Forschung Forschungsprojekte CAREcomm

CAREcomm - Innovationen für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen

Das Ziel von CAREcomm ist es, Innovationen des Gesundheitswesens bedarfsgerecht genau dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden.

Die Gesundheitswirtschaft wächst in Deutschland überdurchschnittlich, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern besonders dynamisch. Zugleich sind die peripheren Regionen in besonderer Weise von der demografischen Gesamtentwicklung Deutschlands betroffen: Überalterung, Multimorbidität und eine degressive Bevölkerungsentwicklung prägen die Herausforderungen der gesundheitlichen Daseinsvorsorge. Herkömmliche Innovationsansätze scheitern oft in der Fläche, weil der Zugang fehlt oder weil die Lösungen nicht bedarfsgerecht umgesetzt werden.

Das Umsetzungskonzept von CAREcomm zielt darauf ab, Innovationspotenziale auch in ländlichen Regionen für die wirtschaftliche Entwicklung zu mobilisieren. Durch technische Innovationen, Prozess- und Strukturverbesserungen sowie die Kooperation mit Partnern aus Gesellschaft, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Wissenschaft soll CAREcomm dazu beitragen, die spezifischen Herausforderungen für die ländliche Gesundheitsversorgung zu bewältigen. Im Fokus stehen die Innovationsfelder Medizintechnik, Diagnostik- und Pharmaprodukte, Logistik und Mobilität sowie das Querschnittsthema digitale Lösungen. Dabei hat CAREcomm den Anspruch, kooperativ, unbürokratisch sowie unter Beteiligung der betroffenen Bürger*innen fassbare und realisierbare Innovationen für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen zu entwickeln. Die fokussierte Zusammenarbeit der Akteure zu einem gesellschaftlichen Schlüsselthema sowie die Breite der beabsichtigten Technologie- und Prozessentwicklungen zeichnen CAREcomm dabei aus.

Strukturell setzt die Initiative maßgeblich auf die Verbesserung der Zugänglichkeit und der Rahmenbedingungen vor Ort durch den Aufbau regionaler und miteinander verknüpfter Wissens- und Koordinationsplattformen (sog. Stützpunkten). Diese bieten Innovatoren, gegen eine Kostenbeteiligung, über die CAREcomm-Struktur einen verlässlichen Zugang zu entwickelten regionalen Testfeldern mit hohem Innovationspotenzial sowie die fachliche und organisatorische Unterstützung bei der Weiterentwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Die externen finanziellen Beiträge sichern zugleich den langfristigen Fortbestand von CAREcomm. Die Initiative setzt insgesamt auf einen endogenen Kompetenzaufbau vor Ort, der auch für den Aufbau weiterer Stützpunkte genutzt werden soll. Damit fördert CAREcomm einen nachhaltigen Strukturwandel in den peripheren Regionen Nordbrandenburgs und dem südlichen Mecklenburg-Vorpommern.

Dieses Projekt wurde in der Programmlinie „WIR!“ des BMBF beantragt. Die Förderentscheidung soll im Februar 2019 fallen.

Kooperationspartner
  • Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH (MHB) – Ansprechpartner Univ.-Prof. Dr. Prof. h.c. Dr. h.c. Edmund A. M. Neugebauer, Prof. Dr. Dr. Kurt j.G. Schmailzl
  • AOK Nordost – Die Gesundheitskasse (AOK) – Ansprechpartner Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn
  • Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH (HZG) – Ansprechpartner Prof. Dr. Andreas Lendlein
Projektkoordination

Hannah Leichsenring
Projektkoordination
E-Mail: hannah.leichsenring@mhb-fontane.de
Telefon: 03391 39-14175.