„Mut machen, helfen und auch emotional unterstützen“

Neuruppin, 7. Dezember 2021

Die Webseite www.krankheitserfahrungen.de ist im November um einen neuen Erfahrungsbereich zu COVID-19 erweitert worden. „Menschen, die positiv auf das Coronavirus SARS CoV-2 getestet wurden und an COVID-19 erkrankten, haben uns von ihren Erfahrungen mit dieser Erkrankung berichtet. Darin geht es darum, wie es ihnen in Isolation und Quarantäne ergangen ist, oder darum, welche Botschaften sie an andere Betroffene sowie deren Angehörige, Freund*innen und Familien richten wollen oder welche Wünsche und Bitten sie an Ärzt*innen und Gesundheitsämter haben, oder auch einfach nur, was sie als Betroffene in dieser Zeit an Unterstützung benötigt hätten“, fasst Christine Holmberg, Leiterin der Projektgruppe und Professorin für Sozialmedizin und Epidemiologie an der MHB die jetzt veröffentlichten Berichte zusammen.

Auf der Seite befinden sich in diesem Bereich derzeit Erfahrungsberichte von Menschen, die positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurden. Diese Erzählungen können nicht nur als Texte gelesen, sondern auch als Audios angehört werden. Bis zum kommenden Sommer soll die Seite um weitere Themenbereiche und weiteren persönlichen Erfahrungsberichten von rund 40 Personen ergänzt werden.

Die Datenerhebung und Entwicklung des Erfahrungsbereichs zu COVID-19 wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finanziert. Zusätzlich zu dem Erfahrungsbereich COVID-19 finden sich hier auch die weiteren Bereiche AD(H)S bei Kindern und Jugendlichen, Brustkrebs, Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Chronischer Schmerz, Darmkrebs, Diabetes Typ 2, Epilepsie, Essstörungen, Medizinische Reha und Prostatakrebs.

„Auf der Webseite www.krankheitserfahrungen.de berichten Menschen von ihrem Leben mit Gesundheit und Krankheit und wie sie damit im Alltag umgehen. Das Ziel der Seite ist es, mit einem niedrigschwelligen und wissenschaftlich fundierten Informations- und Unterstützungsangebot anderen betroffenen Personen Mut zu machen, zu helfen und auch emotional zu unterstützen“, erklärt Prof. Holmberg.

Die Webseite www.krankheitserfahungen.de ist die lizensierte Webseite des Datenbankprojekts für Individuelle Patient*innen-Erfahrungen Deutschland (DIPEx Germany), die am Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Medizinischen Hochschule angesiedelt ist und zurzeit von der Krebsallianz gefördert wird. DIPEx Germany ist Mitglied des Dachverbands DIPEx International (www.dipexinternational.org). Dieser Dachverband und seine Mitgliedsorganisationen haben es sich zum Ziel gemacht, das Verständnis von Krankheits- und Gesundheitserfahrungen zu verbessern. Dazu werden Erfahrungen nach einheitlichen wissenschaftlichen Standards erhoben, analysiert und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Betroffene und ihre Angehörigen können davon ebenso profitieren wie Fachkräfte im Gesundheitssektor, politische Entscheidungsträger*innen und Forschende. Durch die internationale Zusammenarbeit entsteht eine einzigartige Erfahrungssammlung, die u.a. ländervergleichende Analysen ermöglicht. Die Bereitstellung des wissenschaftlich aufbereiteten Erfahrungswissens erfolgt anschließend über Internetplattformen wie www.krankheitserfahrungen.de.

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