Köpfe

Joachim Behr

Univ.-Prof. Dr. med. Behr
Titel:Univ.-Prof. Dr. med.
Denomination:Professur für Psychiatrie und Psychotherapie
Aktuelle Position:Chefarzt
Facharzttitel:Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie
Fachbereich:Psychiatrie und Psychotherapie
Dienstadresse:

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Ruppiner Kliniken, Hochschulklinikum der MHB
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin

Diensttelefon:(03391) 39-2110
Dienst-E-Mail:joachim.behr@mhb-fontane.de
 
Forschung:Hippokampale Mechanismen von Lernen und Gedächtnis; Aminerge Modulation hippokampaler Informationsverarbeitung; Pathogene Plastizität im Kontext neuropsychiatrischer Erkrankungen; Klinische Neuropsychiatrie
Lehrschwerpunkt(e):Psychiatrie und Psychotherapie, Neurowissenschaften
Curriculum Vitae

Berufliche Stationen

  • 2013-2018 Departmentleiter, Ruppiner Kliniken – Hochschulklinikum der MHB
  • Seit 2009 Chefarzt der Hochschulklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Ruppiner Kliniken - Hochschulklinikum der MHB; Arbeitsgruppenleiter Experimentelle Psychiatrie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité
  • 2009 Anerkennung als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • 2007-2009 Oberarzt und Geschäftsführender Oberarzt, Charité
  • 2007 Anerkennung als Facharzt für Neurologie, Anerkennung als Facharzt für Nervenheilkunde
  • 2002-2009 Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité
  • 2000-2002 Klinik für Neurologie, Charité
  • 1999-2005 Nachwuchsgruppenleiter Neurowissenschaftliches Forschungszentrum der Charité
  • 1997-1998 University of California, Los Angeles
  • 1994-1996 Institut für Neurophysiologie, Charité
  • 1993-1994 Klinik für Epileptologie, Universität Bonn

Ausbildung

  • 2015 Univ.-Professor und Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie und Psychotherapie, MHB
  • 2011 Zuerkennung einer außerplanmäßigen Professur, Charité
  • 2003 Habilitation, Charité
  • 1994 Promotion, Klinik für Neurologie, Universität Köln
  • 1986-1993 Studium der Humanmedizin, Universität Bonn

Mitgliedschaften und Funktionen

  • Vorstandsmitglied der Suchtakademie Berlin- Brandenburg
  • Fellow der Schering Forschungsgesellschaft
  • Society for Neuroscience (SfN)
  • Stellvertretender Vorsitzender der Prüfungskommission Psychiatrie und Psychotherapie der Landesärztekammer Brandenburg

Wissenschaftliches Profil

Forschungsbereich Experimentelle Psychiatrie

Unsere Arbeitsgruppe interessiert sich für die Mechanismen neuronaler Plastizität. Neuronale Plastizität ist die Grundlage für Lernen und Gedächtnis über die gesamte Lebensspanne. Störungen dieser Plastizität führen zu unterschiedlichen chronifizierenden, neuropsychiatrischen Syndromen und Erkrankungen wie den Demenzen, den Epilepsien, den schizophrenen und affektiven Störungen und den Angststörungen. Unsere Arbeitsgruppe verfolgt einen reduktionistischen Ansatz, bei dem wir mit Hilfe von Tiermodellen grundlegende zelluläre Mechanismen der neuronalen Plastizität im Hippokampus aufklären. Unser Ziel ist es, Mechanismen einer maladaptiven neuronalen Plastizität zu bestimmen, die zu Störungen der hippokampalen Informationsverarbeitung führen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeiten ist die Untersuchung der aminergen Modulation neuronaler Plastizität. Wir gehen der Frage nach, welche alters- und umweltabhängigen Veränderungen der aminergen Modulation neuropsychiatrische Erkrankungen bedingen oder begünstigen. Im Rahmen unserer Untersuchungen erwarten wir neue Einblicke in die Modulation und Konsolidierung hippokampaler Information sowie deren Folgen für den Informationstransfer vom Hippokampus zu kortikalen und subkortikalen Strukturen. Diese Arbeiten bilden die Grundlage für die Untersuchung von Störungen der Informationsverarbeitung bei Patienten mit Schizophrenie, posttraumatischer Belastungsstörung sowie Temporallappen-Epilepsie. Unsere Arbeiten werden daher durch translationale klinische Projekte ergänzt, deren Konzeption auf unseren tierexperimentellen Ergebnissen aufbaut.

Forschungsbereich Klinische Neuropsychiatrie

Der Forschungsbereich „Klinische Neuropsychiatrie“ befasst sich mit Erkrankungen an der Schnittstelle zwischen Neurologie und Psychiatrie. Hierzu zählen Erkrankungen, die organisch bedingt sind und zu kognitiven und psychischen Störungsbildern führen. Hierzu gehören insbesondere die Epilepsien, neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Huntington, die frontotemporale Demenz, die Alzheimer-Krankheit, Basalganglien-Erkrankungen und schizophreniforme Erkrankungen mit autoimmunologischer Genese. Unsere Arbeitsgruppe interessiert sich für die Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Strukturen, um eine adäquate interdisziplinäre Versorgung dieser Patienten mit ihrer komplexen Symptomatik zu gewährleisten.