PREDICT
Ziel des vom Innovationsfonds des G-BA geförderten Projekts PREDICT ist die Etablierung einer neuen Versorgungsform zur Steigerung der Versorgungseffizienz durch präklinische Triagierung von Patient:innen mit Verdacht auf akutes Koronarsyndrom ohne persistierende ST-Strecken-Hebungen (NSTE-ACS). Steigerung der Versorgungseffizienz meint Optimierung der Allokation von Ressourcen des Gesundheitssystems im präklinischen und innerklinischen Bereich, ohne die Patientensicherheit zu gefährden.
Das zentrale Element der neuen Versorgungsform ist die präklinische Triagierung von Patient:innen mit V.a. ACS unter Verwendung eines point-of care (POC) hs-cTnI Tests in Kombination mit einem Web-basierten Algorithmus („ACS-Pathfinder“). Hierzu werden präklinisch standardisiert zusätzlich verfügbare medizinische Informationen erhoben und mithilfe des ACS-Pathfinders noch am Einsatzort das Risiko für einen Myokardinfarkt ermittelt und eine Entscheidung zur Patienten-Allokation getroffen
Als Primäre Endpunkte werden sowohl die Effektivität der Intervention in Bezug auf die Krankenhauseinweisungen als auch die Patientensicherheit analysiert. Im Rahmen der Prozessevaluation werden weitere Parameter wie das subjektive Sicherheitsempfinden und die Zufriedenheit mit der Versorgung qualitativ und quantitativ bei Patienten als auch Rettungsdienstpersonal erhoben.
Das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie ist im Projekt PREDICT als Konsortialpartner für die Durchführung der Prozessevaluation beteiligt.
Konsortialführer: Leipzig Heart Science gGmbH
Weiteres Konsortialteam: AOK Bundesverband eGbR, Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e. V., Deutsche Herzstiftung e. V., Herzzentrum Leipzig GmbH, Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH, Stiftung Institut für Herzinfarktforschung, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Förderzeitraum: 10/2025 – 07/2029
Förderkennzeichen: 01NVF24305
Ansprechpersonen am Institut: Kathrin Gödde und Christine Holmberg
