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MHB beteiligt sich erneut am Deutschlandstipendium

Neuruppin, 08.02.2019

Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) beteiligt sich erneut am Deutschlandstipendium. Wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur jetzt in einem Zuwendungsbescheid mitteilte, bewilligt das Land Brandenburg ab dem Sommersemester 2019 insgesamt 22 Deutschlandstipendien. „Im Jahr 2017 sind wir mit sieben Stipendien gestartet, 2018 waren es bereits 14 Stipendien. Dass wir jetzt sogar 22 Stipendien vergeben können, verdanken wir insbesondere dem Engagement der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die das Stipendienprogramm von Anfang an maßgeblich unterstützt haben“, sagt Dr. Eric Alexander Hoffmann, Kommunikationsleiter der MHB, der die Anregung zur Beteiligung am deutschlandweiten Förderprogramm gegeben hatte.

„Die Zahl der jeweils zu vergebenden Stipendien richtet sich dabei zum einen nach der Zahl der im vorhergehenden Wintersemester an der MHB eingeschriebenen Studierenden, hängt zum anderen aber auch davon ab, wie viele private Fördergelder wir einwerben konnten“, erklärt Hoffmann. 

Grundgedanke des Deutschlandstipendiums war und ist es, herausragende Leistungen von engagierten Studierenden anzuerkennen und in einer öffentlich-privaten Partnerschaft gemeinsam zur Förderung der Fachkräfte von morgen beizutragen. Jeder Euro, der von privater Seite gegeben wird, wird vom Bund in gleicher Höhe gespiegelt. „Schon mit 150 Euro monatlich können Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen einen Beitrag zur Unterstützung unserer Studierenden und zur Ausbildung von neuen Ärzten und Psychologen für das Land leisten. Mit den zusätzlichen 150 Euro von öffentlicher Seite erhält der Studierende so monatlich insgesamt 300 Euro. Die Matchingdauer des Bundes richtet sich dabei nach der Förderdauer der privaten Förderzusage“, erklärt Hoffmann die Besonderheiten des 2011 vom Bund gestarteten Förderprogramms.

Mittlerweile hat das Deutschlandstipendium an zahlreichen Hochschulen eine neue Stipendienkultur etabliert: Derzeit werden rund 26.000 Studierende an über 300 Hochschulen mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Im Fokus der Förderung sollen dabei Studierende stehen, deren persönliche Motivation herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen. Der dem Stipendium zugrundeliegende Leistungsbegriff ist dabei bewusst weit gefasst: Gute Noten und Studienleistungen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen oder Hindernisse und Widerstände im eigenen Lebens- und Bildungsweg erfolgreich zu meistern. Neben der Auszeichnung von Talent und Leistung sowie sozialem Engagement spielen bei diesem Förderinstrument auch die besonderen sozialen, familiären oder persönlichen Umstände der Studierenden eine wesentliche Rolle. Die durch dieses bildungsbiografische Auswahlkriterium geförderten Zielgruppen können beispielsweise Studierende mit Migrations- oder Fluchthintergrund, aus bildungsfernen Elternhäusern, mit körperlicher Beeinträchtigung oder mit betreuungsbedürftigen Angehörigen sein.

„Unsere Stipendiat*innen erhalten das Fördergeld von monatlich 300 Euro zusätzlich zu BAföG-Leistungen, und zwar für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit. So können sich unsere Studierende jenseits von Studentenjobs noch besser auf ihr Studium konzentrieren. Mit der Beteiligung am Deutschlandstipendium wollen wir auch einen kleinen Beitrag zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit leisten. Mit den wachsenden Studierenden- und dann auch Stipendienzahlen steigt für uns perspektivisch die Herausforderung, weitere private Förderer zu gewinnen, sodass wir auch zukünftig tatsächlich alle vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder abrufen können“, lädt Hoffmann weitere Förderer ein, sich an dem Programm zu beteiligen.

Dabei sind verschiedene Varianten möglich: „Ob Förderer ein ganzes halbes Deutschlandstipendium für ein Jahr oder länger stiften oder aber einen beliebigen, auch kleineren Teilbetrag beisteuern, die Entscheidung ist ganz individuell möglich“, erklärt Nadine Roeseler-Shalala, Leiterin des Bereichs Fundraising an der MHB. „Der direkte Kontakt zwischen Stipendiengeber*in und Stipendiat*in ist uns dabei ein ganz besonderes Anliegen. Aus diesem Grund werden wir zukünftig eine feierliche Zeremonie ausrichten, in deren Rahmen nicht nur die Stipendienurkunden übergeben werden, sondern unsere Förderer auch die Gelegenheit haben, „Ihre“ Stipendiat*innen kennenzulernen. So wollen wir auf ganz besondere Weise ‚Danke sagen‘ und auch hier den Netzwerkgedanken und die Stipendienkultur weiter entwickeln“, so Roeseler-Shalala weiter.

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium finden Sie hier.

Wenn auch Sie einen Studierenden mit einem Deutschlandstipendium unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an:

Nadine Roeseler-Shalala
Leiterin Bereich Fundraising
Tel.: 03391 39-14106
E-Mail: nadine.shalala@mhb-fontane.de

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