Mund auf gegen Blutkrebs

Studierende der MHB engagieren sich im Kampf gegen Blutkrebs

Neuruppin, 15.04.2020

Leben retten in Zeiten der Corona-Krise: Studentische Initiative der MHB ruft gemeinsam mit der DKMS (deutsche Knochenmarkspenderdatei) zu einer virtuellen Typisierungsaktion auf. Die DKMS gemeinnützige GmbH vermittelt Stammzellspenden an Patient*innen, die an Blutkrebs erkrankt sind und gibt ihnen dadurch eine neue Lebenschance.

“Alle 15 Minuten erhält eine Patientin/ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Viele Blutkrebspatient*innen suchen vergeblich einen passenden Spender/eine passende Spenderin”, erklärt Josephine Steinborn, Medizinstudentin an der MHB und Mitglied der studentischen Initiative, die im vergangenen Dezember auch bereits eine erste Typisierungsaktion durchgeführt hat.

Mit Wattestäbchen gegen Blutkrebs

“Obwohl wir bei der letzten Typisierungsaktion im Dezember 2019 in Neuruppin mit der DKMS knapp 70 neue potenzielle Stammzellspender*innen aufnehmen konnten, sind natürlich immer noch ganz viele Patient*innen auf der Suche nach ihrem genetischen Zwilling. Da aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie bis auf weiteres alle DKMS-Typisierungsaktionen vor Ort ausgesetzt und verschoben sind, möchten wir eine virtuelle Typisierungsaktion starten und jeden gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland dazu aufrufen, sich kostenlos per Wattestäbchen typisieren zu lassen”, erklärt Steinborn.

Mit einem Wattestäbchen wird dabei an der Innenseite der Wange Zellmaterial aufgenommen, ein Vorgang, der bei drei Proben mit drei Wattestäbchen rund drei Minuten dauert. Drei Minuten, die ein Leben retten können. Die so gewonnenen Gewebeproben werden anschließend im Labor der DKMS analysiert und die Ergebnisse in einer Datenbank eingetragen.

Die Bestellung eines Registrierungssets und weitere Informationen zum Thema Stammzellspende und Blutkrebs sind unter www.dkms.de/mhb zu finden.

“Da in der Regel leider fast 40% der bestellten Stäbchen zuhause liegen bleiben ist es wichtig, diese anschließend auch wieder zurückzuschicken! Die Portokosten übernimmt die DKMS“, betont Josephine Steinborn.

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