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Festakt und Tag der offenen Tür am Campus Brandenburg an der Havel

Neuruppin, 11.04.2017

Nach vier intensiven Jahren der Vorbereitung nahm die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) im April 2015 in Neuruppin ihren Studienbetrieb auf. Wie geplant wechselte jetzt der erste Jahrgang der Medizinstudierenden zum Sommersemester 2017 vom Campus Neuruppin an den Campus Brandenburg an der Havel, um hier zum 5. Semester das Studium im Brandenburger Modellstudiengang Medizin fortzusetzen.

Aus diesem Anlass fand am vergangenen Sonntag, den 9. April 2017, ab 13:00 Uhr im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses am Altstädtischen Markt 10 im Rahmen eines Festakts mit rund 200 Gästen aus Wissenschaft, Politik, Gesundheit und Gesellschaft die feierliche Eröffnung des Campus Brandenburg an der Havel statt.

„Es ist schön, dass der Weg der Medizinstudierenden der MHB über Neuruppin jetzt nach Brandenburg an der Havel führt. Mit der heutigen Eröffnung des Campus Brandenburg an der Havel etablieren wir die Stadt Brandenburg weiter als Gesundheitsstandort und verbessern durch eine eigene, besonders praxisorientierte Ausbildung junger Ärzte perspektivisch auch die medizinische Versorgung der Bürger unserer Stadt und des Landes Brandenburg insgesamt“, freute sich Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel. „Auch wenn die trockenen Tücher noch nicht in jeder Hinsicht erreicht sind, so bestätigen doch die ersten Evaluationsergebnisse, dass sich die MHB auf einem guten Weg befindet“, sagte Tiemann, die auch die Moderation des Festaktes übernommen hatte.

Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, stellte der MHB ebenfalls gute Noten aus: „‚Am Mute hängt der Erfolg‘, heißt es bei Theodor Fontane. Heute kann man sehen und sagen: Der Mut hat sich gelohnt. In kurzer Zeit wurde vieles geleistet und erfolgreich auf den Weg gebracht. Heute startet mit der Eröffnung des Campus Brandenburg an der Havel der zweite Studienabschnitt für die Medizinstudierenden. Die MHB ist auf Kurs und ist auch als wissenschaftliche Institution weiter dabei, ihr Profil zu schärfen“, sagte Gutheil.

Lobende Worte fand die Staatssekretärin insbesondere auch für die Lehre: „Das wegweisende Studienkonzept des Brandenburger Modellstudiengangs Medizin findet bundesweit Beachtung und ist nicht nur am Puls der Zeit, sondern der Zeit sogar voraus“, betonte Gutheil mit Blick auf den jüngst durch Bund und Länder beschlossenen „Masterplan Medizinstudium 2020“, der eine Reform und Modernisierung des Medizinstudiums vorsieht. „Viele der hier genannten Aspekte wie etwa mehr Praxisbezug im Studium oder die Stärkung der Allgemeinmedizin werden schon heute im Brandenburger Modellstudiengang Medizin berücksichtigt. Wie die Ergebnisse des sogenannten Progress Test Medizin zeigen, an dem sich bundesweit 16 Medizinische Fakultäten beteiligen, braucht die MHB den Vergleich mit anderen Ländern und Medizinischen Fakultäten nicht zu scheuen, schneiden doch in diesem Test die Studierenden der MHB bislang besser ab als der Bundesdurchschnitt!“, lobte Gutheil.

„Wir Ärzte freuen uns, dass der ‚Masterplan Medizinstudium 2020‘ beschlossen wurde und dass das Land Brandenburg und die MHB hier bereits Vorreiter sind“, sagte Dipl.-Med. Frank Ulrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, der selbst Bürger der Havelstadt ist.

Staatssekretärin Dr. Ulrike Gutheil lobt das innovative Lehrkonzept der MHB

„Endlich ist es soweit, die Studierenden sind da. Die Freude und Begeisterung darüber ist überall in der Stadt und am Städtischen Klinikum spürbar. Das neue Campusgebäude ist nicht nur rechtzeitig fertig geworden, es ist auch ein tolles Gebäude geworden“, sagte Prof. Dr. Edmund Neugebauer, Dekan der MHB. Seine Begrüßung der nach Brandenburg an der Havel gewechselten Studierenden stellte er unter das Leitmotiv der Digitalisierung: „Die Digitalisierung wird das Gesundheitssystem so verändern, wie die Erfindung des Buchdrucks die Welt verändert hat. Patienten eignen sich schon heute übers Internet medizinisches Wissen an, wodurch sich auch die Arzt/Patienten-Beziehung verändern wird. Auch die Rollen des Hausarztes und des Allgemeinmediziners werden sich hierdurch signifikant verändern. Unser Ziel an der MHB ist es, Sie als Studierende zu guten Ärzten auszubilden und Sie so weit wie möglich auf diese Veränderungen vorzubereiten. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall einen guten Start in Ihren nächsten Studienabschnitt. Wir sind stolz und glücklich, jetzt auch in Brandenburg an der Havel ein Campusgebäude zu haben.“

Prof. Dr. med. Ansgar W. Lohse, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, hielt unter dem Titel „Lehre und Forschung in modernen Studiengängen der Medizin“ den Festvortrag und wünschte der MHB Geduld, Geschick, Glück und Geld sowie insgesamt viel Erfolg.

Anschließend überreichte der für den Um- und Ausbau der ehemaligen Nicolaischule zuständige Architekt Uli Krieg an Prof. Dr. Edmund Neugebauer den symbolischen Schlüssel für das neue Campusgebäude, der aus einer Messingplatte gefertigt wurde, die bei der Renovierung des Gründerzeitgebäudes gefunden wurde.

Uli Krieg (rechts) überreicht dem Dekan der MHB den symbolischen Schlüssel

Im Anschluss an Festakt und Schlüsselübergabe fand auf dem neuen MHB-Campus am Nicolaiplatz im Herzen der Havelstadt dann ab 15:00 Uhr ein „Tag der offenen Tür" statt. Unter dem Motto "Hier studieren die Ärzte von morgen" konnten Besucher Medizin hautnah erleben. Auf mehreren Etagen und in verschiedenen Räumen standen dafür unterschiedliche Stationen zum Mitmachen und Ausprobieren bereit. So gab es u.a. die Möglichkeit, Blutabnahme an Modellen zu üben, Wiederbelebungsmaßnahmen an Simulationspuppen durchzuführen oder ein Modell der sogenannten Herzhose zur innovativen Behandlung von Durchblutungsstörungen zu bestaunen. „Wir gehen als MHB gut vorbereitet in den nächsten Studienabschnitt. Gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum Brandenburg haben wir für unsere Studierenden auch hier am Campus Brandenburg an der Havel ideale Studienbedingungen geschaffen“, fasste Prof. Neugebauer seine Eindrücke zusammen.

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