CoronaCare

CoronaCare - Auswirkungen der politischen und sozialen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie auf die „soziale Gesundheit“

Mit dem Einsetzen der gesundheitspolitischen Maßnahmen, die unter anderem durch die Wahrung von physischer Distanz zueinander dazu beitragen sollten, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen, hat sich die Art und Weise, wie wir unseren Alltag leben und das gesellschaftliche Leben erfahren, radikal verändert. Die Menschen nehmen sich als Risiko für andere wahr und erfahren gleichzeitig ihr soziales Umfeld als Risiko für ihre eigene Gesundheit. Eine solche Risikowahrnehmung, die oft mit Unsicherheit und Sorge einhergeht, verändert soziale Beziehungen und das menschliche Miteinander grundlegend.

Das Projekt „CoronaCare“ hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen und persönlichen Spannungen zu verstehen, die durch die politischen Maßnahmen zur Minimierung menschlich-physischer Kontakte entstehen. Daraus folgend wollen wir herausfinden, welche Strategien Menschen innerhalb der Pandemie entwickeln und einsetzen, um ihre soziale Gesundheit zu erhalten und physisch und emotional mit der ständigen Gefahr einer Infektion, der erzwungenen sozialen und physischen Distanzierung und der Unsicherheit und Angst, die sie hervorrufen, umzugehen.

Von besonderem Interesse ist darüber hinaus die Frage, wie Menschen, die sich privat oder professionell um hilfs- oder pflegebedürftige Menschen kümmern oder selbst Hilfe bzw. Pflege erhalten, damit umgehen, dass für sie soziale Isolation und physische Distanzierung meist nicht möglich ist und sie daher einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, sich und andere mit dem Coronavirus zu infizieren.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt.

 

Wir suchen Studienteilnehmer*innen!

Das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane sucht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Studienteilnehmer*innen. Menschen in verschiedenen Lebenssituationen sind aufgefordert mitzumachen, um ein möglichst vielfältiges Bild über den Umgang mit der Covid-19-Pandemie im Alltag zu gewinnen. Teilnehmen können grundsätzlich alle, die ihren regelmäßigen Wohnsitz in Deutschland haben und über 18 Jahre alt sind.

Wie läuft die Studienteilnahme ab?

CoronaCare ist eine ethnographische Studie, das heißt, wir interessieren uns dafür, wie Sie Ihren Alltag während der Pandemie leben und erleben. Wenn Sie sich für eine Studienteilnahme entschieden haben, wird ein*e Studienmitarbeiter*in mit Ihnen Gespräche per Telefon führen. In der Regel dauern die Gespräche zwischen 30 Minuten und 1 Stunde. Zusätzlich können Sie Eindrücke aus Ihrem Alltag in Form von Tagebucheinträgen, Fotos oder Videos für uns dokumentieren. Sie entscheiden selbst, welche Daten Sie für uns sammeln, wie lange die Gespräche dauern und was Sie uns erzählen möchten. Mögliche Inhalte könnten sein, wie Sie den Kontakt zu Familie und Freund*innen während der Einschränkungen aufrechterhalten haben, wie Sie mit den veränderten Umständen der Pandemie im privaten und beruflichen Umfeld umgehen und welche Herausforderungen und Chancen Sie für sich persönlich in der momentanen Situation sehen. Die Telefoninterviews werden mit einem digitalen Aufnahmegerät aufgezeichnet, verschriftlicht und vom Studienteam in verschlüsselter Form analysiert. Die von Ihnen dokumentierten Alltagserfahrungen laden Sie auf einem für Sie persönlich generierten digitalen Zugang zu einem sicheren Cloud-Speicher hoch oder schicken sie uns per Post zu.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an der Studie. Gern können Sie sich mit Fragen an uns wenden!

Infografik
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Kontakt und Projektverantwortliche
Kontakt:
Luisa Wagenschwanz, Forschungsassistenz
Telefon: 03381/ 41-1294
 
Anschrift:
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie,
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Hochstraße 15, 14770 Brandenburg
 
Projektleitung:
Prof. Dr. Christine Holmberg
 
Projektkoordination:
Dr. Sibille Merz
 
 
CoronaCare wird im Rahmen der Förderinitiative "Erforschung von Covid-19 im Zuge des Ausbruchs von SarS-CoV-2" gefördert (Förderkennzeichen 01KI20117).