Einrichtungen Einrichtung-Details
  • Start
  • Einrichtungen
  • Brandenburgisches Institut für Klinischen Ultraschall - Ruppiner Kliniken

Brandenburgisches Institut für Klinischen Ultraschall - Ruppiner Kliniken

Das Brandenburgische Institut für Klinischen Ultraschall (BIKUS) soll die Nutzung des Klinischen Ultraschalls in Forschung und Lehre an der MHB unterstützen und weiterentwickeln.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Point-of-care-Ultrasound (POCUS) - Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum vor dem Hintergrund des demografischen und des Strukturwandels (Teilprojekt F digilog)
Projektleiter:
Prof. Schmailzl / digilog; Nürnberg 
Es wird ein patientennahes Imaging mittels eines Point of Care Ansatzes von Ultraschalluntersuchungen verfolgt. Eine solche Vorgehensweise zu entwickeln ist bezüglich der Qualität der Diagnosestellungen im ländlichen Raum Brandenburgs dringend geboten, da die Zugangsprobleme durch lange Wegezeiten insbesondere bei der bildgebenden Diagnostik gravierend sind. Diesbezüglich muss man Brandenburg zu den unterversorgten Regionen rechnen. Das mobile Imaging soll 1. in Schwerpunktbereichen der ambulanten Versorgung, 2. in der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), 3. Hausarztpraxen u. 4. Durch ambulante Pflegedienste als Nicht-ärztlicher Ultraschall im SAPV-Bereich zum Einsatz kommen.

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer patientennahen Diagnostik durch Untersuchung vor Ort Schulungsprogramme für spezielle Assistenzkräfte und Hausärzte entwickelt werden. Für diesen Projektteil werden Schulungsprogrammen für Anwender (1. Notärzte, 2. Palliativärzte u. Palliativ-Care-Schwestern, 3. Landarztpraxen, 4. SAPV-Schwestern) entwickelt. Dabei wird das FAST, eFAST – Systems (DEGUM) genutzt. Die Anwendung wird durch Fachkräfte fortlaufen geschult.

Sono-Tele-Consulting (Teilprojekt F POCUS digilog)
Projektleiter:
Prof. C. Wenger,IHP, Dr. St. Ortmann, IHP
Im Zuge des technologischen Fortschritts sind mittlerweile auch komplexere Ultraschallgeräte (US) als portable Varianten verfügbar, womit sich neue Point-of-Care (POCUS) Anwendungen in der Akut- und Flächenversorgung umsetzen lassen. Dabei bremst aktuell nicht ein technischer sondern personeller Engpass an hochqualifiziertem Personal diese Entwicklungen aus. Das hier vorgestellte Konzept erlaubt die mobile Verwendung eines Ultraschall-POCUS Gerätes durch geschultes Personal mit on-demand Tele-Supervision durch einen US-Experten, der in seiner Klinik/Ambulanz verbleibt. Ziel des Konzeptes ist es, nicht nur die reinen Ultraschallbilder an einen Experten zu übermitteln, sondern simultan auch einen visuellen Eindruck über den Patienten, die Handhabung des Ultraschallgerätes, den durchgeführten Schnitt sowie eine Sprachverbindung in einer Live-Konferenz zwischen dem vor-Ort Behandler und dem zugeschalteten Experte zu ermöglichen. Dazu werden die Bilder aus dem Ultrasound Gerät mit parallelen Bilddaten einer weiteren Kamera synchronisiert, zusammengeführt und während der Ultraschalluntersuchung live übermittelt.

Aufbau eines Registers für Ultraschallgestützte Interventionen
Projektleiter:
Prof. D. Nürnberg / Dr. C. Jenssen
US-Gezielte Punktionen stellen einen wichtigen Zugang zur Gewinnung von histologischem Material in Diagnostik und Therapie onkologischer Erkrankungen dar. Mit Hilfe der Erfassung von Daten im Umfeld und nach interventionellen Eingriffen unter US-Sicht (Register) sollen folgende Zielpunkte erreicht werden:

  1. Erfassung von Methodik und Indikationen in den verschiedenen Fachbereichen,
  2. Erfassung der Komplikationen, darunter insbesondere der INVUS-induzierten Infektionen.
  3. Die Ermittlung von Häufigkeit und Art der Infektion soll Auswirkung auf die präventiven Maßnahmen (spez. Hygiene-Leitlinien) haben.
  4. Invasive Ultraschallverfahren werden auch zur Drainage und damit zur Therapie von Abszessen durchgeführt. Ziel unseres Vorhabens ist es auch, Daten zum Keimspektrum unterschiedlicher Abzesse zu erhalten, da das Erregerspektrum vor allem bei vielen Intraabdomelle Abzessen unklar ist. Mittels neuer molekularbiologischer Nachweisverfahren (Next Generation Sequencing, NGS) wollen wir dieses Datenlücke in dem geplanten Register Register schließen.

Die Datenerfassung erfolgt in einer online-Maske. Die Mindest-Register-Laufzeit wird 3 Jahre betragen u. multizentrisch durchgeführt.

Ausgewählte Publikationen

2018

Maconi G., Nylund K., Ripolles T., Calabrese E., Dirks K., Dietrich C.F., Hollerweger A., Sporea I., Saftoiu A., Maaser C., Hausken T., Higginson A.P., Nürnberg D., Pallotta N., Romanini L., Serra C., Gilja O.H.(2018) EFSUMB Recommendations and Clinical Guidelines for Intestinal Ultrasound (GIUS) in Inflammatory Bowel Diseases. Ultraschall Med, 39 (3): 304-317

Müller T., Martiny H., Merz E., Döffert J., Wüstner M., Lessel W., Heynemann H., Enzmann T., Dudwiesus H., Nuernberg D., Tesch C., Weber M.A., Krishnabhakdi S., Heil J., Wree A., Jenssen C.(2018) DEGUM Recommendations on Infection Prevention in Ultrasound and Endoscopic Ultrasound.


Leitung: