Aktuelles Gesundheitsministerin sagt Hilfe zu

Gesundheitsministerin sagt Hilfe zu

Rückenwind von der Gesundheitsministerin

Anita Tack sagt Hilfe für die medizinische Hochschule in Neuruppin zu – Geld gibt es aber nicht

(Neuruppin, 05.12.2012) Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) hat gestern den Ruppiner Kliniken ihre Unterstützung beim Aufbau einer medizinischen Hochschule zugesagt. „Die Hochschule kann ein wichtiger Baustein für die gesundheitliche Versorgung der Region in der Zukunft sein.“ Allerdings schloss Tack, die gestern die Kliniken besuchte, eine direkte finanzielle Unterstützung des Projektes aus. Grund ist die hohe Verschuldung des Landes. Dieses steht mit gut 20 Milliarden Euro in der Kreide.

Die Ruppiner Kliniken wollen die Hochschule gemeinsam mit dem städtischen Krankenhaus Brandenburg an der Havel betreiben. Bereits im Herbst 2013 sollen die ersten 45 Studenten mit ihrem sechsjährigen Studium beginnen können. Vorausgesetzt, das Wissenschaftsministerium genehmigt die neue Hochschule. Diese Entscheidung erwartet Chefarzt Dieter Nürnberg im ersten Quartal 2013. Trotz dieser Unsicherheit gibt es schon jetzt ein großes Interesse an der Hochschule. Dabei müssen die Studenten für einen Teil der Kosten selbst aufkommen. Die Gesamtkosten für einen Studienplatz liegen laut Nürnberg bei 115 000 Euro. Jedoch wollen mehrere Kliniken Stipendien vergeben, so dass die Studenten lediglich noch für 35 000 Euro aufkommen müssten. Für die ersten 45 Studienplätze gibt es bereits 37 Zusagen für Stipendien. Je fünf kommen von den Ruppiner Kliniken und vom Krankenhaus Brandenburg, die weiteren werden von Kliniken aus dem ganzen Land bereitgestellt, betonte Nürnberg.

„Es geht nicht darum, mit der Hochschule Gewinne zu erzielen, sondern Ärzte in der Region zu halten“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (parteilos). Sobald die Genehmigung vorliegt, soll eine neue Tochter der Pro Klinik Holding gegründet werden, die sich um die Hochschule kümmert. An dieser Tochtergesellschaft würde sich das Krankenhaus Brandenburg beteiligen, so Reinhardt. Die politischen Signale dafür seien aus allen Fraktionen positiv.

Derzeit gibt es im Land Brandenburg keine Medizinerausbildung. Die künftigen Ärzte für die Mark studieren meist an der Charité in Berlin. Gesundheitsministerin Tack begrüßte es gestern, dass der medizinische Nachwuchs vermutlich schon bald im eigenen Land ausgebildet wird. „Das wird uns helfen bei der Gesundheitsversorgung.“ Weitere Informationen zur Hochschule soll es ab nächste Woche über die Homepage www.mhb-fontane.de geben

(Quelle: Ruppiner Tageblatt, 05.12.2012)

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