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Neuer Anlauf für Ärzteschule: Die Fontane-Hochschule rückt näher

(Brandenburg an der Havel, 5. Januar 2014) Die Kliniken in Brandenburg und in Neuruppin nehmen einen zweiten Anlauf. Kürzlich haben sie beim Wissenschaftsrat einen überarbeiteten Antrag eingereicht mit dem Ziel, die erste und einzige Medizinhochschule im Land Brandenburg zu gründen, um Ärzte auszubilden.

Der Brandenburger Modellstudiengang soll mehr als das klassische Medizinstudium in den Klinikalltag integriert und somit stark praxisorientiert sein. Er sollte schon im Winter 2013 beginnen. Doch der für die Begutachtung medizinischer Studiengänge maßgebliche Wissenschaftsrat äußerte Bedenken gegen die Planung und verhinderte den Start der angestrebten privaten „Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane“.

Seither haben die Professoren der Kliniken inhaltlich und personell nachgelegt, wie Dieter Nürnberg und Wilfried Pommerien der MAZ erläuterten. Die Chefärzte aus Neuruppin und Brandenburg, beide Professoren, sind Sprecher der Gründungsorganisation „Medizinische Hochschule Brandenburg Campus GmbH“.

Der Wissenschaftsrat vermisste in seinem ersten Votum den Nachweis ausreichender Forschungsarbeit und verlangte mehr Klarheit über die Lehrausstattung. Die Hochschulgründer haben nun Kooperationspartner wie die Universitäten Potsdam und Cottbus, das Hasso-Plattner-Institut und das Deutsche Institut für Ernährungsforschung gewonnen. Die FH Brandenburg ist ohnehin gesetzt.

Nachgewiesen wird zudem die Forschungsaktivität der Klinikprofessoren sowie kooperierender Wissenschaftler. Zwei Forschungs- und zwei Stiftungsprofessuren sollen den Stellenwert der Forschung in der künftigen Hochschule abbilden. Chefchirurg René Mantke ist Forschungskoordinator. Die Gründer benennen konkrete Orte für die Forschungsarbeit. Die künftige Hochschule soll einen Teil der umgebauten Nicolaischule nutzen, außerdem Gebäude auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken und im Forschungshaus des Molekulargenetik-Unternehmens „Signature Diagnostics“. Die Medizinhochschule Brandenburg schafft Lehrstühle in den Grundlagenfächern und verpflichtet nach Angaben Pommeriens und Nürnbergs zusätzlich Seniorprofessoren für Fächer wie Pharmazie und Ernährungslehre.

Um die Gründung voranzutreiben und den Start im Winter zu gewährleisten, wollen die Initiatoren den Universitätsstudiengang Psychologie mit den Abschlüssen Bachelor und Master vorziehen. Wenn die Akkreditierungsagentur AHPGS grünes Licht gibt, könnte das Ministerium die auf Psychotherapie ausgerichteten Studiengänge genehmigen und die Hochschule anerkennen.

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