Praktische Prüfungen (OSCE, etc.)

OSCE + Workplace based assessments

OSCE steht für "Objective Structured Clinical Examination" und wird als Prüfungsformat in der Humanmedizin vom 1.-7. Semester und bei Studierenden für Bachelor/Master in Psychologie im 4. Semester eingesetzt.

 

Ablauf

Beim OSCE durchlaufen die Studierenden einen Parcours mit 8-10 Stationen, mit kleinen 2-minütigen Pausen dazwischen. Innerhalb einer bestimmten Zeit (in der Regel 8 -10 Minuten) muss eine Aufgabe gelöst werden, die nach einer vorher konzipierten und strukturierten Checkliste von dem / der Prüfer*in objektiv auswertbar ist.

Die Simulationsperson hat im Vorfeld eine bestimmte Rolle trainiert und bleibt dabei an einer Station, während die Studierenden durch den OSCE-Parcours rotieren. Die Aufgaben für die SP variieren von Rollen, bei denen Studierende die korrekte Durchführung körperlicher Untersuchungen an ihnen demonstrieren sollen (ohne Rollenskript; zum Beispiel, Herz-/Lungenuntersuchung) bis hin zu komplexen Gesprächssituationen (zum Beispiel, Erhebung einer symptombezogenen Anamnese mit Diagnosestellung und Therapievorschlägen.

Bei der Prüfung der praktischen Fertigkeiten ist es wichtig für jeden Studierenden dieselben Bedingungen zu schaffen. Die Umsetzung dieser Aufgabe wird im Vorfeld umfassend trainiert. Bei bestimmten Fragen werden entsprechende Antworten bzw. Körperhaltungen/Körpersprache für die vorgesehene Rolle standardisiert geübt. Zur Qualitätssicherung werden während dieses Trainings verschiedene Medien eingesetzt, um Fragen und Unklarheiten zu klären (zum Beispiel, Videoaufzeichnungen zum Videofeedback über das eigene Verhalten während der Prüfung).

Ab dem 8. Semester sind die Studierenden der Humanmedizin im dezentralen Studienabschnitt an 4 Ankerplätzen im Land Brandenburg verteilt. Die Nachhaltigkeit des Lernerfolgs der praktischen Lernziele werden kontinuierlich im Rahmen von "Workplace-based assessments" (WPBAs) geprüft. Dazu werden während der Stationspraktika verschiedene Formate genutzt: DOPs ("Direct Observation of Clinical Skills"), CBDs ("case-based discussions"), NOTSS ("non-technical skills for surgeons"), sowie mini-CEX (mini "clinical evaluation exercise") bei denen auch Simulationspersonen zum Einsatz kommen.