Aktuelles MHB stellt Positionspapier vor

MHB stellt Positionspapier vor

Vertreter der MHB stellen auf Landespressekonferenz in Potsdam Positionspapier vor

Potsdam, 06.09.2019

Im Rahmen der Landespressekonferenz am heutigen Freitag im Landtag in Potsdam stellten Vertreter der MHB in einem Positionspapier die weiteren Wachstumspläne der Universität vor. Dabei betonten sie, dass sie auch zukünftig weiter Verantwortung für die Medizinerausbildung im Land Brandenburg übernehmen wollen. Mit Blick auf den steigenden Bedarf machten die MHB-Vertreter darüber hinaus auch deutlich, dass sie einen weiteren Standort für eine Mediziner-Ausbildung im Land Brandenburg grundsätzlich befürworten und sogar bereit sind, diese mit der an der MHB vorhandenen Expertise unterstützen zu wollen.

„Es gibt einen großen Bedarf für zukünftige Ärztinnen und Ärzte im gesamten Land Brandenburg. In Abstimmung mit der Landesregierung stärkt die MHB schon mit Beginn des anstehenden Wintersemesters 2019 die Medizinerausbildung durch 24 weitere Studierende. Ab dem Jahr 2020 wird nochmals um weitere 24 Studienplätze erhöht, so dass die MHB mit dann jährlich 96 Studierenden doppelt so viele Mediziner wie bislang ausbilden wird. Aktuell sind bereits über 400 Studierende in Medizin und Psychologie an der MHB eingeschrieben. Im nächsten Jahr werden wir die ersten Studierenden ins praktische Jahr entlassen, 2021 beginnen dann unsere ersten Absolventinnen und Absolventen ihre Facharztweiterbildung in einer unserer kooperierenden Kliniken im Land Brandenburg. Wir freuen uns auf diese beiden Meilensteine unserer weiteren Entwicklung“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Edmund Neugebauer.

Ralf Reinhardt, Landrat Ostprignitz-Ruppin und Aufsichtsratsvorsitzender der MHB, erinnerte an Zusagen der Landesregierung zur finanziellen Unterstützung der MHB und erklärte: „In der Reihe Kabinett vor Ort hat Ministerpräsident Woidke am 07.05.2019 in Neuruppin die MHB als festen Partner für die Bewältigung der Herausforderung des Ärztemangels im Land Brandenburg beschrieben. Ebenso hat sich auch die Wissenschaftsministerin geäußert. Klar ist zwischen allen Partnern, dass wir als MHB auch mit Blick auf die Evaluation des Wissenschaftsrates unsere Forschungskapazitäten erhöhen wollen. Die Zusagen der Landesregierung haben wir jetzt detailliert untersetzt und mit 12,98 Mio. Euro einen klaren Kostenrahmen für Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Sachmittel und Forschungsinfrastruktur erarbeitet, der auch schon mit dem MWFK kommuniziert wurde. Wir wollen für die derzeit laufenden Sondierungsverhandlungen damit unseren inhaltlichen Beitrag zur Verfügung stellen. Wir gehen mit unserer zusätzlichen Ausbildung in Vorleistung und bauen natürlich darauf, dass die Landesregierung ihrerseits die zugesagte finanzielle Unterstützung der MHB einhält.“

Steffen Scheller, MHB-Aufsichtsrat und Oberbürgermeister von Brandenburg an der Havel, ergänzte: „Wir als MHB haben uns mit unseren 33 Partner-Kliniken sowie zahlreichen Lehrpraxen immer landesweit verstanden und dem gesamten Land verpflichtet gefühlt. Deshalb wollen wir auch die Medizinerausbildung und Gesundheitsversorgung für das gesamte Land Brandenburg auch am Standort Cottbus / Lausitz unterstützen. Wir können uns dafür z.B. eine Kooperation mit dem Carl-Thiem-Klinikum als neuem Hochschulklinikum der MHB sehr gut vorstellen, zumal wir mit dem Klinikum Niederlausitz in Senftenberg und Lauchhammer bereits partnerschaftlich in der Lausitz tätig sind. Es ist wichtig, dass wir vor Ort so schnell wie möglich an den Start gehen und mit der Ausbildung von Ärzten beginnen. Mit unserer Expertise als MHB kann das zügig umgesetzt und erste Erfolge für die Medizinerausbildung bereits kurzfristig abgesichert werden.“

Jens-Peter Golde erklärte als Aufsichtsratsmitglied und Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin: „Wir sind als Kommunen vor Jahren mit der MHB gestartet und können stolz auf das sein, was bisher geleistet wurde. Für über 400 Studierende in Psychologie und Medizin tragen wir Verantwortung und bieten einmalige Ausbildungschancen. Als Kommunen hat uns das gefordert, aber wir profitieren auch von der Belebung durch die jungen Studierenden. Das wird bei der Verdopplung der Studierendenzahl genauso sein. Aber dieser Herausforderung stellen wir uns gerne und wollen möglichst viele davon für unser Land gewinnen und so dem Ärztemangel entgegen wirken. Die Bürger erwarten von uns zu Recht eine funktionierende Gesundheitsversorgung, deshalb gibt es für uns zu dieser Herausforderung auch keine Alternative.“

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

Eine Präsentation vom Gründungsimpuls bis zur heutigen Umsetzung der MHB finden Sie hier.

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