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MHB-Studenten unterrichten auf Ultraschall-Kongress

Neuruppin, 24. September 2018

Vom 06. bis 09. September 2018 fand in Poznan der diesjährige Euroson-Kongress statt.

Mehr als tausend Ultraschall-Interessierte, darunter viele Studierende, praktizierende Ärzte und Lehrende, nahmen am diesjährigen Kongress der European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology (EFSUMB) teil. Mit dabei auch vier Medizinstudierende der MHB: Benedikt Seckinger, Adrian Gahleitner, David Boten und Gregor Barth hatten dort die Möglichkeit, ihr im Rahmen der Ultraschalltutoren-Ausbildung erlerntes Wissen an die teilnehmenden Studierenden weiterzugeben.

Insgesamt zwei Workshops wurden vom Team der MHB unter der Leitung von Dieter Nürnberg, Professor für Gastroenterologie an der MHB, angeboten. Dabei wurde von jedem Studierenden ein einleitender Vortrag gehalten, um die theoretischen Grundlagen der hauptsächlich aus Studierenden polnischer Hochschulen bestehenden Zuhörer zu sichern. Anschließend wurde das Erlernte in einem praktischen Training in Kleingruppen gefestigt.

„Wir benutzen die sogenannten Handheld-Ultraschallgeräte VScan extend, die sind so groß wie ein Handy und passen in jede Kittel- oder Studententasche. Sie bieten sich aufgrund ihrer optimalen Größe und intuitiven Bedienung an, um damit einen solchen Workshop zu bestreiten. Dadurch, dass wir mehrere Geräte im Einsatz hatten, war es möglich, in sehr kleinen Gruppen zu trainieren und so individuell auf den Lernfortschritt der einzelnen Teilnehmer einzugehen“, erzählt Adrian Gahleitner, der an der MHB im 8. Semester Medizin studiert. „Während der Workshops ließ Prof. Nürnberg den Studierenden freie Hand, organisierte den Rahmen, beaufsichtigte die Trainings und bot den Studierenden ein offenes Ohr bei Fragen zur Vorbereitung“, ergänzt Medizinstudent David Boten.

MHB-Medizinstudent Gregor Barth (1.v.r.) im Training mit 3 Workshopteilnehmern

„Wir schätzen es sehr, dass Prof. Nürnberg uns die Teilnahme an diesem Kongress ermöglicht hat. Mit seiner Hilfe war es für uns ein sehr erfolgreicher Workshop und wir haben ein sehr positives Feedback von den Teilnehmern erhalten. Durch unsere Arbeit im Ultraschall-Tutorenteam der MHB haben wir bereits im Vorfeld einige Erfahrungen im Umgang mit dem Ultraschall sammeln können, sodass wir theoretisch und praktisch sehr gut vorbereitet unser Wissen und unsere Erfahrungen weitergeben konnten. Im Laufe des Kongresses standen wir in regem Austausch mit Studierenden aus anderen Ländern, welche von der Vorbereitung zum Thema Ultraschall an ihren Hochschulen berichteten. Dabei war es interessant zu sehen, dass die meisten Studierenden nur relativ wenige Erfahrungen in der praktischen Anwendung des Ultraschalls als klinische Untersuchungsmethode gemacht hatten, was vermutlich daran liegt, dass viele Hochschulen zwar theoretische Grundlagen vermitteln, aber die praktische Anwendung dabei häufig zu kurz kommt. Durch unser Ultraschallcurriculum, das uns vom 3. Semester bis zum Ende des Studiums begleitet, haben wir sowohl in der Theorie als auch in der praktischen Anwendung bereits Kontakt mit dem Ultraschallgerät, das wir zunehmend als Lehr- und Lernmittel einsetzen. Die Idee, Wissen und praktische Fähigkeiten durch zusätzliche studentenbegleitete, modulbezogene Tutorien zu vermitteln, hat sich bewährt und unsere Kommilitonen geben durchweg positives Feedback. Ich denke, dass am Ende des Studiums jeder von uns sicher mit dem „Echoskop“ umgehen und für den klinischen Alltag auf solide Grundlagenfertigkeiten zurückgreifen kann. Ein großes Dankeschön gilt in diesem Zusammenhang auch dem Team des Brandenburgischen Institut für Klinischen Ultraschall (BIKUS) für die investierte Zeit“, fassen die Studierenden ihre Eindrücke zusammen.

„Ich denke, es ist insgesamt prima gelaufen. Es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich, wenn auch in Zukunft die Studierenden des Ultraschalltutoren-Teams der MHB an internationalen Kongressen und Symposien teilnehmen werden“, resümiert Prof. Nürnberg.

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