Studierende Internationales Incoming

Incoming

Willkommen in Brandenburg! Wir gratulieren Ihnen zu der Entscheidung, einen Studienabschnitt an der Medizinischen Hochschule Brandenburg zu absolvieren!

Als noch kleine Universität im ständigen Aufbau legen wir sehr großen Wert darauf, uns international zu vernetzen. Umso mehr freuen wir uns, dass Sie auf uns aufmerksam geworden sind.

Sollten Sie Interesse haben ein gesamtes Studium an der Medizinischen Hochschule zu absolvieren, informieren Sie sich bitte hier zu den Formalitäten.

Wenn Sie daran interessiert sind einen Teil Ihres Studiums an der Medizinischen Hochschule zu absolvieren finden Sie hier weitere Informationen zu den einzelnen Studiengängen.

Die Informationen auf diesen Seiten sollen Ihnen helfen, den Aufenthalt in Brandenburg vorzubereiten und bei den ersten Schritten zu helfen. Sie werden bemerken, dass diese Hochschule auf Grund ihrer Größe aber auch Philosophie einen sehr engen Kontakt zu all ihren Mitgliedern hält. Scheuen Sie sich also nicht, sich nach allem zu erkundigen!

Sie werden sehr schnell den Charme der einzelnen Studienstandorte in Neuruppin und Brandenburg an der Havel zu schätzen wissen. Nach einigen Tagen werden Sie merken, dass jeder Standort auf seine Art und Weise eine aufregende und interessante Stadt ist, das Studentenleben sehr aufblüht und jedem Studierenden seinen Reiz bietet.

Also zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren und kommen Sie gleich nach Ihrer Ankunft zu uns, so dass wir alles Weitere besprechen können. Wir tun unser Bestes, um Ihnen bei allen Fragen und Problemen zu helfen.

Bewerbung/Application

Nehmen Sie zunächst mit dem Auslandsbüro Ihrer Heimatuniversität Kontakt auf und erkundigen Sie sich nach den Möglichkeiten und Bewerbungsverfahren. Sobald Sie von Ihrer Hochschule eine Zustimmung erhalten haben, sollten Sie bzw. Ihre Hochschule Kontakt mit dem Referat für Auslandsangelegenheiten der MHB aufnehmen. Zusammen planen wir dann die nächsten Schritte, auch wenn noch keine Partnerschaften und Austauschprogramme bestehen.

Bewerbungszeitraum

Da das Studienjahr an der MHB in zwei Semester gegliedert ist, können Sie sich entweder zum Winter- oder zum Sommersemester bewerben. Bitte beachten Sie dabei die inhaltliche Modulplanung, da diese semesterabhängig ist. Die Bewerbungsfrist durch das International Office beträgt jeweils mindestens vier Monate vor Beginn des entsprechenden Semesters.

Sprachkenntnisse

Ihre Sprachkenntnisse sollten in der Unterrichtssprache (Deutsch) mindestens (!) B2 nach dem Referenzrahmen für Europäische Sprachen betragen. Dies wird auf Grund des frühen Patientenkontaktes im Modellstudiengang vorausgesetzt. Erkundigen Sie sich gerne nach den sprachlichen Angeboten der MHB.

Bewerbungsunterlagen

Für die Bewerbung benötigen wir die folgenden Unterlagen:

  • Bewerbungsformular (Download)
  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Nachweis der Sprachkenntnisse
  • Nachweis über den Impfstatus (nur Medizin)
  • Nachweis einer Auslandskrankenversicherung
  • Transcript of Records

Senden Sie die Unterlagen per Post an:
Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH
Referat für Auslandsangelegenheiten
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin

oder per E-Mail an:
international@mhb-fontane.de

Medizin

Das Studium im Brandenburger Modellstudiengang Medizin dauert mindestens sechs Jahre. Die Regelstudienzeit im Brandenburger Modellstudiengang Medizin beträgt einschließlich der Prüfungszeit für den Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung sechs Jahre und drei Monate (§ 1 Abs. 2 ÄApprO).

Das Studium gliedert sich in drei Studienabschnitte. Die Ausbildungsinhalte des ersten Studienabschnittes (1. bis einschließlich 6. Semester) sind an organ- und systembezogenen Problemstellungen orientiert. Die darauf aufbauenden Inhalte des zweiten Studienabschnittes (7. bis einschließlich 10. Semester) orientieren sich an den typischen Problemstellungen verschiedener Lebensphasen und Fachgebiete. Der dritte Studienabschnitt ist das Praktische Jahr (PJ).

Auf das fünfte Studienjahr folgt der dritte Studienabschnitt, das Praktische Jahr (48 Wochen). Entsprechend den Vorschriften der Approbationsordnung für Ärzte, die die Ausbildung im Praktischen Jahr regeln (§ 3 ÄApprO), werden drei jeweils sechzehnwöchige Praktika abgeleistet. Das Studium wird mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung gemäß der Approbationsordnung für Ärzte abgeschlossen.

Im Kurskatalog finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Modulen. Weitere Informationen erhalten Sie zudem über das Referat für Curriculumsentwicklung und -koordination.

Modulübersicht

Unterrichtsformate

Die MHB zeigt mit ihren Unterrichtsformaten eine frische, neue und durchdachte Herangehensweise an medizinische Inhalte. Dieser didaktische Weg ist die Möglichkeit die Medizin auf eine neue Art und Weise zu verstehen und zu begreifen. Die Studieninhalte werden im Sinne einer Lernspirale in zunehmender Komplexität und Ausführlichkeit entsprechend dem Ausbildungsstand der Studierenden wiederholt behandelt. Das Lernen in kleinen Gruppen ermöglicht es im intensiven Austausch Wissen zu teilen und Fragestellungen zu klären. Eine wissenschaftliche Herangehensweise an Problemstellungen sowie das Lebenslange Lernen werden trainiert. Neben praktischen Fertigkeiten stehen auch kommunikative und psychosoziale Inhalte im Mittelpunkt.

Damit Sie die unterschiedlichen Unterrichtsformate verstehen, die auf Sie zukommen, finden Sie hier eine Auflistung mit einer kurzen Erklärung:

Problemorientiertes Lernen (POL)
Die Studierenden treffen sich in der Regel zweimal wöchentlich in einer Kleingruppe. Diese Kleingruppen werden durch speziell ausgebildete Lehrkräfte geleitet. Die Zahl der an einer Kleingruppe teilnehmenden Studierenden sollte acht nicht überschreiten.

In den Kleingruppen bearbeiten die Studierenden ein medizinisches bzw. an Modulthemen orientiertes Problem. Die Erarbeitung der sich daraus ergebenden Lernziele erfolgt im Selbststudium sowie z. B. durch Seminare, praktische Übungen, Praktika oder Vorlesungen. Dabei wird bereits vorhandenes Wissen vertieft und ergänzt. In der zweiten Kleingruppensitzung werden die Ergebnisse dieser Bearbeitung von den teilnehmenden Studierenden zusammenfassend dargestellt und diskutiert.

Seminare

Interdisziplinäres Seminar
Die Interdisziplinären Seminare (IDS) zu klinisch-theoretischen Grundlagen dienen der Vertiefung von Wissen, der Vermittlung fächerübergreifender oder interdisziplinärer Zusammenhänge und der Herstellung von Bezügen zwischen theoretischen und praktischen Inhalten. Die Seminare sollen interaktiv gestaltet werden und können Impulsreferate beinhalten.

Seminare der Human- und Gesundheitswissenschaften
Die Seminare der Human- und Gesundheitswissenschaften (HGW) beinhalten semesterbegleitende Seminarkurse zu:

  • Grundlagen ärztlichen Denken und Handelns,
  • Gesundheitswissenschaften und
  • Methoden wissenschaftlichen Arbeitens.

In den Seminaren werden schwerpunktmäßig gesellschaftliche, philosophische, ethische, historische und methodische Aspekte der Medizin behandelt.

Vorlesungen
Ergänzend zu den Seminaren werden Vorlesungen (VL) zur Vermittlung komplexer Inhalte oder als Übersichten zu umfassenden Themengebieten angeboten.

Übungen
Die Übungen Diagnostik und Therapie (ÜDT) umfassen den Erwerb praktischer Fertigkeiten des ärztlichen Berufs in den Bereichen Diagnostik und Therapie (z. B. Blutabnahme, körperliche Untersuchung, Sonographie, Nahtkurs). Die praktischen Übungen finden in der gleichen Zusammensetzung wie die Kleingruppen statt.

Der Unterricht am Krankenbett (UaK) findet in Kleingruppen statt. Bei Unterweisungen an Patienten in Form von Patientendemonstrationen beträgt die Gruppengröße höchstens sechs Studierende, bei der Untersuchung eines Patienten höchstens drei Studierende. Den Studierenden ist dabei ausreichend Gelegenheit gegeben, selbst an der Patientin oder am Patienten tätig zu werden, soweit dies zum Erwerb praktischer Fertigkeiten und Fähigkeiten erforderlich ist.

Die Übungen zu Teamarbeit, Reflexion, Interaktion und Kommunikation (TRIK) vermitteln Fertigkeiten zur professionellen Kommunikation im ärztlichen Handlungskontext, zum Teil unter Einsatz von Simulationspatientinnen und -patienten. Die Übungen werden i.d.R. in Kleingruppen durchgeführt. Diese Übung verfolgt semesterübergreifend ein eigenständiges Curriculum.

Praktika
Die praktische Ausbildung bezieht Einrichtungen der medizinischen und psychosozialen Primär-, Sekundär- und Tertiärversorgung sowie Forschungseinrichtungen ein. In Praktika sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten in Gruppen trainiert und erlernte Wissensinhalte im Praxisrahmen überprüft werden.

Praktika dienen dem Erwerb und Üben praktischer Fertigkeiten sowie Kenntnissen in Gruppen von bis zu 16 Studierenden. Die Themen umfassen naturwissenschaftliche Grundlagen der Medizin, klinische sowie klinisch-theoretische und medizintheoretische Fachgebiete, z. B. Medizinethik, Medizinrecht, Biochemie, Pharmakologie oder Mikrobiologie.

Der „Praxistag“ (Allgemeinmedizinisches Praktikum und Praktikum der ambulanten Versorgung in Fachpraxen) findet in der Regel 14-tägig vom 2. bis 5. Fachsemester in der Praxis niedergelassener Ärztinnen oder Ärzte statt, die in der ambulanten Versorgung tätig sind. Die Studierenden nehmen beobachtend und gegebenenfalls assistierend an der Sprechstunde teil und werden soweit in die Untersuchung, Beratung und Behandlung einbezogen, wie dies der niedergelassenen Ärztin bzw. dem niedergelassenen Arzt geboten erscheint.

Das Praktikum Berufsfelderkundung (BFE) vom 1. bis zum 5. Semester vermittelt den Studierenden Einblicke in verschiedene ärztliche Tätigkeitsgebiete (z. B. öffentlicher Gesundheitsdienst, Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen, Hospize, Betriebsmedizin, Pharmaindustrie, Forschungseinrichtungen).

Die Stationspraktika (SP) stellen die wesentliche integrative Lehr- und Lernform im Krankenhaus dar (entsprechend Blockpraktika, § 2 ÄApprO). Schwerpunkte sind Differentialdiagnostik und -therapie der wichtigsten Krankheitsbilder unter Bedingungen des klinischen Alltags. Die Ausbildung am Krankenbett und die im Verlauf des Studiums wachsende Verantwortungsübernahme der Studierenden in der Patientenversorgung stehen dabei im Mittelpunkt. Die Stationspraktika werden dabei von theoretischen Lehrveranstaltungen flankiert, um eine möglichst enge Verknüpfung von Theorie und Praxis zu gewährleisten, ggf. ergänzt durch interdisziplinäre Theorieeinheiten (Propädeutik-Zeiten). Die Stationspraktika sind in den folgenden Modulen abzuleisten:

  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Kinderheilkunde
  • Neurologie
  • Psychiatrie
  • Innere Medizin
  • Geriatrie
  • Chirurgie
  • Anästhesiologie und Intensivmedizin
  • Wahlpflicht „Kleine Fächer“ (z. B. Augenheilkunde, Dermatologie, HNO, Urologie)

Das Wissenschaftliche Wahlpflichtpraktikum (WPP) dient dem Kennenlernen wissenschaftlicher Arbeitsweisen und deren Vertiefung, unter Berücksichtigung persönlicher Interessen zum Einblick in ein spezielles Fach und/oder eine wissenschaftliche Einrichtung. Das Praktikum wird im 6. Fachsemester in einer stationären oder ambulanten Versorgungseinrichtung oder einem theoretischen Institut bzw. einer Forschungseinrichtung abgeleistet. Für das Wahlpflichtpraktikum muss ein Thema mit einer eindeutigen Fragestellung bzw. Arbeitsaufgabe formuliert und bearbeitet werden.

Im Rahmen des WPP finden im Zweiten Studienabschnitt Forschungswerkstätten und Kolloquien statt, die der Vertiefung der im Ersten Studienabschnitt erworbenen Kenntnisse und der Weiterführung wissenschaftlicher Arbeiten dienen (wissenschaftliches Portfolio).

Fallvorstellung
Bei der Fallvorstellung (FV) im Zweiten Studienabschnitt werden reale Patientengeschichten inklusive Befunden und Therapien präsentiert. Die Dozenten erarbeiten mit den Studierenden das klinische Vorgehen, diskutieren diagnostische und therapeutische Möglichkeiten sowie Leitlinien und Leit-Symptome. Die Veranstaltung wird in Seminargruppengröße angeboten.

Fallbesprechung
Die Fallbesprechungen (FB) finden in den Modulen mit Stationspraktika statt, im Gegensatz zu den Fallvorstellungen bereitet hier jede bzw. jeder einzelne Studierende eine reale Patientengeschichte zur Diskussion in der Kleingruppe vor, die von einem Dozenten moderiert wird.

Famulatur
Die viermonatige Tätigkeit als Famulantin bzw. Famulant ist nach dem 5. Semester während der lehrveranstaltungsfreien Zeiten abzuleisten, wenn die für die ersten fünf Semester vorgeschriebenen Prüfungen und Leistungskontrollen erfolgreich absolviert sind. Sie hat zum Ziel, die Studierenden mit dem ärztlichen Berufsalltag im Krankenhaus und in der ambulanten Praxis vertraut zu machen. Sie ist bis zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abzuleisten und bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach dem Muster der Anlage 6 ÄApprO nachzuweisen.

Die Tätigkeit erfolgt für die Dauer von zwei Monaten im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung, für die Dauer eines Monats in einer Einrichtung der ambulanten Krankenversorgung, die ärztlich geleitet wird, oder einer geeigneten ärztlichen Praxis, und für die Dauer eines weiteren Monats in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung.

Praktisches Jahr
Im 3. Studienabschnitt (48 Wochen) ist eine zusammenhängende praktische Tätigkeit gemäߧ 3 Abs. 3 ÄApprO in folgenden medizinischen Fächern abzuleisten:

  • Innere Medizin,
  • Chirurgie,
  • in der Allgemeinmedizin oder in einem der übrigen, nicht die ersten beiden genannten, klinisch-praktischen Fachgebiete.

Die Universität erstellt gemäß § 3 Abs. 1a ÄApprO einen Ausbildungsplan (Logbuch), nach dem die Ausbildung durchzuführen ist.

Studium fundamentale
In den Lehrveranstaltungen des Studium fundamentale werden nichtmedizinische Themen behandelt, z. B. aus den Geisteswissenschaften oder Kunst.

Naturwissenschaftliches Tutorium
Das naturwissenschaftliche Tutorium wird im Ersten Studienabschnitt zur Vertiefung von Grundlagenfächern wie Physik, Chemie und Biologie angeboten.

Beispielsstundenplan

Hier finden Sie einen Stundenplan, der beispielhaft einen Wochenablauf im 3. Semester zeigt. Zum 2. Studienabschnitt liegt ebenfalls ein Stundenplan vor. Bitte beachten Sie, dass es sich hier nur um Beispiele handelt, die sich je nach Inhalt der Module von den Zeiten und Abläufen verschieben können.

Semestertermine

Die Semestertermine finden Sie hier.

Notensystem

Hier finden Sie eine Erklärung zum Notensystem und den Prüfungsformaten der MHB. Um eine Kompatibilität mit dem System Ihrer Einrichtung festzulegen, wird ein Learning Agreement zwischen Ihrer Einrichtung und der MHB geschlossen. Darin werden zeitlicher und inhaltlicher Aufwand berücksichtigt.

Für das bestehen eines Moduls muss eine Anwesenheitspflicht von 85% in den Unterrichtseinheiten POL, TRIK, Praxistag, Stationspraktika vorliegen. Zudem die Prüfung mit mindestens 60% abgelegt werden. An Hand dieser Ergebnisse wir dem Studierenden dann ein Transcript of Records über seine erbrachten Leistungen erstellt.

Eine Übersicht über die ECTS Punkte der einzelnen Module finden Sie hier.

Prüfungsformate

In der Regel wird jedes Semester (Erster Studienabschnitt) bzw. jedes Modul (Zweiter Studienabschnitt) mit je einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung abgeschlossen. An praktischen Prüfungsformaten kommen unter anderem der OSCE (Objective Structured Clinical Examination) oder der Mini-CEX (Mini-Clinical Evaluation Exercise) zum Einsatz. Die Studierenden nehmen nach dem 10. Fachsemester am 2. Abschnitt und nach dem PJ am 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung teil und schließen das Studium mit dem Staatsexamen ab.

Schriftliche Prüfungen
offene und/oder geschlossene Aufgabenformate, können in folgenden Formen durchgeführt werden:

  • Multiple Choice-Format (MCQ): Klausuren im Antwortwahlverfahren mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten
  • Modified Essay Questions (MEQ): Klausuren mit frei zu formulierenden Kurzantworten und sequenziellen Fragen, die nacheinander zu bearbeiten sind
  • Freie schriftliche Formate: unter anderem Projektdokumentation, Hausarbeit, wissenschaftliches Poster, Patientenbericht und modifiziertes Aufsatzverfahren. Zeitraum, Gliederung und Umfang sowie die Bewertung werden je nach Einsatz festgelegt. Gegebenenfalls kann eine mündliche Abschlusspräsentation verlangt werden.

Kombinierte Prüfungen
mündliche, schriftliche und/oder praktische Anteile, werden in den folgenden Prüfungsformaten angeboten:

  • Objective Structured Clinical Examination (OSCE): mehrere Prüfungsstationen, die mit jeweils einem Prüfenden besetzt sind. Es kann durch den Einsatz von Simulationspatienten oder fachspezifischen Objekten (z. B. medizinisch-diagnostischen Befunden, Modellen, Präparaten) geprüft werden. Der oder die Prüfende erfasst anhand einer standardisierten Checkliste die Leistung der Studierenden.
  • Objective Structured Pre-Clinical Examination (OSPE): ein oder mehrere Prüfungsstationen, wo die Studierenden an Modellen, Präparaten oder Bildmaterial jeweils mehrere Prüfungsaufgaben durchführen (z. B. Fähnchentest).
  • Arbeitsplatzbezogene klinische Prüfungen: der Prüfling führt an einem Patienten oder Simulationspatienten eine klinische Prüfungsaufgabe durch (z. B. Anamnese, Beratungsgespräch, körperliche Untersuchung). Die Bewertung erfolgt durch einen Prüfenden anhand eines standardisierten Erfassungsbogens.

Portfolio
festgelegte Anzahl von Teilleistungen, die innerhalb eines definierten Zeitraums nachzuweisen sind, zum Beispiel während eines Moduls oder des gesamten Zweiten Studienabschnitts. Die Leistungen können in schriftlicher, mündlicher, praktischer oder kombinierter Form erbracht werden. Gliederung und Umfang sowie die Bewertung werden je nach Einsatz festgelegt.

Psychologie
Bachelor

Der Bachelor Studiengang Psychologie beträgt eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Nach der bestandenen Bachelorprüfung wird der akademische Grad „Bachelor of Science“ (B. Sc.) in Psychologie verliehen.

Module

Die Psychologie befasst sich mit dem menschlichen Erleben, Denken, Empfinden und Verhalten sowie deren Ursachen und Bedingungen. Der Bachelorstudiengang beinhaltet in seinem Curriculum Grundlagen- und Anwendungsfächer der Psychologie. Zu den Pflichtmodulen gehören:

  • Einführung in die Psychologie
  • Allgemeine Psychologie A und B
  • Entwicklungspsychologie A und B
  • Sozialpsychologie
  • Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie
  • Psychologische Diagnostik und Testtheorie
  • Biologische Psychologie A und B
  • Klinische Psychologie / Psychotherapie 1: Grundlagen
  • Klinische Psychologie / Psychotherapie 2: Verhaltenstherapeutische Ansätze
  • Klinische Psychologie / Psychotherapie 3: Psychodynamische Ansätze
  • Gesundheitspsychologie
  • Kliniktag und TRIK
  • Statistik 1 und 2
  • Qualitative Verfahren
  • Empirisch – experimentelles Praktikum
  • Studium fundamentale
  • Praktikum
  • Bachelorarbeit

Zu den Wahlpflichtmodulen gehören:

  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Psychologie des Kindes- und Jugendalters
  • Neuropsychologie

Weitere Details finden Sie im Kurskatalog.

Master

Zugangsvoraussetzung ist ein Bachelorabschluss im Fach Psychologie oder ein gleichwertiger anderer erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einem Studiengang, der die Bewerberinnen bzw. Bewerber in besonderem Maße zur Erreichung der Studienziele befähigt.

Der Masterstudiegang beträgt eine Regelstudienzeit von vier Semestern.

Bei erfolgreichem Abschluss des Studiums wird der akademische Grad „Master of Science“ (M.Sc.) in Psychologie verliehen.

Der Masterstudiengang hat zum Ziel, den Studierenden wissenschaftliche, klinisch-psychologische und grundlegend psychotherapeutische Handlungskompetenzen zu vermitteln und auf aktuellem fachlichem Wissenstand in Klinischer Psychologie und Psychotherapiewissenschaft auszubilden. Das Studium beinhaltet in seinem Curriculum theoretische und vertiefende Anwendungsbereiche. Zu den Pflichtmodulen gehören:

  • Einführung in die Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • Medizinische Psychologie, Rehabilitation und Gesundheitspsychologie
  • Gesundheitspsychologische Vertiefung
  • Neurowissenschaften und Klinische Psychologie / Psychotherapie
  • Handlungskompetenzen (4 Module)
  • Einführung in die Forschungsmethoden der Klinischen Psychologie / Psychotherapie
  • Vertiefung in die quantitative Forschungsmethodik
  • Methodische Vertiefung (Qualitative Zugänge, Mixed Methods etc.)
  • Studium fundamentale
  • Praktikum
  • Forschungswerkstatt 1 (Entwicklung eines Forschungsdesigns)
  • Forschungswerkstatt 2 (Forschungsprozess)
  • Masterarbeit

Weitere Details finden Sie im Kurskatalog.

Unterrichtsformate

Damit Sie die unterschiedlichen Unterrichtsformate verstehen, die auf Sie zukommen, finden Sie hier eine Auflistung mit einer kurzen Erklärung:

Vorlesungen

Vorlesungen sind Lehrveranstaltungen, bei denen die Wissensvermittlung im Wesentlichen durch Vortrag der Lehrenden in interaktiver Atmosphäre erfolgt.

Proseminare

Proseminare bestehen aus einer durch die Lehrveranstaltungsleitung geleisteten theoretischen Vermittlung und einer von den Studierenden erbrachten Eigenleistung in Form von Referaten, Diskussionen, Fallerörterungen und/oder einer schriftlichen Arbeit.

POL-Seminare / Vertiefungsseminare

Das Problemorientierte Lernen (POL) ist eine Lehr- und Lernmethode, die dem Wissenserwerb sowie einem strukturierten Wissensaustausch dient und in den Studierenden einen Erkenntnisprozess auslösen möchte. Diese Lehrveranstaltungen können in Kleingruppen stattfinden.
Vertiefungsseminare dienen dem Wissenserwerb sowie einem strukturierten Wissensaustausch und einer von den Studierenden erbrachten Eigenleistung.

Übung

In einer Übung werden ausgewählte, hervorgehobene Inhalte einer Vorlesung in die Anwendung übertragen. Der Fokus liegt auf dem angeleiteten aber eigenständigen Nachvollziehen – dem Üben - entlang von konkreten Anwendungs- und Entscheidungsanlässen, von Abläufen, von Aufgaben, von Problemen oder von Schwierigkeiten. Kernziel der Übung ist die Entwicklung von Handlungs- und Entscheidungsfertigkeiten.

Teamarbeit, Reflexion, Interaktion, Kommunikation (TRIK)

Ein wesentlicher Bestandteil von TRIK-Seminaren ist die Vermittlung, Übung und der Erwerb von Kompetenzen der Beziehungsgestaltung. Neben der Vermittlung kommunikationspsychologischer Grundlagen bildet die Selbsterfahrung z. B. mittels Rollenspielen einen wichtigen Schwerpunkt. Die Studierenden werden dabei unterstützt, eine empathische Grundhaltung zu entwickeln und notwendige Kompetenzen zu erwerben, um erfolgreich mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kommunizieren.

Praktikum

Bestandteile des Praktikums sind zum einen der verpflichtende Kliniktag in Stationen oder Funktionsbereichen der Hochschulkliniken bzw. kooperierenden Kliniken und das verpflichtende Praktikum.

Tätigkeit als Versuchsperson

Durch die Tätigkeit als Versuchsperson erhalten die Studierenden Einblick sowohl in die Rolle des Untersuchungsobjektes als auch in den Aufbau und Ablauf psychologischer Untersuchungen in unterschiedlichen Bereichen des Fachs.

 

Beispiel Stundenplan

Hier finden Sie einen Stundenplan, der beispielhaft einen Wochenablauf im 1. Semester zeigt. Bitte beachten Sie, dass es sich hier nur im Beispiele handelt, die sich je nach Inhalt der Module von den Zeiten und Abläufen verschieben können.

Stundenplan Psychologie

Semestertermine
Notensystem

Hier finden Sie eine Erklärung zum Notensystem und den Prüfungsformaten der MHB. Um eine Kompatibilität mit dem System Ihrer Einrichtung festzulegen, wird ein Learning Agreement zwischen Ihrer Einrichtung und der MHB geschlossen. Darin werden zeitlicher und inhaltlicher Aufwand berücksichtigt.

Ergebnisse werden in einem Transcript of Records über die erbrachten Leistungen festgehalten.

Eine Übersicht über die ECTS Punkte der einzelnen Module finden Sie hier.

Prüfungsformate

Jedes Modul wird mit einer Modulabschlussprüfung abgeschlossen. Um die ECTS Punkte im Ausland anerkannt zu bekommen, ist es notwendig die Abschlussprüfungen durchzuführen. In der Regel wird jedes Semester mit je einer schriftlichen oder mündlichen Prüfung abgeschlossen. Am Ende des vierten Semesters im Bachelorstudiengang findet eine praktische Prüfungsformat statt im Formen der OSCE (Objective Structured Clinical Examination).

Schriftliche Prüfungen

offene und/oder geschlossene Aufgabenformate, können in folgenden Formen durchgeführt werden:

  • Multiple Choice-Format (MCQ): Klausuren im Antwortwahlverfahren mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten
  • Modified Essay Questions (MEQ): Klausuren mit frei zu formulierenden Kurzantworten und sequenziellen Fragen, die nacheinander zu bearbeiten sind
  • Freie schriftliche Formate: unter anderem Projektdokumentation, Hausarbeit, oder ein wissenschaftliches Poster. Zeitraum, Gliederung und Umfang sowie die Bewertung werden je nach Einsatz festgelegt.

Kombinierte Prüfungen

mündliche, schriftliche und/oder praktische Anteile, werden im folgenden Prüfungsformat angeboten:

  • Objective Structured Clinical Examination (OSCE): mehrere Prüfungsstationen, die mit jeweils einem Prüfenden besetzt sind. Es kann durch den Einsatz von Simulationspatienten geprüft werden. Der oder die Prüfende erfasst anhand einer standardisierten Checkliste die Leistung der Studierenden anhand der Durchführung von Alltagsgesprächen aus den diversen klinischen Kontexten.