Ausgezeichnete Nachwuchswissenschaftlerin

Brandenburg an der Havel, 16.10.2020

Monique Jänsch, Mitarbeiterin von Oliver Ritter, Professor für Kardiologie an der MHB und Klinikdirektor für Kardiologie, Nephrologie und Pneumologie am Städtischen Klinikum Brandenburg, erhält Rudi-Busse-Young-Investigator-Award für experimentelle Herz-Kreislaufforschung.

„Sogenannte Ionenkanalerkrankungen sind häufig die Ursache von Herzrhythmusstörungen, die zu den verbreitetsten Herzerkrankungen gehören, und die Tendenz ist weiter steigend. In unserem Forschungsprojekt haben wir ein Protein untersucht, das sogenannte NOS1AP, welches nachweislich einen großen Einfluss auf den Herzrhythmus und das sogenannte QT-Intervall hat, das Auskunft gibt über die elektrischen Eigenschaften und den Gesundheitszustand des Herzens. Veränderungen des QT Intervalls begünstigen etwa Herzrasen und können im schlimmsten Fall auch zu einem plötzlichen Herztod führen. Ziel unseres Forschungsprojekts ist die Entwicklung neuer Therapien bei Herzrhythmusstörungen“ erklärt Monique Jänsch ihren Forschungsansatz.

Der Rudi-Busse-Young-Investigator-Award für experimentelle Herz-Kreislaufforschung wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) an Nachwuchswissenschaftler*innen für herausragende grundlagenwissenschaftliche Projekte vergeben. Es werden immer vier Preisträger*innen benannt, aus denen dann nach einem zu haltenden Vortrag noch ein mit 1.500 Euro dotierter erster Platz ermittelt und vergeben wird. Die anderen drei zweitplatzierten Kandidat*innen erhalten je 500 €.

Die Vorträge der nominierten Preisträger*innen werden üblicherweise auf der Jahrestagung in Mannheim gehalten. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste die Tagung dieses Jahr abgesagt werden. Die Vorträge fanden stattdessen gestern nun digital statt, in Kombination mit den Herztagen in Berlin.

Monique Jänsch aus Brandenburg an der Havel belegte danach gemeinsam mit J. Wagner aus Frankfurt am Main und L. Kalfhues aus Düsseldorf den zweiten Platz. „Es war eine große Ehre für mich, als Preisträgerin ausgewählt worden zu sein und den Projektvortrag vor Fachpublikum halten zu dürfen. Die Themen aller Vortragenden waren toll vorgetragen und inhaltlich sehr interessant. Ich möchte mich bei Professor Ritter sowohl für die Möglichkeit bedanken, dieses umfangreiche Projekt fortzuführen, als auch für das Vertrauen und die Hilfestellungen, die er mir kontinuierlich entgegen bringt. Bei der MHB bedanke ich mich für die Möglichkeit zur Forschung und hoffe weiterhin auf eine gute Unterstützung in diesem Bereich“, so Jänsch.

Der erste Preis ging an Philipp Bengel aus Göttingen, der seine Arbeit mit dem Titel „Proarrhythmic interaction of NaV1.8 and Ca2+/Calmodulin dependent protein-kinase II as an antiarrhythmic target in heart failure“ vorstellte und die Jury überzeugte.

Der Name des Preises geht zurück auf Prof. Dr. Rudi Franz Eckart Busse (1943 – 2007), der als einer der führenden deutschen Herz- und Kreislaufphysiologen auf nationaler und internationaler Ebene gilt.

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