Köpfe

Markus Deckert

Univ.-Prof. Dr. med. Deckert
Titel:Univ.-Prof. Dr. med.
Denomination:Professur für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie
Aktuelle Position:Klinikdirektor
Facharzttitel:Innere Medizin, Schwerpunkt Hämatologie und internisti-sche Onkologie, Zusatzbezeichnungen Palliativmedizin, Transfusionswesen, Fachkunde Rettungsdienst
Fachbereich:Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie
Dienstadresse:

Medizinische Hochschule Brandenburg
Theodor Fontane Campus Brandenburg
Hochstraße 29
14770 Brandenburg an der Havel

Diensttelefon:03381 41-1600
Dienst-E-Mail:deckert@klinikum-brandenburg.de
 
Forschung:Versorgungsbedarf und Versorgungsqualität in der stationären und ambulanten Palliativversorgung; Erfassung, Risikoauswertung und Risikoreduktion der medikamentösen Behandlung onkologischer Patienten; Evaluierung komplementärer onkologischer Therapieverfah
Ich bin Experte für:Rekombinante Antikörperkonstrukte gegen Tumorerkrankungen; Lymphome, insbesondere ZNS-Lymphome

Ich bin hier für Patientenversorgung, Lehre und Forschung unter schwierigen Bedingungen, aber mit großer Freiheit – nicht für Werbesprüche.

Curriculum Vitae

Berufliche Stationen

  • 2012 Chefarzt, Zentrum Innere Medizin II – Abt. Onkologie und Palliativmedizin, Städtisches Klinikum Brandenburg, Brandenburg an der Havel
  • 2008 Ärztlicher Leiter, Interdisziplinäres Tumortherapiezentrum Brandenburg an der Havel
  • 2003-2008 Leiter der Herstellung Zelltherapeutika, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin
  • 2000-2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Hämatologie, Onkologie und Transfusionsmedizin (Medizinische Klinik III, Direktor: Prof. Dr. E. Thiel), Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin
  • 1999-2000 Research Associate, Ludwig Institute for Cancer Research (Direktor: Dr. Lloyd J. Old), New York. Stipendium des U.S. Army Breast Cancer Research Program
  • 1996-1999 Research Fellow, Molecular Pharmacology and Therapeutics Program (Direktor: Dr. Joseph R. Bertino), Memorial SloanKettering Cancer Center, New York. Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1993-1996 Arzt in Weiterbildung, Medizinische Hochschule Hannover

Ausbildung

  • 2010 Habilitation Thema: Rekombinante Antikörper-Enzym-Fusionskonstrukte zur zielgerichteten Therapie kolorektaler Karzinome Venia legendi für das Fach Innere Medizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • 1994 Promotion - Thema: Antiidiotypische Vakzination gegen das Humane Immundefizienzvirus (HIV) Doktor der Medizin, summa cum laude, Medizinische Hochschule Hannover
  • 1984-1992 Studium Humanmedizin und Philosophie, Medizinische Hochschule Hannover und Universität Hannover Förderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes

Mitgliedschaften und Funktionen

  • ESMO - European Society for Medical Oncology
  • DGHO - Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
  • DGIM - Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
  • DGP - Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
  • DKG – AiO Arbeitsgemeinschaft internistische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft

Wissenschaftliches Profil

Das Forschungsprofil der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin umfasst drei Schwerpunkte, die als langfristige „Pipeline“ angelegt sind, in der die Evaluation aktuell bestehender Therapien, deren klinische Weiterentwicklung und die präklinische Forschung mit dem Ziel neuer Therapien aufeinander aufbauen. Dabei weisen die verschiedenen Projekte einerseits einen inneren Zusammenhang mit Bezug auf das in unserer Klinik behandelte Patientenspektrum auf, andererseits sind sie vielfältig mit Kooperationspartnern vernetzt. Die gewählte Kombination von Themen und Methoden verbindet dabei die Öffnung zur wissenschaftlichen Untersuchung komplementärer Verfahren mit einer technologisch hochrangigen schulmedizinischen und naturwissenschaftlichen Basis. Dies soll langfristig neben der angestrebten Publikationsleistung dazu beitragen, in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin ein konturiertes Profil als wissenschaftlich arbeitende Hochschulklinik mit Handlungsschwerpunkten in der personalen Medizin zu schaffen. Onkologische und palliativmedizinische Fragestellungen betreffen zum ganz überwiegenden Teil Patienten jenseits des 65. Lebensjahres. Tatsächlich ist die epidemiologische Zunahme maligner Erkrankungen unmittelbar Ausdruck und Folge der zunehmenden Lebenserwartung - mit dem Alter nehmen die kumulativen Lebenszeitrisiken für auslösende Faktoren von malignen Erkrankungen zu, unmittelbar mit dem Altern verbundene biologische Entwicklungen wie geringere Kapazität der DNA-Reparatursysteme, verkürzte Telomerlänge und langsamere Immunreaktion be-günstigen die Entstehung von Tumorerkrankungen ebenso wie altersassoziierte Veränderungen des Lebensstils (z. B. Bewegungsmangel) und maligne Erkrankungen, die sich bis zur klinischen Apparenz über viele Jahre entwickeln, haben erst im hohen Lebensalter die Möglichkeit, sich klinisch auszuwirken. Darüber hinaus sind auch die hier untersuchten spezifischen Fragestellungen zu einem großen Teil altersbezogen: Telomerlänge und DNA-Doppelstrangbrüche gelten als prädiktive Marker für biologisches Alter ebenso wie für die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. Polypharmazie als ein zusätzlicher Risikofaktor für eine Vielzahl von Komplikationen und Erkrankungen ist ein typisches, von der heute tatsächlich praktizierten „Medizin des Alters“ erst hervorgebrachtes und unzureichend erforschtes Phänomen des höheren Lebensalters. Zugleich gibt es gute Gründe, anzunehmen, dass eine fundierte komplementäre (ergänzende) Medizin einen großen Teil dieser Vielfachbehandlungen reduzieren und schonende wie kostengünstige Alternativen zur Polypharmazie bereitstellen kann. Ein wesentlicher Teil des Forschungskonzepts ist dabei dezidiert als Versorgungsforschung angelegt, das heißt als qualitative und quantifizierbare Erhebung der Versorgungsrealität mit dem Ziel an einer Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtete Interventionen zu entwickeln und zu erproben.