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Institut für Anatomie

Das Institut für Anatomie vertritt das Fach Anatomie in Lehre und Forschung. Es hat Standorte in Neuruppin und Brandenburg an der Havel. Alle Informationen zum Team und zu den Forschungsschwerpunkten finden Sie auf der Website des Instituts für Anatomie.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

German-Australian Repatriation Research Network
Projektleiter:
Andreas Winkelmann / Michael Pickering (Canberra/Australien)
The network will above all promote and interconnect provenance research projects in German collections and will support closer contacts of German researchers, museums and collections with Indigenous communities in Australia. For Australian researchers and community representatives, the network will facilitate access to German experts and to German language sources. In return, German researchers and collections will benefit from the long-standing experience of Australian institutions with provenance research and with the involvement of Indigenous communities. Finally, the network will produce academic reflections of repatriation processes which are charged historically, culturally and politically in a complex way and hopes to contribute to an improved handling of Germany's colonial heritage.


Human Remains from New Zealand in Berlin anthropological collections
Projektleiter:
Andreas Winkelmann 
Provenance research regarding around 100 human remains from New Zealand in the Charité collections.

Provenienzforschung zu einer australischen Mumie
Projektleiter:
Barbara Teßmann
Die Mumie des "King Narcha" wurde 1905 vom deutschen Anatomen und Forschungsreisenden Hermann Klaatsch in Queensland (Nordost-Australien "erworben", nach Deutschland verschifft und der BGAEU überlassen. Das Projekt kombiniert historische und bioanthropologische Forschung zur Provenienz dieser Human Remains eines australischen Aborigine.

Funktion of the MAGI Protein Family in the Brain
Projektleiter:
Dr. Nina Wittenmayer
MAGI (membrane associated guanylate kinase inverted) ist eine Proteingruppe, die der MAGUK-Familie (membrane associated guanylat kinase) angehört. Als sog. Scaffolding Proteine dienen sie im Wesentlichen der Stabilisierung und Regulation größerer Proteinkomplexe. Bislang sind drei Vertreter dieser Proteinfamilie bekannt: MAGI-1, -2 und -3. MAGI-1 und MAGI-3 werden ubiquitär exprimiert, während S-SCAM (MAGI-2) im Gehirn und der Niere vorkommt. Unsere Daten zeigen eine essentielle funktionelle Rolle von S-SCAM während der Bildung von Synapsen bzw. Spines und bei der Aufrechterhaltung synaptischer Verbindungen in neuronalen Zellen. Für die anderen beiden Vertreter dieser Proteinfamilie ist die Funktion im Gehirn nicht klar und soll in diesem Projekt untersucht werden. Hierfür wird in humanen und murinen Hirnschnitten die Lokalisation dieser Proteine und ihre funktionelle Beteiligung an Synaptogenese, synaptische Transmission und Synapsenreifung untersucht werden.


Transport of Synaptic Proteins in Neurons
Projektleiter:
Dr. Nina Wittenmayer
Der Transport neu synthetisierter synaptischer Proteine zu entstehenden Synapsen umfasst Sortierungsschritte am Golgi Apparat, Assoziationen mit Transportorganellen und deren gerichteter Transport im Dendriten oder Axon zu neu formierten synaptischen Kontaktstellen. Mit Hilfe hochauflösender Mikroskopietechniken konnten wir die Lokalisation präsynpatische Proteine an spezifischen Golgilamellen demonstrieren. DAB-Photokonvertierung und Elektronenmikroskopische Untersuchungen ergaben eine Assoziation des präsynaptischen Proteins Bassoon mit 50 nm clear-core Vesikeln, was bisher für andere synaptische Proteine beschrieben ist, jedoch nicht für Bassoon. Weitere Untersuchungen sollen diesen Sachverhalt im Detail klären. Diese Arbeiten verlaufen in Kooperation mit Prof. T. Dresbach, wodurch uns ein Elektronenmikroskop und STED-Mikroskopie zur Verfügung stehen.

NOSIP Funktion in Nervenzellen im Hinblick auf synaptische Plastizität und neurodegenerativen Erkrankungen
Projektleiter:
Dr. Nina Wittenmayer
Um zu klären, welche Rolle NOSIP für die synaptischen Plastizität und den damit verbundenen molekularen Prozessen, wie die Bildung und Reifung synaptischer Kontakte und deren längerfristige Aufrechterhaltung spielt, soll ein NOSIP RNAi Experiment in neuronalen Zellkulturen durchgeführt werden. Nach Reduktion der NOSIP Expressionslevel wird die Funktionalität der Neurone bzw. Synapsen getestet, wie z.B. synaptische Transmission, Reifegrad und Formierungsvermögen der Synapsen und Proteintransportvorgänge im Neuron. Diese Ergebnisse werden Aufschlüsse darüber liefern, ob und wie NOSIP für das Überleben von Nervenzellen eine Rolle spielt.

Ausgewählte Publikationen

Publikationen 2018

Kolb F, Spanke J, Winkelmann A. Auf den Spuren des Erb'schen Auskultationspunkts: Rätsel gelöst. Dtsch Med Wochenschr. 2018;143(25):1852-1857.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30562820?dopt=Citation

Habicht JL, Kiessling C, Winkelmann A. Bodies for Anatomy Education in Medical Schools: An Overview of the Sources of Cadavers Worldwide. Acad Med. 2018;93(9):1293-1300.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29561275?dopt=Citation

Champney TH, Hildebrandt S, Gareth Jones D, Winkelmann A. BODIES R US: Ethical Views on the Commercialization of the Dead in Medical Education and Research. Anat Sci Educ. 2018.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30240149?dopt=Citation

McMenamin PG, McLachlan J, Wilson A, McBride JM, Pickering J, Evans DJR, Winkelmann A. Do we really need cadavers anymore to learn anatomy in undergraduate medicine? Med Teach. 2018;40(10):1020-1029.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30265177?dopt=Citation

Winkelmann A, Teßmann B. Identification and return of a skull from Tasmania in the Berlin anatomical collection. Anthropol Anz. 2018;75(1):39-47.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29319715?dopt=Citation

Winkelmann A. On the way to body donation. Revista Argentina de Anatomia Clinica. 2018;10(1):6-8

Stoecker H, Winkelmann A. Skulls and skeletons from Namibia in Berlin - Results of the Charité Human Remains Project. Human Remains & Violence. 2018;4(2):5-26

Publikationen 2019

Waschke J, Bergmann M, Bräuer L, Brenner E, Buchhorn A, Deutsch A, Dokter M, Egu DT, Ergün S, Fassnacht U, Fietz D, Gundlach S, Heermann S, Hirt B, Kugelmann D, Müller-Gerbl M, Neiss W, Nimtschke U, Plendl J, Pretterklieber M, Redies C, Scaal M, Schmidt MHH, Schmiedl A, Schnittler HJ, Schomerus C, Sebestény T, Spittau B, Steiniger B, Tschernig T, Unverzagt A, Viebahn C, Voigt E, Weigner J, Weyers I, Winkelmann A, Winkler M, Paulsen F. Recommendations of the working group of the Anatomische Gesellschaft on reduction of formaldehyde exposure in anatomical curricula and institutes. Ann Anat. 2019;221:179-185.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30393181?dopt=Citation


Leitung: