Prüfung bestanden

Neuruppin, 07. Mai 2021

Der zweite Studienjahrgang Medizin der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) hat erfolgreich das schriftliche Staatsexamen M2 abgelegt. Das geht aus der zentralen Auswertung hervor, die das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) vorgelegt hat.

„Wir gratulieren allen Studierenden, die jetzt diese entscheidende Prüfung bestanden haben! Und es ist sicherlich erfreulich, dass unsere Studierenden im Vergleich mit denen anderer Universitäten gut mithalten konnten und in der Rangliste sogar vor einige renommierte Fakultäten aufgerückt sind. Vor allem bestätigt dies aber, dass die Examensnoten nicht wie eine Sportliga-Tabelle gelesen werden sollten – insgesamt liegen die Ergebnisse sehr dicht beieinander. Die Freude über das gute Gesamtergebnis trübt jedoch, dass zwei Studierende das Examen leider nicht bestanden haben. Zwar hatte dieses Examen bundesweit ein schlechteres Ergebnis als sonst, dennoch werden wir auch dieses Mal die Details genau analysieren, um zu sehen, wo wir in Studium und Prüfungsvorbereitung nachjustieren müssen“, sagt Prof. Markus Deckert, Dekan der Fakultät für Medizin und Psychologie, in einer ersten Stellungnahme.

Prof. Stefanie Oess, Prodekanin für Studium und Lehre der Fakultät für Medizin und Psychologie, ergänzt: „Wir gehen bei diesem Examensergebnis davon aus, dass unser zweiter Jahrgang bereits von den Erfahrungen des ersten Jahrgangs profitieren konnte und insgesamt auch bessere Studienbedingungen hatte als der Pilotjahrgang, mit dem ja alles aufgebaut wurde und der gemeinsam mit uns alles zum ersten Mal gemacht hat. Sicherlich muss ganz grundsätzlich aber auch betont werden, dass der Vergleich von Examenspunkten einer schriftlichen Prüfung nur sehr wenig über die akademische Qualität einer Hochschule oder die ärztliche Leistungsfähigkeit ihrer Absolvent*innen aussagt.“

In den Gremien, die am Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) in Mainz die Staatsexamina fachlich vor- und nachbereiten, sind auch Professor*innen der MHB beteiligt. „Auch wenn diese Prüfungen sehr sorgfältig und auch didaktisch gut ausgearbeitet sind, so fragen sie trotzdem ganz überwiegend auswendig gelerntes Faktenwissen ab. Das ist aber weder ein Kriterium bei der Auswahl unserer Studierenden, noch kommt es darauf ja im ärztlichen Alltag allein nicht an. Das wurde am bisherigen konventionellen Studium ja häufig kritisiert, und das ist auch der Grund, warum die bundesweiten Vorgaben für das Medizinstudium jetzt reformiert werden und sich an Modellstudiengängen wie dem unseren orientieren“, ordnet Dekan Deckert die Ergebnisse weiter ein.

„Die Aufbauarbeit an der MHB und unsere kontinuierlichen Bemühungen, nicht nur in Lehre und Forschung, sondern auch in Organisationsentwicklung und akademischer Verwaltung immer besser zu werden, fangen an, erste sichtbare Früchte zu tragen. Auch wenn wir das überwiegend positive Abschneiden im diesjährigen Staatsexamen nicht überbewerten wollen, so ist das doch eine gute Gelegenheit, um allen zu danken, die uns in den ersten Jahren bei offenem Ergebnis unterstützt und vertraut haben! Genauso danken wir all denen, die daran täglich mitarbeiten und auf ihre Leistung und den Erfolg stolz sein dürfen!“, sagt Prof. Edmund Neugebauer, Präsident der MHB.

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