Klimakrise ist tödlich

Neuruppin, 28.09.2020

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ ertönte es neben weiteren skandierten Gesängen am vergangenen Freitag durch die Straßen Neuruppins, als im Rahmen des globalen Klimastreiks laut Medienberichten etwa 500 Teilnehmende – darunter auch rund 20 Studierende der MHB – lautstark auf den Ernst der Klimakrise aufmerksam machten. Die ursprünglich erwartete Teilnehmendenzahl konnte trotz Corona bei Weitem übertroffen werden. Alle Demonstrierenden hielten Abstand und trugen Mund- und Nasenschutz.

Ziel der von „Fridays for Future“ organisierten Veranstaltung war vor allem, den Bürger*innen Neuruppins erneut bewusst zu machen, dass die Klimakrise ein ernstzunehmendes, existenzbedrohendes Thema ist. Um 12 Uhr ging es los. Unter dem Motto „Klimakrise ist tödlich“ marschierten die Teilnehmenden mit mehreren großen Bannern und bunten Fahnen von der Fontaneschule in der Artur-Becker-Straße über die Fehrbelliner Straße hin zum Schulplatz, wo auch die zentralen Kundgebungen stattfanden.

Auch Studierende der MHB beteiligten sich an der Demonstration. Die studentische Initiative „Health for Future Brandenburg“ hatte sich schon im Vorfeld der Bewegung „Fridays for Future“ angeschlossen. Als Rednerin erinnerte Marie-Luise Flohr, Medizinstudentin aus dem 11. Semester, daran, dass Klima und Gesundheit eng miteinander verbunden sind: „Wir müssen deutlich machen, dass es sich beim Klimawandel auch um einen medizinischen Notfall handelt. Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“, sagte Flohr, die unter großem Applaus die wesentlichen Punkte und Vorhaben der von ihr gegründeten Initiative „Health for Future Brandenburg“ vorstellte.

Vanessa Bremer, Medizinstudentin im 3. Semester, beschreibt die Teilnahme an der Demonstration ebenfalls als einen großen Erfolg. „Die Rede meiner Kommilitonin Marie-Luise Flohr hat mir mit am besten gefallen. Aber auch die Offenheit und Neugier der Stadtbevölkerung sowie die trotz langen Wartezeiten meist verständnisvollen Autofahrenden habe ich als sehr positiv wahrgenommen“, so Bremer.

Auch Marie Luise Flohr beschreibt die Stimmung als sehr angenehm und lobte die friedliche und mitunter sogar fröhliche Atmosphäre auf dem Schulplatz, wo von den Teilnehmenden und den in Kasacks gekleideten Studierenden der MHB zum Abschluss „What a wonderful world“ gesungen wurde. Was für eine wundervolle Welt unsere Welt sein könnte.

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