Studierende Skills Lab PAL

Peer Assisted Learning (PAL)

Unterrichten mit Hand, Herz und Hirn

Der Tutor*innen Job

Vom 1.-4. Semester findet der Unterricht in Neuruppin statt. Die 4 LuK Tutor*innen haben in den 14 Semesterwochen und 2 Prüfungswochen Präsenzzeiten zu den Abend-Öffnungszeiten von 16-21 Uhr. Sie erstellen dazu selbstständig einen Dienstplan. Äquivalent dazu ist das Verfahren im BLiTZ.

Im Rahmen des Peer Assisted Learnings unterrichten die Tutor*innen im 3.Semester die Studierenden im 1. Und wenn sie im 4. Semester sind, unterrichten sie das 2 Semester.

Im 5.-7. Semester findet der Unterricht in Brandenburg / Havel statt. Die LuK Tutor*innen werden dann BLiTZ-Tutor*innen. Für die Tutorien müssen die Tutor*innen nun 120 km fahren. Deshalb finden diese meist am „Platzhalter“ des Praxistages statt, der nur 2-wöchentlich stattfindet. In Ausnahmefällen werden die Tutorien auch samstags angeboten.

Im curricularen Setting wird der jeweils untere Jahrgang unterrichtet. Dementsprechend wechseln jedes Jahr die Verantwortlichen. Als qualitätssichernde Maßnahme ist zu jedem Tutorium ein Manual erstellt worden mit dem sich die neue Tutor*in auf das Tutorium vorbereitet. Zusätzlich erfolgt eine inhaltliche Schulung durch die Skills Lab Leiterin oder eine andere Ärzt*in. Das erste Tutorium hält dabei die „ältere“ Tutor*in und die „jüngere“ schaut zu. Das 2. Tutorium hält die „Jüngere“ und die „Ältere“ macht eine Peer Observation. Die anderen Tutorien zu diesem Thema werden alleine absolviert. Zusätzlich gibt es angekündigte Supervisionen durch die Skills Lab Leiterin. Abschließend wird das Manual überarbeitet und entsprechend der Hinweise aus den Evaluationen angepasst.

Aufgrund des erarbeiteten Standards lässt sich im Tutorium ein „roter Faden“ der praktischen Basisfertigkeit vermitteln. Auf detailreiche und den Zeitrahmen sprengende Schilderungen von Sonderfällen wird in den ersten Semestern eher verzichtet.

Neben dem eigentlichen Inhalt zum Beispiel „Untersuchung der unteren Extremität“, werden in jedem Tutorium unterschwellig Basisfertigkeiten = Soft Skills vermittelt, die sich nicht/schwierig separat erlernen lassen, zum Profil eines guten Arztes aber dazugehören und wichtig sind für die Ausprägung der beruflichen Handlungskompetenzen. Z. Bsp: Erfahrung in der Patient*innenrolle, professionelles Auftreten, Patientensicherheit, Händedesinfektion oder patient*innengerechte Kommunikation.

Die Studierenden evaluieren papierbasiert am Ende der Tutoriumszeit das entsprechende Tutorium. Diese Evaluationen werden von einer Tutor*in in eine Excel-Tabelle eingetragen. Am Ende des Semesters bekommt Sylvia Vogel aus dem Bereich Evaluation die gesammelten Daten um die statistische Auswertung vorzunehmen. Wir erhalten in der veranstaltungsfreien Zeit eine zeitnahe Rückmeldung um für den nächste Jahrgang das Tutorien den Wünschen oder anderen Gegebenheiten anzupassen.

Medizindidaktische Qualitfikation unserer Tutor*innen

Um als speziell ausgebildete Studierende ein standardisiertes Training durchführen zu können, erhaltenen die vier neuen Tutor*innen in ihrer 1. Arbeitswoche eine 10 LVS dauernde Eintages-Schulung in den Grundlagen der Medizindidaktik für studentische Tutor*innen. Die Schulung halten die "älteren" Tutor*innen. Sie erarbeiten gemeinsam die "Do-s" und "Dont ́s" der Vermittlung praktischer Fertigkeiten und üben in kleinen Gruppen an konkreten Beispielen die Grundlagen des Peer-to-peer-Teachings, Lerntypen, Gruppenentwicklung, Lernklima, Kontextbasiertes Lernen: z.B. didaktische Rollenspiele¹ und die Vermittlung praktischer Fertigkeiten nach dem Peyton 4-Step-Teaching²

Außerdem finden für alle 1-2 x pro Semester „Meet the Experts“ Runden statt. Diese sind auf 2 LVS angesetzt. Wir haben an der MHB ein tolles Team an didaktisch ausgebildeten Pädagog*innen, Psycholog*innen, und Ärzt*innen, auf deren Wissen wir gerne zurückgreifen. Es gab bereits eine Schulung zum leistungsorientierten Feedback in studentischen Tutorien, zum richtigen Erstellen von MC Fragen und zu Präsentations-/ Visualisierungstechniken. Für das kommende Semester sind das didaktische Gestalten von ÜDT und das Schreiben einer SP-Rolle vorgesehen.

Vor jeder Meet the Experts Runde, an der in der Regel alle Tutor*innen teilnehmen, besprechen wir zudem im Rahmen einer internen Supervisionsrunde welche organisatorischen Abläufe angepasst werden müssen und welche Konflikte es in Tutorien gab. In diesem Zusammenhang entwickeln wir zusammen entsprechende Lösungsstrategien.

Die motivierten Tutor*innen haben einschlägige Vorerfahrung in medizinischen Fachberufen (Rettungsassistent*in, Gesundheits-/Krankenpfleger*in oder Physiotherapeut*in) und werden neben der oben erwähnten Didaktik auch fachlich in das relevante Hintergrundwissen eingearbeitet. Es finden spezielle inhaltliche Schulungen bei den Dozent*innen der einzelnen “Übungen” statt sowie Probetutorien, Peer-Observation und Supervisionen der Tutorien. (siehe Tutor*innen-Job)

Quellen:

  • ¹Nikendei C, Zeuch A, Dieckmann P, Roth C, Schafer S, Volkl M, Schellberg D, Herzog W, Jünger J: “Role-playing for more realistic technical skills training”. Med Teach 2005, 27(2):122–126
  • ²Krautter M et al: „Effects of Peyton’s four-step approach on objective performance measures in technical skills training: a controlled trial.” Teach Learn Med 2011, 23(3):244–250
Übersicht des Tutorienangebotes im LuK und BLiTZ in Zuordnung zu den einzelnen Modulen

Wir sind ein Skills Lab im Aufbau, sodass das Angebot semesterweise aktualisiert wird.

Stand 02/2018


Tandem ÜDT (tÜDT)

Bereits ab dem ersten Semester werden die Studierenden in Kleingruppen von maximal acht Personen von praktisch tätigen Ärzt*innen in der klinischen Untersuchung des modulspezifischen Organs/Organsystems unterrichtet. Diese praktischen Untersuchungskurse heißen "Übung zu Diagnostik und Therapie" kurz: ÜDT.

Im Semester finden wöchentlich sechs curriculare Übungen in den POL Gruppen zu einem Thema statt. Die ÜDTs zu denen 2 Wochen später Tutorien angeboten werden, sind als Tandem-ÜDTs (tÜDT) geplant. Das Know-How der Ärzt*innen wird mit dem der didaktisch ausgebildeten Tutor*innen kombiniert. Jeweils zwei POL-Gruppen werden für eine tutor*innenbegleitete Tandem- Übung zusammengelegt. Die Übungsleitung übernimmt dabei die Ärzt*in. In Anlehnung an Peyton-4-Step-Approach (*Krautter et al., 2011) führt die Tutor*in an einer Proband*in die Untersuchung in Originalgeschwindigkeit vor. Anschließend erläutert die Ärzt*in die medizinischen Hintergründe der Untersuchung und kommentiert die einzelnen Untersuchungsschritte. In getrennten Gruppen von je acht Studierenden werden die vermittelten Fertigkeiten geübt, wobei die supervidierende Tutor*in und die Ärzt*in die Studierenden beim gegenseitigen Üben unterstützen, Fragen beantworten und beratend zur Seite stehen. Der Mehrwert einer anwesenden Tutor*in steigt mit der Komplexität und des Umfanges der Veranstaltung.

Die Tutor*innen, die tÜDTs begleitet haben, geben dann auch die entsprechenden Tutorien. Die Tutor*innen können so bereits in den Übungen sehen, an welchen Stellen die Studierenden Schwierigkeiten mit der Untersuchung haben, um so gezielt in den Tutorien Schwerpunkte zu setzen. Schlussendlich erhöht sich somit auch die Qualität der Tutorien.


Aktuell gibt es zu folgende tÜDT:

  • Anatomie in Vivo, Inspektion, Palpation untere Extremität (UEX)
  • Bewegungsprüfung UEX
  • Untersuchung und Bewegungsprüfung Schulter/Oberarm
  • Grundlagen der kardiovaskulären Untersuchung (Pulsstatus, RR)
  • Basics: internistischer Status Teil 1 Untersuchung Herz
  • Blutentnahme am Modell und Gegenseitig
  • Basics: internistischer Status Teil 2: Lunge
  • Basics: internistischer Status Teil 3: Abdomen
  • Ernährungszustand
  • Rektale Untersuchung

Quelle: Krautter M, Weyrich P, Schultz JH, Buss SJ, Maatouk I, Jünger J, Nikendei C. Effects of Peyton's four-step approach on objective performance measures in technical skills training: a controlled trial. Teach Learn Med. 2011;23(3):244–250. DOI: 10.1080/10401334.2011.586917

Tutorien - Modulbegleitend

Auf Grundlage des Peer-Teaching Konzepts bietet ein 10-köpfiges Team aus Medizin- und Psychologiestudierenden während des Semesters modulbegleitende Tutorien an.

Die Tutorien haben als Ziel, dass in den ärztlichen Übungen (ÜDT und tÜDT) erlangte Wissen unter Aufsicht erneut zu üben. In der Anfangsphase ist es sinnvoll unter Anleitung zu Üben. Studierende dürfen Fehler machen, diese haben im Skills Lab keine Nachteile für eine Patient*in. Damit sich die Fehler nicht als Standard in den Untersuchungsablauf einschleichen, erhalten die Studierenden von der Tutor*in leistungsorientiertes Feedback. Fehler können so minimiert werden. Die Studierenden erarbeiten sich systematisch den geforderten Mindeststandard und bekommen Sicherheit in den praktischen Fertigkeiten. Entsprechend der geforderten Semesterziele wird zusätzlich der Transfer von theoretischem zu praktischem Wissen verbessert und gefestigt. Nach Genehmigung der Tutorien durch die Mitglieder*innen des Studienausschusses, werden die Tutorien als extracurriculäre Lehre in der Selbststudiumszeit angeboten. So können die Studierenden medizinische Inhalte und praktische Fertigkeiten weiter verinnerlichen, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten / Fertigkeiten bekommen und sich in verschiedenen Fachrichtungen weiter üben.

Zwei Wochen nach einer ÜDT werden die modulbegleitenden Tutorien angeboten.

Die Tutorien werden für alle Studierenden des jeweiligen Semesters angeboten. Unabhängig vom Inhalt werden alle Tutorien in Kleingruppen abgehalten. Damit wird sichergestellt, dass seitens der Teilnehmenden keine Fragen offenbleiben. Die Kursstärke ist themenbezogen unterschiedlich und variiert zwischen je 6-10 Studierende mit 1 oder auch 2 Tutor*innen.

Das Tutorienangebot wurde im Mittel von 92% der Studierenden genutzt, so dass die Tutorien mit 80-100% ausgelastet waren. (Daten des 2. Jahrganges Medizin)


Momentan werden Modul-begleitend folgende Tutorien angeboten:

1. Semester

  • Simulations-OSCE, Im Sinne eines “Spaß-OSCE“ in der Orientierungswoche
  • Basic Life Support
  • Anatomie in Vivo: Zeichnen und medizinisches Vokabular
  • Bewegungsprüfung untere Extremität
  • Funktionsprüfung: Knie
  • Bewegungsprüfung obere Extremität
  • Reflexe und Motorik
  • Blutentnahme am Modell/Legen eines peripheren i.v. Zuganges
  • Basics: internistischer Status Teil 1: Herz

2. Semester

  • Basics: internistischer Status Teil 2: Lunge
  • Röntgen Thorax Diagnostik – Basics
  • Basics: internistischer Status Teil 3: Abdomen
  • Leber kompakt: Anamnese/Untersuchung/Sono
  • Grundlagen für den Praxistag: Anamnesetraining an Fallbeispielen inkl. Videobriefing

3. Semester

  • Bildgebung – Basics
  • Untersuchung der Koordination
  • Sensorik und Motorik
  • Entzündung kompakt inkl. LK.Status
  • LK/Milz kompakt: Anamnese/Untersuchung/Sono

4. Semester

  • Niere kompakt: Anamnese/Untersuchung/Sono
  • Legen eines transurethralen Blasenverweilkatheters am Modell
  • Nahtkurs für Anfänger
  • 3x3 der Derma - Untersuchung

5. Semester (in Planung)

  • Erhebung eines Hirnnervenstatus
  • Augenuntersuchung
  • Gynäkologische Untersuchung am Modell

7. Semester (in Planung)

  • Klinisches Handeln und Denken - Skills Training kompakt Parcours
    • In diesem Spezial-Tutorium wollen wir der CanMed-Rolle des SCHOLARs /Lehrenden gerecht werden, hier ist „Lernen durch Lehren“ (PAL) als Outcome für alle Studierenden im Skills Lab curricular verankert - lasst Euch überraschen!   

OSCE-Tutorium

  • 1.Semester, 2.Semester, 3.Semester, 4.Semester, 5.Semester
Tutorien -Famulatur/PJ-begleitend

Innere Medizin

Really fit for Internship I / Innere Famulatur - Curriculum über 10 LVS:

  • „Admission-Skills“= Anamnese, Erhebungeines internistischen Status inkl. Rekt. Untersuchung
  • „Ward-Skills“ = interdisziplinäre Fallarbeit,
  • „Drug-Skills“ = Hygiene, Umgang mit Ampullen,Applikation s.c./i.m./i.v., Richten von Infusionen, Umgang mit Perfusoren,
  • „Heart-Skills“ = Untersuchung, SAM II-Training, Anlegen/ Auswerten EKG

Chirurgie

Really Fit for Internship II / Chirurgie Famulatur - Mini Curriculum (24 LVS)

Abschluss CAJC-Zertifikat “studentische OP Assistent*in” in Kooperation mit den Viszeralchirurgischen Abteilungen Immanueldiakonie Bernau, Städtisches Klinikum Brandenburg und den Ruppiner Kliniken

  • OP-Technik 8xACH, 2, UCH, 1xGyn,
  • MIC (Lübecker Toolbox + D.I.Y. Laps-Trainer) inkl. Training im OP am Pelvi Trainer,
  • FAST (Focusses Assessment with Sonography for Trauma),
  • praktische Fertigkeiten und Überleben im OP: OP Regeln, Materialkunde/Knoten-/Nahtkurs,
  • Überleben auf Station 1 (als Parcours 120 min)Patient*innendokumentation (Kurven-Arbeit) , Anlage peripher-venöser Gefäßzugänge+Infusion richten. Anlegen einer Magensonde am Modell oder für mutige Gegenseitig, Kostaufbau nach viszeralchirurgischer OP (Hausstandard), subkutane (bspw. niedermolekulkares Heparin) und intramuskuläre Injektionen (bspw. Tetanus-Impfung) am Modell,
  • Überleben auf Station 2 Aufnahmesituation in der Rettungsstelle: Erhebung eines organspezifischen Status DD: Akutes Abdomen
  • anschließend 5 Termine freies Training unter tutorieller Aufsicht

Gynäkologie

Geburtshilfe Famulatur

  • Spontanpartus: das 1x1 der Geburtsmechanik, Hands-on Kurs am Geburtssimulations-Modell

Impressionen

Impression aus dem 1. CAJC Kurs: Einheit Nahttechniken II (Nov.2017)Impression aus dem 1. CAJC Kurs: Einheit Nahttechniken II (Nov.2017)

Impression aus dem 1. CAJC Kurs: Überleben im OP (Nov.2017)Impression aus dem 1. CAJC Kurs: Überleben im OP (Nov.2017) – P.S.: Auf dem "OP-Tisch" liegt unsere ALS-Puppe :)

wichtigsteamstetoskopistzwischendenohrstöpseln_Hirschhausen_schulze_GMA2017Präsentation unseres CAJC Angebotes auf der GMA Tagung 2017
Dr. Eckart von Hirschhausen und unsere Skills Lab Leiterin Dr. Susen Schulze

Einschreibung zu Tutorien

Zu jedem Tutorium gibt es eine Kurzbeschreibung und eine Semesterempfehlung in unserem Lernmanagementsystem Moodle. Diese Empfehlung orientiert sich an den Inhalten des Brandenburger Modellstudienganges Medizin.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl pro Tutorium ist eine Buchung über Moodle nötig. Die Tutor*innen planen die Termine selbstständig. Die Online-Schaltung wird in Moodle und über die Semesterverteiler angekündigt. Daher ist es ratsam, sich regelmäßig bei Moodle einzuloggen und sich die E-Mails anzusehen.

Das Team im LuK und BLiTZ> passt regelmäßig das Angebot der Tutorien an die Bedürfnisse der Studierenden an und entwickelt das Angebot weiter. Um stets auf dem neusten Stand zu sein, begleiten wir die Ausbildungspraxis in wissenschaftlichen Projekten und stellen diese halbjährlich vor: jeweils im Frühjahr auf dem internationalen Skills Lab Symposium (iSLS) und im Herbst auf der Tagung der Gesellschaft für medizinische Ausbildung.

Studium Fundamentale - Malkurs mit Dr. Schulze
Die Zerbrechlichkeit des Erhabenen, Maria König 2016


Hintergrund:

Ziel ist die künstlerische und medizin-/psychologiegerechte Ausgestaltung der Flure des MHB Campus Gebäude „Haus D“ in Neuruppin.


Lernziele

  • Die Studierenden sollen sich anatomisch mit Herz, Hand und Hirn auseinandersetzen und die gesehene Realität auf ein 2d Format übertragen können. Oder: eine auf den Leitspruch der MHB passenden psychologischen Theorie/Vorstellung auf ein 2d Format übertragen können.
  • Die Studierenden haben einen Überblick über die wichtigsten Malerei-Stilrichtungen des 18-20. Jhd. Anhand eines Zeitstrahls können die wichtigsten Merkmale / Eckdaten mündlich dargestellt werden.
  • Die Studierenden sind kleine Expert*innen für eine von Ihnen gewählte Stilrichtung; Sie sollen die wichtigsten Künstler*innen und ihre Werke kennen sowie die charakteristischen Merkmale künstlerisch umsetzen.
  • Die Studierenden können sich angstfrei vor eine weiße Leinwand setzen, eine Bildkomposition erstellen und die Ideen umsetzen.
  • Die Studierenden bemalen mit Acryl jeder eine Leinwand á 60x80 cm. Das Bild ist Eigentum der MHB und wird auf den Fluren des Lern- und Kommunikationszentrums ausgestellt werden


Inhalte

  • Theorie zu den Stilrichtungen
  • Malkunde
  • Grundlagen/Besonderheiten beim anatomischen Objekt


Ablauf

PHASE I-Einführung

Ziel : Jede Studierende soll sich auf eine Stilrichtung festlegen:Crashkurs-Theorie zu den entsprechenden Stilrichtungen: Renaissance (Michelangelo, van Eyck, Bosch), Hochrenaissance (Da Vinci, Raffael, Tizian, Cranach, Bruegel, Bronzino), Barock (Caravaggio, Rubens, van Dyck), Umbruch 19. Jh., Naturalismus, Landschaften (Turner), Realismus (Peredwischniki, Spitzweg), Im-/Postim-/Neo-impressionismus (Monet, Slevogt, Sisley, Degas, Renoir, Cezanne, Seurat, van Gogh, Corinth), Expressionismus (Brücke vs. Blauer Reiter), Symbolismus (Gaugin, Klimt), Fauvismus (Matisse, Marquet, Vlaminck), Neue Sachlichkeit (Dix, Felixmüller, Grosz, Hartung), Surrealismus (Ernst, Magritte, Breton, Dali, Kahlo, Masson), Dadaismus (Arp), Kubismus (Picasso, Braque), Futurismus (Boccioni, Carra, Balla, Severini), Orphismus (Delaunay), Rayonismus (Larionow, Gontscharowa), Neoplastizismus (Mondrian), Abstrakte Kunst (Kandinsky,Wols, Baumeister, Hartung), abstrakter Expressionismus (Polloch), Op-Art, Pop-Art (Allen Johns, Lichtenstein, Warhol), Alte Leipziger Schule (1. Generation) (Mattheuer, Tübke, Heisig), Neue Leipziger Schule (3. Generation) (Loy, Rauch), Sozialistische Kunst (Kollwitz, Paris, Sitte, Womacka, Heisig, Tübke, Lingner, Nagel), verschiedene Stile: Stil á la Baselitz oder Gerhard Richter oder Collagentechnik á la John Heartfield oder Klaus Staeck, Bob Ross/ Jenkins (Naß-in-Naß-Technik), Parkettierung nach Escher, anthroposophische Kunst

PHASE II-Planung

Vortrag zur gewählten Stilrichtung und Besprechung/Planung der Bildkomposition

Malkunde: Grundlagen/ Besonderheiten beim anatomischem Objekt oder der Abstraktion einer Theorie, Malkunde (Grundlagen Bildaufbau, Acrylmalerei, Leinwand, Grundierung/Gesso, verschiedene Acryle, Lasiereffekte, Malmesser-/ Spachteltechniken, Malmittel, Verdünnungsmittel, Füllstoffe, Strukturmittel, ggf Metallisieren (Blattgold, Pulver, Musieren etc) Zwischen-/Schlussfirnisse

PHASE III-Umsetzung



Didaktische Gestaltung

Kursphasen

PHASE I: Einführung, Sensibilisierung für das Thema, Themenfindung

PHASE II: Projektplanung, Aufbereitung

PHASE III: Durchführung, Präsentation/Sprachliche Vorbereitung, Auswertung

 

Einstieg: Think – Pair – Share (angelehnt an POL: Brain-storming: Vorwissen aktivieren, (geschlossene) Schubladen im Gehirn öffnen, Hypothesen formulieren, Ideen sammeln)

Es wird ein Studium Fundamentale Unterricht mit plangeleitetem und zielgerichtetem Tun.

Ganzheitlicher Ansatz: Im Kurs wird versucht die übliche Trennung von geistiger und körperlicher Arbeit zu überwinden. Möglichst viele Sinne werden mit einbezogen. Unterschiedliche Lernzielebenen werden integriert (kognitiv, affektiv, motorisch, sozial). Sprachliche Aktivitäten und praktisches Tun ergänzen sich.

Selbstorganisation und Selbstverantwortlichkeit: Studierende und Dozentin sind gemeinsam für die Planung und Durchführung des individuellen Bildprojektes verantwortlich, den Hauptanteil sollen zu mindestens 75 % die Studierenden tragen. Die Studierenden organisieren sich in einem begrenzten, zeitlichen Rahmen der Malerei selbst und informieren sich gegenseitig über Aktivitäten und eventuelle Zwischenergebnisse.

Sozialer Faktor: Die Studierenden nehmen aufeinander Rücksicht und helfen sich gegenseitig, auch wenn das eigene Interesse nicht im Vordergrund steht. (Teilen der Farbe, Einschätzen von Lichtverhältnissen, anatomisch korrekte Strukturen etc.).

Die Dozentin fungiert als Lernberaterin, stellt sprachliche/ künstlerische Mittel sowie Fertigkeiten zur Verfügung, ist Helferin bei Konflikten innerhalb der Gruppe.


StuFu WiSe 15/16


Anne malt im Stil von Henri Le Sidaner

Anne malt im Stil von Henri Le Sidaner


Gwen malt einen eigenen Stil mit psychologisch/philosophischem Thema

Gwen malt einen eigenen Stil mit psychologisch/philosophischem Thema


Max mal einen eigenen Stil mit Folientechnik und Graffiti

Max mal einen eigenen Stil mit Folientechnik und Graffiti


Lisanne malt im Stil von Leonardo da Vinci

Lisanne malt im Stil von Leonardo da Vinci


Bertram malt sein Bild Strandschnitte im Stil von Alexander Alexandrowitsch Deineka

Bertram malt sein Bild "Strandschnitte" im Stil von Alexander Alexandrowitsch Deineka


Maria malt im Stil von Salvador DalÌ

Maria malt im Stil von Salvador DalÌ