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Gründungsdekan der MHB mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Potsdam/Neuruppin, 15.10.2018

Der Neuruppiner Gastroenterologe und Gründungsdekan der MHB, Prof. Dr. Dieter Nürnberg, wurde am heutigen Montag mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch (SPD) überreichte die Ehrung im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Potsdam.

In ihrer Laudatio würdigte Ministerin Münch Dieter Nürnberg für seine außergewöhnlichen Leistungen als Mediziner, als Wissenschaftler und als Bürger, der sich für seine Mitmenschen und seine Region weit über das erwartbare Maß hinaus engagiert habe: „Neben seiner jahrzehntelangen Tätigkeit im Neuruppiner Klinikum und seiner wissenschaftlichen Forschungsarbeit hat sich Dieter Nürnberg als einer der ersten für die Entwicklung der Palliativmedizin und den Auf- und Ausbau von Hospizen in Brandenburg eingesetzt, in denen Menschen mit unheilbaren Krankheiten gepflegt und begleitet werden“, so die Ministerin.

„Dieter Nürnberg war zudem Mitbegründer und von 2014 bis 2016 Gründungsdekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, und trug damit ganz wesentlich mit dazu bei, dass seine Heimatstadt Neuruppin zur Universitätsstadt wurde, und dass wir im Land Brandenburg erstmals eine Medizinerausbildung bekommen haben! Unter seiner Führung wurde eine Hochschule aufgebaut, die sich durch ihr didaktisches Konzept und ihre Praxisnähe auszeichnet und die Beachtung weit über die Grenzen des Landes hinaus findet. Die Hochschule leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in unserem Land. Mit ihrer Beteiligung am Gesundheitscampus Brandenburg und der Gründung einer gemeinsamen Fakultät mit der Universität Potsdam und der BTU Cottbus-Senftenberg trägt die Hochschule zur medizinischen und pflegerischen Versorgung in unserem Flächenland sowie zur weiteren Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft bei. An dieser Entwicklung hat Dieter Nürnberg einen maßgeblichen Anteil“, so die Ministerin weiter.

„Arztsein, meine Tätigkeit als Arzt habe ich nie nur als einen Job gesehen, sondern immer als Aufgabe und Berufung. Und wenn es dann noch gelingt, auch andere zu motivieren, sich einzusetzen und einzubringen, mit denen es Freude macht, gemeinsam etwas aufzubauen und zu gestalten, dann ist das etwas sehr Schönes und Erfüllendes. Ich habe mich ja nie als ein Einzelkämpfer verstanden, sondern immer als Teamplayer. Erfolg braucht schließlich Mitstreiter und Mitwirker. Und ich hoffe und würde es mir wünschen, dass diese Auszeichnung, die ich heute erhalten habe und über die ich mich sehr gefreut habe, abfärbt und auch wieder andere motiviert, sich zu engagieren“, sagte Prof. Nürnberg, der sich auch bei den zahlreich erschienenen Wegbegleitern und Kollegen sowie bei seiner Familie für die erhaltene Unterstützung bedankte.

Der 1952 in Neuruppin geborene Dieter Nürnberg studierte Medizin an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort auch. Zur Facharztausbildung kehrte er nach Neuruppin in das damalige Bezirkskrankenhaus zurück. Dort übernahm er 1985 eine Oberarzt-Position und war von 1991 bis 2015 Chefarzt der Ruppiner Kliniken mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Onkologie. Seit 1994 gehörte er der Krankenhausleitung an. Im Jahr 2007 gründete er die Palliativgesellschaft HOSPA. Er ist einer der Mitbegründer der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und war von 2014 bis 2016 deren Gründungsdekan. Als Seniorprofessor ist Dieter Nürnberg auch weiterhin mit der MHB auf vielfache Weise in Lehre und Forschung verbunden. Dieter Nürnberg lebt in Neuruppin.

Hintergrund: Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird durch den Bundespräsidenten an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Er ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

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