Forschung im Studium

Medizin

Das Medizinstudium an der MHB ist nicht nur praxis- und patientenorientiert, sondern auch wissenschaftsbasiert und forschungsgeleitet. Zahlreiche Hochschullehrer*innen sind wissenschaftlich tätig und in verschiedenen Forschungsprojekten aktiv. Dies betrifft sowohl die Grundlagenforschung als auch die klinische Forschung und die Versorgungsforschung.

Im Medizinstudium werden die Studierenden bereits ab dem 1. Semester in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt. Im 6. Fachsemester findet das Modul Wissenschaftspraktikum statt: Dies dauert acht Wochen und besteht in der Durchführung einer Forschungsarbeit. Es gibt den Studierenden die Möglichkeit, wissenschaftliche Erfahrungen zu sammeln, wissenschaftliche Grundfertigkeiten zu erwerben und eine wissenschaftliche Tätigkeit bereits während des Studiums auszuüben. Dabei werden die Studierenden eng von Lehrenden angeleitet. Das Wissenschaftspraktikum folgt auf das Modul Biometrie, in welchem weitere wichtige Grundlagen für das wissenschaftliche Arbeiten im Wissenschaftspraktikum gelegt werden. Die Forschungsarbeiten können in einer stationären oder ambulanten Versorgungseinrichtung oder in einer hochschuleigenen Forschungseinrichtung bzw. der eines Kooperationspartners absolviert werden. Gewährleistet wird eine verbindliche Betreuung der Studierenden durch Professor*innen und promovierte Mitglieder der MHB. Der Leistungsnachweis erfolgt durch die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit und eines Posters. Die Poster werden in einer hochschulöffentlichen Veranstaltung im Rahmen eines Posterkongresses durch die Studierenden vorgestellt und von einem Gutachtergremium beurteilt. Die besten Arbeiten werden prämiert.

Psychologie

In der Psychologie wird das aktive Forschen und forschende Lernen in besonderem Maße gefördert. Die Studierenden lernen in einschlägigen Veranstaltungen bereits früh in ihrem Studium, empirische Forschung zu planen und umzusetzen. Es wird großer Wert darauf gelegt, sie über die Vermittlung und Diskussion von Forschungsergebnissen hinaus aktiv in den Forschungsprozess einzubinden. Schon in den ersten Methodenveranstaltungen, und weiterführend im empirisch-experimentellen Praktikum, forschen die Studierenden in Kleingruppen selbst, um die Hürden, Schwierigkeiten, Abläufe aber auch die lohnenden Momente zu erfahren, die Erkenntnis und Theorie zusammenwachsen lassen.

Dies zieht sich durch bis in den Masterstudiengang, wo zur Einübung von Forschungsmethoden umfangreichere Forschungsvorhaben u.a. in einer Forschungswerkstatt geplant und durchgeführt werden. Auf diese Weise werden vom ersten Semester im Bachelor- bis hin zum Masterstudiengang auch komplexere Forschungsprozesse nicht nur erklärt, sondern auch persönlich erlebt und aktiv eingeübt, angefangen von der Entwicklung einer Fragestellung und Hypothesenbildung über die Wahl der Methoden bis hin zur Datenerhebung und -auswertung sowie der Darstellung und Interpretation der Ergebnisse.

Über die curricular verankerten Lehrinhalte hinaus haben Studierende zusätzlich die Möglichkeit, sich über ein Forschungspraktikum (das als Teil des Pflichtpraktikums absolviert werden kann) oder als Studentische Mitarbeiterin und als Studentischer Mitarbeiter an laufende Forschungsprojekte anzubinden, Erfahrungen zu sammeln und aktiv Forschung zu betreiben. Zudem findet seit Beginn des WS 2016/17 in der Psychologie regelmäßig (mittlerweile wöchentlich) ein Forschungskolloquium statt, in dem aktuelle Forschungsarbeiten von externen Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeiter*innen der MHB vorgestellt und diskutiert werden.

Die zahlreiche Teilnahme von unseren Studierenden am Forschungskolloquium auch nach langen Studientagen und deren aktive Teilhabe an der wissenschaftlichen Diskussion spricht für ein Gelingen des Gesamtkonzepts: Studieren und aktives Forschen sind auf allen Ebenen integriert.