Köpfe

Andreas Winkelmann

Univ.-Prof. Dr. med. Winkelmann
Titel:Univ.-Prof. Dr. med.
Denomination:Professur für Anatomie
Aktuelle Position:Leiter Institut für Anatomie
Facharzttitel:Facharzt für Anatomie
Fachbereich:Anatomie
Dienstadresse:

Medizinische Hochschule Brandenburg
Haus PA
Fehrbelliner Str. 38
16816 Neuruppin

Diensttelefon:03391 39-14510
Dienst-E-Mail:andreas.winkelmann@mhb-fontane.de
 
Forschung:Geschichte und Ethik der Anatomie; Human Remains aus der Kolonialzeit/Provenienzforschung
Lehrschwerpunkt(e):Gesamte Anatomie inklusive Histologie und Embryologie, Schwerpunkte auf makroskopischer Anatomie und Neuroanatomie sowie klinischer Anatomie
Ich bin Experte für:die Kunst des Präparierens, für die anatomische Lehre und Curriculumsplanung, für Provenienzforschung und für Terminologie

„Ich finde es eine spannende Herausforderung, die universitäre Idee an einem dafür ungewöhnlichen Ort mit zu verwirklichen.“

Curriculum Vitae

Berufliche Stationen

  • 2001-2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zell- und Neurobiologie der Charité, Lehrkoordinator
  • 1999-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin
  • 1998 Residential Medical Officer in Orthopädischer Chirurgie, Horder Centre for Arthritis, Crowborough, England
  • 1997-1998 House Officer in Innerer Medizin, Royal Victoria Infirmary, Newcastle upon Tyne, England
  • 1995-1997 Wissenschaftlicher Assistent am Anatomischen Institut Basel, Schweiz
  • 1993-1994 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Anatomischen Institut Homburg/Saar
  • 1992-1993 AiP in Innerer Medizin am Kreiskrankenhaus Bretten

Ausbildung

  • 2018 Weiterbildungsbefugnis Facharzt für Anatomie
  • 2013 Venia legendi für das Fach Anatomie
  • 2004 Facharzt für Anatomie
  • 1999 M.Sc. Medical Anthropology
  • Studium II: 1998-1999 Master-Studium Medical Anthropology an der Brunel University, London
  • 1992 Dr. med.
  • 1991 Ärztliche Prüfung
  • Studium I: 1984-1991 Humanmedizin, Münster und Freiburg

Mitgliedschaften und Funktionen

  • Anatomische Gesellschaft (Mitglied)
  • Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (Mitglied)
  • American Association of Clinical Anatomists (Mitglied)
  • International Federation of Associations of Anatomists (Vorstandsmitglied)

Preise, Stipendien und Ehrungen

  • Lehrpreis Humanmedizin (1. Platz) der Studierenden der MHB WS 2016/17
  • "Paper of the Month" der Anatomischen Gesellschaft, Oktober 2016
  • 2. Platz beim Preis für gute Lehre 2013 in der Kategorie „Bester Dozierender in einer Vorlesung“ der Charité
  • „Lehrbär“ 2010 des 9. Jahrgangs des Reformstudiengangs der Charité
  • „Preis für gute Lehre“ 2009 der Charité für die beste Vorlesung im vorklinischen Studium
  • 1. Preis beim Innovationspreis eLehre Charité 2009
  • Teaching Award 2008 der Studierenden des International Graduate Program Medical Neurosciences
  • Poster-Preis der Association for Medical Education in Europe, Lissabon 2002

Plenarvorträge

  • AAA San Diego 2018, Education Symposium “Ethics in Anatomy”: The transition from "unclaimed bodies" to body donation – an ongoing process.
  • Mini-Symposium „Medizinische Sammlungen: Gegenwart und Zukunft“, Institut für Evolutionäre Medizin, Universität Zürich 2017: Human remains in colonial collections - Provenance research and repatriation experiences.
  • Vorlesungsreihe „GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in der Verantwortung“, Berlin 2017: Der Berliner Anatom Hermann Stieve (1886-1952) und seine Forschung an den Opfern der Nazi-Justiz.
  • AMEE Helsinki 2017, Plenardebatte mit 6 Anatomen: Do we really need cadavers any more to learn anatomy in undergraduate medicine?
  • Anatomische Gesellschaft, Satellitensymposium „Anatomie im Nationalsozialismus“, Würzburg 2010: Too much honour for Max Clara? The Clara cell and the "Third Reich".

Wissenschaftliches Profil

Geschichte und Ethik der Anatomie: In der primär historischen Forschung zum Fach Anatomie befasse ich mich u. a. mit der Geschichte meiner eigenen Fachgesellschaft, der Anatomischen Gesellschaft, insbesondere in der Zeit des „Dritten Reiches"“ und der Nachkriegszeit. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage der Herkunft von menschlichen Körpern für die Anatomie, insbesondere in der noch nicht näher untersuchten direkten Nachkriegszeit, in der, offenbar in Fortsetzung der Praxis von vor 1945, die Körper Hingerichteter an die Anatomie abgegeben wurden. In diesem Rahmen bearbeite ich derzeit einen Teilnachlass des Berliner Anatomen Hermann Stieve. Im Bereich Ethik befasse ich mich ebenfalls mit der Herkunft der in der Anatomie verwendeten Leichen, jedoch im internationalen Vergleich aktueller Praxen. Zweiter Schwerpunkt ist das Thema Human Remains in kolonialen Sammlungen. In diesem Bereich bin ich an mehreren Projekten zur Provenienzforschung beteiligt.