Austausch
KVBB-Vorstand besucht das Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel (GZB)
Brandenburg an der Havel, 10. Juli 2026
Die Geschäftsführung des Gesundheitszentrums Brandenburg an der Havel GmbH (GZB), Dr. med. Milena Schaeffer-Kurepkat und Felix Richter, begrüßte am 10. Juli 2026 hochrangigen Besuch aus der ambulanten Selbstverwaltung: Frau Catrin Steiniger, Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), sowie Frau Dr. med. Anke Speth, Präsidentin der Vertreterversammlung der KVBB, folgten der Einladung zu einem Austausch unter dem Titel „KVBB-Vorstand meets GZB“.
Im Mittelpunkt des gut zweistündigen Austauschs standen die zentralen Zukunftsfragen der ambulanten Versorgung in Brandenburg an der Havel: der stetig wachsende Versorgungsauftrag des GZB als MVZ – die Zahl der Kassensitze hat sich seit 2013 mehr als verdoppelt –, die engere Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung sowie die Ausbildungsverantwortung, die das GZB sowohl in der ärztlichen Weiterbildung als auch in der Ausbildung medizinischer Assistenzberufe in der Region trägt. Offen diskutiert wurde zudem die bereits heute unzureichende Vergütung ärztlicher und diagnostischer Leistungen – allein 2025 blieben rund 1,08 Millionen Euro an Leistungen des GZB unvergütet –, die sich mit Blick auf das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz absehbar weiter zuspitzen dürfte.
Die Geschäftsführung präsentierte den Gästen zudem die Entwicklung des GZB seit der Übernahme der ersten Praxis im Jahr 2002 sowie das kontinuierlich wachsende Engagement in der Aus- und Weiterbildung – von der akademischen Facharztweiterbildung – mit 15 Ärztinnen und Ärzten mit Weiterbildungsbefugnis in 11 Fachrichtungen – bis zum eigenen Ausbildungsgang für Medizinische Fachangestellte, der 2026 bereits in den vierten Jahrgang startet.
Austausch auf Augenhöhe
„Mit 15 Ärztinnen und Ärzten, die in 11 Fachrichtungen zur Weiterbildung befugt sind, tragen wir eine Verantwortung, die weit über die reine Patientenversorgung hinausgeht – wir bilden die Fachärztinnen und Fachärzte aus, die diese Region auch in Zukunft braucht“, so Dr. med. Milena Schaeffer-Kurepkat. „Rund 1,08 Millionen Euro unvergüteter Leistungen allein im Jahr 2025 zeigen deutlich, dass die Vergütungssystematik mit dem tatsächlichen Versorgungsauftrag nicht mehr Schritt hält. Genau deshalb ist der offene Austausch mit der KVBB so wichtig“, betont Felix Richter. „Netzwerkstrukturen wie die des GZB zeigen, wie moderne ambulante Versorgung in der Fläche funktionieren kann. Als Ärztin, die selbst in einem interdisziplinären Zentrum arbeitet, weiß ich, welchen Unterschied das für Patientinnen und Patienten macht“, so Catrin Steiniger. „Als leitende Ärztin einer Poliklinik erlebe ich viele der Themen, die wir heute besprochen haben, im eigenen Alltag. Der offene Austausch mit dem GZB war deshalb für mich auch ein willkommener Erfahrungsaustausch“, so Dr. med. Anke Speth. Beide Seiten waren sich einig, den begonnenen Dialog fortzusetzen, um die ambulante Versorgung in Brandenburg an der Havel und Umgebung gemeinsam weiterzuentwickeln.
Das GZB im Überblick
Seit 2005 als 100-prozentige Tochtergesellschaft des kommunalen Universitätsklinikums Brandenburg an der Havel am Markt, hat sich das GZB zu einem festen Bestandteil der ambulanten Gesundheitsversorgung in der Region entwickelt:
- 5 Medizinische Versorgungszentren an 11 Standorten in Brandenburg an der Havel und Umgebung
- rd.40 KV-Sitze, 2 D-Arzt-Zulassungen und 16 Fachrichtungen – von der haus- und fachärztlichen Praxis bis hin zu den diagnostischen Instituten für Laboratoriumsmedizin, Pathologie, Nuklearmedizin und Radiologie
- rund 270 Mitarbeitende, davon etwa 60 Ärztinnen und Ärzte
- rund 291.000 Behandlungsfälle im Jahr 2025