Aktuelles

Gründungsdekan der MHB erhält Auszeichnung

Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank Ullrich Schulz überreicht die Ehrennadel an Prof. Dieter Nürnberg (1.v.r.)

Potsdam, 12.12.2022

Für seine Verdienste um die Brandenburgische Ärzteschaft wurde Prof. Dr. med. Dieter Nürnberg, Gründungsdekan der MHB, am 3. Dezember 2022 durch Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank Ullrich Schulz mit der Ehrennadel der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) ausgezeichnet.

Neben zahlreichen berufspolitischen Aktivitäten wie Sekretär der Europäischen Ultraschallgesellschaft, Vize-Präsident der Welt-Ultraschallgesellschaft, NGO-Repräsentant bei der WHO oder Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin war Prof. Nürnberg von 2010 bis 2014 Mitglied im Gründungsteam der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), deren Gründungsdekan er bis 2016 war.

"Unter seiner Führung hat die MHB ein praxisnahes, wissenschaftsbasiertes und innovatives Studienkonzept entwickelt. Der Brandenburger Modellstudiengang Medizin setzte dabei schon frühzeitig Reformen um, die später im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Masterplan Medizinstudium 2020 aufgegriffen wurden und die angehende Ärzt*innen hervorragend auf den späteren Beruf vorbereiten sollen. Die MHB leistet damit schon heute einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in Brandenburg. Die Landesärztekammer Brandenburg ist Professor Dr. Dieter Nürnberg zu Dank und Anerkennung für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der Ärzteschaft in Brandenburg verpflichtet", sagte Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank Ullrich Schulz.

"Wir freuen uns über die sehr verdiente Auszeichnung für Prof. Nürnberg und sind glücklich, dass er nach wie vor als Seniorprofessor für Gastroenterologie an der MHB tätig ist und sich hier auch gemeinsam mit seinen studentischen Ultraschalltutoren, den sogenannten Sononauten, in Lehre und Forschung für die MHB engagiert. Ich persönlich schätze ihn sehr und hoffe, dass er der MHB mit seinen Erfahrungen und seinem Engagement noch viele Jahre zur Verfügung steht", sagte Hans-Uwe Simon, Präsident der MHB.

„In meinem Dank an die Brandenburgische Ärzteschaft konnte ich mit Stolz auf die Erfolge der MHB verweisen, die in den vergangenen zwei Jahren dem Land Brandenburg schon über 50 neue Ärzt*innen 'geschenkt' hat. Der von uns bei der Gründung der MHB erhoffte Bleibeeffekt hat sich also tatsächlich auch eingestellt. Aus diesem Grund möchte ich an die Vertreter der Kammerversammlung, aber darüber hinaus auch an die in der Landesregierung politisch Verantwortlichen appellieren, die MHB auch in Zukunft weiter zu unterstützen und sie zu einem festen Bestandteil der Brandenburgischen Universitätslandschaft zu entwickeln“, sagte Prof. Nürnberg.

1952 in Neuruppin geboren, studierte Nürnberg nach seiner Schulzeit von 1973 bis 1979 Medizin an der Humboldt Universität Berlin. 1980 erfolgte dort die Promotion. Nach abgeschlossenem Studium und Approbation erfolgte die Facharztausbildung für Innere Medizin am damaligen Bezirkskrankenhaus Neuruppin. Im Jahr 1984 schloss er erfolgreich seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin ab.

1983 baute er die Abteilung für Ultraschalldiagnostik im Krankenhaus Neuruppin auf und bildete in der Ultraschalldiagnostik aus. Neben einer intermittierenden Tätigkeit an der Charité wurde er 1986 Oberarzt für Gastroenterologie in Neuruppin. 1991 folgte die Ernennung zum Chefarzt der Medizinischen Klinik B der Ruppiner Kliniken mit Schwerpunkt Gastroenterologie/ Onkologie. 1994 habilitierte Nürnberg an der Universität Rostock, an der er regelmäßig auch Vorlesungen zum Thema Ultraschalldiagnostik hielt.

1994 folgte seine Ernennung zum Chefarzt der Klinik für Geriatrie der Ruppiner Kliniken. Zeitgleich wurde er Mitglied der Krankenhausleitung, zunächst als stellvertretender ärztlicher Direktor, später als ärztlicher Direktor. Nürnberg setzte sich aber nicht nur für die Heilung von Patient*innen ein, sondern er engagiert sich bis heute insbesondere für diejenigen Patient*innen, für die es keine Heilung gibt. So gehörte er zu den Gründern des Hospizes in Neuruppin und rief 2007 die Palliativgesellschaft HOSPA ins Leben, die er bis heute leitet.

In der Zeit von 1991 bis 2016 war er in der Prüfungskommission Gastroenterologie bei der Landesärztekammer Brandenburg tätig, deren Vorsitz er ab 1998 innehatte. Im Oktober 2018 wurde Prof. Nürnberg mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Zurück