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Studenten der Ultraschall AG präsentieren Studienergebnisse

Neuruppin, 22. November 2018

Vom 13. bis zum 16.11.2018 fand in diesem Jahr in Basel das alljährliche Dreiländertreffen der Deutschen, der Schweizerischen und der Österreichischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, SGUM und ÖGUM) statt. Über 2.000 Personen nahmen erneut an diesem renommierten interdisziplinären Kongress teil. Auch zwei Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), Gregor Barth und Fabian Schummer, hatten die Möglichkeit, gemeinsam mit Prof. Dieter Nürnberg, Seniorprofessor für Gastroenterologie und Leiter des BIKUS an der MHB, den Kongress zu besuchen.

Die beiden Studierenden der MHB stellten in diesem Rahmen auch erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Thema "Point of care ultrasound - Möglichkeiten des mobilen Ultraschalls bei Hausbesuchen in ländlichen Gebieten" vor. „Die Studie untersucht die Möglichkeiten, mit modernen Ultraschall-Geräten im Taschenformat eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten mit geringer Ärztedichte herbeizuführen. Außerdem überprüften wir, ob auch ultraschallunerfahrene Ärzte mit einem speziellen Schulungsprogramm darauf vorbereitet werden können, während ihrer Hausbesuche mobile Ultraschallgeräte anwenden zu können“, erklärten die beiden Studenten.

Fabian Schummer (links) und Gregor Barth (mittig), hier mit Prof. Dieter Nünberg (rechts), vor dem Poster zur vorgestellten Machbarkeitsstudie

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Ultraschalltutoren konnten die beiden Medizinstudenten der MHB an insgesamt vier Tagen neue Einblicke in die Ultraschall-Diagnostik erhalten, zahlreiche Workshops und wissenschaftliche Vorträge besuchen sowie Kontakte zu Ärzten und anderen Studierenden knüpfen.

"Insbesondere der Austausch mit den Studierenden der anderen UltraschallSkillsLabs war für uns sehr anregend und fruchtbar. So vereinbarten wir etwa, dass die Ultraschall-Tutoren der MHB von jetzt an sowohl an deutschlandweiten Fortbildungswochenenden als auch an europaweiten Kongressen teilnehmen können. Diese Vernetzung stellt den ersten Schritt hin zur Sicherung eines Standards der Ultraschalllehre in deutschen Hochschulen dar. Jeder Studierende profitiert dabei von den Erfahrungen der Teams der anderen Hochschulen. Wir freuen uns jetzt darauf, mit vielen neuen Ideen und mit frischer Motivation unser UltraschallSkillsLab an der MHB weiterzuentwickeln“, sagten Gregor Barth und Fabian Schummer.

Auf einer begleitenden Industrie-Ausstellung hatten die Studierenden auch die Gelegenheit, die neuesten Ultraschall-Geräte und Simulatoren kennenzulernen und auszuprobieren.

Am Freitag fand darüber hinaus noch ein Treffen der AG "Studierende in der DEGUM" statt. „Die DEGUM, also die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin, mit heute mehr als 11.000 Mitgliedern Deutschlands größte interdisziplinäre Fachgesellschaft, und die AG Studierende in der DEGUM setzen sich gemeinsam sowohl für die Ultraschall-Lehre an deutschen Universitäten als auch für eine stärkere Vernetzung aller ultraschall-interessierten Studierenden in Deutschland ein. Besonders gefreut habe ich mich in dem Zusammenhang auch darüber, als neues Vorstandsmitglied für die AG "Studierende in der DEGUM" gewählt worden zu sein. Damit ist das UltraschallSkillsLab der MHB jetzt auch offiziell Mitglied des deutschlandweiten Netzwerks“, sagte Gregor Barth.

Das nächste Dreiländertreffen der Ultraschaller aus dem deutschsprachigen Raum findet 2019 in Mainz statt.

Dieter Nürnberg zum Ehrenmitglied der DEGUM ernannt

Im Rahmen des 42. Dreiländertreffens in Basel hat die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) Prof. Dr. Dieter Nürnberg aufgrund seiner langjährigen Verdienste um die Ultraschalldiagnostik die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

„Dieter Nürnbergs Engagement für die DEGUM begann nahtlos nach der Wiedervereinigung. 1991 wurde er als Seminarleiter der Sektion Innere Medizin bestätigt. Er leitete als Tagungspräsident das DLT/EUROSON in Berlin 1999. Von 2000 bis 2012 arbeitete er im Vorstand der DEGUM als Schatzmeister und als Präsident. Als überzeugter Europäer vertrat er die DEGUM 9 Jahre lang als Delegierter beim EFSUMB Board. Die Aus- und Weiterbildung in US Learning Centers (ULC) wurde zum Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Education Committee. Seit 2010 leitet er alle 2 Jahre eine EUROSON School zur Interventionellen Sonographie in Berlin. Sein Wirken geht über Europa hinaus und als Weltbürger arbeitet er auch für den Weltverband und ist momentan zuständig für Beratung und Aufsicht aller Centers of Education (COE) weltweit. Dieter Nürnbergs Schlagfertigkeit, seine exzellente Rhetorik und Didaktik haben ihn zur berufspolitisch engagierten Persönlichkeit werden lassen, aber auch zu einem äußert geschätzten klinischen Lehrer. Für all diese Aktivitäten braucht man einen langen Atem und den holt er sich u.a. beim Training für die Marathon-Läufe. Seine beste Zeit waren sagenhafte 2 Stunden und 40 Minuten. Ja, er ist ein Kämpfer – manchmal unbequem, weil er sein Mäntelchen nie nach dem Wind hängt. Er hat die Gabe, in kritischen Situationen ruhig zu bleiben, Lösungen zu finden und dabei sympathisch und überzeugend zu bleiben. Er ist und bleibt ein integrationsstiftender Streiter für den Ultraschall und wurde deswegen von der Sektion Innere Medizin als Ehrenmitglied der DEGUM vorgeschlagen", sagte Dr. Bernd Frentzel-Beyme, ehemaliges DEGUM-Vorstandsmitglied, Mitorganisator der Berlin-Brandenburgischen US-Tagung und Stellvertretender Vorsitzender der BBUSG e.V. in seiner Laudatio.

Dieter Nürnberg (1. v.l.) wird zum Ehrenmitglied der DEGUM ernannt

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