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Projektidee gewinnt Preis für Gesundheitsnetzwerker

Hannah Leichsenring von der MHB (Bildmitte) sowie Martina Osterndorff-Windvogel und Ute Sadowski (v.l.) von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. freuen sich über den Preis für Gesundheitsnetzwerker (Foto: Jula Halsinger)

Neuruppin, 07.09.2022

Projektidee zum Aufbau eines „Zentrums für Gesundheitskompetenz“ belegt mit einem partizipativ angelegten Konzept den mit 4.000 Euro dotierten 2. Platz.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Projektidee zum Aufbau eines „Zentrums für Gesundheitskompetenz“ zu den Gewinnern des Preises für Gesundheitsnetzwerker gehören. Im Fokus des gemeinsam mit dem Kooperationspartner Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. entwickelten Projekts steht die Aufklärung zu Gesundheitsrisiken und zur Prävention sowie Informationen zu spezifischen Krankheitsbildern, seltenen Erkrankungen und zum Gesundheitssystem allgemein. Ziel des Vorhabens ist es, die Gesundheitskompetenz von Patient*innen zu stärken und damit auch einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung - insbesondere in strukturell schwachen ländlichen Regionen in Brandenburg – zu leisten“, sagt Hannah Leichsenring, Referentin des MHB Präsidiums und Projektkoordinatorin.

Zentral für dieses explizit auf Wirkung und Verbesserung angelegte Vorhaben sei der konsequente, durchgehende Partizipationsansatz: „Von Anfang an waren Patient*innen und Vertreter*innen der Selbsthilfe maßgeblich an der Entwicklung beteiligt und sollen auch in der Umsetzung die Formate und Inhalte gestalten können. So wollen wir möglichst breit die Bevölkerung erreichen und für Gesundheitsthemen interessieren. Insbesondere im Bereich der Prävention ist eine niedrige Hemmschwelle zentral, damit sich die Menschen mit den angebotenen Themen beschäftigen möchten und sich besser mit ihrer Gesundheit auseinandersetzen können. Das ist das Ziel, wenn wir davon sprechen, die Gesundheitskompetenz zu verbessern“, so Leichsenring weiter.

In der Begründung der Jury heißt es: „Die Projektidee trifft ein aktuell viel debattiertes Thema. Eine gesteigerte Gesundheitskompetenz der Patient*innen ist eines der zentralen Themen für eine verbesserte Gesundheitsversorgung und schafft durch besseres Verständnis um die eigene Situation die entsprechende Awareness bei der Prävention und dem Umgang mit der Erkrankung. Die Projektidee kann einen Beitrag zur verbesserten Versorgung in strukturschwachen Regionen schaffen.“

In der nun folgenden Projektphase sollen sich Patient*innen, Angehörige und Interessierte auf jeder Ebene einbringen, um bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln, die zur Stärkung der Gesundheitskompetenz beitragen sollen.

Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte und bereits zum elften Mal vergebene Preis wurde am 6. September 2022 zum Auftakt des 17. Kongresses für Gesundheitsnetzwerker in Berlin überreicht. Nach ausgiebiger Diskussion entschied die Jury, erstmals drei Preise zu vergeben. Die zwei ersten Preise wurden an „SALUTE: das hybride Online-Behandlungstool für Psychoonkologie“ von der trivention GmbH und an ›Aktiv nach COVID-19‹ der MuM – Medizin und Mehr eG vergeben. Den mit 4.000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Versorgungsidee des Aufbaus eines ›Zentrums für Gesundheitskompetenz‹ der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane in Kooperation mit Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Bewerben konnten sich Vertreter unterschiedlichster Disziplinen, die Konzepte zu aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen entwickeln oder bereits erfolgreich umsetzen. Es sind rund 50 Bewerbungen eingegangen.

Einen Podcast mit Interviews von Protagonisten sowohl aller nominierten als auch der siegreichen Projekte und Initiativen finden Sie hier.

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