Profilbereich Seelische Gesundheit

Profilbereich Prävention und Versorgung chronifizierender und populationsrelevanter, psychischer Erkrankungen

Chronifizierende, populationsrelevante psychische Erkrankungen erfordern aufgrund des Auftretens zumeist in der Adoleszenz und dem jungen Erwachsenenalter eine jahrzehntelange und häufig lebenslange psychiatrische und psychotherapeutische stationäre Versorgung, dauerhafte Medikamenteneinnahme sowie engmaschige ambulante Betreuung. Aufgrund dieser medizinischen, sozialen und gesundheitsökonomischen Herausforderung gilt es, die Symptome bereits frühzeitig zu erkennen, die ihnen zugrunde liegenden neurobiologischen und psychologischen Mechanismen sowie altersabhängigen Risikofaktoren aufzuklären und evidenzbasierte, individualisierte präventive Maßnahmen und Versorgungsstrukturen zu entwickeln.

Die in dem Forschungsbereich gebündelten Arbeitsgruppen kommen aus den verwandten Fachrichtungen Neurobiologie, Psychiatrie, Psychosomatik, Psychologie und Philosophie der Departments Medizin und Psychologie. Der Forschungsbereich ist dementsprechend interdisziplinär aufgestellt, kombiniert experimentelle Grundlagenforschung mit klinischer Forschung und Versorgungsforschung und erlaubt somit einen umfassenden Blick auf den mehrdimensionalen Prozess (physisch-psychisch-sozial-ethisch) chronifizierender psychischer Erkrankungen. Die Stärke des Forschungsbereichs liegt in seiner Fokussierung auf eine gemeinsame, umschriebene Fragestellung: Welche präventiven, diagnostischen und therapeutischen Instrumente stehen uns jetzt und zukünftig zur Verfügung, chronifizierende und damit sowohl individuell belastende als auch gesundheitsökonomisch bedeutsame Erkrankungen adäquat zu versorgen?

Profilbereichssprecher:
Prof. Dr. med. Martin Heinze