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"Üben, üben, üben! Und lesen, lesen, lesen!"

Neuruppin, 08.10.2018

Mit einer feierlichen Immatrikulation begrüßte die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) am vergangenen Freitag in der Neuruppiner Kulturkirche 43 neue Bachelor- und 24 neue Masterstudierende.

„Es freut uns sehr, dass die Zahl der Studieninteressierten in der Vergangenheit von Semester zu Semester kontinuierlich gestiegen ist. Hier scheinen sich die Besonderheiten auch unserer psychologischen Studienangebote mittlerweile herumgesprochen zu haben: neben der großen Nähe zur klinischen Praxis und den immer noch vergleichsweise kleinen Gruppen gibt es eine Reihe besonderer Lern- und Lehrformate, wie etwa das Problemorientierte Lernen, kurz POL, oder das TRIK, das für Teamarbeit, Reflexion, Interaktion und Kommunikation steht und dass es in dieser Form nur bei uns an der MHB gibt. Deutschlandweit einmalig ist auch der sogenannte Kliniktag, bei dem unsere Bachelorstudierenden vom ersten Semester an einen Tag in der Woche Erfahrungen in der klinischen Praxis sammeln können. Neben der großen Zahl an Bewerbungen hat uns auch die Heterogenität der Studierenden gefreut, die nicht nur aus Brandenburg, Berlin und den weiteren Bundesländern zu uns kommen, sondern mittlerweile aus der ganzen Welt. Es gibt sogar die ersten Studierenden aus Kolumbien, Mexiko, den USA und Nigeria, die unsere Universität, aber auch die Stadt Neuruppin beleben werden“, sagte Prof. Edmund Neugebauer, Dekan der MHB, in seiner Begrüßung vor rund 250 geladenen Gästen.

Dekan Prof. Neugebauer begrüßt die neuen Psychologiestudierenden

Den Festvortrag hielt in diesem Jahr Prof. Dr. rer. nat. Johannes Lindenmeyer, Direktor der mit der MHB kooperierenden Salus Klinik Lindow für Psychosomatik und Sucht. Das Thema seines wissenschaftsbasierten und praxisorientierten Vortrags lautete: „Was zeichnet einen guten Therapeuten aus?“ „Lesen, lesen, lesen! Und üben, üben, üben! Das sind die beiden wesentlichen Empfehlungen, die ich den neuen Psychologiestudierenden mit auf ihrem Weg zu einem guten Therapeuten mitgeben kann“, fasste Prof. Lindenmeyer zusammen, der das Format der Immatrikulationsfeier insgesamt lobte: „Diese Wertschätzung, diesen neuen Abschnitt im Leben, wo man nicht mehr nur von Lehrern etwas eingetrichtert bekommt, sondern wo man mit dem Studium beginnt und selbstdenkend und eigenmotiviert eigenen Fragen nachgeht, dass dieser besondere Moment, der ja eine Zäsur darstellt, mit einer besonderen Feier begangen wird, das ist sehr wichtig und schön, und auch sehr wertschätzend“, stellte Lindenmeyer heraus.

Die Festrede hielt Prof. Johannes Lindenmeyer, Direktor der kooperierenden Salus Klinik in Lindow

Einen weiteren Höhepunkt bildete die Verleihung der Urkunden an die Stipendiaten des Deutschlandstipendiums, an dem sich die MHB bereits seit dem Wintersemester 2016/17 beteiligt. „Aktuell werden an der MHB 14 Deutschlandstipendien vergeben. 2019 werden es voraussichtlich 21 zu vergebende Stipendien sein. Ziel des Stipendiums ist es, herausragende Leistungen von engagierten Studierenden anzuerkennen und monatlich mit insgesamt 300 Euro zu fördern, wobei die eine Hälfte dabei von einem privaten Förderer, die andere Hälfte vom Bund kommt. Dank der Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin konnten wir als MHB in der Vergangenheit immer das Maximum an möglichen Stipendien vergeben“, freute sich Prof. Neugebauer, der sich damit auch ausdrücklich beim langjährigen, nachhaltigen Engagement der Stiftung bedankte. „Das Deutschlandstipendium ermöglicht Bildungschancen. Das ist für uns ein wesentliches Motiv, uns an der Finanzierung des Deutschlandstipendiums zu beteiligen“, sagte Markus Rück,Vorsitzender des Stiftungsvorstands und zugleich Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin.

Musikalisch begleitet wurde die Feier durch das Berlin Jazz Ensemble um Saxophonist Johannes M. Albes, der zugleich als Professor für Kardiochirurgie an der MHB tätig ist und der eigens zu diesem Anlass ein Lied für die neuen Studierenden geschrieben und komponiert hatte, den sogenannten Psycho-Song, dessen Refrain zum Abschluss der Immatrikulationsfeier von allen gemeinsam gesungen wurde. Die Moderation hatte Frank Matthus übernommen, der als Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller, Schauspieldirektor und ehemals Künstlerischer Leiter der Kammeroper Schloss Rheinsberg regionale und überregionale Bekanntheit erlangt hat.

Im Anschluss waren alle Gäste zu einem Get-together und Buffet mit regionalen Spezialitäten eingeladen, der Erlös des von Studierenden der MHB organisierten Getränkeverkaufs geht an studentische Projekte und Initiativen. Ab 20 Uhr eröffnete DJ Dr. M vom Berliner Sender Radio 1 die „Schöne Immatrikulations-Party“, auf der dann auch ausgiebig getanzt wurde.

Dank der Unterstützung des Fördervereins der MHB konnten Studierende und deren Angehörige bereits im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung kostenfrei ein persönliches Erinnerungs-Foto erhalten, das im Vorfeld der Immatrikulationsfeier vor der Kulturkirche von allen neuen Studierenden erstellt worden war.

Gruppenbild mit neuen Psychologiestudierenden

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