüttemann, A. (2020): Notizen zum Gedenken an den sächsischen Physiologen und Psychologen Wilhelm Wundt. Ärzteblatt Sachsen; 12: 36-37.
  • Jüttemann, A. (2020): Wegen Neurasthenie nach Sistiana. Österreichische Ärztezeitung; 23/24: 62-63.
  • Jüttemann, A. (2020): Das Berliner Wenckebach-Krankenhaus. Das Krankenhaus; 12: 1126-29.
  • Jüttemann, A. (2020): Der besondere (historische) Fall: Die Geschichte des Schlesischen Schlammfiebers. ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed; 55: 776–781.
  • Jüttemann, A. (2020): 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald. Ein nicht nur medizinhistorischer Rückblick. Bayerisches Ärzteblatt; 10: 492-494.
  • Jüttemann, A. & Strugała, N. (2020): Historical Sanatoriums in West Pomeranian Voivodeship 100 years ago. Part 1 – Sanatoriums for Tuberculosis, Scrofula and Rickets. Acta Medicorum Polonorum; 10: 5-13; doi.org/10.20883/amp.2020/1
  • Faupel, L. & Jüttemann, A. (2020): „Sta viator heroem calcas“ – Der sonderbare Gedenkstein für Graf Gustav von Waldersee im Düppeler Forst. Mitteilungsblatt der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg; 2: 75-83.
  • Jüttemann, A. (2020): Aus der Geschichte lernen: Die Berliner Lungenkliniken 1892-2007. Das Krankenhaus; 112(7): 587-594.
  • Jüttemann, A. (2020): Das Siechenheim Eilanghof bei Reppen (Rzepin). Brandenburgisches Ärzteblatt; 7-8: 43-46.
    Jüttemann, A. (2020): 125 Jahre vor SARS-CoV-2 – Die Anfänge der Lungenkur im Flachland. Brandenburgisches Ärzteblatt; 6: 28-31.
  • Faupel, L. & Jüttemann, A. (2020): Lange vor Corona: Was Mecklenburg mit der ersten deutschen Krankeneinrichtung in China zu tun hat. Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern; 6: 216-219.
  • Jüttemann, A. (2020): Zur Geschichte der Lungensanatorien in Bayern. Bayerisches Ärzteblatt; 5: 239-241.
  • Jüttemann, A. (2020): Ein Studierendenprojekt zum 50. Geburtstag des Berliner Klinikums Steglitz, 1968-2018. Historia Hospitalium, 31: 545-554.
  • Jüttemann, A. (2019): Zur Geschichte der Brandenburgischen Seehospize (Teil 2): Das Kindererholungsheim Kolberg an der pommerschen Ostseeküste. Brandenburgisches Ärzteblatt; 6: 22-24.
  • Jüttemann, A. (2019): Alles unter einem Dach. 50 Jahre: Vom Klinikum Steglitz zum Campus Benjamin Franklin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Berlin: Orte der Geschichte.
Ehemalige Lungenheilstätte Grabowsee (Oberhavel)

Ehemalige Lungenheilstätte Grabowsee (Oberhavel)

Andreas Jüttemann 2016/2022

Die Geschichte der Heilstätten für Lungentuberkulöse in Mitteleuropa beginnt im Jahre 1854. Der junge Arzt Hermann Brehmer richtet im schlesischen Dorf Görbersdorf (am Rande des Riesengebirges) eine provisorische Lungenheilanstalt in einem alten Landhaus ein, in der er das von ihm entwickelte Verfahren der „hygienisch-diätetischen“ Behandlung anwenden möchte. Brehmer sieht die Ursachen der Tuberkulose vor allem in einem zu kleinem Herzen und einer zu großen Lunge. Auslöser der Erkrankung waren für ihn schädliche Nahrungsmittel, unzureichend belüftete, dunkle Wohnungen und ein Mangel an Bewegung.  Das zu kleine Herzen könne nicht genügend Blut durch den Körper pumpen, behauptet er, sodass die Organe und insbesondere die Lunge unterversorgt blieben. Auf diese Weise lasse sich der schwache körperliche Zustand erklären, der gemeinhin als „Schwindsucht“ bezeichnet werde. Nur eine geeignete diätetische Kur an einem Ort, der gute klimatische Verhältnisse biete und in dem bisher noch keine Tuberkulose aufgetreten sei, könne zur Gesundung führen. Die „Immunität“ eines Ortes sei Voraussetzung dafür, Tuberkulöse heilen zu können. In Gebirgsregionen käme es aufgrund des vorherrschenden niedrigeren Luftdrucks nicht zur Ausbreitung der Tuberkulose. Auf den schwächeren Luftdruck müsse der Organismus mit gesteigerter Herzfrequenz reagieren und auf diese Weise werde die Lunge besser mit Blut versorgt. Die Tuberkulösen sollten sich hauptsächlich an der frischen Luft aufhalten und dem geschwächten Körper durch nahrhafte Speisen kräftigen.

Unter den Begriff „Heilstätte“ fallen spätestens seit 1900 mindestens zwei Arten von Anstalten für Lungenkranke. Die Einrichtungen lassen sich hinsichtlich ihrer Trägerschaft zwei Kategorien zuordnen: zum einen handelte es sich um Privatsanatorien für Selbstzahler und zum anderen um Volksheilstätten, die von gemeinnützigen Vereinen oder Landesversicherungsanstalten errichtet und betrieben wurden. Im Deutschen Reich trat 1889 eine erst umfassende Sozialgesetzgebung in Kraft, die die Gründung einer Alters- und  Invalidenversicherung festlegte. Neu entstehende Landesversicherungsanstalten (LVA) sollten vor allem deshalb Behandlungseinrichtungen für Tuberkulosekranke schaffen, um eine drohende Erwerbsunfähigkeit nach Möglichkeit zu verhindern. Aufgrund dieser Maßgabe geriet der Bau von Heilstätten nach dem Brehmerschen Prinzip zu einem Trend. Obwohl sich die langwierigen Kuraufenthalte in den zunächst zur Verfügung stehenden Privatsanatorien für die Versicherungen sehr kostspielig gestalteten, wurde der finanzielle Aufwand für viel geringer gehalten als die Inkaufnahme einer frühen Invalidität. Die LVA waren vor allem bestrebt, Versicherte aus der Arbeiterschicht in den Anstalten unterbringen. Wichtige Ergänzung war die Liegekur, die in speziellen Liegehallen durchgeführt wurden.

Im Jahre 1896 erhielt die Heilstättenbewegung einen weiteren Aufschwung, nachdem der „Volksheilstättenverein vom Roten Kreuz“ am brandenburgischen Grabowsee (heute Landkreis Oberhavel)  - zunächst versuchsweise – die erste Tuberkuloseheilstätte im Flachland eröffnete und damit eine neue Entwicklung eingeleitet hatten und festgestellt wurde, dass in den brandenburgischen Wäldern dieselben Behandlungserfolge erzielt werden konnten wie in den Mittelgebirgen. Die Anlage lag inmitten eines Kiefernwaldes nördlich von Oranienburg und bestand aus mehreren Pavillons, einem Wirtschaftsgebäude mit Küche und Speisesaal, einem Maschinenhaus, einem Waschhaus mit Desinfektionsanstalt, einer Kirche, einer Chefarztvilla und Liegehallen.

Das am 13. Juli 1899 erlassene Invalidenversicherungsgesetz regelte die Übernahme der vollen Behandlungskosten als vorbeugende Maßnahme zur Vermeidung einer möglichen Invalidität durch Tuberkulose. Die Landesversicherungsanstalten (LVA) übernahmen die meisten Häuser und es wurden viele neue Einrichtungen gebaut. Von 1899 bis 1908 stieg die Zahl der Volksheilstätten im gesamten Reichsgebiet von 33 auf 99. Als Höhepunkt der LVA-finanzierten Bautätigkeit in Preußen kann die Einrichtung der 1902 eröffneten Beelitzer Heilstätten (heute Landkreis Potsdam-Mittelmark) angesehen werden. Der Kostenaufwand für diese besonders große und nach ihrer Ausstattung auch mustergültig anzusehenden Anstalt überstieg alle vergleichbare Projekte um ein Mehrfaches.

 

Bereits in der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg verzichtete die LVA Brandenburg auf den Bau neuer Heilstätten und setzten verstärkt auf das Programm, sog. Fürsorgestellen einzurichten. Deren prophylaktische Funktion bestand vor allem darin, die Bevölkerung über die Gefahren der Tuberkulose aufzuklären und Schutzmaßnahmen anzuraten.  Außerdem ging man dazu über, Heilstätten zu Fachkrankenhäusern für Tuberkulose umzubauen, um auch schwerer erkrankte Personen aufnehmen zu können. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren dank der Antibiotika lange Heilstättenaufenthalte sind nicht mehr nötig. Anstalten, die zur sowjetischen Besatzungszone gehörten, wurden oft von der Rote Armee genutzt. Grabowsee war bis 1995 ein sowjetisches Militärlazarett. Nach der Wende fand man keine Neunutzung.

Die Gebäude sind seitdem ungenutzt und verfallen. Der Verein "KidsGlobe" versucht seit über zehn Jahren, die Anlage als pädagogische Einrichtung wieder herzurichten. Der Pächter Bernhard Hanke öffnet (Stand 2022) die ehemalige Heilstätte Grabowsee regelmäßig für medizinhistorisch interessierte Besucher*innen (DO/FR 12-17 Uhr und SA/SO, 10-17 Uhr); aber nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 0175 / 24 25 27 5. Als Eintritt (ohne Fotogenehmigung) erhebt er 10 EUR. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Eine Taschenlampe ist vorteilhaft. Das Gelände ist nicht barrierefrei.

Bilder: Sammlung A. Jüttemann

Forschungsprojekt Wohnhaus Wilhelm Wundt

Forschungsprojekt zur Entwicklung von Nutzungsideen für das letzte Wohnhaus des berühmten Psychologen und Physiologen Wilhelm Wundt

Wilhelm Wundt (1832-1920) ist ein namhafter und weltweiter Bedeutung und gilt als die wichtigste Gründerpersönlichkeit der akademischen Psychologie. Besonders gewürdigt werden in diesem Zusammenhang Wundts Pionierleistungen auf dem Gebiet der Physiologie und der experimentellen Psychologie. Er eröffnete 1879 in Leipzig das erste Laboratorium für Experimentelle Psychologie. Weniger bekannt ist, dass er auch der Initiator für die Entstehung einer kulturgeschichtlich orientierten Entwicklungspsychologie war, für die er den heute nicht mehr gebräuchlichen Begriff "Volkspsychologie" einführte.  Die Häuser, in denen Wundt in Leipzig lebte, wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Sein letztes Domizil in Großbothen bei Grimma blieb erhalten. Dort lebte auch Wilhelm Ostwald (1853-1932), Nobelpreisträger für Chemie und ein enger Freund Wundts. Wundts Wohnhaus in Großbothen wurde um 1903/04 "gut proportioniert im italienischen Stil" errichtet.  Während der DDR-Zeit konnte der Erhalt des Hauses gesichert werden und eine kleine Gedenktafel angebracht werden. Seit der politischen Wende ist das in Privatbesitz befindliche Gebäude unbewohnt und zunehmend dem Verfall preisgegeben. Im November 2017 gelang es einer Denkmalpflegerin, die Immobilie zu erwerben. 2019 bewilligten der Bund und der Freistaat Sachsen  500.000 Euro für die Sanierung des Hauses. Die Restaurierungsarbeiten beginnen im Frühjahr 2022.

Parallel zu den Verhandlungen über den Ankauf des Hauses wurde im Sommer 2016 der "Förderverein Wilhelm-Wundt-Haus Großbothen" auf Schloss Altranstädt gegründet. Dieser setzt sich aus Wissenschaftlern und Denkmalpflegern, Planern, Kommunalpolitikern und Anwohnern zusammen, die durch ihre Anwesenheit das öffentliche Interesse am Erhalt des Hauses für den Ort, die Region und für die Wundt-Forschung zum Ausdruck bringen.

Trotz der zwischenzeitlich erfolgten baulichen Rettung ist die ‚inhaltliche Nutzung‘ des denkmalgeschützten Gebäudes in der brandenburgisch-sächsischen Grenzregion bislang noch ungeklärt: Eine Verwendungsmöglichkeit ist, das Haus für spezielle, auf Wundt oder die Physiologie- und Psychologiegeschichte Ostdeutschlands bezogene Forschungszwecke zu nutzen. Auch über die Schaffung einer lokalen Schnittstelle zu wissenschaftlichen Einrichtungen im Sinne des ‚citizen science approach‘ für Bürger*innen in Nordsachsen und Südbrandenburg wird nachgedacht. Ein tragfähiges wissenschaftliches Konzept wird derzeit von der AG Geschichte der Medizin und Psychologie erarbeitet. Es soll die Frage der Nachnutzung geklärt und mögliche langfristige Finanzierungskonzepte entwickelt werden. Darüber hinaus sind außerdem eine Tagung und ein Ausstellungsprojekt mit MHB-Studierenden zur Geschichte der Physiologie und der Psychologie geplant.

Spenden für dieses Forschungsprojekt können auf das folgende Konto überwiesen werden:

Medizinische Hochschule Brandenburg Spendenkonto
Sparkasse Ostprignitz-Ruppin
IBAN: DE44 1605 0202 1001 0390 80
BIC: WELADED1OPR
Bitte geben Sie als Überweisungszweck das Stichwort “Wilhelm Wundt Haus“ an.

Da die MHB gemeinnützig ist, kann auf Wunsch (ab 200 EUR) eine Spendenquittung ausgestellt werden (bitte geben Sie dazu in der Überweisung Ihre Adresse an).

Weitere Informationen zum Projekt sowie eine virtuelle 360-Grad-Ansicht des Hauses finden Sie hier: www.wilhelm-wundt-haus.de

Anfragen an andreas.juettemann@mhb-fontane.de

Forschungsprojekt Anstaltsfriedhof Treskow

Forschungsprojekt zum ehemaligen Anstaltsfriedhof Treskow

Im Frühjahr 2021 entstand die Idee, ob es nicht wünschenswert sei, sich innerhalb eines Forschungsprojekts dem ehemaligen Anstaltsfriedhof Treskow anzunehmen, dessen Geschichte unter dem malerisch wuchernden Efeu in Vergessenheit zu geraten droht. Neben dem Vorhaben unseres Instituts, im Rahmen eines Studierendenprojekts die Geschichte des Friedhofs und der in den Jahren 1933 - 1945 (bzw. kurz danach) bestatteten Patient*innen weiter aufzuarbeiten, geht es auch darum, über ein angemessenes Gedenken nachzudenken und, auf den Ergebnissen aufbauend, für die Zukunft einen entsprechenden Gedenkort zu planen. Eine Gruppe von Interessierten hat sich im Dezember 2021 ein erstes Mal getroffen.

 

Bisherige Ideen sind:

  • Errichtung einer Gedenktafel
  • Langfristige Sicherung des Portals
  • kein Eingriff in Biotop „Friedhof“, keine Wiederherstellung der Wegstruktur
  • Wegsicherungs- und Müllsammelarbeiten
  • Sicherung des jüdischen Friedhofsteils durch das Land
  • Wissenschaftliche(s) Projekt(e) mit Studierenden und Doktoranden zur Aufarbeitung
  • Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für „Nachfahren“ und Interessierte


Sollten Sie Interesse haben, an einem gemeinsamen Vorhaben zur historischen Aufarbeitung und ggfs. weiterführender Maßnahmen in irgendeiner Form mitzuwirken, oder sollten Sie Fragen oder Informationen haben, würden wir uns freuen, wenn Sie bei uns melden.

Email: andreas.juettemann@mhb-fontane.de

Historisches Tobhaus Eberswalde

Historisches Tobhaus Eberswalde

Das historische Tobhaus befindet sich innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles des Martin-Gropius-Krankenhauses in Eberswalde. Die ehemalige Provinzial-Irrenheil- und Pflegeanstalt zu Neustadt-Eberswalde wurde in den Jahren von 1862 bis 1865 von Martin Gropius (1824-1880) erbaut. Es war damals die Nachfolgerin der im Jahre 1801 errichteten "Kurmärkischen Irrenanstalt" in Neuruppin, deren Gebäude in der Schifferstraße, also innerhalb der Stadtmauern, zu eng geworden war. Das Krankenhaus wurde zu einer Zeit gebaut, als in der Psychiatrie-Fachwelt in Deutschland die Diskussion um Formen der Therapie ohne mechanische Zwangsbehandlung in vollem Gange war. Gropius und seine medizinischen Berater entschieden sich für den Bau von zwei Isolierhäusern, den sogenannten Tobhäusern, eines für Frauen und eines für Männer – für die damalige Zeit ein Fortschritt, weil die Insassen nicht angekettet werden mussten.

Die gesamte ursprüngliche „Landesirrenanstalt“ wurde nach Abzug der sowjetischen Garnison, die dort nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände ein somatisches Krankenhaus betrieb, aufwendig restauriert und 2002 als „Martin-Gropius-Krankenhaus“ wieder als psychiatrische und neurologische Klinik in Betrieb genommen. Ausgenommen von der Restaurierung blieb das Tobhaus für Männer, das von der wechselvollen Geschichte kaum berührt wurde. So findet man es heute fast im Originalzustand von 1865.

Der Architekt Martin Gropius hatte sich auch um die Isolierhäuser viele Gedanken gemacht und sie mit einigen, damals sehr neuen, technischen Raffinessen ausgestattet, die zum Teil heute noch sichtbar sind. Zudem vermittelt die unveränderte Zellenstruktur ein Gefühl von der Atmosphäre einer psychiatrischen Anstalt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der es noch keinerlei Medikamente zur Behandlung und Beruhigung unruhiger, z.T „tobender Patienten“ gab.

Dass das Haus in einem so ursprünglichen Zustand erhalten ist, macht es zu einem bau- und psychiatriegschichtlich einzigartigen Bauwerk in Deutschland. Der Verein „Historisches Tobhaus Eberswalde e.V.“ gründete sich im November 2021 mit dem Ziel, das Gebäude zu erhalten, zu sanieren und nutzbar zu machen. Wir wollen das gern soweit möglich unterstützen. Kontakt über Dr. Andreas Jüttemann (andreas.juettemann@mhb-fontane.de) oder über die Vereinsvorsitzende, Frau Christine Keller (ckeller@telta.de) in Eberswalde.

Fotos: Andreas Jüttemann

Eine Pandemie mit 1600 Toten in Neuruppin?

Eine Pandemie mit 1600 Toten in Neuruppin?

Ein kurzer historischer Text zu Pest und Corona in Neuruppin. Hier auch als PDF (5 Seiten).

andreas.winkelmann@mhb-fontane.de 2/2022

In seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschreibt Theodor Fontane auch die Verheerungen, die der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) für das Ruppiner Land brachte. Verschiedenste Armeen zogen immer wieder plündernd durch das Land oder wurden in die Stadt einquartiert, und immer wieder wütete die Pest. Am Ende eines solchen Armeedurchzugs hätten sich, so zitiert Fontane einen Zeitzeugen, ausgehungerte Ruppiner auf dem Marktplatz sogar "um eine tote Katze gezankt".1

Für das Pestjahr 1631 gibt Fontane hier eine bemerkenswerte Zahl an: allein in Neuruppin seien damals 1.600 Menschen an der Pest gestorben. Es ist nicht ganz einfach herauszufinden, wie viele Einwohner die Stadt damals überhaupt hatte. Um 1611 sollen es etwa 3.500 gewesen sein.2 Da die Zahl in den ersten Kriegsjahren wohl nicht wesentlich gewachsen, eher noch geschrumpft ist, bedeutet das also, dass beim Pestausbruch 1631 etwa die Hälfte der Neuruppiner starb! Dazu passt Fontanes Angabe, vor dem nächsten Pestjahr 1638 habe "Ruppin vielleicht kein Drittel seiner Einwohner mehr gehabt", wovon dann nochmals 600 Menschen starben. 1642 lebten jedenfalls nur noch 600 Einwohner in der Stadt.3

Woher hatte Fontane die Zahl 1.600? Er zitiert bei seinen Pestbeschreibungen unter anderem aus den Kirchenbüchern des Dorfes Gottberg oder den Aufzeichnungen eines Predigers Schinkel aus Barsikow, eines entfernten Verwandten des berühmten Schinkel. Die Zahl 1.600 stammt aber aus der Feldmann-Chronik, einer Sammlung von Abschriften historischer Quellen zur Geschichte Neuruppins, die der Arzt Bernhard Feldmann (1704-1775) in den 1750er Jahren anfertigte.4 Seine Abschriften sind eine der wenigen Geschichtsquellen, die den Stadtbrand von 1787 überlebten, weil sie zur Zeit des Feuers in Berlin lagerten – die Originale sind alle verbrannt.

Die Zahl 1.600 findet sich dort in der von Feldmann notierten Lebensgeschichte des Jeremias Ludewig (1618-1706), Prediger in Bantzendorf (heute Banzendorf, ein Stadtteil von Lindow). Er stammte aus einer Neuruppiner Tuchmacherfamilie und war, als 1631 die Pest ausbrach, 12 Jahre alt und Schüler auf der Lateinschule, dem Vorläufer des Alten Gymnasiums. Während die Schule "aufgehoben" wurde und alle Schüler und Lehrer vor der Pest flohen, musste Jeremias in der Stadt bleiben, um zu helfen, die Verstorbenen "zu Grabe (zu) singen". Das übliche Totenritual wurde also weiter befolgt, es heißt aber, es seien auch viele "heimlich" bestattet worden. Jeremias habe jedenfalls bei über 800 Bestattungen mitgeholfen. In der Chronik folgt dann der Satz: "Über 1600 in einem Jahr draufgegangen und doch erhielt ihn Gott." Später konnte Jeremias Ludewig Theologie studieren und wurde 1643 Prediger in Bantzendorf, wo er nach fast 88 Lebensjahren starb.5

Es ist nicht leicht, sich vorzustellen, wie die Neuruppiner damals die Pest erlebten, ohne das mit heutigen Augen zu sehen. Wir wissen heute, dass die Pest eine hoch-ansteckende bakterielle Infektionskrankheit ist, die durch Flöhe von Ratten auf Menschen übertragen wird und sich dann über direkten Kontakt oder per Tröpfcheninfektion unter Menschen weiter verbreitet. Bei der "Beulenpest" kommt es zu plötzlichem Fieber und Schüttelfrost, die Lymphknoten vor allem in der Leiste schwellen an, können aufplatzen und infektiösen Eiter freisetzen. Bei der "Lungenpest" kommt es zu einer rasanten tödlichen Lungenentzündung mit Schaum- und Bluthusten.6 Welche dieser Formen damals in Neuruppin überwog, ist nicht überliefert.

Die Vorstellung, dass es kleine Krankheitserreger ("Mikroben") gebe, die den Menschen befallen und von einem zum anderen wandern, ist allerdings erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden und hat sich auch dann nur zögerlich durchgesetzt. Der Erreger der Pest wurde 1894 von Alexandre Yersin in Hongkong entdeckt und heißt zu seinen Ehren heute Yersinia pestis. Dass solche Erreger nach der Ansteckung eine Zeit lang brauchen, ehe die Krankheit beim Angesteckten ausbricht (die "Inkubationszeit", bei der Pest maximal eine Woche), war also 1631 auch nicht bekannt. Dadurch war es schwer, die genauen Verbreitungswege zu verstehen. Die Krankheit wurde daher als etwas wahrgenommen, das "von Haus zu Haus" ging, das unversehens über ganze Orte herfiel, und vor dem man sich nur durch Flucht schützen konnte – wie damals in Neuruppin die meisten Schüler und Lehrer der Lateinschule. Die Ursache wurde häufig in schlechter Luft gesucht, den "Miasmen", und der üble Geruch, der von Kranken oder Toten mit unschönen, eitrig zerfallenden Geschwüren ausging, wurde angeschuldigt, die Krankheit zu verbreiten. Schnell wurde die Pest als Strafe Gottes für begangene Sünden angesehen und man betete zu den Heiligen Sebastian und Rochus um Beistand (falls der Protestantismus den Neuruppinern nicht inzwischen die Heiligenverehrung abgewöhnt hatte).

 

Meriankarte Neuruppin 1652

Ansicht Neuruppins von 1652, also kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die große Kirche in der Mitte ist die 1787 abgebrannte Marienkirche (Standort der jetzigen Kulturkirche). Links daneben das Türmchen der Siechenhauskapelle, weiter links dann die Klosterkirche, die erst 1907 die heutigen großen Türme bekam. St. Georg ganz rechts liegt außerhalb der Stadtmauer.

 

Kann man die damalige Seuche überhaupt sinnvoll mit der heutigen Pandemie vergleichen? Zunächst einmal gibt es natürlich in den äußeren Umständen sehr große Unterschiede. Das letzte Mal wurde Neuruppin vor über 76 Jahren von einer fremden Armee besetzt, fast kein heutiger Neuruppiner kennt Krieg oder Hunger aus eigenem Erleben. Wir haben außerdem recht stabile politische Verhältnisse und einen völlig anderen Lebensstandard als 1631. Das wirkt sich natürlich auf die Verbreitung von Krankheiten aus.

Aber es gibt durchaus einige Gemeinsamkeiten der beiden Erkrankungen, auch wenn die eine durch Bakterien, die andere durch Viren ausgelöst wird. So beträgt die durchschnittliche Inkubationszeit, die Zeit von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, bei beiden um die fünf bis sechs Tage. Auch heute macht diese Zeit es bei Corona schwierig, die Ansteckungsketten immer gut nachzuvollziehen. Wir haben inzwischen aber Möglichkeiten, den Erreger auch unabhängig von Symptomen nachzuweisen – das war 1631 schlicht undenkbar, da man ja von keinen Mikroben wusste. Auch die Ausbreitungswege sind ähnlich, beide Krankheiten werden durch Tröpfchen in der Atemluft weitergegeben, wenn der Abstand nicht zu groß ist. Bei der Pest kam der direkte Kontakt hinzu, die "Schmierinfektion", die bei Corona auch möglich ist, aber keine so große Rolle spielt. Und schließlich liegt auch die "Basisreproduktionszahl" bei beiden Krankheiten ungefähr um die 3 (mit Schwankungen je nach Schätzung)7 – das heißt, in der ungeschützten Bevölkerung wird die Infektion, wenn keine effektiven Gegenmaßnahmen ergriffen werden, von einem Infizierten im Durchschnitt an jeweils drei andere weitergegeben. Das erklärt die schnelle Ausbreitung in der Bevölkerung. Corona ist übrigens insofern tückischer, als auch Symptomlose den Erreger übertragen können, während die Pest praktisch nur von Kranken weitergegeben wurde.

Es gibt aber natürlich auch große Unterschiede zwischen Pest und Corona. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Erkrankungen selbst ist die unterschiedliche Letalität, also das Risiko, an der Krankheit zu sterben. Eine Erkrankung an Lungenpest war 1631 ein sicheres Todesurteil, während die Beulenpest wohl in mindestens 50% der Fälle tödlich war (wenn heute gelegentlich noch Pestfälle auftreten, sterben mit Antibiotikatherapie weniger als 5% an Beulenpest, etwa 10% an Lungenpest). Für Corona ist es schwierig abzuschätzen, wie tödlich die Krankheit ohne jede Maßnahme, also unbehandelt, wäre. Die Prozentzahlen hängen auch davon ab, ob man sie auf alle Infizierten oder nur die Erkrankten bezieht. In Deutschland sind (Stand 10.2.2022) über 120.000 Menschen verstorben bei 11,9 Mio. gemeldeten Fällen von nachgewiesener Infektion, das macht einen Anteil von 1,0%.8 In Ländern mit weniger effizienten Gesundheitssystemen liegt diese Zahl höher, in den derzeitigen Statistiken ist die Zahl am höchsten für Peru mit 6,1%. All solche Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, aber selbst wenn man davon ausgeht, dass eine Corona-Infektion unbehandelt in bis zu 10% der Fälle zum Tode führen könnte, ist die Krankheit immer noch deutlich weniger tödlich als die Pest.

Große Unterschiede betreffen außerdem die mögliche Behandlung. Auch wenn es bisher kein durchschlagendes Medikament gibt, das eine Corona-Erkrankung kuriert, hat die heutige Medizin und Pflege doch diverse Möglichkeiten, Erkrankte zu unterstützen, von simplen fiebersenkenden Mitteln bis hin zur intensivmedizinischen Behandlung mit zeitweiliger künstlicher Beatmung bei Lungenversagen – selbst in einer kleinen Stadt wie Neuruppin, und mit allen Möglichkeiten, kritisch Kranke bei Bedarf auch schnell an andere Orte zu transportieren. Das alles war 1631 anders. Die wenigen Ärzte hatten kaum Hilfe anzubieten und ein Krankenhaus im heutigen Sinne, als Ort der Behandlung von Krankheiten, gab es nicht – von einer medizinischen Hochschule ganz zu schweigen. Es gab zwar seit dem 14. Jahrhundert das St. Georgs-Hospital mit der noch erhaltenen Kapelle (das übrigens vor den Stadtmauern gebaut worden war, um vor einer anderen Seuche zu schützen, der Lepra – hier sollten die "Aussätzigen" außerhalb der Stadt untergebracht werden), und seit 1491 das Siechenhaus, ebenfalls mit Kapelle.9 Diese "Hospitäler" waren aber eher Alten- bzw. Pflegeheime, oft auch Armenhäuser oder Herbergen für Pilger (das lateinische Wort Hospital kommt von "Gastfreundschaft"). Hier wurden Menschen versorgt und betreut, aber nicht im heutigen Sinne gepflegt und behandelt.  In Neuruppin hat sich diese Fürsorge-Tradition am Ort des St. Georgs-Hospitals tatsächlich bis heute erhalten, und auch das ehemalige Siechenhaus ist immerhin heute ein Hotel.

 

Georgskapelle - Foto A. Winkelmann
Hospital St. Georg und die Georgskapelle heute.10

 

Die Versuche des 17. Jahrhunderts, sich gegen eine Seuche zu wehren, sind kaum mit den heutigen Schutzmaßnahmen vergleichbar. Da wir die Übertragungswege gut kennen, können wir mit Abstandsregeln, einfachen hygienischen Maßnahmen und Masken die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Erregers tatsächlich reduzieren. Der Hygiene-Standard ist im Vergleich zu 1631 ein ganz anderer, weshalb die Chance, dass Ratten und Flöhe heute in Neuruppin die Pest verbreiten könnten, auch deutlich geringer ist. Es war zwar nicht ganz falsch, im "Pesthauch", also in der schlechten (Atem‑)Luft, eine Gefahr zu sehen, aber der Versuch, sich dagegen mit duftenden und wohlriechenden Substanzen zu wehren, schlug fehl. Und solange man keine Vorstellung von übertragenden Mikroben in der Atemluft hatte, war die Konstruktion effizienter Masken auch Glückssache.11 Hinzu kam, dass keine effiziente Maske die Infektion über Flöhe und über direkten Kontakt verhindert hätte, die bei der Pest so wichtig waren. Es blieb also als einzige wirksame Schutzmaßnahme die "maximale soziale Distanz", die Flucht aus den betroffenen Städten. In der Feldmann-Chronik wird auch aus einem Ratsprotokoll von 1671 zitiert, dass der von der Stadt Neuruppin angestellte Arzt, ein Dr. Fridericus Helwig, zugesagt habe, "daß er bei allen ansteckenden Krankheiten als Pestilentz allemal bei der Stadt festhalten wolle"12 – es war also nicht selbstverständlich, dass ein Arzt bei einem Pestausbruch in der Stadt blieb, sondern musste im Protokoll festgehalten werden.

Und schließlich gab es 1631 natürlich noch keine Impfung. Zwar gab es schon im 18. Jahrhundert erste Erfolge mit der Übertragung von Kuhpocken, die gegen die menschlichen Pocken schützte,13 aber die moderne Impfstoffentwicklung begann erst Ende des 19. Jahrhunderts. Ihr größter Erfolg war die Ausrottung der Pocken 1974 durch eine weltweite Impfkampagne. Aber nicht für jeden Erreger konnten überzeugende Impfungen entwickelt werden. Heute verfügbare Impfstoffe gegen die Pest verleihen zum Beispiel nur eine relativ kurze Immunität und sind nicht so effizient wie die Immunität nach überstandener Erkrankung. Der genannte Jeremias Ludewig hatte 1631 vermutlich durch eine unbemerkte, still verlaufene Infektion eine solche Immunität erworben, so dass selbst 800 Bestattungen von hochinfektiösen Verstorbenen ihm nichts anhaben konnten. Dass wir uns noch während des Auftretens einer Pandemie durch Impfstoffe schützen können, die in modernen Laboren in Rekordzeit entwickelt wurden und noch dazu offenbar erstaunlich sicher sind, ist in der Geschichte einmalig, das hat es bisher noch nicht gegeben.

Da das Corona-Virus deutlich weniger tödlich ist als der Pest-Erreger, und da wir zusätzlich über deutlich bessere Gegenmaßnahmen verfügen, sind in Neuruppin seit Anfang 2020 auch "nur" etwa 60 Menschen an Corona gestorben.14 Das ist natürlich sehr wenig im Vergleich zu den 1.600 Toten des Jahres 1631. Wenn man bedenkt, dass im statistischen Durchschnitt derzeit in Neuruppin etwa 350 Menschen pro Jahr sterben, ist das für eine einzelne Krankheit trotzdem noch sehr viel. Wie viele es ohne Abstand, Masken und Impfung gewesen wären, darüber kann man viel spekulieren. Wir sind aber zum Glück in jeder Hinsicht weit von den Zuständen von 1631 entfernt. Wieviel davon man den anderen Zeiten, der Tödlichkeit der Pest oder unseren effizienten Gegenmaßnahmen zuschreibt, ist eine Sache des Standpunkts – wie wir die Geschichte interpretieren, gibt die Geschichte nicht vor.

 

 

Anmerkungen

[1] Fontane, Theodor: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Die Grafschaft Ruppin, Berlin 1862. Kapitel Gottberg. (Alle folgenden Fontane-Zitate stammen aus diesem Abschnitt.)

[2] Schröter, S., Kaak, H., 2019. "Ruppin hält sich noch" - Der Dreißigjährige Krieg im Ruppiner Land, in: Landkreis OPR (Ed.), Ostprignitz-Ruppin - Jahrbuch 2019. CULTURCON medien, Neuruppin, S. 84-91, hier S. 85.

[3] Schröter & Kaak, hier S. 86.

[4] Das Original ist im Besitz des Museums Neuruppin. Auf diesem Plakat des Museums ist eine Seite dieser Abschriften abgebildet.

[5] Im Original der Feldmann-Chronik auf S. 322 (Feldmann, Bernhard: Miscellanea historica der Stadt Neu Ruppin. Hg. Ulrich Kriele. Karwe: Ed. Rieger 2003, S. 89ff.).

[6] Informationen zur Pest: RKI-Ratgeber Pest des Robert-Koch-Instituts.

[7] Für Covid-19 siehe Billah et al., Plos One 2020; für die Pest siehe: Nishiura et al., J Epid Comm Health 2006.

[8] Stand 10.2.2022, https://ourworldindata.org/covid-cases

[9] außerdem St. Spiritus am Altruppiner (=Rheinsberger) Tor, das 1699 abbrannte, später aber als Nachfolger noch ein Altersheim am heutigen Brasch-Platz hatte; Bellin, K.: 750 Jahre Gesundheitswesen und Sozialfürsorge in Neuruppin. In: Heinrich, G., et al.: Fontanestadt Neuruppin 1256-2006, Festschrift 750 Jahre Verleihung des Stadtrechts. Neuruppin 2006, S. 52-64. Ob auch an der Klosterkirche noch ein Spital bestand, wie es nach der Reformation zumindest geplant war, ist unklar.

[10] Das rechte Gebäude stammt von 1738 (https://ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/view?docId=obj09170376.xml)

[11] https://www.dmm-ingolstadt.de/covid-19/covid-19-history/schutzkleidung-ii.html

[12] Feldmann S. 398 (Kriele S. 68), vgl. Anm. 5.

[13] https://www.dmm-ingolstadt.de/covid-19/covid-19-history/impfen-i.html

[14] Die Zahl 60 für Neuruppin ist geschätzt aus den Zahlen für den ganzen Kreis: https://www.corona-in-zahlen.de/landkreise/lk%20ostprignitz-ruppin.

 

Vielen Dank an Susann Schröter und Carola Zimmermann vom Museum Neuruppin.