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Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin - Klinikum Brandenburg

Das Forschungsprofil der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin umfasst drei Schwerpunkte, die als langfristige „Pipeline“ angelegt sind, in der die Evaluation aktuell bestehender Therapien, deren klinische Weiterentwicklung und die präklinische Forschung mit dem Ziel neuer Therapien aufeinander aufbauen.

Die gewählte Kombination von Themen und Methoden verbindet dabei die Öffnung zur wissenschaftlichen Untersuchung komplementärer Verfahren mit einer technologisch hochrangigen schulmedizinischen und naturwissenschaftlichen Basis. Dies soll langfristig neben der angestrebten Publikationsleistung dazu beitragen, in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin ein konturiertes Profil als wissenschaftlich arbeitende Hochschulklinik mit Handlungsschwerpunkten in der personalen Medizin zu schaffen.

Darüber hinaus sind die hier untersuchten spezifischen Fragestellungen zu einem großen Teil altersbezogen: DNA-Doppelstrangbrüche gelten als prädiktive Marker für biologisches Alter ebenso wie für die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. Polypharmazie als ein zusätzlicher Risikofaktor für eine Vielzahl von Komplikationen und Erkrankungen ist ein typisches, von der heute tatsächlich praktizierten „Medizin des Alters“ erst hervorgebrachtes und unzureichend erforschtes Phänomen des höheren Lebensalters. Zugleich gibt es gute Gründe, anzunehmen, dass eine fundierte komplementäre (ergänzende) Medizin einen großen Teil dieser Vielfachbehandlungen reduzieren und schonende wie kostengünstige Alternativen zur Polypharmazie bereitstellen kann.

Ein wesentlicher Teil des Forschungskonzepts ist dabei dezidiert als Versorgungsforschung angelegt, das heißt als qualitative und quantifizierbare Erhebung der Versorgungsrealität mit dem Ziel an einer Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtete Interventionen zu entwickeln und zu erproben.

Klinikwebsite

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Lebensqualität in der Palliativtherapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren
Projektleiter:
PD Dr. K. Jahnke
Oligozentrische Pilotstudie zur Erhebung der Lebensqualität und Überlebenszeit in der Palliativtherapie des metastasierten Kolonkarzinoms und metastasierten Nierenzellkarzinoms unter der Behandlung mit Tyrosinkinaseinhibitoren unter Realbedingungen.

Prospektive Bedarfsermittlung spezialisierter ambulanter Palliativversorgung anhand eines dreidimensionalen Scores
Projektleiter:
Prof. Dr. P. M. Deckert
Monozentrische prospektive Beobachtungsstudie mit Erhebung und Evaluierung potentiell prädiktiver Parameter und eines alternativen Scores für die Notwendigkeit spezialisierter gegenüber allgemeiner ambulaner Palliativversorgung.

Nutzung und Stellenwert komplementärer Krebstherapien
Projektleiter:
B. Matthes
Prospektive Evaluation der Lebensqualität, Hospitalisationshäufigkeit und weiterer patientenorientierter Outcome-Parameter im Vergleich zur Inanspruchnahme komplementärer Therapieverfahren im Vergleich eines konventionellen gegenüber einem gezielt auf einen komplementären medizinischen Ansatz ausgerichteten Klinikum.

Infektiöse Komplikationen moderner hämato-onkologischer Therapien
Projektleiter:
PD Dr. M. Reinwald
Oligozentrische prospektive Beobachtungsstudie zur Rate infektiöser Komplikationen sogenannter „targeted therapies“ im Vergleich zu konventionellen zytostatischen Therapien.

Automatisierte DNA-Doppelstrangbruch-Analyse in malignen Lymphomen (ADEL)
Projektleiter:
Prof. Dr. P. M. Deckert
Die automatisierte fluoreszenzmikroskopische Analyse von DNA-Doppelstrangbrüchen an Patienten mit neu diagnostizierten aggressiven B-Zell-Lymphomen sowie im Verlauf der Therapie wird auf ihre Eignung als prognostischer und prädiktiver Parameter zur Therapiesteuerung getestet und evaluiert.

Ausgewählte Publikationen

Rödiger S., Liefold M., Ruhe M., Reinwald M., Beck E., Markus Deckert P.(2018) Quantification of DNA double-strand breaks in peripheral blood mononuclear cells from healthy donors exposed to bendamustine by an automated γH2AX assay—an exploratory study. Journal of Laboratory and Precision Medicine, 3 (47)


Leitung: