Skills Lab

Skills Lab = LuK + BLiTZ

Das modernisierte Medizinstudium mit seinem fächerübergreifenden Curriculum stellt andere Anforderungen an die Lehre, die Lehrenden und Lernenden als in einem regulären Studiengang der Humanmedizin. Um das problem- und lösungsorientierte Denken zu fördern wurden an der MHB das LuK und das BLiTZ eingerichtet:

Das „Lern- und Kommunikationszentrum“ (LuK) in Neuruppin und das „Brandenburger Lern- und interdisziplinäres Trainingszentrum“ (BLiTZ) in Brandenburg an der Havel. Beide Zentren bilden zusammen das Skills Lab der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

Die Studierenden sollen in unserem Skills Lab sowohl die praktischen Fertigkeiten mit entsprechenden Soft Skills als auch ihre kommunikativen Kompetenzen Erlernen und Entwickeln. Am Ende eines jeden Semesters werden diese dann im Rahmen eines OSCEs bzw. im Rahmen von kleineren Prüfungen im Workplace Based Assessment überprüft.

Unser Skills Lab steht den Studierenden der Humanmedizin und Studierenden der Psychologie montags bis freitags von 7-21 Uhr im Rahmen ihrer Ausbildung und ihres Selbststudiums zur Verfügung. Darüber hinaus nutzen die Ressourcen unseres Skills Labs nicht nur Medizinstudierende als Famulatur-/PJ Vorbereitung, sondern auch Ärzt*innen als Vorbereitung auf ihre Kenntnisprüfungen oder Ärzt*innen in Weiterbildung zum Training bestimmter Fertigkeiten bspw. laparoskopische Einheiten mit der Lübecker Toolbox.

Bei unserem Skills Lab Konzept an der MHB gibt es die Besonderheit des dezentralen Studienkonzeptes. Die Studierenden sind vom 1.-4. Semester in Neuruppin, vom 5.-7. Semester in Brandenburg/Havel und vom 8.-10. Semester verteilt auf 4 „Ankerplätze“ im Land Brandenburg.

Auf den folgenden Seiten möchte wir Ihnen unser Skills Lab sowie die Arbeit unseres Teams vorstellen.

Sollten Sie etwas vermissen oder Fragen haben, dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren luk@mhb-fontane.de

Mission Statement

Auftrag:

Das Skills Lab sichert die Ausbildung, Vertiefung und Prüfung von praktischen Fertigkeiten und kommunikativen Kompetenzen gemäß der Studien- und Prüfungsordnung der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Es bildet die Schnittstelle im Theorie-Praxis-Transfer. Wir haben den Anspruch einer hochqualifizierten, wissenschaftlichen Bildung, die sich am aktuellen Stand der Forschung und Lehre orientiert.


Angebot:

Das Skills Lab bietet vollständig aufeinander aufbauende Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung für die Studierenden der Humanmedizin an. Die Angebote, insbesondere der curriculare und extracurriculare Unterricht, erfüllen hohe Qualitätsstandards und sind vertikal und horizontal aufeinander abgestimmt. Die Räumlichkeiten und Ressourcen können darüber hinaus von allen Auszubildenden und Studierenden in allen medizinischen Fachbereichen genutzt werden, u.a. Bachelor- und Master Studierende der Psychologie, Auszubildende für Gesundheits-und Krankenpflege, Physiotherapie, operativ technische Assistent*innen (OTA), Ärzt*innen in Weiterbildung, Fachärzt*innen etc.


Arbeitsweise:

Das Skills Lab setzt sich aktiv für die Lernortkooperation ein. Es ist für seine Mitwirkenden ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber. Die Unterrichtenden Tutor*innen, Psycholog*innen und Ärzt*innen setzen ihren Bildungsauftrag engagiert um. Sie arbeiten eng zusammen, um ihr Wissen zu vernetzen sowie Qualität und Effizienz des Unterrichts zu steigern. Der Unterricht im Skills Lab ist für jeden attraktiv.


Führungsstruktur:

Wir vertreten den Grundgedanken eine situative Führungsstruktur mit einem für dynamische Verhältnisse geeigneten Führungskonzept zu kombinieren. Dadurch ist es möglich schnell, flexibel und effizient auf Änderungen in Aufträgen / Anfragen zu reagieren.


Grundhaltung:

In seiner Arbeit orientiert sich das Skills Lab an den Werten des Leitbildes der MHB sowie an den Prinzipien der Gesundheitsförderung. Das Skills Lab der MHB hat eine einzigartige, unverwechselbare Skills Lab Kultur.

Zentraler Lehr- und Lernort

Curriculare Lehre

Im Skills Lab finden folgenden curriculären Unterrichtsformate der Medizin statt.

  • Problemorientiertes Lernen (POL)
  • Seminare
    • Interdisziplinäres Seminar
    • Seminare der Human- u. Gesundheitswissenschaften (HGW)
    • Seminare zu Grundlagen des ärztlichen Denkens und Handelns (GÄDH)
    • Seminare zum Studium Fundamentale (StuFu)
  • Vorlesungen (Einführungsvorlesung)
  • Übungen zu praktischen und kommunikativen Fertigkeiten
    • Übung Diagnostik und Therapie (ÜDT/tÜDT)
    • Teamarbeit, Reflexion, Interaktion, Kommunikation (TRIK)
  • Fallvorstellung
  • Fallbesprechung
  • Modulabschlussbesprechungen
  • OSCE-Prüfungen

 

Im Skills Lab finden folgende curriculäre Unterrichtsformate der Psychologie statt.

  • POL
  • TRIK
  • OSCE
  • Seminare zum Studium Fundamentale (StuFu)

Extracurriculare Lehre

Siehe PAL = Peer Assisted Learning

Selbststudium

Durch zahlreiche anatomische Modelle, internetfähige Computerarbeitsplätze/W-Lan und Simulationsgeräte haben die Studierenden in vielerlei Hinsicht die Möglichkeit, sich frei in ihrem Studium zu entfalten. Dabei ist jeweils montags bis freitags 16-21 Uhr eine Tutor*in vor Ort, die sich um die nötigen Materialien für die Studierenden kümmert.

Im BLiTZ ist die Hochschulbibliothek im Campusgebäde integriert, sodass die Wege zwischen Theorie und Praxis sehr kurz sind; dadurch kann gelerntes Wissen sofort angewendet werden. Für das LuK ist die Eingliederung in die Uni-internen Räumlichkeiten ab dem Herbst 2018 geplant.

Sonstiges

Es gibt ein LuK Café und ein BLiTZ-Café, das je studentisch verwaltet ist. Diese werden als Aufenthalts- und Austauschort genutzt. Dort trifft sich u.a. unsere Fachschaft die MedSI (Medizinische Studierenden Initiative).

Lernprozess in unserem Skills Lab

Lernphasen LuK BLiTZ

Lernprozesses im Skills Lab der MHB

Initial werden ab dem 1. Semester praktische Fertigkeiten wöchentlich im Curriculumsformat „Übung zu Diagnostik & Therapie“ unter ärztlicher Aufsicht erlernt und anschließend die entsprechenden praktischen Fertigkeiten in Tutorien sowie im Selbststudium wiederholt.

In Anlehnung an die Erfahrungen der Skills Lab Leiterin im TÄF, dem Trainingszentrum für ärztliche Fertigkeiten an der Charité, sowie den Empfehlungen von Michael St. Pierre und Georg Breuer (Vgl. „Simulation in der Medizin: Grundlegende Konzepte - Klinische Anwendung“, 2013) richtet sich das Angebot in unserem Skills Lab zunächst an den Erwerb möglichst umfangreicher praktischer Fertigkeiten und auf die Ausbildung der Breitenkompetenz.

Der im LuK/BLiTZ zunächst begrenzte Realitätsgrad wird in Simulationen im Laufe des Medizinstudiums in den Unterrichtsformaten Praktikum, in Stationspraktika/ Unterricht am Krankenbett, in Famulaturen und im Praktischen Jahr erweitert. Das heißt die erlernten Basisfertigkeiten werden in den verschiedenen Semestern als Lernspirale vertieft, und auf höherem Niveau und in unterschiedlichen immer realer werdenden Settings abgehandelt. Diese schrittweise Komplexität wird anhand der semesterbegleitenden Tutorien (orientierend am Medizincurriculum der MHB) und der Aufstellung der praktischen Fertigkeiten im Rahmen des Skills Lab Longitudinal Curriculum (orientiert sich am Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog (NKLM) und den Empfehlungen der GMA) abgebildet.

Neben den Tutorien gibt es auch die Möglichkeit des „offenen“ Skills Lab Trainings. D.h. nach vorher besuchten ärztlichen Übungen, studentischen Tutorien oder Einweisung in Modelle können Studierende eigenständig und ohne Anleitung üben, z. Bsp. zu selbst festgesetzten Zeiten vor den Prüfungen.

Ein Einblick in eine solche Lernspirale mit Erlernen einer Basisfertigkeit und anschließend schrittweiser Erhöhung der Komplexität lässt sich am Beispiel des Erlernens der notfallmedizinischen Kompetenz demonstrieren (Vgl. Glavin R, Maran N. “Low- to high-fidelity simulation – a continuum of medical education?”, Medical Education 2003;37(Suppl. 1):22–28):

  • Die Grundlagen der Erstversorgung von Unfallopfern und Reanimation (Basic Life Support) werden im 1. Semester trainiert und geprüft.
    Im 1. Schritt geht es um situiertes Lernen. Es ermöglicht das Anlegen von Wissensnetzen, damit die Inhalte länger und besser in Erinnerung bleiben. Dabei liegen Reanimationspuppen in Form eines menschlichen Torsos mit Kopf auf dem Boden und müssen von Studierenden „reanimiert“ werden. Im Unterschied zu Echtsituationen wird in diesem Setting viel Zeit für eine Reflexionsphase genutzt, die eine detaillierte Aufarbeitung sowohl der inhaltlichen Aspekte als auch der Clinical-Reasoning Prozesse durch Eigen-und Fremdreflexion ermöglicht.
  • Das Training der erweiterten Basismaßnahmen und der Umgang mit verschiedenen Notfallsituationen inkl. Gabe der entsprechenden Medikamente (Advanced Life Support) ist im 5. Semester curricular implementiert. In diesem weiteren Schritt geht es um das handlungsorientierte Lernen. Die komplexeren Aufgabenstellungen ermöglichen ein handlungssystematisches Vorgehen bei dem Wissen und Fertigkeiten aus unterschiedlichen Lerneinheiten zusammengebracht werden müssen. Die dabei benutzten Dummies ähneln schon mehr dem Menschen und die gegebenen Medikamente können via Computermodul entsprechende Reaktionen auf dem EKG/ der Atmung der Puppe auslösen. Um einen besseren Transfer in die Praxis zu erreichen werden in den Seminaren, Übungen und im Skills-Lab-Training verschiedene Szenarien für dieselbe Aufgabe angeboten.
  • Abschließend findet im 10. Semester ein Simulatortraining im Trainings-Schockraum unserer Simulations-Rettungsstelle (geplant im neuen Skills Lab im Haus D auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken ab Herbst 2018) zum realistischen Training statt. Dort können verschiedene Krankheitsbilder in einem realistischen Setting trainiert werden. Bspw. Trauma, Schock, Herzinfarkt, akute Luftnot und entsprechendes Atemwegsmanagement, akutes Abdomen, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen, neurologische Notfälle,Gynäkologische/geburtshilfliche Notfälle, Notfälle bei Kindern, thermische Notfälle, Schockraummanagement inkl. FAST etc. Dabei wird eine Vielzahl an Variation von Perspektiven und Aufgabenstellungen angeboten um die Effektivität des Transfers in die Realität zu gewährleisten. Zunächst nur mit Medizinstudierenden, später auch als interprofessionelles Teamtraining. In diesem Zusammenhang sollen auch bewährte Konzepte wie das CRM (Crisis Resource Management) trainiert werden. Es geht nicht allein um ein Erlangen der Routine bezogen auf die einzeln gelernte Situation, sondern vielmehr um ein wiederholtes reflektiertes Üben an der Grenze der eigenen Kompetenz verbunden mit promptem Feedback.

Der Lernprozess in unserem Skills Lab verläuft in Phasen

Modifiziert für das LuK/BLiTZ, in Anlehnung an Nussbaumer&Reibnitz, 2008, Clinical Reasoning, Thieme S. 193ff

Skills Lab Lernphasen LuK BLiTZ

[Quelle 8 in der Tabelle: Walker M, Peyton JWR. Teaching in the theatre. In: Peyton JWR, editor. Teaching and Learning in Medical Practice. Rickmansworth: Manticore Publishers Europe Ltd; 1998. pp. 171–180]


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#1 system/modules/core/library/Contao/Search.php(287): Contao\Database\Statement->execute('6')
#2 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(330): Contao\Search::indexPage(Array)
#3 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(124): Contao\FrontendTemplate->addToSearchIndex()
#4 system/modules/core/pages/PageRegular.php(190): Contao\FrontendTemplate->output(true)
#5 system/modules/core/controllers/FrontendIndex.php(267): Contao\PageRegular->generate(Object(Contao\PageModel), true)
#6 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
#7 {main}