Festakt
Festliche Absolventenfeier im Paulikloster: MHB verabschiedet 76 Absolvent*innen
Brandenburg an der Havel, 11. Juli 2026
Im feierlichen Ambiente des Pauliklosters in Brandenburg an der Havel hat die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) ihre Absolventinnen verabschiedet. Insgesamt 76 Studierende schlossen in diesem Jahr ihr Studium erfolgreich ab. Fast alle von ihnen waren persönlich anwesend, um diesen Meilenstein im Beisein von Familien, Freundinnen und Freunden, Lehrenden sowie Wegbegleiterinnen zu feiern.
Bereits vor Beginn des offiziellen Festaktes versammelten sich die Absolvent*innen, ganz traditionell in ihre Talare gehüllt, in der historischen Kulisse des Pauliklosters. Dort entstand das gemeinsame Erinnerungsfoto inklusive des symbolischen Hüte-Werfens.
Zum dritten Mal fand die Verabschiedung aller Studiengänge gemeinsam statt. „Was uns an der MHB ausmacht, ist das familiäre Miteinander“, betonte MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon in seiner Begrüßungsrede. „Die Überzeugung, dass große Dinge nicht im Alleingang entstehen, sondern im Austausch, in der Kooperation und im gemeinsamen Streben nach exzellenter Ausbildung, Forschung und Versorgung.“
Ein starkes Netzwerk und tiefe Verbundenheit
Das Paulikloster bot für den Festakt den passenden Rahmen. In seiner Ansprache hob Simon die Bedeutung der Partnerschaften hervor, die das Fundament der MHB bilden: „Ein starkes Netzwerk trägt unsere Hochschule. Unsere Gesellschafter – die Universitätskliniken in Brandenburg an der Havel, Neuruppin, Bernau und Rüdersdorf, die Stadtwerke Neuruppin, und vor allem die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die mit ihrem finanziellen Engagement in der Bildungsförderung für manche Studierende ein Studium an der MHB überhaupt erst möglich macht – begleiten die Entwicklung der MHB mit großem Einsatz. Ebenso unverzichtbar sind unsere Partnerkliniken, Lehrkrankenhäuser, Facharztpraxen und weiteren medizinischen Kooperationspartner. Sie ermöglichen die praxisnahe Ausbildung unserer Studierenden und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualität unserer Studiengänge. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre die MHB nicht das, was sie heute ist.“
Gleichzeitig wandte er sich direkt an die Studierenden im Saal: „Aber auch Sie, liebe Studierende haben alle diese Hochschule geprägt – mit Engagement, Ideen und Beharrlichkeit. Manche sichtbar, andere leise, doch alle auf ihre Weise unentbehrlich. Sie alle waren Teil dessen, was die MHB ausmacht – und bleiben es als Alumni ein Leben lang. Dieses gemeinsame Engagement führt uns nun zu dem Moment, auf den Sie so lange hingearbeitet haben: dem Augenblick, in dem aus Studienwegen Abschlüsse werden.“
Würdigung der einzelnen Studiengänge
Nacheinander wurden die verschiedenen Jahrgänge für ihre Leistungen gewürdigt. Zum 7. Jahrgang der Humanmedizin sagte der Präsident: „Sie haben Jahre intensiver Ausbildung hinter sich, getragen von Neugier, Ausdauer und einer bemerkenswerten Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Sie haben Klinikstationen durchlaufen, Famulaturen und Praktika gemeistert, tage- und vielleicht nächtelang gelernt, Grenzen verschoben und sich gegenseitig gestützt. Ihre Studienzeit war von besonderen Herausforderungen geprägt – gesellschaftlich, strukturell, persönlich. Und dennoch – oder gerade deshalb – sind Sie heute Ärztinnen und Ärzte, die nicht nur fachlich, sondern auch menschlich gereift sind.“
Ebenso beglückwünschte er die Absolvent*innen des 12. Bachelorjahrgangs Psychologie sowie des 11. Masterjahrgangs Klinische Psychologie und Psychotherapie: „Sie haben sich den feinen, komplexen Facetten menschlichen Erlebens gewidmet – mit wissenschaftlicher Präzision und Empathie. Sie haben geforscht, analysiert, hinterfragt und verstanden, dass Wissenschaft immer Menschen betrifft. Sie haben sich auf eine Aufgabe vorbereitet, die vielleicht zu den anspruchsvollsten überhaupt gehört: Menschen durch Krisen, Verletzungen und innere Umbrüche zu begleiten.“
Bereits zum zweiten Mal wurden zudem Absolvent*innen des Masterstudiengangs Versorgungsforschung verabschiedet: „Sie, liebe Masterabsolventinnen und -adoleszenten, haben sich mit den großen Fragen beschäftigt: Wie kann Versorgung besser organisiert werden? Wie erreichen wir Menschen dort, wo Versorgung nicht gut funktioniert? Und wie übersetzen wir Forschung in praktische Veränderung?“
Unabhängig von der Fachrichtung betonte Simon die gesellschaftliche Verantwortung der Absolvent*innen: „Sie übernehmen nun Verantwortung – für das Wohl anderer Menschen, für deren Lebenswege und Gesundheit, sei es in Klinik, Praxis, Forschung oder in der Gesellschaft. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und es ist keine leichte Aufgabe. Doch Sie haben sich bewusst dafür entschieden – und genau dieses Ja zu Engagement und Fürsorge macht diesen Moment so besonders.“
Abschließend dankte er allen Wegbegleiterinnen und gab den Absolventinnen gute Wünsche mit auf den Weg: „Liebe Absolventinnen und Absolventen, dieser Tag gehört Ihnen - und zugleich den Menschen, die Sie begleitet haben: Ihren Familien, Ihren Freunden und Freundinnen, Ihren Mitstudierenden, Ihren Lehrenden. Ohne deren Unterstützung säßen Sie heute nicht hier. Und ohne Sie wäre diese Hochschule nicht das, was sie ist. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz, Ihr Vertrauen, Ihre Ideen, Ihre kritischen Impulse und Ihre Leidenschaft. Für all das, was Sie dieser Hochschule gegeben haben – und für all das, was Sie von hier aus in die Welt tragen werden. Ganz gleich, wohin Ihr Weg Sie führt: Bewahren Sie sich Ihre Neugier, Ihre Haltung und Ihre Menschlichkeit. Gehen Sie Ihren Weg mit Mut, Verantwortung und Zuversicht. Ich gratuliere Ihnen von Herzen – zu Ihrem Abschluss. Und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute für Ihre Zukunft!“
Impulse und Jahrgangsreden
Fachliche Impulse lieferte Dekanin Prof. Christine Holmberg im Rahmen ihrer Rede. Einen persönlichen Rückblick auf das Studium gaben die Jahrgangsredner*innen: Für die Psychologie sprachen Philip Kühntopp (MA) und Leonie Walther (BA), während Inka Bukowski die Erlebnisse und prägenden Stationen der Medizinstudierenden Revue passieren ließ.
Ehrung für Engagement und herausragende Leistungen
Ein wichtiger Programmpunkt war die feierliche Verleihung der Absolvent*innenpreise. Präsident Simon hob die Bedeutung außergewöhnlicher Leistungen und Initiativen hervor: „Eine Hochschule lebt von Menschen, die sie über das erwartbare Maß hinaus gestalten. Von Neugier. Leistungsbereitschaft. Von dem Wunsch, etwas zu bewegen. Und genau deshalb möchten wir nun diejenigen besonders würdigen, die dies während ihres Studiums in herausragender Weise geleistet haben. Wir ehren heute Absolventinnen und Absolventen, die durch außergewöhnliche akademische Leistungen zu den Besten ihres Jahrgangs gehören. Zugleich zeichnen wir jene aus, die unsere Hochschule durch ihr Engagement, ihre Initiative und ihren Einsatz für die Gemeinschaft bereichert und weiterentwickelt haben. Beides verdient besondere Anerkennung. Denn eine Hochschule wird gleichermaßen durch wissenschaftliche Exzellenz und durch Menschen geprägt, die Ideen einbringen und das Miteinander gestalten.“
In diesem Abschlussjahrgang fiel die Auswahl aufgrund des vielfältigen studentischen Einsatzes schwer: „Gerade in diesem Abschlussjahrgang ist die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger für besonderes Engagement nicht leichtgefallen. Viele Absolventinnen und Absolventen haben sich weit über ihr Studium hinaus eingebracht. Während sich akademische Leistungen anhand von Noten vergleichsweise eindeutig abbilden lassen, zeigt sich Engagement auf ganz unterschiedliche Weise. Hinter den heutigen Auszeichnungen stehen daher viele Namen: Theresa Stooß, Henrik Wachtel, Constantin Remus, Philip Kühntop, Sarah Dohle, Isabell Zeiger, Helen Deimel, Clara Jänsch, Anna Kulisch, Fiona Eichhorn, um nur einige namentlich zu nennen. Sie alle – und viele weitere Studierende – haben dazu beigetragen, unsere Hochschule mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu leben. Die Absolventenpreise würdigen daher nicht nur individuelles Engagement, sondern stehen zugleich stellvertretend für die vielen Menschen, die sich in Projekten, Initiativen, Gremien und Teams für unsere Hochschule eingesetzt haben. Denn Hochschulleben entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und etwas bewegen. Ihnen allen gilt unser ausdrücklicher Dank.“
Ermöglicht wurde die Ehrung der Jahrgangsbesten sowie der engagierten Studierenden durch die Unterstützung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die der Hochschule auch als Förderer zur Seite steht. Simon dankte dem Partner für diese kontinuierliche Verbundenheit: „Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin steht der MHB von Anfang an als Gründungsgesellschafter sowie als verlässlicher Partner und engagierter Förderer zur Seite. Mit ihrem Bildungskreditprogramm, der Unterstützung von Stipendien sowie der Förderung studentischen Engagements trägt sie wesentlich dazu bei, Chancen zu eröffnen, Talente zu fördern und Entwicklung zu ermöglichen. Sie investiert damit nicht nur in akademische Bildung und regionale Entwicklung, sondern auch in engagierte Menschen, die unsere Gesellschaft künftig mit ihrem Wissen, ihrer Haltung und ihrem Einsatz prägen werden. Für dieses entgegengebrachte Vertrauen, diese kontinuierliche Verbundenheit und die herausragende Unterstützung der MHB und ihrer Studierenden danken wir der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin von Herzen.“ Zur feierlichen Übergabe der Urkunden und Preise an die Jahrgangsbesten sowie die Ausgezeichneten für besonderes Engagement rief Simon anschließend Mario Zehle aus dem Vorstand der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin auf die Bühne.
Die Veranstaltung wurde von Carla Kniestedt moderiert und musikalisch durch das Berlin Jazz-Ensemble um Prof. Johannes Albes begleitet. Nach dem offiziellen Teil klang die festliche Feier bei persönlichen Begegnungen und Gesprächen im Paulikloster aus.