Versorgungsforschung studieren
  • Start
  • Versorgungsforschung studieren

Neu: Masterstudiengang Versorgungsforschung.

6 gute Gründe für ein Studium der Versorgungsforschung an der MHB:

  • praxisorientiertes und wissenschaftsbasiertes Studium
  • modernes didaktisches Konzept (Blended Learning)
  • intensive Betreuung beim Studium und dem Erstellen der Abschlussarbeit
  • individuelle Unterstützung bei organisatorischen Studienbelangen
  • enge Kooperation mit Einrichtungen der Gesundheitsversorgung
  • großes Netzwerk an kooperierenden Versorgungsforscher*innen
Jetzt hier bewerben!
Prof. Dawid Pieper
Prof. Dawid Pieper
Tel: 033638 83-992
E-Mail: dawid.pieper@mhb-fontane.de

Neuer Weg für alte Herausforderungen

Mantraartige Beschwörungen beteuern immer wieder, dass unser Gesundheitssystem doch ganz gut funktioniere, insbesondere, wenn man es mit anderen Ländern vergleiche. Insgesamt muss man aber heute feststellen, dass unser Gesundheitssystem vergleichsweise teuer, aber dennoch den aktuellen Herausforderungen längst nicht mehr gewachsen ist.

Die Option, das Gesundheitssystem über Gesetze steuern zu können, hat über die Jahre zunehmend an Wirksamkeit verloren. Alle Fachleute wissen das, viele bemühen sich um Verbesserungen und dennoch kommen wir nicht entscheidend voran. Die Probleme von heute und morgen können wir nicht mit Denkweisen von gestern lösen. Mit dem neuen Masterstudiengang Versorgungsforschung wollen wir Strukturen hinterfragen und Lösungen für die Versorgung in ländlichen Räumen erarbeiten.

Die Versorgungsforschung hat ganz allgemein das Ziel, Versorgungsstrukturen zum Wohl der Patient*innen zu verbessern und Lösungen durch die wissenschaftliche Untersuchung von Versorgungsrealitäten unter Alltagsbedingungen aufzuzeigen. Dabei zeichnet sie sich durch einen inter- und transdisziplinären Forschungsansatz aus. Demzufolge handelt es sich bei der Versorgungsforschung um ein multidisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit den theoretischen und den empirischen Grundlagen der Versorgung von einzelnen Personen und der Bevölkerung insgesamt im Gesundheitswesen befasst.

Um dieses Wissen und diese Fähigkeiten vermitteln zu können, bietet die Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) zum Sommersemester 2022 den neuen, der Fakultät für Gesundheitswissenschaft (FGW) zugeordneten und am Zentrum für Versorgungsforschung (ZFV-BB) in Rüdersdorf bei Berlin angesiedelten, konsekutiven Masterstudiengang Versorgungsforschung (M.Sc.) an.

Der Studiengang richtet sich an Changemaker und Gesundheitspioniere, die einen Beitrag zur Veränderung und Verbesserung unseres dysfunktionalen Gesundheitssystems leisten wollen.


Typische Tätigkeitsfelder im Überblick

  • Organisationen im Gesundheitswesen (z. B. Ärztekammern, Fachgesellschaften, Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, Pharmaunternehmen, Beratungsunternehmen)
  • Gesundheitspolitik (z.B. Gesundheitsämter, Ministerien, kommunale oder Landesbehörden)
  • Gesundheitsversorgung (z. B. Krankenhausadministration, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen)
  • Tätigkeiten im Bereich der Qualitätsentwicklung und -sicherung
  • Tätigkeiten in der Aus- und Fortbildung für Gesundheitsberufe
  • Tätigkeiten als Referent*in in Verwaltungen, Trägerinstitutionen und -verbänden
  • Wissenschaftliche Tätigkeit in Forschung und Lehre an Universitäten und Hochschulen

 

Zur MHB

Die MHB ist eine staatlich anerkannte Universität in kommunaler und freigemeinnütziger Trägerschaft, die im Jahr 2014 mit dem Ziel gegründet wurde, den Problemen der medizinischen Versorgung der Bevölkerung des strukturschwachen Flächenlandes Brandenburg entgegenzuwirken. 2019 wurde das Zentrum für Versorgungsforschung Brandenburg (ZFV-BB) als eines der aktuell drei wissenschaftlichen Zentren der Universität gegründet. Zum Austausch der Forscher*innen führt die MHB regelmäßig den Brandenburgischen Versorgungsforschungskongress mit national und international anerkannten Wissenschaftler*innen durch. Sie unterhält vielfältige erfolgreiche Kooperationen mit Hochschulkliniken, Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Partner*innen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, insbesondere zu den landesweit über 35 kooperierenden Kliniken sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, der Landesärztekammer Brandenburg und dem Hausärzteverband Brandenburg. Ein neues Verständnis von umfassender Bildung, Forschung und Entwicklung in Medizin, Psychologie, Psychotherapie und weiteren Gesundheitsberufen bildet hierbei die Grundlage, um beispielhaft im Land Brandenburg zu nachhaltigen Ansätzen und Methoden in Forschung, Lehre und Versorgung zu gelangen.

An der MHB sind zwei Fakultäten eingerichtet: die Fakultät für Medizin und Psychologie (FMP) sowie die Fakultät für Gesundheitswissenschaften (FGW). Die FGW ist die gemeinsame Fakultät der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), der Universität Potsdam (UP) und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU).
Der Forschungsschwerpunkt der MHB zielt auf die Verbesserung der patient*innenzentrierten Gesundheitsversorgung, insbesondere in Hinblick auf die alternde Bevölkerung in strukturschwachen Regionen ab.

Auf einen Blick
Studienbeginn: jeweils zum Sommersemester (erstmals zum SoSe 2022 im Teilzeitstudium)
Bewerbungsfrist(en): Bewerbungen sind jederzeit möglich. Die Bewerbungsfrist für das Sommersemester 2022 endet am 15.12. Die Auswahl der Studierenden erfolgt sowohl nach formalen als auch nach personalen Kriterien.
Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
Studiengangstyp: konsekutiver Masterstudiengang
Zuordnung: Der Studiengang ist in der Fakultät für Gesundheitswissenschaften (FGW) angesiedelt.
Format: Der Studiengang wird als Teilzeit- und Vollzeitstudium mit Blended Learning und Präsenzphasen angeboten.
Regelstudienzeit Teilzeit: 5 Semester
Regelstudienzeit Vollzeit: 4 Semester
Lehrsprache: deutsch
ECTS: 120 Kreditpunkte
Studiengebühren Teilzeit: 2.600 Euro pro Semester oder 433,33 Euro pro Monat
Studiengebühren Vollzeit: 3.250 Euro pro Semester oder 541,66 Euro pro Monat
Weitere Kosten: VBB-Semesterticket Berlin-Brandenburg (derzeit 170,00 Euro pro Semester)
Anerkennung und Akkreditierung: Der Studiengang befindet sich aktuell noch im Zulassungsverfahren. Das Akkreditierungsverfahren durch die Akkreditierungsagentur AHPGS ist eingeleitet. Der Start zum Sommersemester steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg.
Studieninhalte und -ziele

Ziel des neuen, in dieser Form deutschlandweit einmaligen Masterstudiengangs Versorgungsforschung ist es nicht nur, aktuelle Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung zu erkennen und sich verändernde Versorgungsstrukturen und -prozesse differenziert analysieren und bewerten zu können, sondern darüber hinaus auch neue, praxisbezogene und patient*innengerechte Lösungen und Handlungsempfehlungen direkt vor Ort zu entwickeln und umzusetzen.

Der neue, wissenschafts- und forschungsorientierte, konsekutive Masterstudiengang Versorgungsforschung (M.Sc.) der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der MHB wird zunächst als Teilzeitstudium mit fünf Semestern angeboten und ist modular aufgebaut.

Die Studienstruktur orientiert sich an den derzeit entwickelten Kerninhalten von Masterstudiengängen der Versorgungsforschung der AG Hochschullehrer des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung e.V., an dem die MHB federführend mitwirkt. Schwerpunkt und Spezialisierung des Masterstudiengangs Versorgungsforschung ist die Sicherstellung einer personenzentrierten Versorgung in strukturschwachen und ländlichen Regionen.

Die Professor*innen und Dozierenden des Masterstudiengangs Versorgungsforschung sind national und international vernetzte und renommierte Versorgungsforscher*innen. Zusätzlich werden renommierte externe Referent*innen aus Fachinstitutionen der Versorgungsforschung (wie z. B. dem DNVF, dem Institut für Medizinsoziologie München oder dem Zentrum für Versorgungsforschung Köln) als Dozierende in den jeweiligen Themenbereichen der Module einbezogen, wodurch ein enger Praxis- und Forschungsbezug auf hohem Niveau gewährleistet werden kann.

Eine didaktische Besonderheit des neuen Masterstudiengangs Versorgungsforschung bildet die Lehr- und Lernform des problemorientierten Lernens (POL), bei der die Studierenden komplexe, lernfeldübergreifende Praxisaufgaben mit handlungsbezogenen und reflektierenden Aufgabenstellungen erhalten.

Eine weitere Besonderheit des neuen Masterstudiengangs Versorgungsforschung stellt das Projektmodul dar, bei dem Studierende in kleinen Gruppen von Praxispartner*innen in den Studiengang eingebracht Probleme eigenständig bearbeiten und hierbei praxisrelevante Lösungen entwickeln, welche sie anschließend den Praxispartner*innen präsentieren.
Die unmittelbare Nähe zu und der direkte Austausch mit relevanten Akteur*innen des Gesundheitswesens (Gesetzliche Krankenversicherungen, Kassenärztliche Vereinigungen, Gemeinsamer Bundeausschuss, Lobbyakteur*innen im Bereich der Gesundheitspolitik, Bundestag etc.) bietet den Masterstudierenden auch die Möglichkeit, bereits während des Studiums wichtige Kontakte für die spätere berufliche Tätigkeit zu knüpfen.

Die von Problemen ausgehende und an Lösungen orientierte, praxisnahe Lehre bildet in Kombination mit der Vermittlung notwendiger wissenschaftlicher Kompetenzen und Fertigkeiten ein wesentliches Differenzierungsmerkmal des neuen Studiengangs.

Der neue Masterstudiengang Versorgungsforschung (M.Sc.) richtet sich an Interessierte mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Medizininformatik, Sportwissenschaften mit Ausrichtung Prävention, Sozialwissenschaften, Hebammenwissenschaften, Psychologie, Statistik/Biometrie, Therapiewissenschaften (Physio-, Ergo- sowie Logopädie) oder einem gleichwertigen anderen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in einem Studiengang, der die Bewerber*innen in besonderem Maße zur Erreichung der Studienziele befähigt. Hierzu zählt auch ein Studium der Medizin oder der Psychologie.
Da der Masterstudiengang in Teilzeit angeboten wird, richtet er sich darüber hinaus auch sowohl an Arbeitnehmende, die sich neben der Berufstätigkeit weiterqualifizieren möchten und eine bessere berufliche Position anstreben, als auch an Mitarbeitende in Unternehmen etwa des Gesundheitsbereiches, denen vom Arbeitgebenden eine Qualifizierungsoption angeboten wird. Während die Präsenzwochen in schöner Umgebung in Rüdersdorf bei Berlin stattfinden, kann das weitere Studium praktisch und ortsunabhängig von zu Hause aus erfolgen.

Wichtige Dokumente zum Download:

Berufliche Perspektiven

Die zunehmende Auflösung der Disziplinen und die Orientierung hin zu problemorientierten transdisziplinären Wissenschaftsansätzen ist Programm und Wesensmerkmal der Versorgungsforschung. Allein hieraus ergibt sich schon heute eine gesteigerte Nachfrage nach praktisch erfahrenen und wissenschaftlich fundierten Versorgungswissenschaftler*innen.
Auch bedingt durch den demografischen Wandel und den damit einhergehenden Herausforderungen wird sich die aktuell bereits angespannte Versorgungssituation perspektivisch weiter verschlechtern, zumal in strukturschwachen Flächenregionen eine zunehmend ältere Bevölkerung auf eine alternde Ärzteschaft, vor allem im hausärztlichen Bereich, trifft. Insbesondere die ältere Bewohnerschaft ist auf eine wohnortnahe adäquate Gesundheitsversorgung angewiesen und weist einen höheren Anteil an chronischen Erkrankungen, Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit auf. Um für diese Problemlagen Lösungsansätze entwickeln und implementieren zu können, werden zunehmend Versorgungswissenschaftler*innen benötigt.

Resultierend aus der engen Verzahnung von Wissenschaft und Praxis sowie der besonderen bedarfsorientierten Schwerpunktsetzung des Masterstudiengangs Versorgungsforschung (M.Sc.) an der MHB eröffnet sich den Absolvent*innen ein breites Berufsfeldspektrum. Demzufolge kann sowohl eine wissenschaftlich-forschende Tätigkeit in Forschungseinrichtungen und -verbänden als auch ein Beruf im Bereich des Gesundheitswesens ausgeübt werden.

Im Hinblick auf den wissenschaftlichen Fokus sind Tätigkeiten in den Bereichen der Forschung an Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder Kliniken möglich.

Ebenso ist eine leitende, steuernde oder referierende Tätigkeit in den Institutionen des Gesundheitswesens möglich, wie z. B. in Ministerien, Ämtern, Verbänden, Krankenversicherungen, Verwaltungen, Trägerinstitutionen, Akteur*innen der Gesundheitswirtschaft und der Gesundheitspolitik oder pharmazeutischen Unternehmen bzw. Firmen mit einem Fokus auf Medizintechnik.

Beratende Aufgabenfelder in den Bereichen der Patient*innensicherheit, Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie der Aus- und Fortbildung im Gesundheitswesen sind ebenfalls möglich.

Der steigende Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften im Bereich der Versorgungsforschung wird schon jetzt immer öfter auch an Stellenanzeigen erkennbar. Demzufolge werden vermehrt Mitarbeitende in den Bereichen der Konzeptentwicklung für gesetzliche Kranken- oder Pflegekassen gesucht, die über gute Kenntnisse in den Bereichen Gesundheitsökonomie, Statistik oder verwandten Fachrichtungen sowie über Fähigkeiten der Auswertung, Analyse und Aufbereitung von Daten der gesetzlichen Krankenkassen sowie im Umgang mit den wichtigsten epidemiologischen und statistischen Methoden verfügen sollen.

Zulassungsvoraussetzungen

Für den konsekutiven Masterstudiengang Versorgungsforschung (M.Sc.) wird in formaler Hinsicht ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss vorausgesetzt, in der Regel in einem fachlich geeigneten Bachelorstudiengang, der einen Bezug zur Gesundheitsversorgung oder zu den Gesundheitswissenschaften aufweist.

Dazu gehören vor allem die folgenden Studienfächer: Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Medizininformatik, Sportwissenschaften mit Ausrichtung Prävention, Sozialwissenschaften, Hebammenwissenschaften, Psychologie, Statistik/Biometrie, Therapiewissenschaften (Physio-, Ergo- sowie Logopädie) oder ein gleichwertiger anderer erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, der die Bewerber*innen in besonderem Maße zur Erreichung der Studienziele befähigt. Dazu zählt u. a. ein abgeschlossenes Medizinstudium.

Die Auswahl der Studierenden erfolgt neben formalen Voraussetzungen (Bachelorabschluss) auch nach personalen Kriterien (Motivationsschreiben und Auswahlgespräch).

Bewerbungsverfahren

Ihre Bewerbung für den Masterstudiengang Versorgungsforschung erfolgt online. Bei erfolgreicher Online-Bewerbung erhalten Sie automatisch eine Bestätigung per E-Mail.

Sobald wir Ihre vollständigen Unterlagen erhalten und auf die formalen Zulassungsbedingungen hin geprüft haben, werden diese von unseren Gutachter*innen gelesen und beurteilt. Anschließend bekommen Sie von uns per E-Mail eine Benachrichtigung, ob wir Sie zu einem Auswahlgespräch einladen werden.

Persönliches Auswahlgespräch

Im Rahmen des persönlichen Auswahlgesprächs lernen wir Sie und Sie uns besser kennen. Im Rahmen unseres Auswahlverfahrens wird kein spezifisches fachliches Wissen abgeprüft, vielmehr geht es uns darum, Ihre Motivation, Persönlichkeit und Haltung kennenzulernen. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, Fragen zum Studium und zu unserer Universität zu stellen.

Im Anschluss an das Auswahlgespräch erhalten Sie von uns zeitnah eine Rückmeldung per E-Mail. Entweder wird Ihnen ein Studienplatz angeboten oder Sie erhalten einen ablehnenden Bescheid. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Sie im Falle einer Absage von uns keine inhaltliche Begründung erhalten. Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden Ihre Unterlagen aus Datenschutzgründen nicht aufbewahrt. Sie können sich bei uns so oft bewerben, wie Sie selbst es als sinnvoll erachten.

Bei Fragen zum Studium oder zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an:

Bewerbungsbüro Versorgungsforschung
Sylvia Euler
Tel: 03381 41-1287
E-Mail: versorgungsforschung-studieren@mhb-fontane.de 
 

Wir wünschen Ihnen bei Ihrer Bewerbung viel Erfolg!