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MHB als "spannende Alternative zum herkömmlichen Medizinstudium"

Neuruppin, 20.10.2017

Der Unterausschuss für Hochschulmedizin der Kultusministerkonferenz (KMK) besuchte gestern die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) und informierte sich vor Ort im Gespräch sowohl mit dem Dekanat als auch mit Studierenden über Besonderheiten der MHB und den aktuellen Stand der Entwicklung. Die Vertreter der Wissenschaftsministerien der Bundesländer kommen zu ihren regelmäßigen Sitzungen an wechselnden Medizinfakultäten in Deutschland zusammen. Auf diese Weise wollen sie – flankierend zu ihren Beratungen – direkte Einblicke in die Hochschulmedizin erhalten. Dieses Mal fiel die Wahl auf die noch junge MHB im Land Brandenburg mit ihrem Campus in Neuruppin.

„Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch an der MHB, den ich gerne nutze, um Ihnen neben Daten, Zahlen und Fakten auch einige unserer Alleinstellungsmerkmale in Lehre und Forschung sowie in Bildung und Finanzierung vorzustellen“, begrüßte Prof. Dr. Edmund A. Neugebauer, Dekan der MHB, die rund 20-köpfige Delegation. „In unserem individuellen Auswahlverfahren achten wir im Vorfeld weniger auf Abiturnoten oder einen notenbasierten NC, sondern mehr auf die Persönlichkeit und die Motivation der Bewerber. Mit 31 Professoren, drei Hochschulkliniken in Bernau, Brandenburg an der Havel und Neuruppin, aktuell sieben Akademischen Lehrkrankenhäusern, rund 20 kooperierenden Kliniken und über 100 Lehrpraxen steht die MHB für eine große Nähe zur Praxis. Mit unseren besonderen Lehr- und Lernformaten wie dem Problemorientierten Lernen (POL) oder dem TRIK, das für Teamarbeit, Reflexion, Interaktion und Kommunikation steht, bieten wir unseren Studierenden vom ersten Semester ein praxisorientiertes und zugleich wissenschaftsbasiertes Studium an. Die ersten Ergebnisse im Progress Test Medizin, der derzeit von 16 Medizinische Fakultäten regelmäßig durchgeführt wird und an dem sich von Anfang an auch die MHB beteiligt, zeigen, dass unsere Studierenden hier sehr gut abschneiden und dass wir uns in der Lehre auf einem guten Weg befinden“, sagte Neugebauer.

Der Dekan der MHB, Prof. Dr. Edmund Neugebauer, stellt den Mitgliedern des Ausschusses Besonderheiten des Curriculums vor

In der Forschung folge die MHB den Empfehlungen des Wissenschaftsrates und habe sich auf Versorgungsforschung und auf den Schwerpunkt Gesundheit und Krankheit des Alterns fokussiert. Durch die Beteiligung am und die Vernetzung im Gesundheitscampus erwartet die MHB weitere Impulse für die Forschung. „Mit dem Gesundheitscampus entsteht nicht nur ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland, sondern es ergeben sich auch neue Chancen für die Fachkräftesicherung und die medizinische und pflegerische Versorgung im Flächenland Brandenburg“, so Neugebauer weiter. „Auch wenn noch viele Aufgaben und Herausforderungen vor uns liegen, bislang ist die MHB mit ihrem Motto: ‚Aus dem Land. Für das Land.‘ eine Erfolgsgeschichte im Land Brandenburg“, schloss der Dekan der MHB.

Neben den Besonderheiten in Lehre und Forschung interessierten sich die Landesvertreter insbesondere auch für die Frage der Finanzierung der MHB. Hierbei zeigten sie sich erstaunt über die mit 115.000 Euro vergleichsweise niedrig kalkulierten Studienkosten pro Medizinstudierendem. „Bevor Sie jetzt mit diesen Zahlen an Ihre Hochschulen zurückkehren und fragen, warum bekommt ihr das nicht so günstig hin, bedenken Sie bitte, dass mit diesem Betrag lediglich die Lehre grundfinanziert ist. Die Gelder für Forschung stammen zum überwiegenden Teil aus Drittmitteln und sind in diesem Betrag nur zum Teil abgebildet“, relativierte Prof. Dr. René Mantke, Prodekan Forschung und Wissenschaft die auf den ersten Blick sehr günstigen Zahlen. „Es kommt hinzu, dass ein großer Teil unserer Professoren als Klinische Professoren bei unseren Hochschulkliniken und kooperierenden Kliniken angestellt sind und nur zu einem geringen Anteil direkt von der MHB finanziert werden“, ergänzte Prof. Dr. Gerhard Danzer, Prodekan für Studium und Lehre.

„Ich bedanke mich für die Vorstellung ihres sehr interessanten Ansatzes, der aus meiner Sicht eine spannende Alternative zum herkömmlichen Medizinstudium darstellt“, sagte abschließend der Vorsitzende des Unterausschusses, Ministerialrat Uwe Paul vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt. Und Harald Topel vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg ergänzte: „Der MHB ist es gelungen, nicht nur Interesse, sondern auch Sympathie für ihr Konzept im Ausschuss zu gewinnen. Die Ausschussmitglieder werden die Entwicklung der Universität sicherlich mit Aufmerksamkeit weiter verfolgen.“

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