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Team um Prof. Dr. Edmund Neugebauer gewinnt Posterpreis

Berlin, 07.10.2016

Team um Prof. Dr. Edmund Neugebauer, Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) und Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF), gewinnt auf 15. Deutschem Kongress für Versorgungsforschung Posterpreis. Das Poster "Kommunikationstraining für Hausärzte/innen - Zur Umsetzung von Trainingsinhalten im hausärztlichen Praxisalltag" belegt den dritten Platz. Den 1. Platz belegt das Poster „Versorgungforschung im klinischen Alltag: Akzeptanz und Umsetzbarkeit der DACAPO-Studie in teilnehmenden Kliniken“, den 2. Platz belegt das Poster „Ambulante Inanspruchnahme einer Notaufnahme in ruraler Umgebung: Qualitative Befragung zur Motivation von Patient*innen ohne dringlichen medizinischen Handlungsbedarf“.

Der 15. Deutsche Kongress für Versorgungsforschung fand vom 05.-07.Oktober 2016 in der Urania Berlin statt und stand unter dem Thema "Wissen schaf(f)t Nutzen".

Zum Hintergrund:
In der hausärztlichen Praxis ist das Gespräch mit Patienten ein zentrales Element patientenorientierter Versorgung. Aus diesem Grund hat ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. Edmund Neugebauer ein auf dem Four Habits Modell basierendes Kommunikationstraining zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgungsituation in Deutschland weiterentwickelt. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert. Es wurden neun je zweitägige Trainings durchgeführt, an denen insgesamt 104 Hausärzte teilnahmen.

Bei der anschließenden Befragung der Teilnehmenden ging es vor allem darum herauszufinden, inwiefern Trainingsinhalte im Praxisalltag umgesetzt werden konnten, wie bei der Umsetzung vorgegangen wurde und welche Faktoren hinderlich bei der Umsetzung waren.

An der Befragung nahmen 37 Teilnehmende des Kommunikationstrainings teil. Der Gesprächseinstieg, die Strukturierung des Gespräches sowie der Umgang mit Krankheitskonzepten der Patienten wurden von den Befragten im Anschluss an das Training als besonders relevant wahrgenommen. Strukturelle Hindernisse bei der Anwendung ergaben sich durch schwer planbare Faktoren im Praxisalltag, die die Umsetzung der Trainingsinhalte erschwerten. Individuelle Barrieren bestanden darin, dass Trainingsinhalte als der eigenen Authentizität entgegenstehend wahrgenommen wurden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Trainingsinhalte einen hohen Anwendungsbezug für den hausärztlichen Praxisalltag aufweisen. Durch den Einsatz der Peer-Trainerinnen wird der Bezug zu hausärztlich relevanten Gesprächssituationen ermöglicht. Aufgrund der diskutierten Ergebnisse wurde ein ergänzendes Refresher-Training sechs Monate nach Abschluss des letzten Trainings angeboten“, fasst Prof. Neugebauer zusammen.

Das Poster finden Sie hier.

Verleihung der Posterpreise beim DKVF 2016 (v. l.: Prof. Neugebauer (DNVF-Vorsitzender), Prof. Falk Hoffmann (Mitglied der Jury), PD Dr. Klinkhammer-Schalke (Kongresspräsidentin), Martina Schmiedhofer (2. Platz) und Dr. Sebastian Blecha (1. Platz)

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