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Was wird aus dem Wilhelm-Wundt-Haus?

Neuruppin/Grimma, 02.03.2022

Forschungsprojekt an der MHB plant Entwicklung von Nutzungsideen für das letzte Wohnhaus des berühmten Psychologen und Physiologen.

„Wilhelm Wundt ist weltweit als die wichtigste Gründerpersönlichkeit der akademischen Psychologie anerkannt. Das letzte Domizil des Wissenschaftlers in der Nähe von Grimma war bis vor kurzem noch dem Verfall preisgegeben. Einer Denkmalschützerin, deren Ehemann sich der Wundt-Forschung widmete, gelang es, das Gebäude zu erwerben. Das Haus schien kaum noch vor der völligen Zerstörung bewahrt werden zu können. Doch die Rettung gelang: Der Bund und das Land Sachsen stellten 500.000 € für die Sanierung bereit. Nun kann endlich im Grimmaer Ortsteil Großbothen die Baustelleneröffnung stattfinden“, erklärt PD Dr. Andreas Jüttemann, stellvertretender Leiter des Fördervereins Wilhelm-Wundt-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) am Institut für Anatomie.

Trotz der zwischenzeitlich erfolgten baulichen Rettung ist die ‚inhaltliche Nutzung‘ des denkmalgeschützten Gebäudes in der brandenburgisch-sächsischen Grenzregion bislang noch ungeklärt: „Eine Verwendungsmöglichkeit ist, das Haus für spezielle, auf Wundt oder die Physiologie- und Psychologiegeschichte Ostdeutschlands bezogene Forschungszwecke zu nutzen. Auch über die Schaffung einer lokalen Schnittstelle zu wissenschaftlichen Einrichtungen im Sinne des ‚citizen science approach‘ für Bürger*innen in Nordsachsen und Südbrandenburg denken wir nach. Ein tragfähiges wissenschaftliches Konzept gibt es bislang jedoch noch nicht, und für dessen Realisierung fehlen aktuell auch noch die finanziellen Mittel“, so der Medizinhistoriker und Psychologe PD Dr. Jüttemann weiter.

„Ich freue mich daher umso mehr, dass sich die MHB bereit erklärt hat, die Schirmherrschaft für das Projekt zu übernehmen und mich bei der Gewinnung der zur weiteren Nutzung des Wundthauses benötigten finanziellen Mittel mit einer Spendenaktion zu unterstützen. Mit den gesammelten Geldern soll an der MHB ein Forschungsprojekt gestartet werden, das die Frage der Nachnutzung klärt und mögliche langfristige Finanzierungskonzepte entwickelt. Darüber hinaus sind außerdem eine Tagung und ein Ausstellungsprojekt mit MHB-Studierenden zur Geschichte der Physiologie und der Psychologie geplant“, blickt Jüttemann nach vorne.

Spenden können auf das folgende Konto überwiesen werden:

Medizinische Hochschule Brandenburg Spendenkonto
Sparkasse Ostprignitz-Ruppin
IBAN: DE44 1605 0202 1001 0390 80
BIC: WELADED1OPR

Bitte geben Sie als Überweisungszweck das Stichwort “Wilhelm Wundt Haus“ an.

Da die MHB gemeinnützig ist, kann auf Wunsch (ab 200 EUR) eine Spendenquittung ausgestellt werden (bitte geben Sie dazu in der Überweisung Ihre Adresse an).

Wer sich inhaltlich für das Projekt interessiert, ist herzlich eingeladen, sich per E-Mail unter andreas.juettemann@mhb-fontane.de zu melden.

Weitere Informationen zum Projekt sowie eine virtuelle 360-Grad-Ansicht des Hauses finden Sie hier.

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