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Land unterstützt neue Fakultät der MHB mit 6,4 Mio. Euro

Potsdam, 15.02.2019

Prof. Edmund Neugebauer, Präsident der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), Martin Pangritz, Geschäftsführer der Medizinischen Hochschule Brandenburg Campus GmbH, und Dr. Martina Münch, Wissenschafts- und Forschungsministerin im Land Brandenburg, unterzeichneten am vergangenen Freitag, den 15.02.2019 in Potsdam eine Finanzierungsvereinbarung, welche die Unterstützung der neuen Fakultät für Gesundheitswissenschaften durch das Land Brandenburg regelt. In den kommenden vier Jahren erhält die MHB für vier neue Professuren eine jährliche Zuwendung in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Dr. Martina Münch, Prof. Edmund Neugebauer und Martin Pangritz (v.l.n.r.) freuen sich über die unterzeichnete Finanzierungsvereinbarung

„Über die heutige Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung und der darin zugesagten Landesmittel in Höhe von insgesamt 6,4 Millionen Euro freuen wir uns sehr. Der Ausschreibung und anschließenden Berufung von vier Professuren für die neue Fakultät steht jetzt nichts mehr im Wege“, sagte Prof. Edmund Neugebauer, Präsident der MHB.

Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Martina Münch: „Mit der heutigen Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg ist auch der letzte Schritt für die Etablierung der gemeinsamen Fakultät für Gesundheitswissenschaften vollzogen. Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften bildet den Kern des Gesundheitscampus Brandenburg. Mit seiner Hilfe wollen wir künftig im Land Brandenburg unter anderem an Krankheiten forschen, die im Alter gehäuft auftreten. Zudem wollen wir Modelle entwickeln, die es kranken Menschen ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben und gut versorgt zu werden. Durch die Vernetzung von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Kliniken im Gesundheitscampus entsteht nicht nur ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland – es ergeben sich auch neue Chancen für die Fachkräftesicherung und die medizinische und pflegerische Versorgung im Flächenland Brandenburg sowie für die weitere Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Gesundheitsbereich.“

Mit Hilfe der vier neuen Professuren sollen u.a. die Grundlagen für eine verbesserte und innovative Ausbildung in gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen geschaffen, die Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung im Land Brandenburg etabliert und die Forschungsbereiche Translationale Immunologie kardiovaskulärer Erkrankungen sowie Klinische Genetik aufgebaut werden.

„Mit der Berufung der neuen Professuren für Gesundheitswissenschaftliche Ausbildungsforschung und evidenzbasierte Lehr- und Lernmethodik, für Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung, für Translationale Immunologie kardiovaskulärer Erkrankungen und für Klinische Genetik sollen die vorhandenen Forschungsschwerpunkte des Landes gestärkt und ergänzt werden. Als zentrales Thema des Gesundheitscampus wurde ja „Medizin und Gesundheit des Alterns“ festgehalten. Dieses Thema umfasst Forschung in so unterschiedlichen Gebieten wie die Regeneration von Geweben, Herz-Kreislauf- sowie Tumor- und psychische/neurodegenerative Erkrankungen. Schwerpunkte werden dabei die Versorgungsforschung, aber auch patientenorientierte Grundlagenforschung sein. Die Forschungsergebnisse sollten den regionalen Bedarf im Auge behalten und direkte Ansätze für die Umsetzung in den klinischen oder ambulanten Alltag geben“, blickt Neugebauer nach vorne.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatten die drei beteiligen Trägerhochschulen - Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Universität Potsdam und Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg - die neue gemeinsame Fakultät für Gesundheitswissenschaften gegründet. Ziel der neuen Fakultät ist es, neue innovative Studiengänge zu aktuellen gesundheitswissenschaftlichen Themen anzubieten und neue medizinische und pflegerische Versorgungsangebote zu entwickeln.

In einer zweijährigen Pilotphase wurden ein Entwicklungs- und Personalkonzept, eine gemeinsame Promotions- und Habilitationsordnung und ein Forschungskonzept erarbeitet sowie Forschungsverbünde zum Schwerpunkt ‘Medizin und Gesundheit des Alterns‘ aufgebaut. Das Forschungs- und Entwicklungskonzept sowie das Personalkonzept für die gemeinsame gesundheitswissenschaftliche Fakultät des Gesundheitscampus passierten am 31. Mai 2018 den Landtag. Künftig sollen insgesamt 16 Professorinnen und Professoren zur Berufung ausgeschrieben werden, darunter vier für die Medizinische Hochschule Brandenburg.

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